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Der sadistische
Sardu (Seamus O 'Brien) leitet ein Theater namens "Theatre of the
Macabre". Dort werden leicht bekleidete Frauen vor einem begeisterten
Publikum gequält, gefoltert und getötet. Der Clou: Jeder im Publikum ist
der Meinung, alles sei nur Show und erfreut sich an den "extrem
realistischen Effekten". Niemand ahnt, dass Sardu und sein Gehilfe, der
kleinwüschsige Ralphus (Luis De Jesus) , gemeingefährliche Irre sind.
Seine Frauen kauft
Sardu im Ausland ein und lässt sie sich in Holzkisten zuschicken. Kaum
angekommen werden die "Folterobjekte" dann in einem großen Keller
gefangen gehalten und auf alle nur erdenkliche Arten und Weisen erniedrigt.
Sardu macht dabei einen Unterschied zwischen "normalen"
Sklavinnen, die ihm aufs Wort gehorchen und den "Wilden", die
schwer zu zähmen sind und bei denen langsam aber sicher kannibalistische
Merkmale zu erkennen sind.
Als
ein Kritiker eines Tages über Sardus Show spottet, lässt der ihn
kurzerhand mitsamt einer berühmten Ballerina kidnappen. Sardu möchte mit
den beiden eine Show auf die Beine stellen, die ihm die Tore zu Hollywood
öffnen soll. Bis es allerdings so weit ist, müssen der Kritiker und die
Tänzerin erst noch allerlei grausigen Folterungen beiwohnen. In der
Zwischenzeit macht sich der Freund der berühmten Ballerina so seine
Gedanken über ihr Verschwinden und beauftragt deshalb einen schmierigen
Polizisten, um nach ihr zu suchen. Gemeinsam kommen die beiden hinter das
grausame Geheimnis des "Theatre of the Macabre"... |
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Dieser 1976
gedrehte Film wäre heute vermutlich keinem mehr bekannt, hätte ihn nicht
vor einigen Jahren ein relativ berühmtes Label unter seine Fittiche
genommen. Die Rede ist dabei von Troma, die man unter anderem durch Streifen
wie "The Toxic Avenger" oder "Schrei lauter!" kennen
sollte. Allerdings muss man sagen, unterscheidet sich "Bloodsucking
Freaks" schon erheblich von dem, was man sonst von Troma so geboten
bekommt. Aber gut, fangen wir am besten gar nicht mit einem Vergleich zu
Troma an.
Was mich am meisten
von den Qualitäten des Films überzeugt hat war die Tatsache, dass mir beim
Schauen kein einziges mal langweilig wurde. Nicht einmal in den Passagen, in
denen verhältnismäßig wenig passiert. Das lässt sich wahrscheinlich mit
dem ziemlich extremem Thema erklären, dass man in dieser Form noch nicht in
all zu vielen Filmen gesehen haben dürfte. Klar: Es gibt immer wieder Filme
in denen Frauen gefoltert werden, aber ob es sonst noch einen Film außer
"Bloodsucking Freaks" gibt, in dem NUR Frauen in dieser
überdrehten gefoltert werden, wage ich mal zu bezweifeln.
Allerdings sollte
nun niemand einen düster gehaltenen extrem-Splatterstreifen erwarten, denn
genau das ist Joel M. Reed´s fünfte Regiearbeit nicht. Viel eher haben wir
hier einen relativ hellen, dafür aber auch schmuddelig gehaltenen Film, dem
man sein Alter sofort ansieht. Dem Zuschauer kommt es so vor, als sehe er
eine Folterung nach der nächsten, ob das tatsächlich auch so ist oder ob
es einem wegen dem nichts an Handlung nur so vorkommt, sei mal
dahingestellt. Auf jeden Fall bekommt man aber, was die nun schon oft
erwähnten Folterungen angeht, einiges geboten. Das Dargebotene wird
allerdings nie so brutal, dass man wegschauen möchte, genaugenommen hat es
nur eine Szene geschafft, mich ein kleines bisschen zu schockieren.
"Bloodsucking
Freaks" ist gewiss nicht der grausame Schlächterfilm, als was ihn
viele leider hinstellen. Vielmehr haben wir hier einen hübsches, kleines
und schmuddeliges Filmchen aus den 70ern mit sehr viel nackter Haut und noch
mehr Möchtegern-Schockern. Im Ernst: Wenn der Hintern einer Frau als
Dartscheibe missbraucht wird, ist dass doch auch irgendwie lustig oder?
Genauso wenig kann man die wilden Frauen ernstnehmen, die sich von
Menschenfleisch ernähren. Auch der Zwerg Ralphus gleicht eher einer
Lachnummer als einer ernsthaften Bedrohung. Das täuscht zwar auch nicht
darüber hinweg, dass der Film eine, höchstens zwei relativ grausame Szenen
beeinhaltet, aber die kann man sich als Fan solcher Filme wahrscheinlich
auch ohne Folgebeschwerden ansehen.
Wer in einem Film
wie "Bloodsucking Freaks" auf gute Darsteller hofft, hat entweder
getrunken oder den bisherigen Bericht nicht gelesen. Im Prinzip agieren so
gut wie alle Schauspieler in dem Film mittelmäßig bis mies, die
erwähnenswerteste Leistung bringt dabei immer noch Seamus O 'Brien als
Sardu. Er ist ein extrem perverser Sadist und Masochist, der ebenso gerne
Frauen foltert wie selbst ausgepeitscht wird. Allerdings darf man bei Sardu
nicht an einen Massenmörder ala Jason Voorhees und dergleichen denken. Er
tötet zwar Frauen, aber es geht im nicht direkt darum, seine Opfer tot zu
sehen, vielmehr entzückt es ihn, ihnen Schmerzen zuzufügen. Ein ziemlich
fertiger Typ also. Ich würde Seamus O ´Brien zwar nicht unbedingt als
tollen Schauspieler bezeichnen, aber in Anbetracht des Films geht seine
Leistung weitgehend in Ordnung.
Alle weiteren
"Schauspieler", allen voran der kleinwüchsige Ralphus oder die
wilden Frauen spielen dermaßen grottig und überdreht, dass man sich fragen
muss, ob es ihnen danach nicht peinlich war, sich öffentlich sehen zu
lassen. Die Ballerina, ihr Freund und der italienische Polizist passen mit
ihren astreinen 70er Jahre Visagen allerdings perfekt.
Wer einen Film sehen möchte, in dem Frauen auseinandergenommen, gequält
und getötet werden ist hier genau richtig! Allerdings ist das gezeigte bei
weitem nicht so schlimm, wie man jetzt meinen könnte. Die Folterungen
halten sich in Sachen Grausamkeit in Grenzen, die Splattereffekte, von denen
es aber nicht viele gibt, sind eine Beleidigung des Zuschauers. Trotzdem
oder vielleicht gerade deshalb ist "Bloodsucking Freaks" ein Film,
der keine Sekunde langweilig wird und viele interessante und lustige Ideen
bietet. Kann man sich als Fan solcher Streifen ohne Bedenken ansehen.
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