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Kate hat sich für diesen Abend etwas ganz
besonderes vorgenommen: Sie will den, von ihr verehrten, Schauspieler George
Clooney treffen. Die Mittezwanziger nimmt spät in der Nacht die U-Bahn, um
an ihre Destination zu gelangen, schläft dann aber, nach der Einnahme eines
alkoholischen Getränks ein. Als sie wieder aufwacht ist die U-Bahn-Station
ein verlassener Ort. Die Ausgänge sind zwar verriegelt, doch komischerweise
fährt noch eine Bahn, in die sie dann einsteigt.
Nach wenigen Metern stoppt die Bahn und Kate,
die dachte sie wäre alleine, trifft auf einen alten Bekannten, der ihr
unverhofft an die Wäsche will. Während sich der Unhold über die junge
Frau her macht passiert aber plötzlich etwas Komisches. Der Mann wird aus
der U-Bahn gezogen und erhält eine unsanfte Behandlung, ausserhalb des
Vehikels. Dies
ist aber nur der Auftakt einer nervenaufreibenden Nacht, in der noch einige
Leute ins Gras beissen sollen... |
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Sicherlich ist die Story alles andere als
innovativ, doch das stört Fans des Genres, auf die dieser Film
zugeschnitten wurde, sicherlich nicht besonders. „Creep“ ist nämlich
ein astreiner Horrorfilm, der erst gar nicht versucht etwas anderes zu sein.
Gleich zu Beginn, noch bevor Kate ins Spiel kommt, merkt man bereits, was
wohl auf einen zukommt. Die U-Bahn und ihre zahlreichen Schächte
(Kanalisation eingeschlossen) bieten eine gute Grundlage für eine
Horror-Atmosphäre und wie es anzunehmen ist, werden alle Register gezogen
um den Betrachtern das Blut gefrieren zu lassen.
Viel erzählt wird dabei nicht, allerdings
gibt es auch viele Genrevertreter, die weniger zu erzählen haben. Immerhin
haben wir neben der Protagonistin noch ein Ding, was sein Leben in der
Kanalisation bestreitet. Es ist der Creep, der relativ schmutzig daherkommt
und immer wieder für leicht verstörende Spannung sorgt. Eigentlich eine
gute Idee, wenn der komische Typ nicht mehr Fragen aufwerfen würde als
Antworten da sind. Aber wie gesagt... für hohe Ansprüche ist „Creep“
nicht gedreht worden und so kann es ihm auch niemand übel nehmen, wenn
nicht immer alles logisch ist. Hauptsache ist, dass es so gut wie nie
langweilig wird.
Wichtiger, als das Einhalten der Logik, sind
aus der Sicht eines Horror-Fans, dass das drin ist, was drin sein muss und
das ist mit Sicherheit der Fall. Neben der guten Atmosphäre gibt es so
manchen spannenden Moment, mit den entsprechenden Schock-Szenen und auch
für Freunde des Splatter ist das ein oder andere Appetithäppchen dabei. Es
ist schon komisch mit anzusehen, dass ein Streifen wie dieser eine Freigabe
von 16 Jahren bekommen hat, da in der (mittlerweile vergessenen)
Vergangenheit Filme dem Paragraphen 131 des Strafgesetzbuches zum Opfer
fielen, die weniger menschenverachtenden Dinge gezeigt haben. Aber das ist
wohl eine Sache, die keiner verstehen muss, aber alle mit leben müssen. Ein
„gore-techisch“ harmloser „Riverplay“ kommt auf den Index und Filme
von Major-Labeln wie „Final Destination 2“ oder „Wrong Turn“
bekommen die blaue Marke aufgedrückt...
Aber
lange Rede kurzer Sinn: „Creep“ ist die perfekte Horror-Unterhaltung
für einen gruselig, blutigen Abend, vorrausgesetzt natürlich man steht auf
solche Filme. Und bei so einer guten Unterhaltung macht es selbst
Horror-Fans nichts aus, dass Franka Potente die Hauptrolle spielt, die sie
im übrigen, wie alle anderen Beteiligten, recht ansehnlich meistert. |