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Eine handvoll Freunde treffen sich
zum Campen, um mal wieder richtig die Sau rauszulassen. Nicht weit
von ihrem Zeltplatz befindet sich eine kleine Kneipe, dessen Wirt
ihnen ein unlausschlagbares Angebot macht: Sie entrümpeln für
ihn einen Schuppen und dürfen dafür einen Tag lang freie Getränke
zu sich nehmen.
Gesagt, getan. Doch in dem heruntergekommenen Anwesen von Wirt
Carver machen sie eine seltsame Entdeckung. Sie stoßen auf einige
Super-8-Filme, die einen unschönen Inhalt haben. Die Bilder
zeigen einige Tötungen. Erst glaubt der Putztrupp,
Amateur-Horror-Filme gefunden zu haben. Doch bald kommt der
Verdacht auf, dass es sich bei den Filmrollen um echte Snuff-Filme
handeln könnte.
Dennoch lassen sie sich nicht davon abbringen, sich einem Besäufnis
im Hause Carver hinzugeben. Ein Fehler, wie sich alsbald
herausstellen soll. Denn der dicke Bruder des Wirts ist weit mehr
als ein Fan von Splatter-Filmen. Und sucht schon wieder nach neuen
Darstellern... |
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Man hat
es ja immer schon befürchtet: Als Horror-Filmfan ist man eine
Bedrohung für die Gesellschaft. Allerdings ist der Horror-Fan im
Film, von dem eine extreme Bedrohung ausgeht, ein ganz besonderer
Kauz. Und natürlich nur ein Teil eines Films. Dessen Titel lautet
„Carver“ gerade so, wie die mitspielende Redneck-Familie. Gut,
als Freund des Horror-Films hat man an sich schon Bekanntschaft
mit schlimmeren Rednecks machen dürfen, doch der schnitzende
Protagonist, alter texanischer Schule, ist einer der fieseren
Sorte.
Besonders innovativ ist „Carver“ nicht. Zu keiner Zeit. Man
hat es vielmehr mit einem Plot zu tun, der Genre-Kollegen wie „Wrong
Turn“ oder auch dem guten alten „Texas Chainsaw Massacre“ ähnelt.
Ein paar Leute landen in der Einöde und werden von Einheimischen
„überrascht“. Der Unterschied zu den bekannten Filmen ist
hierbei, dass es sich bei „Carver“ um eine sehr günstige
Produktion handelt, was dem Betrachter schnell klar wird. Aufgrund
des nicht so guten Aufnahmematerials kommt die dreckig anmutende
Stimmung nicht 100%ig rüber. Was allerdings rüber kommt, sind
die hundsgemeinen Spezialeffekte. Der Film ist nicht nur blutrünstig
sondern auch echt gemein.
Es werden im Original Sachen gezeigt, die man nach der Betrachtung
lieber nicht gesehen hätte. Dies gilt besonders für männliche
Betrachter und diejenigen, die nicht gerne zugeschissene Toiletten
sehen. Im letzten Drittel des Films geht „Carver“ weit über
Standardware hinaus. Es wird gesägt, gekloppt, gehämmert,
gebrochen... Ein wahres Schlachtfest in ordentlicher Inszenierung.
Das da die Story und Logik etwas in den Hintergrund geraten, ist
klar. Und man kann auch die Tatsache verkraften, dass es tempomäßig
im ersten Drittel mit angezogener Handbremse losgeht.
Die Charaktere werden nur oberflächlich beschrieben, was Kenner
der Szene nicht im Geringsten verwundern dürfte. Prinzipiell hätte
man sich aber ruhig etwas mehr Zeit für eine Durchleuchtung
nehmen können, da die Rolle des bösen Protagonisten viel
Potential inne hat. Leider erfährt man keine Gründe warum er und
sein Komplize so handeln, wie sie handeln. Und warum das Ganze im
Film auf Celluloid gebannt wird. Aber vielleicht braucht man dafür
auch keine speziellen Gründe... Auf jeden Fall wird die Gewalt im
Film als Mittel zum Zweck eingesetzt. Die Darsteller machen ihren
Job dabei ordentlich. Es gibt keinerlei Auffälligkeiten. Weder in
die positive und auch nicht besonders in die negative Richtung.
Unterm Strich ist „Carver“ aber ein Hillbilly-Film, den man
sehr gut gucken kann. Dabei schadet es sicherlich nicht, wenn man
auf eine vollständige Fassung zurückgreifen kann. Zumindest
dann, wenn man sich dem ganzen Schlacht-Spektakel der
degenerierten Sippschaft in voller Gänze hingeben will. |