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| OT: The
Crawl Space |
| ca. 85
Minuten |
| USA
2003 |
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| Regie |
| Clive Saunders |
| Darsteller |
Mark Holton
Glenn Morshower
John Laughlin
u.a. |
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John Wayne Gacy hat es in seiner
Kindheit nicht unbedingt leicht gehabt. Sein Vater, ein
Alkoholiker, hat ihn regelrecht gehasst, ihn fertiggemacht und
öfter geschlagen. Nun, viele Jahre nach den Erlebnissen,
scheint John ein ganz normaler, netter Mann zu sein, der sich
rührend um seine Familie kümmert. Er hat zwar mal als
26jähriger im Gefängnis gesessen, weil er einen Jungen
misshandelt haben soll, dass scheint aber vergessen.
Gacy ist nun circa 40 Jahre alt, zum zweiten mal verheiratet und
er hat mit dieser Frau zwei Töchter. Die vier leben in einen
kleinen Vorort von Chicago und sind stolz auf ihr eigenes Haus.
In seiner Freizeit tritt Gacy als „Pogo der Clown“ auf, was
ihn nicht nur bei den Kindern beliebt macht, viele Leute mögen
ihn und als Kommunalpolitiker ist er angesehen. Einige
beobachten den netten Bauunternehmer aber auch etwas kritischer.
Auffällig ist, dass ein übler Geruch aus seinem Haus kommt, er
meist zahlungsunfähig ist und nur junge, ungelernte Männer in
seiner Firma beschäftigt.
Eines Tages findet seine Frau bei ihm ein Magazin, in dem nackte
Männer abgelichtet sind und verlässt ihn daraufhin. Dies ist
der Tag, als es mit Gacy bergab geht. Er hat nämlich ein
zweites Gesicht und das hat seit geraumer Zeit junge Männer
vergewaltigt und getötet. Diese hat er in seinem Kriechkeller
vergraben, wodurch der fürchterliche Gestank in der
Nachtbarschaft entstand. Gacy ist, nachdem ihn seine Frau
verlassen hat, zwar gewillt den Geruch und die Abermillionen von
Insekten zu bekämpfen, doch das gelingt nicht so wie er es sich
vorstellt und so tauchen immer mehr Menschen auf, die einen
schlimmen Verdacht haben....
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Serienmörder üben ja
eine gewisse Faszination aus und endlich gibt es mal wieder einen
Film, der diese rüberbringen kann. Nach den etwas lahmen „Dahmer“
und „Ed Gein“ Verfilmungen kommt endlich mal wieder ein Film in
die Regale, der von vorne bis hinten überzeugen kann.
Man bekommt die Geschichte des John Wayne Gacy erzählt, allerdings
nicht im ganzen Umfang. Es gibt ein paar Ausblicke auf seine
Kindheit, der Rest beschäftigt sich mit dem alten Gacy. Hier wird
kurz vor seiner Trennung mit der zweiten Ehefrau angesetzt und es
endet mit seinem Ende. Es wäre sicherlich schön gewesen, den
ganzen Verlauf seiner kranken Geschichte zu sehen, denn die
Biografie klingt wirklich interessant. Meist ist ja der erste Mord
ausschlaggebend für die weitere „Karriere“, aber als wir Gacy
hier kennen lernen, hat er bereits einige Leichen im Keller...
Die Geschichte ist aber trotzdem höchstinteressant und zu keiner
Sekunde langweilig, was sicherlich an der Unberechenbarkeit des
Killers liegt. Hier noch der nette Nachbar von Nebenan und da dann
der skrupellose Killer, der seinem Zwang nachgeht. Trotz einiger
Morde, ist der Film aber nicht hart. Es spritzt kaum Blut und die
Gewaltszenen halten sich in Grenzen. Vielmehr strahlt „Gacy“
eine psychische Härte aus, die einem immer wieder die Frage stellen
lässt, warum er tötet. Geklärt wird das leider nie, man kann es
nur erahnen. Gacy war schwul und stand auf junge Männer. Zu der
Zeit als er lebte (Gacy wurde am 10. Mai 1994, 16 Jahre nach seiner
Festnahme durch eine Giftinjektion hingerichtet) sah das mit
homosexuellen Partnerschaften ja nicht so gut aus wie heute. Zudem
gab es da noch das Problem mit seinem alkoholkranken Vater, der ihn
in seiner Jugend wie Dreck behandelte. Gacy fühlte sich aber
trotzdem schuldig, dass er sich nicht von ihm verabschieden konnte,
denn er starb als John das erste mal im Gefängnis saß.
Die Probleme sah man Gacy aber nicht an und es verhält sich ebenso
im Film. Dies ist sicherlich Mark Holton zu verdanken, der die Rolle
des Serienmörders wirklich perfekt spielt und stets glaubhaft
wirkt. Glaubhaft wirkt auch die Umgebung und die damit verbundene
Atmosphäre. Alles wirkt irgendwie kalt, wenn es auch einige
fröhliche Szenen gibt. Aber im großen und ganzen ist die Lage von
Gacy recht aussichtslos und trübe. Zu spannenden Momenten kommt es
weniger, was aber auch nicht weiter schlimm ist, da der Film ja so
eine Art Biografie ist.
Einige ekelige Momente sind dann auch noch mit von der Partie und
zwar im Kriechkeller. Aufgrund der Leichendichte haben sich dort
unzählbar viele Insekten angesammelt, die mehr als einmal von der
Kamera eingefangen werden. Maden gibt es ohne Ende, aber auch ein
paar größere Vertreter, die einem schon eine Gänsehaut bereiten
können.
Alles in allem ist „Gacy“ ein wirklicher Toppfilm, der alle die
Begeistern wird, die sich nur halbwegs für das Thema interessieren.
Der Film vergeht wie im Flug und hinterlässt genug Stoff zum
Nachdenken.
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