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Familie Carter ist
mit Kind und Kegel in den Weiten der Wüste New Mexicos unterwegs. Sie haben
es vorgezogen, mit ihrem Geländewagen plus Trailer zu reisen, um intensiv
Zeit miteinander zu verbringen. Familienoberhaupt und Ex-Polizist Bob feiert
mit seiner Frau Hochzeitstag und fährt deswegen mit seinen beiden
Töchtern, seinem Sohn, seinem Schwiegersohn und dessen Kind Richtung
Kalifornien.
Als die sieben Reisenden eine Tankstelle in der trostlosen Wüste entdecken,
nutzen sie die Gelegenheit für eine Rast und tanken den Geländewagens
nach. Der Besitzer der Tankstelle, ein schmuddeliger Typ, erklärt Bob, wie
er nach dem kurzen Aufenthalt am besten und schnellsten zum Zielort gelangt.
Bob und sein Anhang nehmen den Tipp dankend an, da die Wüste doch nicht so
romantisch ist wie erhofft, und machen sich auf den beschriebenen Weg.
Die angebliche Abkürzung stellt sich nach wenigen Kilometern allerdings als
tödliche Falle heraus. Ausgelegter Stacheldraht bringt den Wagen von der
Straße ab. Dieses ungewollte Manöver hat zur Folge, dass die Achse bricht
und ein Weiterfahren unmöglich wird. Nach kurzer Denkpause machen sich Bob
und sein Schwiegersohn auf, um zu Fuß Hilfe zu besorgen, da das
Mobiltelefon in der Wüste nicht funktioniert.
Abseits des Geschehens ist der Unfall nicht unbeobachtet geblieben. In den
steinigen Hügeln der Wüste lauern hungrige Mutanten, die sich alsbald
über die Dagebliebenen hermachen... |
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"The Hills
Have Eyes" ist ein Remake des Klassikers "Hügel der blutigen
Augen", welchen Wes Craven im Jahr 1977 schuf. Craven schaffte es ja
einige Male, verschiedenen Subgenres des Horrorfilms wieder Leben
einzuhauchen. "Nightmare On Elm Street" und "Scream"
sind wohl die bekanntesten Werke als Beispiel hierfür. Mit diesem Remake
haben Craven und Regisseur Alexandre Aja nun zwar kein Neuland geschaffen,
aber einen guten Beitrag zur aktuellen Horror-Welle geleistet.
Es war eine gute Wahl, Alexandre Aja den Regie-Stab in die Hand zu drücken.
Der talentierte Franzose machte ja bereits mit dem Film "High
Tension" auf sich aufmerksam und zeigte dem erstaunten Publikum, was er
von harten Spezialeffekten hält. Leider blieb das den Zensurbehörden aber
nicht verborgen, was zur Folge hat, dass "The Hills Have Eyes"
nicht ungeschnitten in die Deutschen Kinos kam. Aber das Gezeigte lässt
sich trotzdem sehen.
Die schnell erzählte Story, die sich sehr an die Vorlage hält, kommt zu
Beginn nur schwer in Fahrt. Die Charaktere werden zwar gut eingeführt und
die Hintergründe um die Atomtests dargelegt, doch es dauert ein wenig, bis
Schwung in die Geschichte kommt. Aber spätestens als die Reisenden gestoppt
werden, geht der Terror los. Man meint sich zurück in den 80er Jahren, als
dieses Subgenre perfektioniert wurde. Aber man merkt auch deutlich
Parallelen zu neuzeitlichen Filmbeiträgen wie "Wrong Turn" und
dem Remake von "Texas Chainsaw Massacre". Es ist schon
erstaunlich, aber es kommt wohl nicht nur in Mode, sondern ist inzwischen
auch ein erfolgreiches Stilmittel, ein paar degenerierte Hinterwäldler vor
die Kamera zu locken. Wenn man dann noch dafür sorgt, dass die Atmosphäre
passt, indem man das Geschehen in einen Wald oder eine Einöde verlegt,
scheint das Gelingen eines Filmes schon vorprogrammiert. Die Atmosphäre bei
"The Hills Have Eyes" hätte sicher noch etwas verstärkt werden
können, wenn man auf mehr Braunfilter vor der Kamera gesetzt hätte. Dies
hätte sicherlich für mehr verstörende Momente gesorgt, wie es zum
Beispiel bei "TCM" der Fall war.
Das Auftreten der deformierten Hinterwäldler ist dann auch der Start eines
beeindruckenden Spannungsbogens, der sich bis zum Ende zieht und nur an
einer kleinen Stelle unterbrochen wird, welche aufzeigen soll, wie das Leben
vor der Katastrophe war. Hier hätte man vielleicht noch tiefer ins Detail
gehen können, um noch eine finsterere Grundstimmung zu verbreiten und die
sozialkritischen Aspekte deutlicher zu unterstreichen.
Unterbrochen wird das Geschehen immer wieder von einigen deftigen Einlagen,
die zwar geschnitten, aber sehr hart und gut gemacht sind. Man merkt
Alexandre Aja förmlich an, wie er es liebt die Zuschauer mit blutigen
Szenen zu schockieren. Es werden Effekte gezeigt, die wohl auch den
Splatter-Meister Tom Savini erfreuen würden. Abzuwarten bleibt, was die
Veröffentlichung der ungeschnittenen Fassung noch so alles mit sich bringt.
Auch die Masken der Deformierten sind überdurchschnittlich gut gelungen.
Sie passen sehr gut zu ihren Auftritten und runden einige verstörende
Momente gut ab. Positiv zu erwähnen wäre noch, dass auf
Computeranimationen gänzlich verzichtet wurde, was in neueren Streifen ja
nicht immer der Fall ist und sich öfter schon mal als Nachteil herausstellt
hat.
Die Darsteller meistern ihre Rollen passabel - Eben so wie es sich für
einen Horror-Streifen gehört. Neben Ted Levine ("Das Schweigen der
Lämmer") und Emilie de Ravin ("Santa´s Slay",
"Lost") sind eher unbekannte Akteure am Werk. Was dem Ganzen aber
nicht schadet. Die Rollen sind eh schon klischeehaft genug, da braucht man
nicht noch zusätzlich verbrauchte Gesichter.
Somit muss man zum Schluss kommen, dass "The Hills Have Eyes" ein
wirklich gelungener Horror-Film ist, der zeigt, dass die "guten
alten" Filme wieder im kommen sind. Er hat zwar hier und da einige
kleine Schwächen und ist mit 107 Minuten vielleicht eine Viertelstunde zu
lang, bietet dafür aber viele Splatter-Effekte, schwer verdauliche Szenen,
eine gute Horror-Atmosphäre und macht rundum Spaß. Sicherlich ist er in
den Augen einiger Betrachter etwas zu hart, fies oder zu brutal, man darf
aber nicht vergessen, dass das Filme des Genres nun mal ausmacht. |