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Ein frisch verheiratetes Ehepaar fährt mit
seinem Hochzeitsauto durch die weiten Landschaften Südamerikas, als sie
plötzlich von bewaffneten Frauen überrascht werden. Die Frauen kommen von
einem nahegelegenen Frauengefängnis und nehmen die Frischvermählten unter
Gewaltandrohung mit in ihr Hoheitsgebiet.
Die Frau wird gleich dort behalten, da ihr ein Drogenvergehen angelastet
wird und der Mann muss das Gelände verlassen, was er natürlich nur unter
starkem Protest macht. Er kann sich nämlich denken, was mit seiner
Partnerin passiert, doch in dem Gefangenenlager herrschen schlimmere
Zustände, als er sich das hätte erträumen können.
Es ist nämlich ein Lager, in dem die inhaftierten Frauen alles andere als
gut behandelt werden. Sie müssen halbnackt schwere Tätigkeiten erledigen
und dann und wann benutzt die sadistische Chefin die Insassen für ihre
perversen Spiele. Die einzige Chance, dieses Lager zu verlassen, besteht
entweder darin das die Frauen als Prostituierte verkauft werden, oder sie,
bei dubiosen Wettespielen im Freien, ihr Leben lassen müssen. Doch einige
Damen wollen sich nicht ihrem Schicksal hingeben und kämpfen verbittert um
ihre Freiheit... |
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Jess Franco, der sich ja einige Male im
Low-Budget Bereich betätigte und immer wieder seltsamste Filme,
verschiedenster Qualitäten zu Tage gebracht hat, versuchte sich Anfang der
80er Jahre an einem Frauenlagerfilm, der aber nicht gerade zu seinen wenigen
Vorzeigestücken zu zählen ist.
Zu Anfang deutet eigentlich nichts darauf hin, dass man es hier mit Schund
oder Schmuddel zu tun hat, da es eine recht nette, unterhaltsame Einleitung
gibt, die Spaß auf mehr macht. Als man sich dann im Knast befindet, kann
man schon leicht erahnen, was abgehen wird. Der Film bekommt aber noch
einmal eine (letzte) Wendung der interessanten Art, die ganz klar an
Genrehighlights wie „Insel der Verdammten“ erinnert. Als diese Szene
dann aber im Kasten ist, beginnt eine elendig flache, uninteressante und
trashige Erzählung, die zeigt, warum der Film trotz seines guten Beginns in
der Versenkung verschwunden ist.
Gut, wer keinen Wert auf eine wirkliche Handlung legt und stattdessen lieber
nackte Frauen beobachtet, die ab und an mal in Käfige gesperrt werden oder
sich uninteressanten Catfights hingeben, der ist mit diesem Film gut
bedient. Gut bedient wird auch derjenige, der auf spannungslose Augenblicke,
laienhafte Darsteller und Sinnlosdialoge abfährt...
„Sadomania“ ist also ein Film für Geschmacksmasochisten, die keinen
Spaß am Leben haben und sich lieber mit langweiligem Trash zumüllen
lassen. Man könnte sicherlich noch genauer auf einige Negativpunkte wie
fehlende Atmosphäre, den unfreiwilligen Humor, die Billigkulissen, die
üblen Kameraeinstellungen, etc eingehen, allerdings sollte nach dieser
kurzen Nennung jedem ein Licht aufgegangen sein.
Franco hat uns zwar die ein oder andere Filmperle vorgelegt, doch dieses
Werk ist sicherlich kein Genuss, sondern eher einer seiner zahlreichen
Missversuche, die in Null Komma nichts abgedreht wurden und nicht gerade zum
Kultstatus des Regisseurs, außerhalb seiner Fangemeinde, führten. Fans des
Trashmeisters wissen eh, was auf sie zukommen kann und andere, potentielle
Betrachter sollten sich diesen fragwürdigen Streifen erst gar nicht
nähern... |