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Eine Lehrerin sucht dringend etwas Erholung
vom stressigen Arbeitstag und beschließt daher Urlaub in dem Haus ihrer
verstorbenen Tante zu verbringen, welches viele Meilen weit weg, in einen
ruhigen, kleinen Örtchen steht. Nach ihrer Ankunft merkt sie direkt die
Tücken des kleinen Ortes, denn nicht jeder scheint über ihre Ankunft
erfreut zu sein. Der Hausverwalter ist ein grimmiger alter Mann, der
Verkäufer im hiesigen Einkaufsladen schmettert sie knallhart ab und auch
der Handwerker will sie nicht wirklich unterstützen. Nur der 16 Jährige
Sohn des Verkäufers bietet ihr die nötig gebrauchte Hilfe an.
Die Lehrerin fühlt sich sichtlich unwohl und zu den komischen Einwohnern
des Ortes kommt des Nachts ein Leichenwagen hinzu, der sie verfolgt, was
sich in den nachfolgenden Nächten wiederholen soll. Auch in ihrer neuen
Behausung geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Immer wieder wird die Frau
von Geräuschen hoch geschreckt und ab und an zerbersten sogar einige ihrer
Fenster. Doch die Frau zeigt einen starken Willen und will unbedingt
herausfinden, was hier vor sich geht... |
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Wie man vielleicht merken kann, hat das
Drehbuch zu „Der Leichenwagen“ nichts wirklich Innovatives zu bieten.
Vielmehr gibt es eine Aneinanderreihung von verschiedenen Sachen, die man
bereits in vielen Filmen betrachten konnte. Zu einen wäre dort das
Spukhaus, in dem es zwar nicht wirklich, aber immerhin etwas spukt, dann
natürlich der Namensgeber des Films, der immer wieder auftaucht und
versucht Angst und Schrecken zu verbreiten und dann gibt es noch das Dorf,
dass die neue Person nicht gerade freundlich aufnimmt.
Die ganzen Teilabschnitte sind ineinander verwoben, sorgen aber nicht
wirklich für gute Unterhaltung, da alles recht emotionslos inszeniert
wurde. Zudem kommt noch hinzu, dass reichlich komische Charaktere vorhanden
sind, die alles andere als glaubwürdig rüberkommen. Neben der
Protagonistin, die von der recht unbekannten Trish Van Devere relativ gut
gespielt wird, tauchen klischeehafte Personen wie ein seltsamer Priester,
ein unnahbarer Sheriff und hormongesteuerte Jugendliche auf, die den Plot
alles andere als authentisch wirken lassen.
Aber der Hauptgrund des minderen Unterhaltungswertes ist die Erzählweise
der Geschichte, die lasch und über weite Strecken einfach uninteressant ist
und so doch für mehr Langeweile als spannende Momente sorgt. Letztgenanntes
gibt es zwar (meist in Form von platzenden Fensterscheiben, was einen bald
schon auf den Senkel geht) und zwischenzeitlich gibt es auch Szenen, die
sehr atmosphärisch sind, dies ist in den ca. 97 Minuten Spielzeit eher die
Ausnahme. Der einzige Grund, warum man nicht vorzeitig abschaltet, ist wohl
die Frage nach dem Warum, denn irgendwie möchte man wissen, was es mit den
ganzen Geschehnissen auf sich hat und wie die ganze Sache zu Ende geht. Wenn
man dann aber gesehen hat, wie das Ganze endet fragt man sich, warum man
sich das angetan hat. Gut... es gibt verschiedene Geschmäcker, aber wenn
einem nur etwas hingeklatscht wird, dass so aussieht als wollten die Macher
den Film abrupt beenden, fragt man sich schon warum dies erst nach 97
Minuten geschehen ist und nicht schon nach 60.
Da man die ganze Zeit über eh keine gute Unterhaltung hatte und dann das
Ende, auf das man ja (mehr oder weniger) sehnsüchtig gewartet hat vollends
enttäuscht, muss man natürlich zum Schluss kommen, dass „Der
Leichenwagen“ einer dieser Filme ist, der zurecht in der Versenkung
verschwand und für den es eigentlich keinen Grund gab, ihn von dort wieder
auszugraben (Marketing hat das in form einer DVD gemacht). Zudem muss das
FSK 18 der DVD bemängelt werden, das es nicht einen einzigen Grund für
diese Einstufung gibt. Der Film könnte so wie er ist sicherlich ab 12
Jahren freigegeben werden, aber dann würden ihn wohl noch weniger Leute
kaufen, als ohnehin schon...
Also muss man letztendlich von „Der Leichenwagen“ behaupten, dass dies
ein Film ist, der wohl niemanden wirklich anspricht und den man sich getrost
sparen sollte, gerade als Horror-Fan. |