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Mitten
in Zürich kommen zahlreiche (21!) Polizisten bei einem Bombenanschlag ums
Leben. Die Bestürzung in der Bevölkerung ist groß, Recht und Ordnung
scheinen in Gefahr. Doch zwei Polizisten, die das Attentat überlebt haben,
haben sich zur Aufgabe gemacht, jetzt drastischer gegen Sittenstrolche
vorzugehen.
Junkies und andere sozialabschüssige Jungendliche bekommen so lange einen
aufs Maul, bis sie Ruhe geben. Und auch den Hausbesetzern soll es an den
Kragen gehen. Doch da haben sich die beiden Staatsdiener einen
übermächtigen Gegner ausgesucht. In der Drogenhölle hat man sich auf
feindliche Eindringlinge eingerichtet. Und zugute kommt den jungen Punkern,
dass die Bullen gerade dann reinkommen, als einer seine (geladene) Knarre
putzt. Ja das kann ja heiter werden… |
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Mitten in Zürich kommen zahlreiche (21!)
Polizisten bei einem Bombenanschlag ums Leben. Die Bestürzung in der
Bevölkerung ist groß, Recht und Ordnung scheinen in Gefahr. Doch zwei
Polizisten, die das Attentat überlebt haben, haben sich zur Aufgabe
gemacht, jetzt drastischer gegen Sittenstrolche vorzugehen.
Junkies und andere sozialabschüssige Jungendliche bekommen so lange einen
aufs Maul, bis sie Ruhe geben. Und auch den Hausbesetzern soll es an den
Kragen gehen. Doch da haben sich die beiden Staatsdiener einen
übermächtigen Gegner ausgesucht. In der Drogenhölle hat man sich auf
feindliche Eindringlinge eingerichtet. Und zugute kommt den jungen Punkern,
dass die Bullen gerade dann reinkommen, als einer seine (geladene) Knarre
putzt. Ja das kann ja heiter werden…
„Blutgeil“ ist eine kleine, gemeine
Amateur-Produktion aus der Schweiz die seinerzeit für eine Menge Aufruhe
sorgte. Zumindest im hiesigen Zürich. Bei den Staatsbediensteten der
Kantonshauptstadt. Doch das Problem blieb dank Marketingkünsten der
Erschaffer nicht ein hiesiges sondern hatte die Chance, ein globales zu
werden. Dumm nur, dass der Film an sich Müll ist und es sich eigentlich gar
nicht loht, ihn sich anzugucken. Wenn da nicht diese Geschichte mit dem „gegrillten
Bullenarsch“ wäre.
Der Betrachter hat das Vergnügen, das Geschehen in Schwyzerdütsch zu
verfolgen. Was natürlich kein Mensch versteht, der nicht aus der
unmittelbaren Sprachregion kommt. Aber dafür hat man im Nachhinein
Untertitel unter den Film gemacht, sodass auch Nichtschweizer eine Chance
haben, „Blutgeil“ akustisch zu verstehen.
Von der Machart her ist der Amateur-Streifen eine Zumutung. Schlechtes Bild,
schlechterer Ton, extrem schlechter Schnitt, schlechtes Licht, schlechte
Darsteller, dumme Dialoge, peinliche Szenarien und unnötig ekelhafte
Pinkel-Momente. Polizisten werden als menschenverachtende Staatsmarionetten
dargestellt. Zwar extrem übertrieben, aber eher geschmacklos als satirisch.
Denn offiziell, also nach Aussage der Macher, ist „Blutgeil“ eine
Satire. „Aha“ - denkt man sich da. „Satire“. Allerdings eine Art der
Satire, die mit dem Holzhammer vorgetragen wird.
Warum man sich seitens des Schweizer Staates mit „Blutgeil“
auseinandergesetzt hat, ist fraglich. Man hätte ohne Weiteres den Mantel
des Schweigens über den filmischen Durchfall decken können. Dann hätte
wohl niemand außerhalb Zürich von dem Film Kenntnis genommen und man
hätte seine Ruhe gehabt. So gab es aber großes Aufsehen, was letztlich mit
einem temporären Verbot des Films und harten Strafen für eigne Beteilige
endete.
Vom
großen Medienrummel profitiert vor allem der Betrachter der Neuauflage des
Films: „The Blutgeil Case – A Real Life Comedy in 6 Parts“. Hier gibt
es die bereits angesprochenen Untertitel, Szenen, die zusätzlich mit dem
Gerichtsbeschluss eingeblendet und vorgelesen werden und diverse Extras nach
dem Film. Diese machen das Drumherum, das interessanter als der Film selber
ist, transparenter.
Somit fällt es schwer, den Film an sich zu empfehlen, da das Drumherum aber
interessant und sogar fast kultig ist, bleibt prinzipiell nichts anders
übrig, als es zu machen. Man erlebt zwar ein schlechtes No-Budget-Filmchen
mit schlechten Effekten, das auf schlechtem Material gedreht wurde, der
damalige innenpolitische Zündstoff ist aber durchaus sehenswert |