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Die
beiden Leichenräuber Arthur und Willie wurden gefasst und
letzterer bereits durch die Guillotine einen Kopf kürzer gemacht.
Gleiches soll Arthur in wenigen Stunden wiederfahren. Zuvor hat er
noch die Gelegenheit dem geistlichen Father Duffy zu erzählen,
wie alles begann.
Daraufhin erzählt Arthur seine Lebensgeschichte. Wie er zum
Leichenausbuddeln kam, es anstellte, wen er dabei kennen lernte,
wie er auf Vampire, Aliens und Zombies traf. Bis hin zum finalen Konkurrenzkampf
mit der rivalisierenden Murphy-Gang. Dabei genehmigt er
sich stets einen Schluck aus der Pulle, in der Hoffnung das
Kommende besser ertragen zu können... |
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Verrückte
Ideen gibt es im Horror-Genre ja genug. Bei dem Film „I Sell The
Dead“ braucht es zwar ein wenig bis man erkennt das dieser Film
ziemlich verrückt ist, aber das ändert natürlich nichts daran,
dass es sich hierbei um einen wirklich merkwürdigen Film handelt.
Regisseur Glenn McQuaid hatte seinerzeit einen Kurzfilm mit
ebendieser Thematik geschaffen, den er nun zum abendfüllenden
Film gestreckt hat. Bei einer Laufzeit von 82 Minuten könnte man
da normalerweise die ein oder andere Länge einplanen, glücklicherweise
schafft es „I Sell The Dead“ aber so ziemlich langeweilefrei
zu unterhalten.
Der Stil des Films erinnert ein wenig an die britischen Hammer
Film Productions. Alles ist auf alt getrimmt und die Kulissen
kommen gut rüber. In vielen Szenen kann eine dichte Atmosphäre,
mit Nebel, verlassenen
Hochmooren oder Gothic-Style aufgebaut werden, die den Film
trägt. Die Geschichte, die um die netten Bilder drum herum gebaut
ist, ist zwar schlicht, aber unterhaltsam.
In einer kleinen Rahmenhandlung sieht man den Protagonisten Arthur
Blake (Dominic Monaghan, bekannt aus den „Herr der Ringe“
Filme als Merry) wie er Pater Francis Duffy (Ron Perlman („Der
Name der Rose“, „Primal Force“, „Hellboy“ uva.)) seinen
Lebenslauf erzählt. Dazu gibt es dann immer Rückblenden, die den
eigentlichen Inhalt des Films ausmachen. Arthur geht bei
Willie in die Lehre, um Leichenräuber zu werden. Dabei passieren
ihnen dann die seltsamsten Sachen. Das es nicht ganz so ernst
zugeht, als den Räubern Aliens, Vampire und Zombies begegnen, dürfte
klar sein. Seitens der Filmemacher werden immer wieder kleinen
Comic-Szenen eingeblendet, um das zu verdeutlichen. Zudem ist der
Umgang der Hauptdarsteller mit den Leichen nicht immer artgerecht,
was auch zu dem ein oder anderen Schmunzler führt.
Der Film ist aber nicht durchweg komisch. Zwar ist die
Grundstimmung heiter, doch einige Dialogszenen bringen
Ernsthaftigkeit und rauben Schwung. Die Gespräche werden natürlich
zur Charakterzeichnung benötigt, da diese aber nicht wichtig und
auch nicht sehr deutlich ist, kommt man sich bei dem Geschwätz
schon mal etwas alleingelassen vor.
Darstellerisch
wird solide agiert. Dominic
Monaghan
und Larry Fessenden („Bringing Out the Dead” u.a.) spielen die
Rollen der Leichendiebe offensichtlich gerne und verstehen es die
Betrachter mit ihrem Treiben gut zu unterhalten. Ron
Perlman bekleidet seine kleine Rolle passabel und in einer noch
kleineren Rolle, als Auftraggeber, muss sich Angus - The Tall Man
- Scrimm
Mühe geben, um nicht übersehen zu werden.
Was man auch fast übersehen könnte sind die blutigen
Spezialeffekte. Wie das FSK16 der deutschen DVD erahnen lässt,
sind diese nicht sehr ausgeprägt. Es gibt zwar zwei, drei Sachen,
die etwas härter sind, aufgrund der dazugehörigen blödelnden
Szenen, kann man die Effekte aber ohnehin nicht ernst nehmen.
Gerade nicht bei den Szenen am Strand, wo es am meisten zur Sache
geht...
„I Sell The Dead“ ist also ein recht lustiger Film, der ebenso
bekloppt wie unterhaltsam ist. Mit einigen Schwächen in der
Spannungserzeugung aber auch mit einigen Stärken wie
beispielsweise dem schwarzhumorigen
Unterton und der interessanten Kulisse. Dem irischen Regisseur Glenn
McQuaid ist es mit einfachen Mittel gelungen, einen
detailverliebten, ziemlich schrägen und unterhaltsamen
Horror-Film zu schaffen, den man als Fan des Genre gesehen haben
sollte. |