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USA 1960: Mit Baseballschläger, Pump-
Gun und Benzinkanister bewaffnet sorgt die junge Christine, anscheinend aus
Rache für eine durch die Nonnen und Priester durchgeführte
Zwangsabtreibung, in einer Klosterschule durch Prügel, Tod und Verbrennung
bei ihren Peinigern während eines Gottesdienstes für erhebliches
Unbehagen.
40 Jahre später: Eine Clique junger
Leute, bestehend aus Ex- Gruftgirl Clarissa + Freund, dem Gruftgirl Mo,
sowie den üblichen filmtypischen Verbindungsstudenten (das magersüchtige
Spießer- Cheerleadergirl + Freund, der arrogante „Unwiderstehliche-
Scheißtyp“ und Clarissas verkrampfter Bruder als von allen unterdrückter
Anwärter auf einen Verbindungsposten) will in der Ruine des Klosters eine
Graffiti- Party abhalten.
Durch die Polizei verscheucht bleibt Mo
zurück und wird alsbald Opfer eines schwulen depperten „Teufelsanbeters“
samt Gefolgschaft, die allerdings durch ihre Tat üble Dämonen entfesseln,
die jeden einzelnen (die Clique ist aus dramaturgischen Gründen
mittlerweile natürlich zurückgekehrt) niedermetzeln und „dämonifizieren“.
Einzig Clarissa kann entkommen und wendet sich
an oben erwähnte Christine, um ihren Bruder, der als Jungfrauenopfer den
Fürst der Dämonen erwecken soll, zu befreien. Neben
dem tatsächlichen, grauenhaften Geheimnis um das Kloster, erfährt sie im
Praxisunterricht, dass Dämonen ziemlich allergisch auf Maschinengewehre,
Macheten und ähnliches reagieren... |
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10000 Pluspunkte für die Anfangssequenz!!!!!
Bei cooler 60er Jahre Musik mäht eine noch
coolere zigarette-im-mundwinkel-haben-und- dabei whiskey-trinkende
Sonnenbrillenträgerin mit einem Baseballschläger Nonnen in einer Kirche
um. Wer, außer irgendwelchen Baseball- Hassern oder Nonnen- Fans hat sich
so etwas nicht schon immer (zu sehen) gewünscht?... Ansonsten
geht der Film zunächst die momentan typischen Teenie- Horrorwege: Junge
Leute machen Party, dumme Sprüche, Kiffen in einem düsteren Gebäude. Dazu
kommt noch eine düstere Legende... (Gähhhhn!!!)
Aber was diesen Film dann doch zu einem (für
die heutige Zeit) regelrechten Juwel macht, ist, neben den unverkrampft
agierenden (Laien?- ) Darstellern, den mitunter wirklich coolen Dialogen und
ziemlich blutigen Splattereffekten, die Tatsache, dass der Film sich selbst
nicht ernst zu nehmen scheint. Hier wird nicht auf Teufel komm raus
versucht, die Filmgeschichte umzuschreiben und einen neuen (Kassen-)
Schlager zu kreieren. Nein, das alles sieht eher danach aus, als hätte
Regisseur Mike Mendez seine Kumpels angerufen: „Ey, habt Ihr Zeit und
Bock, nach Feierabend einen Splattermovie zu drehen, wird bestimmt ein
Heidenspaß!!!“.
(Ähnliches war ja auch bei Sam Raimi’ s „Tanz
der Teufel“ („The Evil Dead“, USA, 1982) der Fall, wobei „The
Convent“ natürlich in einer niedrigeren Liga spielt). Einfach
herrlich anzusehen sind die Szenen mit dem schwulen Satanistenpärchen,
dessen „Fürst der Dunkelheit“, noch während des Opferrituals von
seinem Opfer als Kellner einer Milch- Shakebar erkannt wird, und er dieses
in bester Monty Python- Manier (inklusive Fistelstimme) abzustreiten
versucht. Die oben erwähnten
Splatterszenen sind zwar ziemlich herbe, jedoch scheinen die Macher
(wahrscheinlich aus Kostengründen) einige Einstellungen 1:1 übernommen zu
haben.
Anscheinend aufgrund der Tatsache, dass die
Splattereffekte zum Teil in Zeitraffer oder durch einen Filter aufgenommen
sind, sowie die doch eher unnatürlich neonrote Farbe des Blutes, hat die
FSK ungewöhnlicher- (und lobenswerter- ) weise bei einem B-Movie dieser Art
die Schere mal im Nähkästchen gelassen, so dass auch hartgesottene
Splatterfreaks auf ihre Kosten kommen. Wirklich
cool ist, neben Coolio als kiffender teenieverarschender Cop, dann auch noch
Adrienne Barbeau als 56jährige Christine, die das typische Klischee der
Film- Powerfrau nicht nur bedient sondern geradezu bis in den letzten Winkel
hinein ausfüllt (inkl. Killerbike mit abgehakten Zombiekopftrophäen, „Wer-ist-Arnold-Schwarzenegger??“
-Waffen-Arsenal und Sprüchen a la Rambo).
Kritikpunkt an der ganzen Sache: Warum greift
„The Convent“ nicht die wirklich genial- komischen Ansätze zum Ende des
Films (Christines Geschichte über die Nonnenschule) während des gesamten
Movies auf? Es hätte sich durchaus
eine Art Teenie-Slasher- „Braindead“ ergeben können.
Fazit: „Pulp
Fiction“ – reife Anfangssequenz, Selbstironie und Hardcore- Splatter in
moderner Verpackung machen „The Convent- Biss in alle Ewigkeit“ zu einem
amüsanten Gore- Happening als Alternative zum mittlerweile abgenudelten
Scream- Schema. |