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Wer einer Spirale folgt, der dreht sich nicht
im Kreise, sondern kommt langsam aber sicher voran...
Shuichi sorgt sich sehr um seinen Vater, der in letzter Zeit eine seltsame
Vorliebe für Spiralen jeglicher Art und Weise entwickelt hat und der sich
auch immer seltsamer benimmt. Seine Freundin Kirie beobachtet dies ebenfalls
mit großer Besorgnis, vor allem, da sie seinen Vater einen Tag zuvor beim
filmen einer Schnecke, die ein spiralförmiges Schneckenhaus auf dem Rücken
trug, beobachtete und weil er ihren Vater – einen Töpfer, darum gebeten
hat, ihm einen spiralförmigen Teller herzustellen. Shuichi möchte am
liebsten mit Kirie zusammen die Stadt verlassen und einfach nur weglaufen,
allerdings ist die Sorge um seinen Vater doch zu groß um dies tatsächlich
fertig zu bringen.
Dann häufen sich die seltsamen Vorfälle in der Stadt und irgendwie
scheinen alle im Zusammenhang mit einer Spirale zu stehen. Als der
spiralförmige Teller fertig ist und Kirie ihn zu Shuichi´s Vater bringen
will, findet sie diesen tot auf – als spiralförmige Leiche in der
Waschmaschine. Bei der Beerdigung später zieht Rauch über dem Krematorium
in Spiralform auf und Shuichi´s Mutter bricht auf dem Friedhof zusammen und
entwickelt eine Phobie vor allem spiralförmigen.
Im Krankenhaus kommt ein Journalist namens Tamura auf Kirie und Shuichi zu
und berichtet ihnen, dass Shuichi´s Vater vor kurzer Zeit bei ihm war und
er an Nachforschungen über die Stadt interessiert war und dass er auch da
schon von Spiralen erzählte. Tamura beginnt das seltsame Phänomen zu
untersuchen.
Die Zeit drängt dabei, denn immer mehr Leute beginnen sich seltsam zu
benehmen. Sollte wirklich nur die Flucht aus der Stadt eine Lösung sein? |
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Eines gleich vorweg, der Film ist kompliziert
und auch ein bisschen verwirrend und es gibt keine Auflösung am Ende.
Wartet man darauf, so sollte man den Film gleich meiden, denn man wird
enttäuscht sein. Rechnet man von vornherein nicht damit, so dürfte es euch
wie mir gehen, denn dann hat der Film einfach etwas! Was genau es ist,
vermag ich nicht zu sagen, denn ein solcher Film ist mir bisher noch nicht
untergekommen, denn irgendwie fasziniert einen die Idee des Filmes. Ich habe
schon viele Horrorfilme gesehen und alle waren von der Story her schon mal
irgendwo zumindest ähnlich zu sehen. Nicht so bei Uzumaki, als ich
kürzlich bei Robocop2/Venom1984 über diesen Film lass und er auch genau
das beschrieb, dass es einfach eine völlig neue Geschichte sei, stand für
mich fest, dass ich diesen Film einfach sehen muss! Wer jetzt denkt, was
kann an einer Spirale denn schon gruselig sein, der wird sich wundern, denn
wo überall im Alltag begegnet einem denn so eine Form? Im direkten Umfeld…selbst
im/auf dem Körper…überall ist man von Spiralen umgeben, was wäre wenn
diese plötzlich eine Art Eigenleben entwickeln würden? Eine bizarre
Vorstellung und dennoch irgendwie interessant!
Das Regiedebut von Higuchinsky ist wahrlich sehr gelungen. Es entstammt
einem japanischen Manga von Japans Horrormangapapst Junji Ito. Die
Atmosphäre des Filmes ist in blassen Farbtönen gehalten, vor allem ist
alles in zartem Grünton gefilmt, was die Seltsamkeit des Filmes nur noch
mehr unterstreicht und was ihn auch gleich irrealer erscheinen lässt. Die
Darsteller sind mir wie immer unbekannt, gerade im japanischen Genre kenne
ich mich da absolut nicht aus. Kirie spielt ihre Rolle recht gut, einzig
Shuichi finde ich manchmal schon zu emotionslos.
Die Effekte…keine Sorge, auch wenn die Bilder des Filmes anderes vermuten
lassen, es ist kein Splatterfilm und der Film kommt auch mit wenig
Blutvergießen aus. Dennoch sind einige schöne Effekte darin zu sehen, die
verdeutlichen dass sich sogar mit wenig Filmblut grausige Dinge darstellen
lassen. Als z.B. die Leiche von Shuichi´s Vater entdeckt wird, man erfährt
direkt was geschehen ist, aber bis man sie dann zu Gesicht bekommt, das
dauert ewig. Man rechnet schon nicht mehr wirklich damit und dann ist das
Ergebnis auch eher harmlos. Sehr gefallen hat mir eine Szene, wo jemand
seine Augen spiralförmig verdreht oder wie ein Junge vom Auto überfahren
wird und danach spiralförmig um die Reifen gewickelt ist. Aber auch hierbei
wurde nur sehr wenig Filmblut verwendet. Andere Szenen dagegen wirken schon
fast wieder comichaft und driften fast ins lächerliche ab (z.B. die
Riesenschnecken oder die Spirallocken mit Eigenleben von einem der Mädels),
aber somit wirkt der Film auch an einigen Stellen, wohl eher ungewollt,
lustig.
FAZIT:
Auch wenn der Film einfach „seltsam“ ist, ich mag ihn und vergebe
deshalb 4 Sterne und empfehle ihn allen, die offen für neues sind und die
sich auch nicht davon abschrecken lassen, dass sie keine Antworten auf ihre
Fragen finden werden! Man muss sich halt selbst etwas dazu denken. |