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Als Gina, eine attraktive
Radiologin aus gutem Hause, mit ihren Angehörigen beim Essen
sitzt, zerbricht urplötzlich ein Spiegel. Niemand denkt sich
etwas dabei, man scherzt nur über die Jahre des Pechs, die nun
folgen sollen. Später fährt Gina mit ihrem Wagen an einer Frau
vorbei, die ihr zum verwechseln ähnlich sieht. Erschrocken
verursacht sie einen Verkehrsunfall, den sie nur knapp überlebt.
In der Rehabilitation wundert man sich über die geringen
Verletzungen, die Gina davongetragen hat. Von Pech kann hier nicht
die Rede sein. Neben ein paar Schrammen ist es lediglich zu einer
leichten Quetschung des Hirns gekommen. Diese macht ihr aber
offensichtlich schwer zu schaffen. Denn sie nimmt starke Veränderungen
bei ihr selbst und in ihrem Bekanntenkreis wahr. Und immer wieder
zerbrechen Spiegel… |
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Der
französisch-britische Filmbeitrag „The Broken“ ist ein
kleiner, feiner Grusel-Film, der es durchaus in sich hat. In einem
ruhigen Erzähltempo wird hier eine nicht gerade alltägliche
Geschichte wiedergegeben, die den Fan mystischer Streifen klar für
sich gewinnen kann.
Es fällt sicherlich schwer, den Film zu rezensieren, ohne dem
geneigten Betrachter zu viele Details zu verraten, die sich im
Film aufbauen und ihn somit ansehnlich machen. Kurz gesagt geht es
um Spiegel und Veränderungen. Eine Zusammenstellung, die so für
viel Atmosphäre und auch einiges an Spannung sorgt. Im Verlauf
bleibt dem Zuschauer genügend Zeit, die einzelnen Versatzstücke
der Story zu einem vollständigen Puzzle zusammenzufügen. Ohne
das es langweilig wird und ohne das eine klare Linie zu erkennen
ist.
Der
Film wird von seiner Geschichte getragen. Action wird kaum geboten
und es wird nicht mit Kunstblut um sich gespritzt. Es gibt zwar
kleine Einlagen mit Blut und Gewalt, diese dienen aber der
Fortbringung der Story und nicht den Szenen an sich. Dank der
ruhigen Erzählweise kommen einige eingebaute Schockeffekte ganz
gut rüber. Auch wenn diese es schwer haben, richtige Horror-Fans
vom Hocker zu hauen.
Die
Optik von „The Broken“ weiß ebenso zu überzeugen, wie die
Klangkulisse. Man sieht (und hört), dass hier Profis am Werk
waren. Profis, die einen klaren Weg geplant haben und diesen
konsequent inszenieren. Die Charaktere werden zwar nicht bis ins
kleinste Detail beschrieben, dies erscheint aber auch nicht
unbedingt notwendig. Die Hauptrolle der Gina spielt Lena Headey
(„300“). Sie versteht es die wirren Gefühle und Beklemmungen
der Protagonistin glaubhaft wiederzugeben. Von daher kann und muss
ihr eine tadellose Leistung attestiert werden. Glücklicherweise
hat sie Kolleginnen und Kollegen zur Seite, die sich ebenfalls als
Profis vor der Kamera präsentieren. Da macht das Zugucken
wirklich Freude, was ja im Horror-Film nicht immer die Regel ist.
„The
Broken“ macht vor allem Spaß, weil man keine Ahnung hat wo der
Film hinläuft. Man kann sich zwar einiges ausmalen, doch dank des
intelligenten Drehbuchs muss man mit seinen Vermutungen nicht
zwingend richtig liegen. Regisseur Sean Ellis, der mit seinem Debüt-Kurzfilm
„Cashback“ auf sich aufmerksam machte, beweist hier ein gutes
Händchen für den Horror-Film. Ohne groß Experimente zu machen,
erschafft er eine gelungene Grusel-Atmosphäre, fängt schöne
Bilder ein und sorgt für Spannung sowie Miträtsel-Potential.
Somit kann der solide „The Broken“ Freunden von ruhigen,
mysteriösen, kalten und zurückhaltenden Horror-Filmen empfohlen
werden. |