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Polizist
Sean Fallon führt nicht gerade ein Vorzeigeleben. Er wurde von
seiner Frau verlassen, er raucht, säuft, nimmt Drogen, ist
korrupt und gewalttätig. Und er hat noch ein schwerwiegenderes
Problem: In seiner Stadt kommt es zu mysteriösen Mordfällen. Und
das in einer Zeit, wo eine politische Kampagne läuft und niemand
diese Morde gebrauchen kann.
Die Morde werden ausschließlich an Frauen begangen. Käufliche
Frauen aus einem Viertel mit vielen sozialschwachen Einwohnern.
Aber es sind keine gewöhnlichen Prostituierten-Morde. Der Killer
hinterlässt ein Schlachtfeld. Bei der Untersuchung der Leichen
wird Sperma gefunden, welches sich keiner menschlichen DNA
zuordnen lässt. Sean Fallon hat somit nicht nur mit seinen persönlichen
Problemen zu kämpfen, er muss etwa finden, was anders ist als er
selbst... |
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Wer die französisch-argentinische
Co-Produktion „Dying God“ gesehen hat, wird mit Sicherheit zu
der Erkenntnis kommen, dass es für einen vernünftigen Film auch
vernünftiges Material braucht. Der Grund, warum man diesen Film
nicht nach wenig Minuten aus dem DVD-Player entlässt und ihn im
hohen Bogen in den Mülleimer befördert ist der, dass „Dying
God“ irgendetwas hat. Die Story ist interessant und trotz der
widrigen Umstände schafft es „Dying God“ den Betrachter
stellenweise vor dem Sichtgerät zu fesseln.
Und widrige Umstände gibt es genug. Angefangen mit der Kamera,
die zum Großteil DV-Wackelbilder in den Kasten bringt. Bilder,
die ein entspanntes Gucken nicht zulassen. Zudem sind die Kulissen
teilweise Mangelhaft. Zwar wird einem vermittelt, in der
dekadenten Stadt mit Licht und Schatten zu befinden, mehr als
0815-Baracken bekommt man aber optisch nicht geboten. Na ja...
vielleicht hat die Großstadt Buenos Aires optisch auch nicht mehr
hergegeben. Dies ist aber wahrscheinlich eher weniger der Fall.
Vielmehr hat es wohl mit dem vorhandenen Budget von lediglich
500.000 US-Dollar zu tun. Mit so wenig Geld kann man halt keinen
High-Budgt Streifen drehen. Und die hat Regisseur Fabrice Lambot
wohl noch bis zur letzten Minute des Drehs vorgehabt.
In seinem ersten abendfüllenden Spielfilm macht Lambot zwar nicht
alles falsch, er hätte seine Grenzen aber besser ausloten müssen.
Ohne eine wirkliche Atmosphäre kann ich keine düsteren Bilder präsentieren
und versuchen einen auf Giallo zu machen. Das ist nicht glaubhaft.
Zudem muss ich mich mit der Kameraführung und dem Schnitt
auskennen, wenn ich etwas vorzeigefähiges in den Kasten bringen
will.
Schauspielerisch wird auch nicht gerade auf höchsten Level
agiert. Hauptdarsteller James Horan ist mit der Rolle des coolen
Cops absolut überfordert. Er wirkt starr, ausdruckslos und
absolut hölzern. Hätte er sich mal Filme wie beispielsweise
„Stirb langsam“ oder „Bad Lieutenant“ angeguckt, wüsste
er wie man einen selbstzerstörerischen Cop zum besten gibt. Neben
Horan gibt es auch ein bekanntes Gesicht zu sehen. Lance Henriksen
(„Near Dark - Die Nacht hat ihren Preis“, „Aliens - Die Rückkehr“
u.v.a.) gibt sich ein Stelldichein. Seine Liebe zum B-Movie ist
bekannt. Leider kann er diese nicht auf den Bildschirm
transportieren. Auch er zeigt keine gute Leistung. Muss aber auch
eine ungewöhnliche Rolle als Zuhälter im Rollstuhl mimen.
Aber es gibt auch positive Ansätze in „Dying God“. Zum
Beispiel die Geschichte um den mysteriösen Killer, auf die an
dieser Stelle jetzt nicht näher eingegangen werden soll. Der
Nebenplot ist mit Grund dafür, dass man nicht zum Abschalten
neigt. Zudem ist positiv zu berichten, dass man hier völlig auf
die Verwendung von CGIs verzichtet hat. Diese hätten dem Film mit
diesem niedrigen Budget auch sicherlich nicht weiter gebracht.
Stattdessen gibt es Spezialeffekte aus Knete und Gummi. So wie früher
eben. Die blutigen Momente beschränken sich auf einige
Gore-Szenen, die nicht realistisch sind, die man sich aber
angucken kann.
Unterm Strich ist „Dying God“ sicherlich nicht was für jeden.
Leute, die sich sonst nie B-Movies angucken, würden mit großer
Sicherheit abgeschreckt werden. Wer allerdings die 80er Jahre Monster-Filme
mochte und über die Fähigkeit verfügt, ein Auge zuzudrücken,
der könnte durchaus unterhaltendes Material entdecken. Mit einer
mysteriösen, abwechslungsreichen Story, der man wünscht, sie würde
mal mit richtig Kohle im Hintergrind geremaked werden. |