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Die bildschöne Schauspielerin Ann Darrow
findet im Amerika der 30er Jahre keinen lukrativen Job. Kurzerhand nimmt sie
das Angebot des findigen Regisseurs Carl Denham an, als Hauptdarstellerin in
seinem Film mitzuwirken, schließlich soll ja der berühmte Autor Jack
Driscoll für das Drehbuch verantwortlich sein. Gedreht werden soll auf
hoher See. Das Schiff legt ab. Durch einen Trick ist es Denham gelungen,
auch Jack Driscoll an Bord zu halten. Was die Passagiere nicht wissen, ist,
dass das eigentliche Ziel von Denham Skull Island ist, eine sagenumwobene
Insel, von der bisher noch niemand zurückgekehrt ist und auf der ein
schreckliches Monster hausen soll.
Dort angekommen, nehmen Eingeborene Ann gefangen und wollen sie dem
Herrscher der Insel opfern: Einem riesigen Gorilla. Doch dieser findet
Gefallen an der reizenden Dame. Er beschützt sie gegen allerlei Gefahren,
die auf der Insel lauern.
Derweil macht sich die restliche Crew auf, Ann zu suchen.
Für Carl Denham ist der Riesenaffe DIE Sensation schlechthin. Er lässt ihn
in eine Falle locken und nach Amerika bringen. Am Broadway soll "King
Kong" für volle Kassen sorgen.
Aufgescheucht vom Blitzlichtgewitter bricht "King Kong" aus. Auf
der Suche nach seiner Ann sorgt er für Panik und Chaos in New York.
Die Tragödie nimmt seinen Lauf... |
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Remakes von ohnehin unerreichten Filmen wie
King Kong (1933) sind eigentlich überflüssig. Nicht ganz zu Unrecht
scheitern derartige Projekte dann auch meist an Kritik und Kinokasse. Ein
gutes Beispiel hierfür ist nicht zuletzt das erste KING KONG - Remake von
1976.
Dennoch ging Regisseur Peter Jackson das Wagnis ein und setzte die allseits
bekannte Story um den riesigen Affen und die schöne Frau erneut in Szene.
Peter Jackson, durch seine bahn- und kassenbrechende HERR DER RINGE-
Trilogie inzwischen vom B-Movie- Regisseur zum Star-Filmer mit allen
Freiheiten aufgestiegen, standen für sein Unterfangen alle (finanziellen)
Mittel und Wege offen. Er konnte aus dem Vollen Schöpfen und sich zudem die
künstlerische Freiheit nehmen, einen Film mit einer für normale
Kino-Verhältnisse ungewöhnlichen Laufzeit von über drei Stunden zu
inszenieren. Dass eine überlange Spieldauer nun wahrlich nicht im Kontrast
zum Erfolg eines Films stehen muss, ist den Produzenten ja spätestens nach
Jackson's Tolkien-Adaption klargeworden.
Mit einem Rekordbudget von über 200 Millionen Dollar machte sich Jackson
also ans Werk...
...und hat es mal wieder geschafft, über 180 Minuten lang Popcorn-Kino ohne
Langeweile zu inszenieren.
Zwar braucht der Film durch die ausführliche Einführung der Charaktere
einige Zeit, um in Fahrt zu kommen, zudem sind einige Action-Szenen
ebenfalls etwas arg in die Länge gezogen und wiederholen sich. Jedoch kann
man Peter Jackson letztendlich dazu beglückwünschen, einen ewigen
Meilenstein des Films mit Mitteln der Technik an das moderne Kino anzupassen
und gleichzeitig den hohen Ansprüchen des Originals gerecht zu werden.
Ein Vorteil dabei ist sicherlich, dass Peter Jackson die Handlung seines
Films ebenfalls in den frühen 30er Jahren ansiedelt. Ähnlich wie im
Original wird die ganze Situation in der Zeit nach der Weltwirtschaftskrise
eingefangen: Die Arbeitslosigkeit, Not, aber auch die Flucht der Menschen
aus dem Alltag in das Entertainment am Broadway.
Von New York geht es dann direkt nach Skull Island, King Kong's Insel. Hier
ist dann Action angesagt: Auf der Insel leben nicht nur Eingeborene, die,
sorry Mr. Jackson, einmal mehr mit den typisch naiven Hollywood-Rassismen
charakterisiert werden, sondern auch einige gefährliche Viecher, wie
Dinosaurier, überdimensionale Spinnen und allerlei Getier, welches den
Expeditionsteilnehmern auf die Pelle rückt. Dem Stand der Technik und den
finanziellen Mitteln gemäß sind diese Szenen wirklich überragend. Die
Saurier lassen Steven Spielbergs "Jurassic Park" wie die
"Augsburger Puppenkiste" erscheinen, so realistisch sind sie auf
die Leinwand gezaubert. Gleiches gilt für die ganzen Rieseninsekten und
Kriechtiere.
Zurück nach New York. Leider ist der Sprung über den großen Teich ein
bisschen zu schnell vollzogen. Interessant wären sicherlich ein paar
Details von der Schiffsreise gewesen, vom angeketteten Riesenaffen unter
Deck. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja noch eine "extended
Version" ;-)
In New York wird King Kong dann bekanntlich als Attraktion bloßgestellt und
rennt Amok. Hier greift er dann auch massiv in den Straßenverkehr ein,
indem er Autos zertrümmert Autos und Straßenbahnen aufreißt.
Die Schauspieler brauchen sich wirklich nicht im Schatten ihres großen
Hauptdarstellers zu verstecken. Naomi Watts, bekannt aus dem amerikanischen
"Ring"-Remake bezaubert als "Weiße Frau" Publikum und
Affen gleichermaßen. Comedian Jack Black in der Rolle des
herzlich-fanatischen Regisseurs ist allerdings leicht überfordert, einen
tragischen Helden zu spielen. Er sollte vielleicht besser im Comedy-Bereich
bleiben...
Peter Jackson's KING KONG ist familienfreundlich umgesetzt. Im Vergleich zu
Steven Spielberg's "Jurassic Park" beißen die Saurier hier keine
Köpfe ab. Dennoch besitzt der Film gerade in den Szenen auf Skull Island
eine schön finstere Atmosphäre, und die Szenen mit den Rieseninsekten
dürften so manchem arachnophoben Zuschauer ein Ganzkörperkribbeln
verschaffen...
Leider sind ein paar Momente des Films ein bisschen zu komödiantisch
geraten, etwa wenn King Kong und Ann eine Schlitterpartie auf einem
zugefrorenen See in New York unternehmen. Zum Glück treten derartige
Albernheiten in der gesamten Handlung jedoch zurück. Alles in allem ein
Abenteuerfilm, wie ihn die Zuschauer anno 2005 im Kino erwarten können und,
vom Stand der Technik her betrachtet, auch dürfen.
Fazit: "KING KONG" ist gelungenes Popcorn-Kino. Fulminant,
actionreich, gefühlvoll und amüsant. |