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Über 10 Jahre ist es her, als sich die
ehemaligen Klassenkameraden das letzte Mal gesehen haben. Nach ihrem Abitur
haben alle ihren eigenen Weg eingeschlagen und sich natürlich unabhängig
voneinander entwickelt. Alle freuen sich, dass sie sich mal wieder sehen.
Ein Schloss dient als Treffpunkt und in gemütlicher Atmosphäre haben sich
die ehemaligen Schüler natürlich einiges zu berichten.
Die Stimmung ist locker, freundlich und gut, bis einer der Besucher seinen
ungewöhnlichen Job preisgibt: Er ist Auftragskiller. Und dummerweise ist er
nicht nur privat, sondern auch geschäftlich auf der Party. Er fängt auch
direkt an, seine ersten Opfer zu eliminieren. Anscheinend handelt es sich um
einen Großauftrag... |
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"Klassentreffen" ist ein nicht
unbedingt sehr bekannt gewordener Kurzfilm, der bis dato, zumindest nach dem
Wissensstand des Rezensenten, nur als "Bonus" auf zwei DVDs des
"Laser Paradiese" Labels gepresst wurde. Das Zusatzmaterial gibt
es lediglich bei den beiden Filmen "Pentagram“ und „Wes Craven`s
Mindripper". Schade eigentlich.
Der Film beginnt sehr atmosphärisch und nicht gerade wie ein Thriller oder
Horrorfilm. Ein nett anzusehendes Ambiente, eine lockere Stimmung, die
jedem, der schon ein paar Jahre aus der Schule ist ein bekanntes Gefühl
vermittelt. Alle freuen sich, sich wieder zu sehen und es scheint, als wäre
alles in bester Ordnung. Dann kommt es aber zu einem bizarren
Stimmungswechsel, der es in sich hat und den Zuschauer gar nicht über ein
Abschalten des kurzweiligen Films nachdenken lässt.
Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt und trotz der Anspannung darf hier
und da mal gelacht werden. Die beiden Regisseure Robert Dannenberg und
Sassan Haschemi setzen die verschiedenen Szenen nahezu perfekt um. Zu
Charakterdarstellung haben die beiden zum Glück nicht viel Zeit
verschwendet. Alles wird nur kurz angerissen, was vollkommen ausreicht. Die
Schauspieler machen, für eine Amateur-Produktion, einen guten Job, da sie
fast alles glaubhaft darstellen.
Den Höhepunkt des detailverliebten Films bildet dann ein überraschender
Wendepunkt, auf den hier natürlich nicht näher eingegangen werden soll.
Denn potentiellen Betrachtern soll ja keine Spannung geraubt werden.
Die 16 Minuten Spielzeit vergehen wie im Flug. Nach der Eingangssequenz wird
ein sehr solider Spannungsbogen aufgebaut, der am Ende, mit dem
Überraschungsmoment, seinen Höhepunkt erreicht, auch wenn man alles mit
einem kleinen Augenzwinkern betrachten muss. Wichtig ist aber, dass alles
professionell rüberkommt. Das gilt sowohl für die Leute vor, als auch
hinter der Kamera. Es gibt ja nicht wenige No-Budget-Produktionen, die
dahingehend enttäuschen, dass zwar Potential vorhanden ist, es aber an der
richtigen Umsetzung mangelt.
"Klassentreffen" ist ein wirklich lohnender Film, der mit viel
Liebe zum Detail, einer guten Story und viel Spannung überzeugen kann. |