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Der begabte Schuljunge Graham ist voller
Forschungsdrang und entdeckt die Chemie für sich. Besonders Gifte haben es
ihm angetan. Als ein Kumpel ihm die Freundin ausspannen will, sieht er
erstmals die Gelegenheit, sein erlerntes Wissen zu seinen Gunsten
einzusetzen.
Die Aktion gelingt und von nun an versucht
Graham Gifte im Dienste der Wissenschaft einzusetzen. Der verwirrte Junge
muss allerdings ohne Rückendeckung aus seiner Familie an seinen
wissenschaftlichen Forschungen arbeiten. Sein schroffer Vater und seine
verhasste Stiefmutter fühlen sich durch strenge Gerüche und andere
Unliebsamkeiten belästigt. Doch Graham arbeitet weiter und erfährt eines
Tages von dem giftigen Schwermetall Thallium. Eines der stärksten und am
schwersten nachweisbaren Gifte. Diese Entdeckung ist der Startschuss für
Grahams mörderische Karriere.
Sein
erstes Thallium-Opfer wird seine Stiefmutter. Während die alte Dame
aufgrund der Vergiftung dahinsiecht, notiert Graham fein säuberlich den
Krankheitsverlauf. Dann soll sein Vater das nächste Versuchsobjekt werden,
doch bevor Graham seine Experimente mit seinem Erzeuger fortsetzen kann,
wird er überführt und in ein schwerbewachtes Erziehungsheim eingeliefert.
Dort untersucht man seine Psyche. Psychiater Dr. Zeigler attestiert dem
Giftmischer einen guten Charakter, therapiert ihn und entlässt ihn wieder
in die Freiheit. Ein folgenschwerer Fehler, wie sich später herausstellen
soll… |
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Die Liebe. Ein
vielverfilmtes Thema. In „Das Handbuch des jungen Giftmischers“ wird
dieses Thema auf eine besonders Weise medial verwurstet. Die Liebe eines
Mannes zu sich selbst. Mit Hilfe des Giftes versucht der psychopathische
Protagonist sein Leben, das farblos wirkt, zu seinen Gunsten zu verändern.
Diese Geschichte hat sich tatsächlich so, oder besser gesagt so ähnlich,
abgespielt. Graham Frederick Young, geboren am 7.9.1947, war ein echter
Serienmörder und ist für den Tod seine Steifmutter und zwei
Arbeitskollegen verantwortlich. Zumindest war er das, bis er am 1.8.1990 im
Alter von 42 Jahren im Gefängnis starb.
„Das Handbuch des
jungen Giftmischers“ ist allerdings nicht so wie viele andere Filme über
Serienmörder. Er versucht den ungefähren, vom Regisseur verschleierten
Tathergang und die Entwicklung des jungen Giftmischers etwas lächerlich zu
machen. Die Produktion aus Deutschland, England und Frankreich versucht sich
zwar offensichtlich als , wirkt aber in vielen Teilbereichen plump und ohne den
nötigen Ernst, über die ein Film dieses Sub-Genre verfügen sollte.
Regiedebütant, zumindest was den Lang-Film angeht, Benjamin Ross
präsentiert eine geschmacklose Komödie, die nur witzig erscheint, wenn man
die wahren Hintergründe ausblendet. Der schwarze Humor und die (gewollten?)
Ähnlichkeiten zu
Das
Handbuch des jungen Giftmischers“ nicht so recht abschalten will, auch
wenn die technische Seite des Films nicht überzeugt. Man will sehen was der
Psychopath nach seiner Entlassung mach und wie es sein kann, dass er die
Gelegenheit dazu bekommt.
Ansonsten gibt es
aber nicht viel Positives, was einem zum Durchhalten motiviert. Das Graham Frederick Young zu informieren. Und
wer ganz wertfrei eine satirische, zynische Schwarze-Komödie sehen will,
der hat Gelegenheit sich einen der zahlreichen Genre-Kollegen zu Brust
nehmen und kann auf diesen leicht respektlosen Steifen verzichten.
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