Doghouse

OT: Doghouse
ca. 86 Minuten
GB 2009
 
Regie
Jake West
Darsteller
Danny Dyer
Stephen Graham
Noel Clarke
Terry Stone
u.a. 
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Ein paar Kumpel wollen am Wochenende einen draufmachen. Es soll in das Heimatdorf von Mikey gehen. Dort hat seine Oma ein Häuschen und ist momentan abwesend. Die beste Chance also, sich in der Einöde einen hinter die Binde zu gießen. Die Gruppe wird von einer Dame in das Dorf namens Moodly gefahren. Dort angekommen, beschließen sie die Handys einzusammeln, um nicht belästigt zu werden und anschließend erst mal die Gegend zu erkunden.

Dies soll dann auch der Anfang eines Horror-Trips werden. Denn die Bevölkerung von Moodly wurde von einem Virus heimgesucht, der alle weiblichen Einwohner in schreckliche Zombies verwandelt hat. Jetzt sind mehr weibliche Einwohner scharf auf die Jungs, als die sich das, vor Reisebeginn, in ihren kühnsten Träumen erhofft haben...



 

Der englische Filmbeitrag „Doghouse“ bemüht sich um das Thema Geschlechterkampf. Für einen Horror- respektive Splatter-Streifen ist das mal was ganz Neues. Und siehe da, bei genauerer Betrachtung fällt einem auf, dass es doch nur um das Eine geht: Zombies.  Allerdings passt das Wort Geschlechterkampf durchaus. Denn auf der einen, der Zombie-Seite, stehen die Damen und auf der anderen, der potentiellen Opfer-Seite, stehen die Herren.

Das hört sich nicht nur ulkig an, ist es sogar. Denn Regisseur Jake West, möglicherweise bekannt als Macher der durchaus populären Filme „Razorblade Smile“ oder „Evil Aliens“, hatte den Auftrag, einen witzigen Film in den Kasten zu bringen. Klar, da denkt man jetzt gleich an Filme wie „Shaun Of The Dead“ oder „Braindead“. Aber „Doghouse“ ist da ganz anders.

Er legt ein hohes Tempo an den Tag, was auch über die gesamte Spieldauer gehalten werden kann. Hier und da wird es vielleicht mal etwas langsamer, aber nie langweilig. Und das ist ja schon mal was. Komischerweise gibt die Story aber nicht allzu viel her. Eigentlich gehen die Freunde nur in das Dorf und verteidigen sich gegen die bösen Weiber. Es gibt weder einen Roten Faden noch große Ambitionen, auf die Zombie-Thematik einzugehen. Zumindest über weite Strecken. Daher kann man „Doghouse“ auch nicht wirklich in dieses Subgenre einordnen. Er ist vielmehr ein Fun-Splatter-Film, der nicht wirklich splattert, aber in die Richtung geht. Denn so richtig fiese Spezialeffekte gibt es nicht. Na ja... vielleicht bis auf einen. Ansonsten geht es zwar durchaus blutig und hart ab, aber halt nicht bis ins letzte Detail. Dafür hat man sich aber mehr auf das ekelige Drumherum konzentriert. Die Masken der Frauen sind wirklich hässlich und ein manches Mal wird es richtig ekelhaft.

Was leider über weite Strecken auffällig ist, ist die filmemacherische Qualität des Films. Die Bilder sind oft nicht vernünftig ausgeleuchtet und der Schnitt in einigen Szenen fürchterlich für die Augen. Das Zugucken könnte bei einer besseren Technik mehr Spaß machen. Da hat Regisseur Jake West noch Nachholbedarf. Auch in Sachen Witz wird nicht alles gegeben. Es gibt zwar den ein oder anderen Schenkelklopfer, die meisten Jokes verpuffen aber blitzschnell.

Das liegt nicht mal ansatzweise an den Darstellern. Die machen ihre Arbeit gut. Es gibt mit Danny Dyer („Severance - Ein blutiger Betriebsausflug“) und Stephen Graham („This Is England“) halbwegs bekannte Gesichter. Den Jungs und Mädels kann eine gute Leistung attestiert werden. Es fällt zwar niemand positiv aus der Rolle, aber auch nicht negativ. Und für einen Horror-Film ist das nicht zwingend die Normalität. Was vor allem den Jungs entgegenkommt ist die Schlichtheit der Rollen. Es sind klischeebeladene Standartrollen, die auch in einem „American Pie“ nicht besser hätten platziert werden können. Mehr Gedanken haben sich die Drehbuchverantwortlichen offensichtlich bei der Rollenvergabe der Zombies gemacht. Da gibt es beispielsweise eine Zombie-Braut, eine Zombie-Amazone, eine Zombie-Friseurin, Zombie-Nutten und so weiter und so fort.

Aber sei es wie es ist. An „Doghouse“ gibt es zwar einiges zu meckern, unterm Strich weiß er aber sehr gut zu gefallen. Das Gesamtpaket stimmt halt und wenn das so ist, braucht man keine perfekte Story, keine perfekten Rollen, keine perfekten Spezialeffekte oder die besten Witze. Man bekommt hier ständig etwas geboten, sodass das Geschehen ruck zuck an einem vorbeizieht. Und so soll es ja auch sein.

Review by ThS

Der Autor

Splatter
Spannung
Story
Ekelfaktor
Atmosphäre
Gesamt

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Bildmaterial
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