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Der irische Horror-Beitrag
"Isolation" zeigt die eventuellen Auswirkungen, die
auftreten können wenn der Mensch zu sehr in die Natur eingreift.
Neu ist dieses Thema natürlich nicht, doch ein Film mit so einer
kühlen und nüchternen Betrachtungsweise ist bislang nur sehr
selten abgefilmt worden. Während andere Subgenre-Partner eher auf
die visuelle Ausschlachtung bedacht sind, hält sich dieser
Tierhorror-Film weitestgehend bedeckt. Hierfür steht vor allem die
Anfangsszene, die dem einen oder anderen Betrachter sicherlich einen
Kotzreiz entlocken kann, dennoch aber "nur" zeigt, was die
Natur so mit sich bringt: Dem Wunder der Geburt. Wobei sich das
Gezeigte nicht ausschließlich natürlich verhält...
Die kühle Stimmung zieht sich durch
den ganzen Film und trägt unweigerlich zu dem subtilen
Spannungsaufbau bei. Regie-Neuling Billy O´Brien, der sein Talent
schon beim preisgekrönten Kurzfilm "The Tale Of The Rat That
Wrote (1999)" unter Beweis stellte, versteht es immer
wieder, den gebannt zuschauenden Betrachter durch gut inszenierte
Schockeffekte bei Laune zu halten. Die idyllische Landschaft gerät
zu Nebensache. Man konzentriert sich lediglich auf das was passiert,
und das was da noch kommen mag. Die Weite der Landschaft und die
Isolation der, auf dem Hof befindlichen Leute, lassen einen
klaustrophobischen Eindruck zurück. Die Darsteller wissen sich in
der Situation richtig zu verhalten und vermitteln den Kampf, dass
ausgebüchste Etwas zu isolieren, sehr authentisch. Die Darsteller
sind in diesem Streifen prinzipiell nicht wichtig, man weiß aber
auch, wie schnell ein Streifen in der Trash-Ecke landet, wenn die
Schauspieler nur Müll spielen. Dies ist hier aber glücklicherweise
nicht der Fall.
Gore- und Ekeleinlagen sind nicht
selten vorhanden. Zudem muss man sich zu Beginn des Filmes fragen,
was den Menschen beim Grabschen in eine Kuh nur solchen Spaß
bereitet? Oder soll hier auf eine ironische Art dargestellt werden,
wie nett die Menschen doch zu den Tieren sind, und ihnen bei jedem
kleinen Problem (wie eine Schwangerschaft) immer wieder hilfsbereit
die Eingeweide umkrempeln... Man weiß es nicht. Die Animation der
kleinen Kuh-Viecher ist sehr gelungen. Die ekeligen Dinger sind
schleimige Kriechtiere, denen man lieber nicht begegnen möchte. Des
Weiteren wird der unglückliche Umgang mit einer Tötungsmaschine
für Tiere gezeigt, der sicherlich jeden Betrachter schockieren
wird.
Für das kleine Budget, der
Filmförderung, was Regisseur Billy O´Brien zur Verfügung stand,
ist ein beachtliches Werk herausgekommen, welches nicht nur
unterhält sondern auch noch eine Botschaft mit sich bringt. Finger
weg von der Natur - Sonst Finger ab!
Insgesamt betrachtet ist
"Isolation" also ein wirklich guter Genre-Beitrag, der
fast völlig überzeugt. Hätte man das Drumherum um die
Tierversuche noch etwas transparenter gestaltet, und die
Charakterisierung der Protagonisten erweitert, wäre es ein nahezu
perfekter Film geworden. Aber auch so ist er auf jeden Fall einen
Blick wert. |