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Jeffrey Dahmer ist auf den
ersten Blick ein ziemlich normaler Typ. Allerdings weiß niemand aus seinem
Bekannten- und Verwandtenkreis, dass Jeffrey im Laufe seines Lebens zu einem
grausamen Massenmörder geworden ist, der es vornehmlich auf junge Männer
abgesehen hat.
Jeffrey arbeitet tagsüber als Arbeiter in einer Schokoladenfabrik und geht
abends seinem Hobby nach. Er besucht Tanzlokale und versucht dort junge
Männer abzuschleppen, was ihm, zum Nachteil seiner Opfer, auch ziemlich oft
gelingt. Wenn er mit dem Opfer alleine ist verabreicht er ihm meist einen
Drink, mit einer betäubenden Chemikalie und vergewaltigt es, bevor es dann
umgebracht wird. Jeffrey nutzt sogar einige Male eine Elektrobohrmaschine
beim unfreiwilligen Akt und bohrt dem Betäubten Löcher in den Kopf.
Eines Tages lernt Jeffrey allerdings den jungen Rodney kennen, der sein
Leben nachhaltig verändern soll... |
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Serienmörderverfilmungen sind
mittlerweile ja keine Seltenheit mehr, was wohl daran liegt, dass es
durchaus ein Publikum gibt, welches sich für die Thematik und die Denkweise
der Killer interessiert. Auch die Geschichte des Jeffrey Dahmer, der den
Beinamen „Kannibale von Milwaukee“ abbekam wurde mit zwei filmischen
Beiträgen bedacht, wovon der aktuellere, dieser hier, eine wahre Zumutung
für Interessierte ist!
Zu Begin kann man zwar durchaus den Eindruck gewinnen, dass der Film ein
guter werden könnte, da die Atmosphäre stimmig ist. Es breitet sich ein
düsteres Bild aus, welches mit dunklen Schauplätzen untermauert wird. Man
empfindet durchaus Angstgefühle, diese legen sich dann aber, da man
irgendetwas vermisst.
Denn es wird gar nicht großartig auf die Person Jeffrey Dahmer eingegangen.
Man kann sich zwar in etwa denken, was in seinem Hirn abgeht, doch leider
erfährt man rein gar nichts von seiner Psyche und das trotzdem es
zahlreiche Fakten und Untersuchungen seiner Person gab. Es ist wirklich
ärgerlich, dass diese Komponente völlig verdrängt wurde und stattdessen
eine Art Unterhaltungsfilm gedreht wurde, der eventuell für unwissende und
uninteressierte Menschen unterhaltsam sein könnte, dem Interessierten aber
keinerlei Grundlage bietet. Überall findet man mehr Informationen über
Jeffrey, nur in einem Film über ihn werden die Fakten weggelassen.
Es gab da zum Beispiel einige Schlüsselszenen in seinem Leben, die sein
späteres Handeln und seine grausamen Taten beeinflusst haben, wie zum
Beispiel die Scheidung seiner Eltern oder sein Militäraufenthalt in
Deutschland, wo er mit seiner Homosexualität und den daraus resultierenden
Problemen konfrontiert wurde. Dass alles wird einem in „Dahmer“ aber
vorenthalten und somit kann man nie einen wirklichen Eindruck über Jeffreys
Denkweise bekommen. Wenn man dies so verarbeitet hat, ist es auch durchaus
störend, dass im Film Sachen dazuerfunden wurden. Es tauchen dort Personen,
Schauplätze und Ereignisse auf, die frei erfunden sind. Aufgrund dieser
Tatsachen ist es schwierig in die Gedanken der Verantwortlichen
einzudringen. Was haben sie sich bei der Umsetzung des Scripts gedacht?
Wollten sie nur Kohle abzocken oder wollten sie die Welt informieren?
Diese Fragen werden wohl kaum beantwortet werden können, fest steht aber,
dass es sich bei „Dahmer“ um eine grauenhafte Biografie des „Kannibalen
von Milwaukee“ handelt, die man getrost im Filmregal verrotten lassen
sollte!
Die Darsteller, im besonderen der Protagonist, spielen zwar durchweg gut,
dass kann den Film aber bei weitem nicht retten. Wer sich über Dahmer
informieren möchte sollte sich den Film „The Secret Life: Jeffrey Dahmer“
von 1993 angucken, sich das Konzeptalbum „Dahmer“ von der Grindcoreband
„Macabre“ anhören oder sich der Literatur widmen. Aber man sollte sich
auf gar keinen Fall diesen Schund antun, denn der ist durchaus als
Verarschung abzustempeln! Das FSK 18 ist im übrigen sehr hart, aber wohl
vertretbar.
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