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Die
Tollwut geht um. Und das, wie es der Story sicherlich zu entnehmen ist, in
einer recht trashigen Art und Weise. Dennoch hat man es bei „Die Tollwütigen“,
der im Original unpassender weise „I Drink Your Blood“ heißt, mit einem
recht guten Film zu tun. Man soll es kaum glauben. Der völlig übertriebene
Plot ist recht professionell in Szene gesetzt worden. Mit simplen Figuren und
Schauspielern, die das Overacting perfekt beherrschen, kommt es hier zu einer
guten Dauerunterhaltung.
Die fängt direkt zu Beginn an. Wo man die etwas andere Hippie-Gemeinschaft
sehen kann. Die „Sados“ sind die Söhne und Töchter Satans. Ihr Anführer,
ein nativer Amerikaner, hat mindestens einen Nagel im Kopp, was für seine
Untertanen Grund genug ist, sich ihm willenlos hinzugeben. Gemeinsam geht es
wenig später in ein leeres Hotel, das voll mit Ratten ist. In der Anfangs-
und der Hausbetretungs-Szene kommt es dann auch jeweils zu angedeutetem
Tiersnuff. Dieser ist allerdings, wie man es den Extras auf der CMV-DVD
entnehmen kann, politisch korrekt. Soweit das natürlich geht. In der Folge
muss dann noch ein Hund dran glauben, der als Träger der Tollwut eine
zentrale Bedeutung erlangt. Ihm und dem Jungen, der ihm das Blut abzapft, ist
es nämlich zu verdanken, dass die abgedrehten Hippies völlig am Rad drehen.
Ein bisschen ekelig sind die Schaumeinlagen, aber die gehören bei der Tollwut
ja nun mal dazu…
Witzige Einlagen, wie diese, gibt es zu Hauf. Da die Tollwütigen eine
irrsinnige Angst vor Wasser haben, da sie, wie ein Mediziner im Film mitteilt,
dehydrieren, behelfen sich ein paar Männer, eine tollwütige Menge mit
Wasserspritzen vom Leib zu halten. Sie stehen in einem Fluss und plätschern
lustig drauf los. Die sonst nihilistischen Quasi-Zombies haben dem nichts
entgegen zu setzten. Witzig ist auch zu beobachten, wie die Tollwütigen
unbeholfen kämpfen, sie mit Schlangen spielen oder wie sie Elektromesser
richtig einsetzten.
Da wären wir auch schon bei dem Punkt Spezialeffekte angekommen. Nimmt man
sich das Cover zur Brust, denkt man sich vor dem Betrachten, dass es ein
richtiges Schlachtfest werden könnte. Dem ist aber nicht ganz so. Es gibt
einige gute Szenen, die sind aber nicht vollends brutal und an einer Hand
abzuzählen. Hier hätte man sicherlich etwas mehr Gas geben können. Da der
Film aber auch ohne übermäßigen Einsatz von Kunstblut und Gummi-Attrappen
gut funktioniert, kann man das locker wegstecken. Ebenfalls locker wegstecken
kann man die ein oder andere Ungereimtheit. Besonders bei der Tollwut die, wie
oben erwähnt zu Dehydrierung, Wasserangst und unersättlicher Fleischeslust führt.
Zudem wird sie über Körperkontakt übertragen.
Von der Spannung und der Atmosphäre her siedelt sich der Film im oberen
Mittelfeld an. Spannend wird es eigentlich nur gegen Ende. Und da auch nur
bedingt. Man kann das Geschehen hat nicht so ernst nehmen. Die Atmosphäre
versucht etwas Bedrohliches auszustrahlen, wie etwa „Night Of The Living
Dead“, was natürlich auch nur sehr bedingt gelingen kann.
„Die Tollwütigen“ ist mit ein paar wenigen Längen und einigen kleineren
Mängeln ein ziemlich guter B-Movie mit einer ebenso irrsinnigen wie
interessanten Geschichte geworden. Mit psychedelischen und seltsam anmutenden
Klängen ist er ein Genuss für Ohr und Auge. „Die Tollwütigen“ ist eine
trashige Halb-Komödie mit Schaum vor dem Mund. |
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Neben
dem Film gibt es auch von der technischen und inhaltlichen Qualität des Films
nur Gutes zu berichten. Bild und Ton kommen für einen so alten Schinken
nahezu perfekt rüber. Klar, mit Neuerscheinungen kann die DVD nicht Schritt
halten. Dennoch ist die Qualität sehr, sehr gut. Gleiches gilt für die
Extras. Die Silberscheibe wurde proppevoll gemacht. Und das mit sehens- bzw. hörenswerten
Inhalt. Neben dem Audiokommentar
von Regisseur David E. Durston und Hauptdarsteller Bhaskar gibt es Outtakes, entfallene
Szenen, den original Kinotrailer, die deutsche Schmalfilm-Fassung, die Doku
„Bei den Aufnahmen des Audiokommentars“, die „The I Drink Your Blood
Show“, eine kommentierte Bildergalerie, eine unkommentierte Bildergalerie,
alternative Titelsequenzen und obendrauf noch ein Easter Egg und um das noch
zu steigern den Bonusfilm „I Eat Your Skin“. Da bleibt einem nichts
anderes übrig, als den Daumen steil nach oben zu strecken.
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