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Chuck Toedan (John
McCafferty) ist der Moderator der unglaublich populären Gameshow "Live
or Die", in der zum Tode verurteilte Verbrecher die Chance auf einen
Hinrichtungsaufschub erhalten. Die einzige Bedingung ist allerdings, dass
sie die sadistischen und brutalen Spiele überleben. Aufgrund des
kontroversen Inhalts der Show hat "Live or Die" natürlich nicht
nur eine Vielzahl begeisterter Fans und Anhänger, sondern mindestens genau
so viele Gegner. Chuck Todean ist daran gewöhnt, ständig von irgendwelchen
Moralisten und Verrückten bedroht und belästigt zu werden, so nimmt er
auch seine Diskussionsgegnerin bei einem Talkshowauftritt, Gloria
Sternvirgin (Robyn Blythe), nicht weiter ernst, die "Leb oder
Stirb" aufgrund der darin gezeigten Brutalität für äußerst
verachtenswert hält.
Zwar sind Drohungen nichts neues für Chuck, doch ein Mordversuch ist auch
für ihn eine neue Erfahrung. Als er nach seinem Talkshowauftritt von zwei
maskierten Männern angegriffen wird, schafft er es gerade noch, Gloria in
seinen Wagen zu zerren und das Weite zu suchen. Dies schätzt Chuck als
einen von der Mafia geplanten Auftragsmord ein, da der Pate Don Guido
Spumoni in "Live or Die" vor einigen Monaten einen äußerst
makaberen Tod fand. Chuck's Befürchtungen sollen sich bestätigen, als
plötzlich ein zweiter Killer auf der Türschwelle seines Büros steht.
Luigi Pappalardo (Beano), so der Name des Hitmans, erklärt sich aber
bereit, den Moderator am Leben zu lassen, wenn dieser Mama Pappalardo (Mark
Lasky) einen Auftritt in der Show "Make a Big Deal" verschafft.
Als die Mutter des Killers durch eine reihe unglücklicher
Missverständnisse allerdings bei "Leb oder Stirb" landet und für
eine Kandidatin gehalten wird, artet die Situation aus... |
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Es passiert immer
wieder mal, dass mich ein Film aufgrund seiner unvergleichlichen Art noch
überraschen kann und ich anschließend überzeugt behaupten kann, so etwas
zuvor noch nie gesehen zu haben. Und obwohl hier der Vergleich mit einer
bekannten, amerikanischen Trash-Schmiede nahe liegen würde, war dies bei
"Death Game" der Fall. Der Film glänzt sicher nicht durch seinen
Status als filmhistorisches Meisterwerk, sondern einfach dadurch, dass man
so etwas nicht alle Tage zu Gesicht bekommt. Sicher, schon Arnold
Schwarzenegger war für "Running Man" schon zu Gast in einer
äußerst brutalen Gameshow, doch was Mark Pirro mit "Death Game"
geschaffen hat, lässt sich nur schwerlich mit dem Klassiker von Paul
Michael Glaser vergleichen. Denn während dort noch die Action im
Vordergrund stand, ist es hier die bloße Freude am Nonsens.
Das Prinzip der brutalen Gameshow, um welches sich der Film herum aufbaut,
ist ebenso simpel wie vielversprechend. Wenn zum Tode verurteilte
Sträflinge das menschenverachtende, sowie unterhaltsame Spiel überleben,
winkt ihnen ein Hinrichtungsaufschub, wenn nicht, dann spart das dem Staat
schon mal die Hinrichtungskosten. Wie man sich denken kann, überleben die
wenigsten Kandidaten die sadistischen Spielchen, doch wer nun mit einer
Menge Blut und Splatter rechnet, hat sich zu früh gefreut. Mir persönlich
blieb kein sichtbarer Tropfen Blut in Erinnerung, was die Frage aufwirft,
wieso "Death Game" nicht ab 16 freigegeben wurde? Doch sei's drum,
denn was dem Streifen an Effekten fehlt, das macht er mit seinem Humor sehr
gut wieder wett. So möchte ich hier beispielsweise eine Szene anführen, in
der das Genital eines Kandidaten mit Bewegungsmeldern ausgestattet wird,
während vor dem Mann eine Stripperin ihre heiße Show abzieht. Blöd nur,
dass der Kandidat von einigen tausend Volt gebraten wird, sollte sich bei
ihm etwas rühren.
Eine Kritik an derartigen Showkonzepten und dem sensationsgeilen Publikum
sollte man bestmöglich nicht erwarten, da sich "Death Game"
weitgehend auf einem sehr trashigen Pfad bewegt und gar nicht erst mit so
etwas wie einem Hintergedanken protzen will. Der Film nimmt dabei
stellenweise derart kuriose und schlicht und einfach alberne Züge an, dass
Freunde von Trash-Kost à la Troma hier auf jeden Fall ihren Spaß haben
werden. Der Film ist darauf ausgelegt, sich in keinster Weise ernst zu
nehmen, verkommt aber dennoch glücklicherweise nicht zu einer absoluten
Blödelshow, wie man es von manchen Machwerken der eben genannten
Produktionsfirma kennt.
Wer "Death Game" gesehen hat, ganz egal ob letztendlich davon
begeistert oder enttäuscht, darf sich auf einige Szenen gefasst machen, die
man nicht mehr so schnell vergisst. Es gibt zwar nicht ständig etwas zu
lachen, aber der Humorgehalt bewegt sich erfreulicherweise in oberen
Bereichen. Langweilig wird das Ganze definitiv nie, was auch auf die kurze
Spielzeit von knapp 77 Minuten zurückzuführen sein könnte. Der Plot
hangelt sich im Übrigen nicht von einer abgedrehten Todesart zur anderen,
sondern konzentriert sich mehr auf die Beziehung zwischen Chuck und Glorie,
sowie auf den abgedrehten Mafiosi Luigi Pappalardo und seine Mutter. Dabei
ist der Streifen stets abwechslungsreich, bietet neben einer gehörigen
Portion verrückter Ideen auch einige Geschmacklosigkeiten, sowie etwas
nackte Haut. Grund zur Beschwerde habe ich sogar absolut nicht gefunden,
auch wenn dies absolut subjektiv ist, für trash-ungeprüfte Filmkonsumenten
dürfte "Death Game" absolut nicht geeignet sein.
Die Schauspieler können ihre Rollen allesamt überzeugend rüberbringen,
insbesondere John McCafferty als schleimiger und arroganter Gameshow-Master.
Die Figur scheint ihm wie auf den Leib geschneidert, während auch Robyn
Blythe als Gloria eine gute Figur abgibt. Einige Figuren sind zwar etwas
überzogen, wie etwa die Mutter von Luigi Pappalardo, die tatsächlich von
einem verkleideten Mann gespielt wurde, doch derartiges verzeiht man dem
Film gerne.
Im Fall von "Death Game" sollte man sich nicht von der Freigabe
und der augenscheinlich brutalen Thematik täuschen lassen, der Film ist ein
ganz und gar gewollt lustiges Trash-Erlebnis der ausgefalleneren Art. Wer
einfach mal wieder 77 Minuten Spaß mit einem hirnlos-unterhaltsamen
Machwerk haben möchte, das ganz in der Tradition von Troma daherkommt, der
ist hier richtig. Blut- und Splatterfreaks allerdings sollten ihr Geld für
andere Filme ausgeben, auch wenn "Death Game" in einigen Szenen
mit einer gehörigen Portion Sadismus und Sarkasmus nicht geizt.
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