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Mitte der 90er Jahre machte Peter
Jackson seinen ersten Film, bei dem ihm Computeranimationen
behilflich waren. Dieses Projekt ist für ihn nicht nur wegweisend
gewesen ("Herr der Ringe"), es ist auch ein
bemerkenswertes Produkt herausgekommen. "The Frighteners"
ist ein kongenialer Mix aus Horror und Komödie und doch ganz anders
als der zuvor gedrehte "Braindead", der die beiden Genres
ebenfalls erfolgreich mischte.
"The Frighteners" ist alles
andere als ein Splatter-Film, sondern richtet sein Hauptaugenmerk
auf die Erstellung von Geistern und der Darstellung, wie sie ihr
Unwesen treiben. Der Film ist wirklich witzig und man fühlt sich
als Betrachter vom Beginn bis zum Ende bestens unterhalten.
Filmische Längen gibt es nicht, da Jackson es immer wieder
versteht, neue und spannende Elemente in den Film einzubauen. Da
sind nicht nur die herrlich skurrilen Geister (insbesondere Franks
Gefährten), ein wunderbarer Kurzauftritt von Jackson selbst, die
verschrobenen Figuren im Film (zum Beispiel Jeffrey
"Re-Animator" Combs als verstörter FBI-Agent Milton
Dammers) sondern es gibt auch eine gehörige Portion Spannung und
Gruseleinlagen.
Als Hauptdarsteller wurde der
Hollywood-Star Michael J. Fox ("Zurück in die Zukunft")
ins Boot geholt, der seine sicherlich nicht leicht zu spielende
Rolle wirklich gut meistert. Er spielt dieses Mal nicht den durch
und durch netten Typ, sondern einen der alles verliert und sich dann
wandelt. Allerdings werden Michaels Auftritte jedes Mal zur
Nebensache, wenn Agent Dammers ins Bild kommt. Jeffrey Combs spielt
hier eine herrlich überdrehte Rolle, die jedes Mal, wenn sie in
Erscheinung tritt, für mindestens einen Lacher gut ist. Neben dem
Spaß gibt es, wie bereits erwähnt, viel Spannung und eine
teilweise sehr dichte Atmosphäre.
"The Frighteners" ist nicht
nur für Fans von Peter Jackson Pflichtprogramm, durch seine
amerikanische Drehweise spricht er ein viel breiteres Publikum an.
Es ist Jacksons erster massentauglicher Film, der sicher viel mehr
Lob geerntet hätte, wenn Jackson etwas bekannter gewesen wäre. Das
ist allerdings nicht relevant für den Guckgenuss.
Denn auch ohne Ruhm ist "The Frighteners" sicherlich eine
der besten Horror-Komödien und in Sachen Spezialeffekten ein
Vorreiter. |