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„Gothika“
ist für den geneigten Horrorfan durchaus eine positive
Überraschung aus Hollywood. Filme dieses Subgenres, aus dem
„High-Budget“ Bereich, haben ja oft große Schwächen
und nicht selten wurden lediglich Plagiate produziert, die
nicht daran interessiert waren dem Zuschauer zu gefallen,
sondern ihn in die Kinos locken sollten.
Bei
„Gothika“ ist dies allerdings anders. Sicherlich gibt es
hier auch den ein oder anderen Anhaltspunkt, der auf eine
bereits verfilmte Vorlage schließen lässt, aber bei der
Thematik des Streifens bleibt das auch nicht aus.
Hauptspielort ist eine Nervenheilanstalt, die in mancher
Szene eine wirklich beklemmende Stimmung verbreitet.
Zunächst sieht alles aber recht normal aus und man erfährt
was die Protagonisten in dieser Klinik so machen. Dass hier
zunächst Oberflächlichkeiten gezeigt werden, wird aber
erst bewusst, nach dem es zu dem mysteriösen Unfall und der
daraus resultierenden Einlieferung in die Klinik, in der die
Miranda zuvor ja noch gearbeitet hat, kommt. Von nun an
beginnt das Grauen, das nicht selten das Blut der Zuschauer
in den Adern gefrieren lässt. Spannungsgeladene Momente
wechseln sich mit verstörenden Bildern ab, und hin und
wieder wird man von einem Schockeffekt hochgeschreckt. Die
Art und Weise, wie der Film gedreht wurde ist schon
bemerkenswert, denn es so gut wie keine Szene mit
schwächerem Unterhaltungswert.
Regisseur Mathieu Kassovitz, der bereits die Filmfans mit
seinem „Die purpurnen Flüsse“ erfreute, hatte
natürlich ein großes Staraufgebot zur Verfügung, das dem
Ganzen einen guten Schliff verpasst hat. Halle Berry spielt
ihre Rolle sehr glaubhaft und auch Penelope Cruz weiß in
einer verstörenden Rolle zu überzeugen, auch wenn sie
nicht wirklich oft vor der Kamera auftaucht.
Somit
kann man „Gothika“ als einen durchaus gelungenen
Horrorfilm betrachten, der das Genre zwar nicht unbedingt
neu erfindet, aber trotzdem einen eindrucksvollen
Unterhaltungswert hat und mit viel Spannung sowie einer
dichten Atmosphäre daherkommt. Der Blutfaktor fällt zwar
etwas gering aus, das stört aber nicht weiter, da sonst
alles stimmt. |