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Ein nuklearer Krieg
hat ungeahnt schreckliche Folgen für die Menschheit: Die Toten erheben sich
aus ihren Gräbern und gieren nach dem Fleisch der Lebenden. Die Epidemie
verbreitet sich weltweit und es scheint keine Möglichkeit zu geben, das
drohende Ende der Menschheit abzuwenden.
Das
gerade erst zusammengekommene Paar Mark (Johnny Cole) und Shelley (Sandra
Segovic) hat von diesen Vorgängen noch keine Ahnung. Nach einem gemeinsamen
Urlaub mit Mark's Tochter Emily (Deanna Wales) in einer Waldhütte fernab
der Zivilisation, fahren sie nun wieder Richtung Heimat, als ihr Wagen
plötzlich von einer Horde Untoter attackiert wird. Panisch flüchten sich
die drei in das nächstbeste Gebäude, wo sich bereits einige andere
Menschen verbarrikadieren. Notgedrungen tut man sich zusammen, um der
drohenden Gefahr stand zu halten, doch dieses Vorhaben wird nicht nur von
einer allgemeinen Panik, sondern auch von dem verrückten Derek (Dwayne
Moniz) erheblich erschwert... |
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Vor mittlerweile 40
Jahren schuf George A. Romero mit "Night of the Living Dead" einen
wegweisenden Klassiker des Zombiefilms, der im Laufe der Zeit vielfach neu
interpretiert wurde und zahlreiche andere Filmemacher inspirierte. Nachdem
mittlerweile schon zwei offizielle Remakes zu dem nur 114,000 Dollar teuren
Schwarzweiß-Film entstanden, erblickte im Jahr 2003 ein Amateurfilm mit dem
Titel "Zombie Night" das Licht der Welt, der sich zwar nicht
direkt auf "Night of the Living Dead" beruft, hinsichtlich der
Story aber eindeutig von diesem abgekupfert wurde. Der kanadischen
Produktion, mit der David J. Francis sein Filmdebüt ablieferte, gelingt es
jedoch nicht einmal ansatzweise, auch nur in die selbe Liga eines Romero zu
blicken, vielmehr handelt es sich hier um kostengünstigsten Mumpitz, der
ganz danach aussieht, als hätte sich der Verantwortliche übers Wochenende
eine Kamera geliehen, ein paar Freunde geschnappt, diese in einen Keller
gesperrt und sie schließlich dazu gezwungen, über die nächsten zwei Tage
einen Zombiefilm zu drehen.
Die Story von
"Zombie Night" ist sehr schwach, scheitert aber insbesondere an
der stümperhaften Umsetzung. Schon "Night of the Living Dead"
hatte nicht die komplexeste Handlung zu bieten, doch während Romero diese
damals wenigstens noch effektiv umzusetzen wusste, will im Fall dieses
kanadischen Amateurfilms einfach keine brauchbare Stimmung aufkommen. Dies
beginnt schon damit, dass scheinbar die komplette Welt von Zombies
überrannt wird und im Chaos untergeht, der Zuschauer davon aber nie etwas
zu sehen bekommt. Stattdessen spielt "Zombie Night" die meiste
Zeit über in ein und denselben Haus, speziell in dessen Keller. Das Werk
versucht sich also im Grunde als klassische Verhaltensstudie über Menschen
in Extremsituationen und legt demzufolge auch einen gewissen Wert auf die
Charaktere, was ihm aber nicht einmal im Ansatz gelingt.
Die
Hauptprotagonisten dieses Films sind derart blass und belanglos gezeichnet,
dass man schnell das Interesse an ihnen verliert und sich der nicht
vorhandenen Spannung nur noch schneller bewusst wird. Diese sucht man über
die Lauflänge von 88 Minuten beinahe immer vergebens, nur in ganz wenigen
Augenblicken macht sie sich in Ansätzen bemerkbar, um dann gleich wieder
das Weite zu suchen. Die Story tritt derweil immer auf der Stelle. Mal gibt
es einen Zombie-Angriff, dann wiederum entsteht ein Streit mit Derek, der
daraufhin aus dem Haus geworfen wird, bevor man ihn wieder aufnimmt. Ehe es
sich der Zuschauer versieht, vergeht auf diese Weise gut eine Stunde, ohne
dass bislang etwas Interessantes geschehen wäre. Auf den einen oder anderen
blutigen Effekt wurde zwar nicht verzichtet, doch auch diese fallen nicht
besonders spektakulär aus und wirken wie der restliche Filme öde und
belanglos.
"Zombie
Night" ist seine Amateur-Herkunft in jedem Frame anzusehen. Die
Aufgaben am Set wurden scheinbar willkürlich vergeben, es durfte jeder da
einspringen, wo gerade eine Stelle frei war. Das Resultat hat absolut nichts
mit professionellem Filmemachen gemeinsam, der Streifen wirkt in jeder
Hinsicht einfach nur unbeholfen. Das Bild macht durchgehend einen unsauberen
und grauen Eindruck, einfach trist, woran auch die schäbigen und
notdürftigen Kulissen nichts ändern können. Seine Schauspieler holte sich
David J. Francis letztendlich großteils aus dem eigenen Bekanntenkreis, was
im Grunde schon genug über deren Talent aussagen dürfte. Die Akteure
agieren so lustlos und unglaubwürdig, dass zwischen den Zombies und den
menschlichen Überlebenden kaum ein Unterschied festzumachen ist.
"Zombie
Night" weist alle negativen Aspekte des Amateurfilmens auf. Das
Gezeigte ist eine hilflos vor sich herdümpelnde Hommage an "Night of
the Living Dead", die dem Klassiker aber in keiner Weise zur Ehre
gereicht und die keinerlei nennenswerte Qualitäten vorzuweisen hat.
Spannung und Atmosphäre sucht man dank der langweiligen Wiederholung der
immer gleichen Ereignisse vergebens, auch die vereinzelten, blutigen Effekte
können dem Gesamtwerk leider nichts positives mehr hinzufügen. Da sich
diese Auflistung noch lange fortführen ließe, wirkt die Tatsache, dass
"Zombie Night" ein offenes Ende hat, welches den Zuschauer mit
vielen Fragen zurücklässt, beinahe schon unbedeutend. Letztendlich bleibt
somit nur, von diesem Werk dringend abzuraten.
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