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Eine Gruppe
Studenten, bestehend aus dem Mauerblümchen Emily (Danica McKellar), dem
Sunnyboy Johnny (Jay Kenneth Johnson), dem angehenden Footballprofi Tim
(Travis Schuldt), dem allzu femininen Homosexuellen Ricky (Justin Chon), dem
Kiffer Q (Wondgy Bruny), sowie den beiden Sexbomben Maddy (Adrienne Frantz)
und Sylvia (Gabrielle Richens) soll unter der Leitung ihres Lehrers Mr.
Argento (Mike Wittlin) auf einer kleinen Insel die Tier- und Pflanzenwelt
untersuchen. Dafür kommen sie bei dem freundlichen Ehepaar King, Mary
Shelley (Juliet Landau) und Vincent (Sean Kanan) King, unter.
Bis
auf die pflichtbewusste und sehr auf ihre Noten fixierte Emily haben
natürlich alle andere Dinge im Kopf und so ist fürs Erste nur Party
angesagt. Doch die gute Laune der jungen Leute soll alsbald getrübt werden,
als Tim und Sylvia nach einer schnellen Nummer im Wald plötzlich spurlos
verschwinden. Als sich die seltsamen Ereignisse häufen und sich die Gruppe
immer mehr verkleinert, wird klar, dass es ein perverser Killer auf die
jungen Leute abgesehen hat, der dabei seine ganz eigenen Ziele verfolgt. Wie
sich herausstellt, ist der Täter ein Filmfan, der seine Morde aufzeichnet,
um daraus den ultimativen Horrorfilm zu kreieren... |
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Horrorfilme fördern
Gewalt und machen aus unbescholtenen Bürgern wahnsinnige Mörder, die nach
einiger Zeit des Konsums solcher Filme nicht mehr in der Lage sind, zwischen
Film und Realität zu unterscheiden - so heißt es oftmals in fragwürdigen
Reportagen. Würde man den 2007 erschienen Genrefilm "Hack!" nun
zu ernst nehmen, ließe sich aus der blutigen Teen-Slasher-Komödie
sicherlich die gleiche Aussage ableiten. Für halbwegs intelligente
Filmkonsumenten, die mit dem Vorurteil längst aufgeräumt haben, ist das
Werk hingegen der beste Beweis für die Humorbereitschaft innerhalb des
Genres. Regisseur Matt Flynn liefert mit seinem Filmdebüt eine herrlich
selbstironische Betrachtung des Genres, die streng allen altbekannten
Klischees folgt und diese zur selben Zeit durch den Kakao zieht.
Schon die Liste der
Charaktere liest sich wie aus einem Handbuch des typischen Horrorfilms
zusammengeklaut: Wir haben die Unschuld vom Lande, den unscheinbaren,
hilfsbereiten Strahlemann, den selbstverliebten und dummen Sportler, die
prallen und scharfen Sexbomben, den Kiffer, sowie den schrägen Schwulen.
Wenn man es nicht besser wüsste, würde man wohl sogleich den Verstand der
Verantwortlichen für so wenig Einfallsreichtum anzweifeln, dabei gehört
all dies in das berechnende Kalkül des Films. So sollte man sich auch
weiterhin nicht wundern, wenn viele Protagonisten die Namen berühmter
Horror-Ikonen tragen. Mary Shelley, King, Roth, Stoker und Carpenter sind
nur einige der Namen, die in "Hack!" zu hören sind und die
Kennern des Genres sogleich ein wissendes Schmunzeln aufs Gesicht zaubern
dürften.
In dieser Form geht
es dann munter weiter. Das komplette Werk wirkt wie ein großes Einmaleins
des Horrorfilms, welches das Genre
fleißig zitiert, imitiert und parodiert. Jeder zweite Dialog handelt von
irgendwelchen Genre-Klassikern, Schauspielgrößen des Horrorfilms oder den
All-time-Favorites der Protagonisten. Wer dem Genre nicht all zu nahe steht,
dürfte mit diesem Kniefall vor selbigem wohl auch nicht all zu viel
anfangen können, seine Liebhaber werden "Hack!" jedoch freudig
aufnehmen. Der Streifen ist dabei zeitgleich sein eigener, kleiner Slasher,
sowie eine Parodie auf diese Filmgattung und schafft diesen Spagat auf eine
Weise, dass "Hack!" niemals in Lächerlichkeit abzurutschen droht.
Dass die Story
dabei auf Klischees und Vorhersehbarem aufgebaut ist, funktioniert als Teil
der gewollten Parodie, nimmt dem Werk aber niemals die Spannung. Die
Handlung bleibt dennoch ein Stück weit überraschend und bietet gegen Ende
hin sogar noch einen netten Twist, mit dem wohl nur die Wenigsten gerechnet
haben. Dass dabei selbst Fans des Genres Hand an "Hack!" angelegt
haben, ist dem Werk in jedem einzelnen Frame anzumerken, da es all die
Zutaten mitbringt, die ein ordentlicher Genrefilm benötigt. Die Morde sind
in ausreichendem Maße vorhanden und sehr blutig ausgefallen, zum Teil
orientiert sich der Killer dabei an diversen Klassikern des Horrorfilms.
Weiterhin muss man auch auf die obligatorischen Sex- und Nacktszenen nicht
umsonst warten, auch wenn diese hier etwas spärlicher als in ähnlichen
Streifen ausgefallen sind.
An der allgemeinen
Inszenierung lässt sich nicht viel aussetzen. Der Film ist in klaren und
professionellen Bildern gedreht worden und hat somit nur wenig mit den
sonstigen Low-Budget-Horrorfilmen gemein, die ansonsten Monat für Monat die
Regale der Videotheken entern. Erfreulicherweise überzeugen selbst die
Schauspieler, welche zum Teil sogar einen gewissen Bekanntheitsgrad
mitbringen. So dürfen sich Filmfans auf einen herrlich schrägen Auftritt
von William Forsythe als bärtigem Highlander freuen, Kane Hodder wird im
Vorspann kurzerhand geköpft und Burt Young, bekannt als Paulie aus den
"Rocky" Filmen, agiert als alter Seebär, der den Weißen Hai als
seinen Lieblingsfilm benennen darf. Weitere, halbwegs bekannte Gesichter
finden sich mit Lochlyn Munro und Tony Burton. Die Studenten werden allesamt
ebenfalls von überzeugenden Darstellern verkörpert, die großteils bereits
einiges an Filmerfahrung mitbringen und ihre jeweiligen Figuren somit
perfekt verkörpern.
"Hack!"
ist ein sympathischer, kleiner Film, bei dem die Liebe für den Horrorfilm
aller Beteiligten fast schon spürbar wird. Was anfangs als typischer
Teen-Slasher beginnt, wird alsbald zu einer herrlich schrägen und
abgefahrenen Parodie auf selbige, ohne dabei aus der Rolle zu fallen. Es
macht Spaß, endlich mal wieder einen ordentlich inszenierten Streifen
dieser Gattung zu sehen, der sich selbst nicht all zu ernst nimmt und durch
zahlreiche, bewusst eingebrachte Klischees und endlose Anspielungen und
Insider einfach nur gut unterhalten kann. Für Horrorfans ist dieses Werk
also definitiv nur zu empfehlen, wer für das Genre allerdings nur wenige
Sympathien aufbringen kann, sollte um "Hack!" einen Bogen machen.
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