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In
den Jahren 1977 bis 1979 wurden in Los Angeles 10 Frauen von zwei
Serienmördern brutal getötet und teilweise tot zur Schau
gestellt. Kenneth Bianchi und sein Cousin Angelo Buono waren für
die Morde des/der „Hillside Strangeler“ verantwortlich, bis
sie dann schlussendlich dingfest gemacht werden konnten.
Bianchi bekommt in seinem Leben nicht wirklich was auf die Reihe.
Er träumt davon Cop zu werden, was ihm aber nicht gelingen will.
Als ihn seine Mutter zu seinem Cousin nach L.A. schickt, beginnt für
ihn der Weg ins Verderben. Vetter Angelo Buono ist im Zuhältergeschäft
tätig und wird eines Tages von einer konkurrierenden Bande verprügelt.
Aus Rache bringen Bianchi und Buono wenig später eine
Prostituierte um, die für die Konkurrenz auf die Straße geht. Da
es ihnen irgendwie Spaß zu machen scheint Frauen zu quälen und
zu töten, bleibt es nicht bei einem Opfer. Und als die hiesige
Presse beginnt die „Hillside Strangeler“ in ihr Tagesprogramm
aufzunehmen, finden die Serientäter immer mehr Gefallen an ihrem
mörderischen Tun... |
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Der
mit dem Serienkiller-Film sehr gut vertraute Regisseur Chuck
Parello (1996: „Henry – Portrait Of A Serial Killer 2“,
2000: „Ed Gein: The Wisconsin Killer“) nahm sich im Jahre 2004
den Fall der „Hillside Strangeler“ an, der zuvor schon zwei
mal filmtechnisch verarbeitet wurde („Die
Würger von Hillside“ (1989) und „Supersleuth“
(2001); (im Jahre 2006 folgte noch eine Verfilmung die ebenfalls
den Titel „The Hillside Strangeler“ trägt.).
Chuck Parello hat in den Vorgängerfilmen bereits bewiesen,
dass er sein Handwerk versteht und zum Glück muss der geneigte
Film-Fan auch in diesem Streifen nicht darauf verzichten. Die
Kameraführung und die eingefangenen Bilder sind ebenso hochwertig
wie die Kulissen, die einen meinen lassen, sich wirklich in den
Endsiebzigern zu befinden. Zudem setzt Chuck Parello auf Atmosphäre,
die er in vielen Momenten geschickt erzeugen kann. Natürlich
sollten diese filmtechnischen Eigenschaften nur Beiwerk bei einem
Film über reale Serienmörder sein. Die Geschichten sind es, die
im Mittelpunkt stehen. Man will erfahren, was die gestörten Mörder
fühlen. Warum sie ihre Taten begehen.
Aber an diesem Punkt hakt es leider etwas in „The Hillside
Strangeler“. Nicht das die Story nicht interessant wäre, aber
richtig flott ist sie auch nicht und in Sachen kranker Psyche gibt
es andere Filme, die wesentlich verstörender wirken. Die ersten
Minuten ziehen sich etwas. Es dauert doch geraume Zeit, bis der
Film so richtig ruppig wird. Die Spannung fehlt in der ersten Hälfte
des Films und die Charakterisierung der beiden Protagonisten gibt
nicht viel Grausames her.
Man merkt aber, wo die Geschichte hin will. Angelo Buono ist ein
Frauenhasser der ersten Reihe. Um dies zu verdeutlichen greift
Regisseur Chuck Parello auf eine Menge nacktes Fleisch, Sex und
unterwürfige Frauen zurück. Die gezeigten Bilder sind schon sehr
heftig und bieten einen wohl leicht überdrehten Blick in das
Rotlichtmilieu von Los Angeles. Weniger überdreht ist dann das,
was sich im zweiten, dem klar besseren, Teil des Films abspielt.
Die Morde und Ritualhandlungen werden hart und schnörkellos
wiedergegeben. In der deutschen DVD-Fassung wurde auf die
explizite Darstellung in zwei Fällen verzichtet. Hier gibt es
zwei Schnitte, die insgesamt 7 Minuten und 33 Sekunden
Filmmaterial vernichtet haben. Gut ist hier allerdings, dass man
gar nicht mitbekommt, dass etwas fehlt, wenn man es nicht weiß.
Die Rollen der beiden Serienmördern werden einwandfrei von C.
Thomas Howell (bekannt aus z.B. „Killerbienen!“ oder „Die
rote Flut“) als Kenneth Bianchi und Nicholas Turturro („Hellraiser:
Inferno“, „The Hollow - Die Rückkehr des kopflosen
Reiters“) als Angelo Buono gespielt. Beide wirken in ihrer
Arbeit sehr authentisch, was ja ein wichtiger Aspekt in einem
realen Serienmörder-Film ist.
Von daher kann man den Film auch als solchen ernst nehmen. Er hält
sich sowieso sehr nah an der Wirklichkeit auf. Lediglich einige
Szenen wurden aus dramaturgischen Gründen hinzugefügt. Dies hat
zur Folge, dass man von „The Hillside Strangeler“
zusammenfassend behaupten kann, dass er ein guter Film ist.
Negativ ist das Fehlen der Spannung im ersten Teil und das Fehlen
der rausgeschnittenen Szenen. Aber Serienmord-Interessierte dürfen
hier ruhig einen Blick wagen. Eine Enttäuschung ist „The
Hillside Strangeler“ bestimmt nicht. |