|
Für die ErsttäterInnen scheint, abgesehen
von einigen Blessuren, alles perfekt zu laufen: Powerfrau Saki, Weichei
Akira, Möchtegern Mafiosi Kabu und Jun überfallen einen Edeljuwelier mit
der Aussicht, die Beute gewinnträchtig an einen Unterweltboss verhökern zu
können, um anschliessend in Saus und Braus zu leben.
Doch wie heisst es so schön: Verbrechen lohnt sich nicht!!! Nicht nur, dass
der vermeintliche Käufer gar nicht daran denkt, unsere
"HeldInnen" zu entlohnen, viel schlimmer ist wohl die
unglückliche Auswahl eines leerstehenden Fabrikgebäudes als Übergabeort.
Dort nämlich hält die U.S. - Army ein misslungenes Experiment zur
Reanimation von Toten unter Verschluss.
Es kommt, wie es in einem richtigen Splattermovie kommen muss: Saki und
Akira als ungleiches Duo müssen sich nach Ab- und Wiederleben ihrer
Kumpanen durch einen Haufen Untoter metzeln... |
|
Geil, Geil und nochmals geil!!!
Wenn das so weitergeht, wird Asien wohl zum neuen Splatterparadies!! Nach
dem genialen Hongkongexport Biozombie macht sich Japan auf, seinen Beitrag
zur Reanimation des mehr oder weniger totgesagten Genres zu liefern.
Ein neuer, erfrischender Trend scheint sich insbesondere in Asien
abzuzeichnen: Nachdem in den letzten Jahren zu viele Projekte von (meist
westlichen) Horrorregisseuren, abgesehen von einigen wohltuenden Ausnahmen
(z.B. Braindead, Bad Taste, Shatter Dead), kläglich an dem Versuch
gescheitert sind, den Splatterfilm neu zu definieren, scheint eine
Rückbesinnung auf den in erster Linie stehenden Sinn und Zweck zu erfolgen:
UNTERHALTUNG!!! Warum also nicht einfach die, schon seit jeher in
verschiedenen Genre funktionierenden Elemente verknüpfen, warum nicht auch
die ein oder andere Szene kopieren?? Was zählt ist halt das Endprodukt. Und
das ist in diesem Fall einfach genial!!!! Lieber eine geile Kopie als ein
schlechtes Original!!!
Bei Gore-Orgien wie der weltweit berüchtigten Guinea Pig Reihe, Naked Blood
oder den "Sumpfmonsterdokus" Guts of a Beauty und Guts of a Virgin
braucht sich nun wirklich kein Splatterfan mehr Sorgen um sein Seelenheil
machen. Und dass auch im Land der Sumo- Ringer und Pierre Littbarski-
Fetischisten cooler Gangsterstuff à la Quentin Tarantino seinen Zuspruch
finden würde, war ohnehin klar... JUNK bietet gewissermassen die
Schnittmenge dieser Interessen!!!
Schnelle Schnitte, coole Charaktere aus dem Gangstermilieu, Junk kann sich
insbesondere effektemässig (war Tom Savini etwa im Japanurlaub???) als
moderner Zombiefilm ohne weiteres mit Splatterklassikern wie Zombie2,
Reanimator oder Return of the Living Dead 3, von denen er ganz
offensichtlich auch inspiriert wurde (Experimente, grünes Serum,
reanimierte tote Freundin...), messen. Die v.a. in der zweiten Hälfte des
Films sehr häufigen Splattermomente erwecken beim Betrachter sehnsüchtige
Erinnerungen an die glorreichen 70er und 80er Guts-and-Gore- Movies. Schade,
dass sich in der westlichen Welt kaum mehr jemand traut, in dieser Art und
Weise der "Gesellschaft" (sprich: Zensur) die lange Nase zu zeigen
(Nach deutschen Zensurmassstäben wäre der Film sicherlich nur halb so
lang...).
In Punkto Unterhaltung kann Junk als Vorbild für jeden Popcornfilm dienen,
schließlich besitzt er keine dramaturgische Längen: Hier geht die Post
ab!!!!
Hier noch die erfreuliche Nachricht für den hiesigen Splatterfan: Junk gibt
es, anders als andere Asienkracher, sogar mit deutschen Untertiteln!!!!
Fazit:
Junk = Bestes Beispiel für einen genialen, derben Splatterfilm mit
unkomplizierter aber intelligenter Handlung dienen: Kurzweilige Unterhaltung
pur!!! Der gelungene Filmabend ist garantiert!!!!!!!!!!!!!!! |