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Eine
Gruppe Jugendlicher will zu Halloween richtig Party machen. Da das
in ihrem Heimatort offensichtlich nicht möglich ist, setzten sie
sich in ihr Auto und machen sich auf den Weg in die nächstgelegene
Stadt. Diese ist allerdings weit entfernt. So weit, dass der
Fahrer kurzerhand beschließt, eine Abkürzung zu nehmen. Doch die
Fahrt querfeldein endet bald, da ein Reifen von einer Bärenfalle
erwischt wird.
Glück im Unglück haben die Reisenden, als zufällig eine junge
Frau vorbeikommt. Sie schleppt den Wagen samt Insassen in das
nahegelegene Nest Wormwood. Schnell wird der Gruppe klar, dass
hier etwas im Busch ist. Wormwood hat eine dunkele Vergangenheit
und kann zum anstehenden Fest ein paar frische Köpfe
gebrauchen... |
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Der
Reiter mit ohne Kopf wurde schon in einigen Filmen auf die
Leinwand projiziert. Mal mit viel Erfolg (beispielsweise „Sleepy
Hollow“), mal mit weniger Erfolg. Auf einen richtigen Erfolg
waren die Macher von „Headless Horseman“ sicherlich gar nicht
aus. Die TV-Produktion kommt offensichtlich mit einem kleinen
Budget aus, hat eine unbekannte Schauspielcrew um sich geschart
und wohl nicht wirklich viel in die Erstellung des Skripts
investiert. Dies mag viele Leute auf den ersten Blick abschrecken.
Nicht aber Freunde des Horrors, die mit solchen Umständen tagtäglich
konfrontiert werden.
Einem wird beim Gucken schnell klar, dass die einzigen, die ihre
Rolle gut spielen der kopflose Reiter und sein Pferd sind. Die
anderen Darsteller sind alles andere als authentisch. Es hat beim
Casting nicht mal dafür gereicht, sich wirklich hübsche Menschen
(Ja klar, ist Ansichtssache) ins Boot zu holen. Aber das wird dem
Betrachter egal, sobald gesprochen wird. Die Dialoge sind das ein
oder andere Mal schön dämlich. Wenn man dem Trash-Film nicht
abgeneigt ist, sind einige von ihnen aber herrlich zu verfolgen.
Um die dünne Geschichte etwas zu umschmücken haben sich die
Macher etwas wirklich Nettes einfallen lassen. Sie schicken die
zum Tode geweihten Teenager nicht in irgendein Dorf, sondern in
ein von Rednecks bewohntes Nest. Das macht Spaß. Leider sind die
degenerierten Bewohner nicht so gut modelliert wie in Filmen wie
beispielsweise „Wrong Turn“ der Fall ist. Demnach verbreiten
sie auch nicht so viel Angst und Schrecken. Aber das ist dem
Betrachter egal, da „Headless Horseman“ noch ganz andere Höhepunkte
auf Lager hat.
Beispielsweise eine wirklich besondere Szene, die es so sicherlich
noch nirgends gegeben hat. Wer keine Lust hat sich die
Beschreibung der Szene durchzulesen, weil er sich selbst überraschen
lassen möchte, sollte lieber beim nächsten Absatz weiterlesen.
Also: Unser Kopfloser reitet mit einem Morgenstern auf ein Opfer
zu. Morgenstern denkt sich der Fach-Filmgucker? Wie will er die
Dame denn damit enthaupten? Aber der Reiter hat einen Plan: Er
wirbelt den Morgenstern volle Pulle in das Gesicht des Opfers,
welches natürlich umfällt und zufälligerweise mit dem Kopf in
einer Bärenfalle landet. Diese trennt das Haupt im hohen Bogen
ab. Anschließend nimmt der Reiter seine unversehrte, aber gut
abgetrennte Beute vom Boden auf und reitet von dannen. Ganz großes
Kino!
Was Regisseur Anthony C. Ferrante („Scream And Run”) auch
nicht vergessen hat, ist dass das Thema Halloween auch immer gut
in Horror-Filme passt. Kurzum setzt er dem dämonischen
Protagonisten zwischendurch einfach mal einen Kürbis auf die
ansonsten leeren Schultern. Aber warum auch nicht. Schließlich
wollten die Jungendlichen ja zu einer Halloween-Party fahren...
„Headless Horseman“ ist zwar meilenweit davon entfernt, ein
technisch guter Horror-Film zu sein, aber wenn man dem Trash-Film
nicht ganz abgeneigt ist, muss man zugeben das er Spaß macht. Als
Party-Film ist er mit Sicherheit bestens geeignet. Man kann ihn
aber auch mal alleine gucken, da er wirklich unterhaltsam ist.
Einige Lacher sind garantiert. |