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Der Horror-Film „Death
Time“ ist ein Beitrag, der mit einer prinzipiell schlichten Story rüberkommt,
die so oder so ähnlich schon zigmal erzählt wurde. Bei der Vorgeschichte
kann man eigentlich davon ausgehen, dass der Film nicht viel taugt. Zum Glück
ist das aber nicht so. „Death Time“ weiß erstaunlicherweise sehr gut zu
unterhalten.
Mit einer netten Atmosphäre, die immer wieder zwischen Horror und 70er
Jahren-Wohlfühl-Atmo schwankt, wird einem ein kleiner Einblick in die
Schwesternschaft ermöglicht. Ist ja auch mal etwas anderes: Nicht immer diese
stereotypen männlichen Studenten, die stets in der Grauzone zur Legalität
aufhalten. Hier sind es mal ein paar kernige Mädels, die das Zepter
schwingen. Dass diese, respektive ihre Rollen klischeehaft beladen sind, wird
den männlichen Betrachter kaum stören. Das ist ja nun mal nicht wichtig.
„Wichtig“ sind die Mädels in ihren zeigefreudigen Kostümen.
Und den Damen soll es, wie zu vermuten ist, an den nicht vorhandenen Kragen
gehen. An dieser Stelle soll jetzt nicht zu sehr auf das mörderische
Geschehen eingegangen werden, da es natürlich viel interessanter ist, wenn
man nicht weiß, worum es genau geht. Und es lohnt sich wirklich, sich den
Streifen zu Gemüte zu ziehen. Es gibt einiges an Abwechslung, Spannung und
nicht vorhersehbaren Ereignissen. Das hält den Betrachter bei Laune.
Als Hauptkulisse wurde ein schön anzusehendes Landhaus gewählt. Mit
umfangreichem Außengelände und einigen stimmungsvollen Zimmern wird auch
hier, trotz beengtem Platz, immer wieder etwas Neues geboten. Zu den weiteren
optischen Genüssen gehören auch die Hauptdarstellerinnen. Hier ist für jede
Geschmacksrichtung etwas dabei. Schauspielerisch wird das Ganze solide präsentiert.
Mehr wird sicherlich auch nicht verlangt. Was das Zusammentreffen von einer
Gruppe Frauen mit sich bringt, sollte dem Betrachter natürlich auch klar
sein. Es gibt Gekreische, Geplärr und Ohnmachtsanfälle. Besonders dann, wenn
die Bedrohung im Anmarsch ist. Lustiger weise wird diese in mehreren Szenen
von irgendwelchen Tierchen ausgelöst. Auch exotischer Natur. Eine dicke
Vogelspinne kommt ebenso bedrohlich rüber, wie eine Schlange. Und da auch
noch ein Hund zum Angreifer wird, kann man diesen Streifen schon fast ins
Tier-Horror-Fach einordnen. Aber nur fast.
Auch an trashigen Einflüssen gibt es einiges in „Death Time“ zu
betrachten. Zum einen wäre da natürlich die Schwesternschaft, die mit ihren
fünf Mitgliedern wohl nur Mittel zum Zweck ist. Nett ist auch, dass alle
Mitglieder die Einladung annehmen, ohne dass jemand weiß, wo es überhaupt
hingeht. Am besten sind aber die Filmrequisiten, die immer wieder ins Bild
huschen, obwohl sie da gar nicht hingehören. So sieht man zum Beispiel einige
Male das Aufnahme-Mikrofon
im Bild. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Budget und die Zeit
knapp waren.
Daher hat man wohl auch etwas an Spezialeffekten gespart. Prinzipiell bietet
der Film eigentlich eine perfekte Grundlage für Blutiges. Doch so richtig
viel gibt es nicht zu sehen. Den Ekelfaktor schraubt eine zertretene Spinne in
die Höhe, aus der Quark spritzt…
Auch wenn „Death Time“ sicherlich nicht zu den Horror-Klassikern gehört,
ist er ein sehr sehenswerter Film, der durch seine schöne Optik und seine
Kurzweiligkeit überzeugt. Regisseur
Joseph Mazzuca hat einen guten Streifen mit einer nicht vorhersehbaren Story
geschaffen, wo das Mitraten und Zugucken Spaß macht.
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