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Serienkiller sind mittlerweile fast schon ein
alter Hut innerhalb des Horrorfilms und all seinen Sub-Genres. Da verlangt es
einem Filmemacher gelegentlich Kreativität und Innovation ab, wenn er sich
diesem Thema auf eine Art annähern möchte, mit dem das Publikum noch
halbwegs hinter dem Ofen hervor zu locken ist. Und zumindest in dieser
Hinsicht bringt die Low-Budget Produktion "KillerKiller", die von
einem gewissen Pat Higgins realisiert wurde, eine schräge und abgefahrene
Story mit, die jedoch leider nicht angemessen umgesetzt wurde. Higgins, der
bereits Streifen wie "TrashHouse", "Hellbride" oder "The
Devil's Music" in Szene setzte, beweist eindrucksvoll, dass die beste
Story wertlos ist, wenn die Verantwortlichen wenig oder überhaupt kein Talent
mitbringen. Selbiges scheint dem Mann, der hierbei neben dem Besetzen des
Regiestuhls noch für das Drehbuch, den Filmschnitt und das Ausüben der
Produzentenfunktion verantwortlich war, eindeutig zu fehlen.
Das Beste, was ein Low-Budget Film tun kann, ist
sein finanzielles Defizit so gut wie nur eben möglich zu überspielen. Dies
versucht "KillerKiller" nicht einmal im Ansatz, stattdessen wird dem
Zuschauer bereits in den ersten Filmminuten das Fehlen jedweder Geldmittel
verdeutlicht. Alleine das Gefängnis wirkt lächerlich und notgedrungen, dabei
aber alles andere als glaubwürdig. Als Set fand vermutlich ein altes
Krankenhaus Verwendung, das aber innen absolut kahl daherkommt. Erklärt wird
dies im Film nur mit den Worten, dass sich "alles merkwürdig verändert"
habe. Nun, auch eine clevere Art, fehlendes Geld für brauchbare Kulissen zu
entschuldigen.
Doch nicht nur an seinem Set krankt der Streifen
von Anfang an, weiterhin erscheint etwas fragwürdig, dass das gesamte Gefängnis
nur acht Insassen zu zählen scheint. Dies nimmt man "KillerKiller"
aufgrund der durchaus beachtlichen Größe des Gebäudes nicht so recht ab,
auch hier hat das Budget wieder zugeschlagen und sich seine Opfer gesucht.
Schnell erweist sich weiterhin, dass die im Kern interessante Geschichte alles
andere als spannend in Szene gesetzt wurde. Statt einen Horrorfilm mal von
einer anderen Seite zu zeigen und einen Haufen durchgeknallter Jason- und
Michael Meyers-Verschnitte ins rechte Licht zu setzen, bestehen die
Serienkiller lediglich aus gewöhnlichen und langweiligen Typen, die zwar
allesamt ihre Hintergrundgeschichte mitbringen, dabei aber jedweden ironischen
Seitenhieb auf das Genre vermissen lassen.
"KillerKiller" ist weder eine bissige
Persiflage, noch ein althergebrachter Slasher, sondern vielmehr ein gewollt
mysteriöser Horrorthriller mit einigen blutigen Momenten. Die Handlung ist
jedoch an Nonsens kaum zu übertreffen und verliert schnell jede Sympathie des
Zuschauers. Da wird einem mal schnell ein tödlicher Nebel vorgesetzt, dessen
Herkunft nie erklärt wird, weiterhin dürfen alle Killer nacheinander ableben
und dies jeweils schön passend in der Art und Weise, wie sie schon ihre Opfer
bevorzugt über den Jordan gehen ließen. Die Morde werden dabei von einem
blonden Racheengel ausgeübt, deren Herkunft natürlich erst zum Schluss geklärt
wird und die dem Geschehen noch die Krönung verleiht. Heimlich schleicht sich
das Blondchen mal als Chearleaderin, mal als OP-Schwester in die Gedanken der
Serienkiller, um sie dort abzumurksen und sie so auch real sterben zu lassen.
Blutig geht es dabei bestenfalls in dem Sinne
zu, dass gelegentlich eimerweise Blut an die Wände spritzt, für Gorehounds
ist hier jedoch nichts Interessantes zu sehen. Die Kills sind zudem alles
andere als spektakulär geraten und tragen somit nicht viel zum
Unterhaltungswert des Streifens bei. Wenn dann nicht gerade gemordet wird,
diskutieren die Serienkiller fleißig die Philosophie ihrer Taten, reden über
Analplugs, Sexpiele mit geschärften Eckzähnen oder das Morden mit sauberen
oder schmutzigen Plastiktüten.
Die einzige, nennenswerte Stärke des Films ist
seine kurze Laufzeit von gerade mal 75 Minuten, der es zu verdanken ist, dass
der Zuschauer sich nicht zu Tode langweilt. Jede weitere Minute wäre tödlich
gewesen, denn bereits in dieser Länge ist zu merken, dass dem Werk gegen Ende
langsam aber sicher das letzte bisschen Luft ausgeht. An und für sich
langweilt "KillerKiller" aber nicht zwangsweise, sondern bringt sein
Publikum passabel über die Runden, sofern dieses mit Low-Budget Streifen
vertraut ist. Der Film bietet keine nennenswerten Stärken, ist aber auch
keine Schlaftablette und gelegentlich muss man sich dann auch mal an einen
solchen Rettungsanker klammern.
Low-Budget-Horror, der seinem Namen alle Ehre
macht. Die Produktion verlief tatsächlich auf einem sehr niedrigen,
finanziellen Stand und wurde durch die schwachsinnige Story, öde Charaktere
und hölzerne Dialoge auch nicht gerade aufgepeppt. "KillerKiller"
bietet keinerlei nennenswerte Stärken, langweilt aber wie durch ein Wunder
auch nicht akut und somit können sich Low-Budget Freunde dieses Werk
sicherlich noch ohne anschließende Suicidgedanken zu Gemüte führen. Dennoch
kann man sich das Geld für "KillerKiller" guten Gewissens sparen,
da gibt es weitaus Besseres aus der Ecke. |