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John Carpenter zieht es im
Jahre 2001 auf den Roten Planeten, womit er auf den Zug von
einigen Fantasten aufspringt, die uns in filmischen
Beiträgen zeigen, was uns bei einer Besiedlung unseres
Nachbarplaneten erwartet. Die von der Wissenschaft
entdeckten Spuren des Lebens kommen natürlich auch hier
nicht ohne eine gehörige Portion Horror aus, allerdings ist
der Film ja auch ein Horror-Streifen...
Der Horror lässt allerdings
ganz schön auf sich warten. Die Einführung in "Ghosts
Of Mars" ist alles andere als ein Leckerbissen und
lässt den geneigten Betrachter vermuten, dass die
zahlreichen Verrisse, die zu diesem Film geschrieben wurden,
gar nicht mal so weit hergeholt sind. Selbst die Busenwunder
Natasha Henstridge und Pam Grier können da durch ihre Optik
(und leider auch ihre Schauspielkunst) nichts rausholen.
Carpenter versucht zwar Stimmung aufzubauen, doch durch
leicht langweilige Dialoge und eine nicht gerade
berauschende Marslandschaft wirkt die Anfangsphase eher
einschläfernd als unterhaltsam.
Doch das ändert sich
glücklicherweise. "Ghosts Of Mars" ist eher ein
Action- als Horror-Film und kommt mit wesentlich mehr
Kampfszenen als Schockmomenten daher, was den geneigten
Horror-Fan etwas enttäuschen dürfte. Allerdings sind die
Action-Sequenzen gut gemacht, wenn auch Protagonistin
Henstridge und Verbrecher Ice Cube ein manches Mal etwas
albern, da übertrieben, agieren. Die Horror-Elemente, wenn
auch nur selten eingespielt, können da schon eher
überzeugen. Es gibt gelungene Splatter-Einlagen, die selbst
hartgesockene Fans überraschen dürften.
Nicht so gut gelungen sind die
Kulissen, die irgendwo in der Wüste von "Neu
Mexiko" hergestellt wurden. Es wurde des Nachts
gedreht, wo das Gelände mit roten Scheinwerfern beleuchtet
wurde, um den Eindruck entstehen zu lassen, man befände
sich tatsächlich auf dem Roten Planeten. Die
Überzeugungskraft der eingefangenen Bilder ist aber nicht
sonderlich groß. Für ein Budget von über 20 Million
Dollar ist das schon etwas enttäuschend.
Aber das war es dann auch
schon, mit Kritikpunkten. Gut, es spricht nicht gerade für
einen Film, wenn der Anfang etwas einschläfernd ist, die
Schauspieler größtenteils den Namen nicht verdient haben
und Kulissen trotz Big-Budget nicht wirken. Doch es gibt auf
der anderen Seite natürlich auch die positiven Aspekte, wie
zum Beispiel die bereits erwähnten Splatter-Einlagen. Dazu
gesellt sich eine gradlinig erzählte Story inklusive
Erzählstruktur, recht viel Spannung und eine recht dichte
Atmosphäre im letzten Abschnitt. Und, nicht zu vergessen,
die Musik. Diese ist mal wieder vom Meister selbst
komponiert und dieses Mal härter als das, was man bisher
von ihm gehört hat.
Wer Science-Fiction Movies mit
einer gehörigen Portion Action mag und von einigen
Splatter-Einlagen nicht abgeneigt ist, dem dürfte
"Ghosts Of Mars" durchaus gefallen. Fans der
Carpenter-Filme werden eher etwas enttäuscht werden, da der
Film doch etwas von seinem eigentlichen Stil abweicht und
etwas zu viele Längen im Nicht-Action Bereich hat. |