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„John
Carpenter – Fürst der Dunkelheit“ ist eine Dokumentation über das
filmische Leben des Ausnahme-Horror-Regisseurs, die zu Ehren seines 60.
Geburtstags gedreht wurde. Sie startet erzählerisch in den 50er Jahren, wo
Carpenter seine Liebe zum Film entdeckte. Durch Western und Science-Fiction.
Er beschloss früh, später mal Filme zu drehen. In den 60er Jahren ging er
deswegen nach L.A. und studierte dort. Nach kleinen Kurz-Film-Produktionen
wurde er schließlich von den großen Studios entdeckt.
Frühe Werke bescheren ihm Ruhm, der aber nicht von Dauer ist. Meisterwerke
werden vom Publikum nicht angenommen. John Carpenter muss Filme machen, die
er nicht machen will. Mag es nicht, mit viel Budget zu arbeiten. Hollywood
und seine Filmindustrie werden ihm zuwider. Und doch ist er bis heute
abhängig von ihr... |
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Die französische Dokumentation „John
Carpenter – Fürst der Dunkelheit“ zeigt einen Mann, der vielen
Film-Fans sicherlich ein Begriff ist. Die
wenigsten wissen aber mehr über die interessante Person Carpenter. Der
Dokumentarfilmer Julien
Dunand hat sich zu Ehren Carpenters ein paar Tage (oder Stunden?) an
seine Fersen gehangen und ihn an Orte seines Schaffens begleitet. Hier redet
John befreit auf. Erzählt interessante Details zu seinen Filmen und deren
Entstehung. Über sein Leben und allerlei Hollywood-Kram.
Der am 16. Januar 1948 geborene
Carpenter kann auf ein erfülltes Filmleben zurückblicken. Mit „Dark Star
– Finserer Stern“ fing im Jahre 1974 alles an. 1976 kam der starke „Assault“,
dann der Reißer „Halloween – Nacht des Grauens“. Spätestens hier
kannte die Horror-Gemeinde den Namen Carpenter. Und Filme wie zum Beispiel
„The Fog – Nebel des Grauens“, „Die Klapperschlange“ „Das Ding
aus einer anderen Welt“, „Die Fürsten der Dunkelheit“ und weitere,
machen ihn auf ewig unvergesslich.
Das
ist natürlich genug Stoff, um eine Dokumentation mit genügend Leben zu
füllen. Sie hätte sicherlich weit länger laufen können, als die 75
Minuten, ohne langweilig zu werden. Neben Carpenter geben auch noch andere
Beteiligte Statements ab. Hier ist der einzige kleine Nachteil der
Dokumentation, da man nicht immer weiß, um wen es sich dabei handelt. Aber
die Aussagen von Carpenter können das locker kompensieren. Man erfährt
wirklich viele Details, die man so nicht unbedingt wissen konnte. Und so
macht diese DVD sicherlich auch für denjenigen Sinn, der meint, alles über
den Großmeister zu wissen.
Besonders interessant ist das immer wieder aufgegriffene Streitthema
Hollywood. Carpenters Hassliebe. Er ist wirklich ehrlich in den Interviews
und scheut auch nicht davor zurück, eigne Fehler zuzugeben. Und das will
was heißen. Meist sieht man von Leuten seines Levels ja ausschließlich
Selbstbeweihräucherungen...
Für den Horrorfilmfan des gehobenen Alters, der sich schon mal den ein oder
anderen „Carpenter“ zu Gemüte geführt hat, ist diese DVD eine klare
Empfehlung. Was aber jüngere Leute nicht von dieser interessanten
Dokumentation zurückschrecken soll. Die persönlichen Einblicke in das
Leben des Ausnahmeregisseurs und bekennenden Filmfans sind sehr sehenswert. |