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Reporterin Angela und
Kameramann Scott wollen eine Dokumentation über eine
Feuerwehrwache in L.A. drehen. Sie wollen das typische Nachtleben
der mutigen Männer filmen und für die Leute draußen
transparenter machen. Die beiden Fernsehleute nehmen einige Szenen
auf und sind bester Laune. Als dann der erste Einsatz vor der Tür
steht, wird die Stimmung zwar angespannter, aber man ist in
freudiger Erwartung.
Der Einsatz führt zu keinem Brand, sondern einem Hilferuf aus
einem großen Mietshaus. Die Leute sind panisch. Einer alten Dame
geht es sehr schlecht. Als versucht wird ihr zu helfen, greift die
betagte Dame die Feuerwehleute an. Die Verletzten sollen aus dem
Haus gebracht werden, die Helfer müssen aber feststellen, dass
alle Ein- und Ausgänge verriegelt sind. Die Polizei hat das Haus
unter Quarantäne gesetzt. Angela und Scott sitzen jetzt im Chaos
fest, versuchen aber trotzdem jede Minute auf Film zu
dokumentieren... |
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„Quarantäne“
ist das Remake des spanischen Films „[REC]“ von Horror-Macher
Jaume Balagueró („Hell's Resident”, „Fragile - A Ghost
Story”, „Darkness”, „The Nameless” u.a.) und seinem
Kollegen Paco Plaza („Romasanta - Im Schatten des Werwolfs“,
„Second Name - Dein Name sei Tod“). Es hat nur ein Jahr
gedauert, bis der schlichte, aber sehr innovative und
schockierende Horror-Film in Amerika versucht hat, das Original zu
überbieten. Ob es ihm gelungen ist und wie er sonst so
abschneidet, soll in folgendem Bericht geklärt werden.
Die Story unterscheidet sich schon mal nicht sehr von dem
Original. Hier wurden sehr viele Szenen 1:1 übernommen. Für
Leute, die sich kurz zuvor noch „[REC]“ angesehen haben, ist
das natürlich nicht sonderlich von Vorteil. In dem Fall muss man
sich sowieso die Frage stellen, ob eine Betrachtung von „Quarantäne“
überhaupt Sinn macht. Später mehr.
Das Geschehen spielt in Los Angeles anstatt in Barcelona. Dies
merkt man aber eigentlich gar nicht. Es wird sehr gut
wiedergegeben und man merkt direkt, dass die Amerikaner etwas Pepp
in das Geschehen bringen wollen. Es gibt Funkmikrofone, modernere
Ausstattungen und der Anfang wird etwas detaillierter
wiedergegeben. Da „Quarantäne“, zuschauerfreundlich, knapp 90
Minuten laufen muss, ist das nicht verwunderlich. Aber es schadet
dem Film nicht. Im Gegenteil. Es macht gleich von Beginn an Spaß,
Reporterin Angela und den eingefangenen Bildern zu folgen.
Reporterin Angela ist einer der Höhepunkte
in „Quarantäne“.
Die Rolle wird von Jennifer
Carpenter gespielt. Sie macht ihre Sache wirklich ausgezeichnet
und bleibt mit ihrem markanten Gesicht in Erinnerung. Carpenter
spielte zuvor schon die Filmschwester von Serienheld „Dexter“
und die Emily in „Der Exorzismus von Emily Rose“. Ihre
Kollegen machen einen unauffälligen Job, stehen logischerweise
aber auch nicht so im Fokus der Handkamera, wie die Reporterin.
Die Sache
mit der Handkamera funktioniert gut. Die Bilder werden gut und
glaubhaft eingefangen. An einigen Stellen ist das Ganze vielleicht
etwas zu glatt und wirkt viel professioneller als bei „[REC]“.
Trotzdem kann eine gute Atmosphäre aufgebaut werden und auch die
Spannung kommt dabei nicht zu kurz. Gegen Ende sieht man dann auch
einen großen Vorteil von „Quarantäne“, denn der Schluss ist
brutal spannend. Da macht es nichts, ob man „[REC]“ gesehen
hat, dass Ende kennt oder sonst was. Da ist Grusel-Terror pur
angesagt und die sollte man als Horror-Fan gesehen haben.
Es gibt aber auch noch weitere Höhepunkte. Einige Schocks und
einige Ekelszenen. Bei letzteren hat man sich besonders Mühe
gegeben. Sei es eine geplättete Ratte, ein gebrochenes Bein, oder
ein Bohrer, mit dem eine Hirnprobe genommen wird, es geht ganz schön
ekelig zur Sache. Die Effekte sind okay. Sehr schön ist eine
Szene, in der es eine Infizierte mit dem Aufnahmegerät zu tun
bekommt. Aua!
„Quarantäne“ ist ein sehr guter Film, der zwar den Nachteil
mit sich bringt, dass er zu sehr an das Original erinnert, der
aber auch an einigen Stellen gut nachbearbeitet wurde und mit mehr
Schocks, mehr Ekel und mehr Spannung Spaß bringt. Die Authentizität,
die „[REC]“ so spannende machte fehlt hier etwas, es gibt aber
genug zum Kompensieren. „Quarantäne“ ist einer dieser
Horror-Filme, die man gesehen haben sollte. Vielleicht macht es
auch Sinn, vorher „[REC]“ zu schauen. Dann kann man wenigstens
bei allen Szenen mitreden und Analogien suchen. |