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Mackenzie
Carpenter (Leighton Meester) feiert kurz vor ihrem 18. Geburtstag eine
Party, wo sie auch mit ihrer eigenen Band auftritt und so für ordentlich
Stimmung unter den Partygästen sorgen kann. Im Anschluss an die Fete albert
Mackenzie noch mit ihrem Freund Fisher (Nicholas D'Agosto) mit einem
Witchboard herum, doch aus dem Spaß wird plötzlich beunruhigender Ernst,
als sich auf dem Spielbrett wie von Geisterhand eine Nachricht bildet, die
mit den Morden in Verbindung steht, die kürzlich in einem Restaurant der
Fast-Food Kette "Hellaburger" begangen wurden. Noch ahnt Mackenzie
nicht, inwiefern sie etwas mit der Sache zu tun hat, doch die merkwürdigen
Zeichen häufen sich. Kurz darauf werden sie und ihre Freunde von Horny, dem
Clown (Van De La Plante), dem Maskottchen der Hellaburger-Kette, verfolgt,
der nicht zimperlich mit seinen Opfern umgeht und einige von ihnen brutal
aus dem Weg räumt. Der unberechenbare Killer scheint einem bestimmten
Muster zu folgen und Meckenzie ist kurz davor, hinter das Geheimnis zu
kommen. Doch die Zeit drängt, denn der mörderische Clown ist ihr immer
dicht auf den Fersen... |
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Es scheint als
hätten die zahlreichen Filmkiller mittlerweile schon auf das Genre
selbst abgefärbt. So sehr es nämlich auch immer wieder den Anschein hat,
letzten Endes ist der Slasher einfach nicht totzukriegen. Immer wieder
tauchen wie aus dem Nichts neue B-Produktionen auf, die sich an ihrer
eigenen Version der bekannten Vorlagen versuchen und dabei in regelmäßigen
Abständen auf die Nase fallen. Hin und wieder machen sich jedoch auch mal
recht annehmbare Werke zwischen all den Filmgurken bemerkbar, so in diesem
Beispiel der noch recht neue "Drive-Thru". Entstanden ist das
recht unscheinbare Schlitzerfilmchen in Zusammenarbeit von Brendan Cowles
und Shane Kuhn, die hiermit ihren ersten, nennenswerten Film nach dem 12
Jahre zuvor erschienen "Redneck" ablieferten und sich gleich noch
einige Genre-erfahrene Produzenten mit an Bord holten. Chris Sievernich,
Martin Wiley und Matt Milich durften unter anderem schon bei
"Tamara" und "Clive Baker's Die Seuche" Horrorluft
schnuppern, während die Liste an Filmen, an denen Michael Feifer schon
beteiligt war, kaum mehr ein Ende findet. Jason Constantine letztendlich war
sogar bei allen "Saw" Teilen als ausführender Produzent tätig,
womit auf dem Cover von "Drive-Thru" auch sogleich groß geworben
wird.
Nun sollte man natürlich nicht den Fehler begehen, zu erwarten, dass der
hier besprochene Slasher das komplette Subgenre entrümpelt und gänzlich
neu definiert, vielmehr handelt es sich dabei um die sogenannte Massenware
vom Fließband, wie man sie alternativ noch duzende Male in den Videotheken
finden würde. Der Unterschied zu vielen anderen Slashern findet sich
allerdings im Unterhaltungswert, der bei der typischen Flut an Klischees und
altbekannten Situationen nicht zu kurz kommt und in den meisten Momenten in
ausreichendem Maße durchschimmert. Ganz klar allerdings ist auch, dass
Brendan Cowles und Shane Kuhn, die nicht nur gemeinsam Regie führten,
sondern auch das Drehbuch schrieben, mit der hier gebotenen Handlung
sicherlich nicht lange beschäftigt waren, denn diese wurde wild von allen
nur erdenklichen Genrekollegen zusammengeklaut.
In erster Linie werden dabei Erinnerungen an "Nightmare on
Elmstreet" wachgerufen, wenn man erfährt, dass der Mordserie ein
schrecklicher Unfall vor etwa 18 Jahren zu Grunde liegt, bei dem die Eltern
der jetzigen Opfer einen Außenseiter versehentlich töteten - zumindest
allem Anschein nach. Dabei handelte es sich um den Sohn eines
"Hellaburger" Managers, der für seine Werbespots bekannt war, in
denen er als Horny der Clown auftrat. Ehrensache natürlich, dass der
vermeintlich bei einem bösen Scherz verbrannte Junge ("Burning
Revenge" lässt grüßen) nach gut 18 Jahren in Clownsmontur
zurückkehrt, um die Kinder derer zu töten, die ihm dies damals antaten.
Horrorfans werden sich anhand einer derartig flachen Story sicherlich etwas
veralbert vorkommen, ist sie doch absolut frei von neuen Ideen. Dennoch ist
so zumindest ein Fundament gegeben, und dies nutzt "Drive-Thru"
dann auch überraschend gut aus. Dies fängt schon bei den Charakteren an,
die in den Hauptrollen alle recht einprägsam und weit weniger nervend als
in anderen Horrorfilmen rüberkommen, allen voran die hübsche Hauptakteurin
Mackenzie Carpenter, die langsam hinter das Geheimnis der Morde kommt und
ihre Eltern zur Rede stellt. Erwähnenswert ist auch das ungleiche
Polizistengespann, die clevere und ansehnliche Brenda, sowie ihr Partner,
der verfressene und inkompetent wirkende Crockers, die gemeinsam für einige
Lacher sorgen.
Bei diesem Stichwort sei noch angeführt, dass "Drive-Thru" auf
dem Markt als Horrorkomödie vertrieben wird und ganz unrecht hat diese
Genredefinition sicherlich nicht. Die oftmals sarkastischen und fiesen
Sprüche des Killers sorgen durchaus mal für ein Schmunzeln und auch sonst
überrascht der Film gelegentlich mal mit schwarzhumorigen Einlagen. Letzten
Endes handelt es sich dabei dennoch nicht um eine pure Horrorkomödie,
sondern vielmehr um einen Slasher mit einigen ironischen Seitenhieben und
Merkmalen, der zwar durchaus mal seine lustigen Momente hat, dennoch nicht
so humorvoll ist, wie die Bezeichnung Komödie erahnen lässt. Das jedoch
ist nicht weiter schlimm, kommt "Drive-Thru" doch auch ohne
ständige Lacher sehr unterhaltsam daher. Es ist zwar etwas unlogisch und
negativ auffallend, wie Mackenzie immer wieder mit übernatürlich wirkenden
Botschaften versorgt wird, doch von dem abgesehen wirken sich keine Aspekte,
bis auf die einfallslose Story, negativ auf das Slashergeschehen aus. Mit
Horny dem Clown hat man endlich mal wieder einen coolen Filmkiller
erschaffen, der mit seiner gezackten Machete und seinen fiesen Sprüchen in
den 80ern wohl schnell zum Kult avanciert wäre und Freddy und co. gut
hätte die Stirn bieten können. Erfreulich ist des weiteren der Schnelle
Ablauf der Ereignisse und die vielen, wechselnden Schauplätze, was beides
dafür sorgt, dass sich so etwas wie Ermüdung gar nicht erst einstellt und
man ständig bei Laune gehalten wird.
Die Ereignisse sind meist vorhersehbar, mit etwas anderem rechnet man
mittlerweile allerdings auch nicht mehr, wenn man sich einen Slasher
ansieht, deshalb geht das schon in Ordnung. Splatterfans dürfen sich auf
einige derbe Effekte freuen, so wird beispielsweise ein Kopf in einer
Mikrowelle gebrutzelt, ein Opfer in der Mitte gespalten, eine Machete in
einen Schädel gerammt und einiges mehr. Die Effekte sehen ordentlich aus
und reizen die Freigabe ab 18 voll aus, so etwas wäre in Deutschland vor
gut 20 Jahren sicher aus dem Verkehr gezogen worden.
Die Schauspieler liefern letzten Endes auch keinen Grund zur Klage, gerade
Leighton Meester war die richtige Wahl für die weibliche Hauptrolle, da sie
nicht nur gut aussieht, sondern tatsächlich glaubhaft agieren kann. Sehr
ironisch ist hingegen die Besetzung von Morgan Spurlock als Fast Food
Restaurantmanager. Wer "Super Size Me" gesehen hat, wird schnell
merken, dass hier etwas nicht so ganz zusammenpasst.
"Drive-Thru" bringt letzten Endes zwar keinen neuen Wind in ein
langsam aber sicher mehr als ausgelutschtes Genre, schafft es aber,
durchgängig gute Unterhaltung zu liefern.
Was einem hier geboten wird, ist klischeebeladen und altbekannt, auf der
anderen Seite aber auch blutig, überraschend gut besetzt und trotz des
geringen Budgets optisch stimmungsvoll in Szene gesetzt. Der Amoklaufende
Ronald Mc Donald Verschnitt gehört zudem zu den coolsten Killern seit
langem, was die Schwächen des Ganzen schon fast wieder vergessen macht. So
dürfen sich auch jene, die den Slasher schon seit geraumer Zeit ignorieren,
mal diesem Werk zuwenden, denn so ganz tot scheint das Subgenre doch noch
nicht zu sein. Man wird nach "Drive-Thru" nicht das Gefühl haben,
ein innovatives Meisterwerk gesehen zu haben, dafür kann das Teil aber ohne
wenn und aber konsequent unterhalten und das ist ja wenigstens Etwas.
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