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Buchautor
Mike Enslin hat seine Arbeit auf Mysteriöses konzentriert. Paranormales
scheint bisher zwar nicht dafür geeignet, den großen Durchbruch zu
schaffen, doch Mike sitzt bereits wieder an seinem nächsten Buch, für das
er 10 Nächte in 10 gespenstischen Hotelzimmern verbringen will. In einem
kleinen Laden, wo er zu einer Vorlesung geladen ist, die immerhin ein paar
Leute besuchen, bekommt er eine folgenschwere Karte zugesteckt. Das Zimmer
1408 des Dolphin Hotels solle er mal besuchen.
Mit der Hoffnung auf eine gute Geschichte macht Mike Recherchen über dieses
Hotel, in dem es nicht möglich ist das Zimmer 1408 zu mieten. Aber dem
hartnäckigen Enslin gelingt es schließlich, doch eine
Übernachtungsmöglichkeit zu bekommen. Diese will ihm der Manager des
Hotels in letzter Minute aber noch ausreden. Mr. Olin gibt wirklich alles,
kann Mike aber nicht davon abhalten, dass Zimmer zu beziehen.
Der Anfang der Nacht gibt Mike Enslin klar recht, denn es passiert nichts
Ungewöhnliches. Doch dann passieren Dinge, die ihm erst ein bisschen und
dann sehr viel Angst machen. Eine Flucht wird unmöglich und es gibt nur
noch ein Ziel: Überleben! |
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Nach einer längeren Durststrecke kommt mal
wieder eine Stephen King-Verfilmung in die Kinos. Mit einer kleinen, aber
feinen Grusel-Geschichte, die auch gleich nach dem Start in den USA eine
ordentliche Summe einspielte. Aber nicht viel mehr als eine
Hollywood-Verwurstung ist. Ohne Hirn, ohne Herz und ohne Realismus.
Letzterer ist zwar nicht unbedingt ein Muss im Horror-Genre aber selbst das
preisgünstigste Filmchen weiß, dass es entweder ernst sein darf oder halt
nicht. Und das ist genau das Problem von „Zimmer 1408“. Der Film beginnt
interessant, kommt dann etwas komisch rüber, wird beim Einzug in das Zimmer
großartig und verebbt dann in seiner unsinnigen, undurchschaubaren und
höchst unbefriedigenden Schlussphase, die viel Gutes kaputt macht.
Mit John Cussack ("Identität") als
Protagonisten hat man sich einen soliden Darsteller ins Boot geholt, der
seine Sache sehr ordentlich macht. Samuel L. Jackson („Snakes On A Plane“,
Pulp Fiction“, uvm.) hat als Hotel-Manager nur einige, wenige Auftritte,
die er aber gewohnt locker und gekonnt runter kurbelt. Ihn wird man im
Nachhinein sicherlich eher in Erinnerung haben als Schauspielkollege
Cussack, da ja wesentlich präsenter ist, oder einen der Nebendarsteller.
Aus technischer Sich gibt es bei diesem professionell gemachten Film sowieso
nichts zu meckern, von dem oben genannten Kritikpunkt natürlich abgesehen.
Man kann Cussack auf seinem Weg zu einem gewollten Weg zum Profi-Autoren
beobachten. Dies ist alles andere als langwierig. Er macht im Laufe der Zeit
eine ungeahnte Entwicklung durch. Vom bücherschreibenden Nobody zum
knallharten Überlebenskämpfer. Allerdings gezwungenermaßen. Denn der
Hauptteil des Films verlangt ihm einiges ab. Sowohl der Rolle als auch dem
Darsteller. Es gibt zwar nichts Neues zu bestaunen, die Buch-Vorlage gibt
aber einiges her, was schock- und gruseltechnisch gut umgesetzt wurde.
Selbst Hartgesockene werden sicherlich nicht um das Zusammenzucken
herumkommen. Zu diesem Zeitpunkt drückt man gerne noch mal ein Auge zu,
wenn es etwas unlogischer wird. Denn der Unterhaltungsfaktor ist
stimmig.
Regisseur Mikael Hafström kann eine gute
Arbeit attestiert werden, gerade weil er es geschafft hat, eine eiskalte
Atmosphäre zu schaffen und viele CGIs so einzusetzen, dass sie nicht albern
wirken. Doch das Problem des Films kann er auch nicht wett machen. Nach dem
es sich so richtig schön eingegruselt hat, kippt das Drehbuch und wird
unsinnig. Alles was bis dahin aufgebaut wurde verpufft in einer Staubwolke,
die einen bitteren Nachgeschmack über das Ganze verstreut. Gut, vielleicht
hat man sich gesagt, dass man ein Ende braucht das niemand erahnen kann,
aber man sollte es sich schon zur Aufgabe machen dem Betrachter ein „Cool“
oder „Wer hätte das gedacht“ anstatt einem „Ach du große Scheiße“
zu entlocken.
Vielleicht
ist das aber auch Geschmacksache. Sicher ist aber, dass der geneigte
Horror-Fan ein Problem, wahrscheinlich sogar ein großes, mit der Auflösung
haben könnte. Und da ja bekanntlich schlechte Filme mit einem großartigen
Ende positiv in Erinnerung bleiben können, hat „Zimmer 1408“ sich alle
Chancen offengehalten, dies nicht zu tun. |