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Wissenschaftler
Payton Westlake ist kurz vor dem Durchbruch einer großartigen Entdeckung.
Er hat es geschafft künstliche Haut herzustellen, die bald über alle
Funktionen verfügt, die natürliche Haut auszeichnen.
Kurz vor der Fertigstellung kommt es allerdings zu einem unglücklichen
Zwischenfall: Die Schergen eines Baulöwen dringen in sein Labor ein und
versuchen ihn auszuschalten. Mit schwersten Verätzungen im Gesicht entkommt
Westlake seinen Peinigern, bevor sein Labor in die Luft gesprengt wird. Er
flieht, wird in einer Spezialklinik wieder auf die Beine gestellt und
schwört Rache.
Diese will er dann als Darkmann ausüben. Er stellt aber nicht nur seinen
Beinahe-Mördern nach, sondern arbeitet auch an seinen Haut-Forschungen
weiter… |
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Kultregisseur
Sam Raimi („Tanz der Teufel“) hat mit "Darkman", einen Film
erschaffen, der unter vielen Filmfreunden sehr beliebt ist. „Darkman“
ist eine Comic-Adaption mit recht simpler Geschichte. Wenn man es nicht
weiß, kommt der Film gar nicht wie eine Adaption rüber, da das Ganze
relativ authentisch in den Kasten gebracht wurde. Es ist zwar alles etwas
bunter, etwas ironischer und flotter als in manch anderen Filmen, aber nicht
so sehr an einer eventuellen Realität vorbei. Man sieht, dass Raimi ein
ordentliches Budget hatte und viel Liebe in den Film investiert hat.
Zusammen mit Bruder Ivan hat er ein gutes Drehbuch geschrieben und dieses
dann auch gut umgesetzt.
Hier und da gibt es zwar mal Unstimmigkeiten, die in nicht zu übersehenden
Logik-Lücken enden, dies tut der guten Geschichte aber keinen Abbruch. Es
ist nicht gerade die typische Story von Jemandem, dem Leid angetan wird und
der sich dann rächen will. Klar, da gibt es auch verschiedenste
Herangehensweisen an dieses Thema, doch ein etwas anderer Plot bedeutet
nicht automatisch eine etwas andere, sprich gute, Unterhaltung. Es wird
relativ gut charakterisiert, es ist Spannung vorhanden, Action und die
Atmosphäre ist meist auch stimmig.
Aber so richtig professionell ist „Darkman“ auch nicht. Hier und da
bekommt Raimis erster Major-Film eine leicht trashige Note. Die aber
keineswegs den guten Gesamteindruck nach unten zieht. Lediglich einige
Witze, die so richtig keine sein wollen, kommen etwas störend rüber. Auch
die Darsteller bemühen sich, einen trashigen Eindruck zu hinterlassen.
Einzig die Rolle des Dr. Westlake & Darkman, die von Liam Neeson
gespielt wird, ist etwas ernsthafter angelegt und kann als einzige gut
bewertet werden. Dialogtechnisch fällt der Gesamteindruck auch nicht gerade
positiv aus. Oftmals ist alles etwas zu „sülzig“.
Aber die Kritikpunkte täuschen keinesfalls darüber hinweg, dass man es bei
„Darkman“ mit einem guten Film zu tun hat, der flott erzählt wird und
den Betrachter die ganze Zeit bei der Stange hält. Und, Raimi hat einiges
eingebaut, was den Film-Fan erfreuen wird. Man sieht zum Beispiel den
Cadillac aus „Tanz der Teufel“ mit Joel und Ethan Coen als Besatzung,
Ash (Bruce Campbell) aus demselben Film, Scott Spiegel (Darsteller des Fake
Shemp in „Tand der Teufel“) sowie einen Kurzauftritt von William Lustig
dem Regisseur von u.a. „Maniac“ (USA 1980).
Daher ist „Darkman“ auf jeden Fall lohnenswert und mit Einschränkungen,
als leichter Filmgenus, empfehlbar.
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