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Eigentlich sollte der Urlaub im schönen
Irland Erholung und Entspannung bringen. Doch für Helena wird der Trip mit
ihrem Freund Martin auf die grüne Insel zum Horror-Trip.
Auf einer einsamen Landstraße fahren sie mit ihrem Wagen einen Mann an. Sie
verfrachten den leblosen Körper in ihr Auto. Doch das vermeintlich tote
Unfallopfer erweist sich schon nach kurzer Zeit als ziemlich untot: Es
beisst Martin in den Hals. Binnen weniger Minuten ist auch Martin
zombifiziert und giert nach Fleisch. Mit Mühe und Not kann Helena
entkommen.
Auf ihrer Flucht trifft sie einen verschrobenen Einsiedler und ein ziemlich
durchgeknalltes Ehepaar. Zusammen mit ihnen macht sie sich auf, gegen die
Zombieplage vorzugehen. Schon bald stoßen sie auf die Ursache der Epidemie:
Der Rinderwahn hat friedliche Kühe in blutrünstige Monstren verwandelt.
Unersättlich in ihrer Gier nach Menschenfleisch, lässt ihr Biss jeden
Menschen zum blutrünstigen Zombie mutieren... |
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"Zombie- Faktor 100%" verspricht das
Cover von DEAD MEAT. Diese Ankündigung mag zwar stimmen. Allerdings reichen
ein paar Zombies und Extrem-Gore leider nicht aus, um einen gelungenen Film
zu machen.
Dead Meat ist eine semiprofessionelle Amateurproduktion aus Irland. Die
grüne Insel ist gerade im Bereich des Horrorfilms bisher ja eher noch als
filmisches Entwicklungsland zu bezeichnen. Umso erfreulicher, dass sich mit
Conor McMahon nun endlich jemand aufmacht, diesen weißen Fleck auf der
cineastischen Landkarte mit Farbe zu füllen.
So schön und lobenswert diese Bemühungen auch sind, so enttäuschend ist
allerdings das Ergebnis seiner Arbeit. Dead Meat ist nämlich leider nur ein
weiterer Beitrag zur Reihe "sinnloser Splatter ohne Herz und Hirn"
(man beachte das Wortspiel...).
Gute Ansätze sind zweifelsohne vorhanden. Die Idee, den
schlagzeilenträchtigen BSE- Rinderwahn- Skandal zum Aufhänger einer
Zombiestory zu machen, ist gar nicht mal so schlecht. Das Ganze dann als
bitterböse Komödie mit ein bisschen Splatter verpacken zu wollen, sollte
auch den Applaus des Publikums finden. Allein es fehlt die Konsequenz bei
der Umsetzung.
Regisseur Conor McMahon versuchte offensichtlich mit DEAD MEAT in die
Fußstapfen von Peter Jackson zu treten. Dieser schrieb ja bekanntlich mit
den beiden Splattstick-Filmen, BAD TASTE oder BRAINDEAD
Filmgeschichte. Bei Peter Jacksons Klassikern des modernen Horror-Films
funktioniert die Mischung aus Komödie und derbstem Splatter dadurch, dass
die komödiantischen Aspekte im Vordergrund stehen. Selbst die bis dato wohl
unerreichten Blutorgien von BRAINDEAD sind dabei bis zur Groteske
überzogen, dass jeglicher Ekel oder Schock letztendlich einem
schwarzhumorigen Grinsen weicht.
DEAD MEAT beginnt ebenfalls mit einer wirklich sehr amüsanten Szene, die
tatsächlich einen Vergleich mit den großen Vorbildern nicht scheuen muss.
Stichwort: Kuhgemetzel im Schein der blutbefleckten Taschenlampe! Gab es so
etwas schon mal im Film? - Anscheinend nicht...
Leider ist nach dieser Eingangssequenz dann auch schon die ganze
Herrlichkeit vorbei. Der Film verflacht schon nach wenigen Minuten zu einer
unbedeutenden Zombie-Story mit den typischen Klischee-Charakteren und
improvisiert anmutenden Dialogen. Verflacht zu einem letztendlich
belanglosen Zombiefilm, bei dem eine fehlende Handlung oder dürftige
Drehbucheinfälle mit sinnlosen Aneinanderreihungen von Blut- und
Gedärme-Happenings wettgemacht werden soll.
Dass stumpfer Splatter allein noch lange keinen Horror-Film ausmacht,
dürfte doch spätestens seit den oberschundigen Amateurfilmen von Andreas
Schnaas oder seinem Kollegen und Namensvetter Bethmann bekannt sein.
"Gott, ist es hier wunderschön..."schwärmt Martin seiner Helena
über die irische Landschaft vor. Diese ist eigentlich auch das einzig
wirklich sehenswerte an diesem Film. Dummerweise spielt der Film jedoch
meistens im Dunkeln oder in irgendwelchen Gebäuden, so dass auch dieses
Highlight noch zu kurz kommt. Schade.
Da es sich bei dem Film um eine Low Budget Produktion handelt, darf man
keine großartige schauspielerische Glanzleistungen erwarten. Jedoch
bemühen sich die Darsteller und machen ihre Sache verhältnismäßig gut.
Besonders hervor sticht Eoin W. als verschrobenes irisches Landei, das mit
seiner Frau durch die Gegend zieht und vornehmlich mit dem Poloschläger den
Zombies die Köpfe einschlägt. Er erinnert vom Aussehen her ein wenig an
einen irischen Herbert Knebel.
Der anspruchslose Gorehound wird vielleicht begeistert sein, schließlich
gibt es hier harten Splatter im Minutentakt. Abgehackte Kuhköpfe,
ausgestochene Augen, zermalmte Gehirne und dergleichen.
Wer jedoch ein bisschen Wert auf Handlung, Dialoge und Sinn legt, wird wohl
schnell gelangweilt das DVD- Fach freimachen und sich lieber zum 25. Mal
entweder BAD TASTE als Komödie ansehen oder DAWN OF THE DEAD als
ernsthaften Horrorfilm.
Freunden härterer Klänge dürfte der Soundtrack mit ganz passablem Heavy
Metal gefallen.
Leider hat Regisseur Conor McMahon eine große Chance vertan.
DEAD MEAT hätte wirklich für eine angenehme Überraschung zwischen den
derzeitigen Remakes und ernsthaften asiatischen Beiträgen im Horror-Genre
sorgen können.
Dass er es technisch drauf hat, zeigt er bei seinem Kurzfilm THE BRAIN
EATER, der glücklicherweise als Bonus auf der DVD enthalten ist.
In dem zehn minütigen Splatterfilmchen spielt er nur so mit den
abgefahrensten Kameraeinstellungen. Zwar bietet der Film auch nicht wirklich
eine innovative Story. Als Kurzfilm beschert er aber durchaus gute und
blutige Unterhaltung, die auf den Magen schlägt.
Vielleicht sollte es McMahon bei Kurzfilmen belassen. Oder sich eben
einmal
die Zeit nehmen, eine RICHTIGE Story zu präsentieren und konsequent
durchzuziehen.
Fazit: BAD TASTE light... Die Idee einer wirklich interessanten witzigen
Komödie wird zugunsten eines banalen Splatter- Spektakels unnötig
verheizt. Schade...
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