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„Quarantäne“
ist das Remake des spanischen Films „[REC]“ von Horror-Macher
Jaume Balagueró („Hell's Resident”, „Fragile - A Ghost
Story”, „Darkness”, „The Nameless” u.a.) und seinem
Kollegen Paco Plaza („Romasanta - Im Schatten des Werwolfs“,
„Second Name - Dein Name sei Tod“). Es hat nur ein Jahr
gedauert, bis der schlichte, aber sehr innovative und schockierende
Horror-Film in Amerika versucht hat, das Original zu überbieten. Ob
es ihm gelungen ist und wie er sonst so abschneidet, soll in
folgendem Bericht geklärt werden.
Die Story unterscheidet sich schon mal nicht sehr von dem Original.
Hier wurden sehr viele Szenen 1:1 übernommen. Für Leute, die sich
kurz zuvor noch „[REC]“ angesehen haben, ist das natürlich
nicht sonderlich von Vorteil. In dem Fall muss man sich sowieso die
Frage stellen, ob eine Betrachtung von „Quarantäne“ überhaupt
Sinn macht. Später mehr.
Das Geschehen spielt in Los Angeles anstatt in Barcelona. Dies merkt
man aber eigentlich gar nicht. Es wird sehr gut wiedergegeben und
man merkt direkt, dass die Amerikaner etwas Pepp in das Geschehen
bringen wollen. Es gibt Funkmikrofone, modernere Ausstattungen und
der Anfang wird etwas detaillierter wiedergegeben. Da „Quarantäne“,
zuschauerfreundlich, knapp 90 Minuten laufen muss, ist das nicht
verwunderlich. Aber es schadet dem Film nicht. Im Gegenteil. Es
macht gleich von Beginn an Spaß, Reporterin
Angela und den eingefangenen Bildern zu folgen.
Reporterin Angela ist einer der Höhepunkte
in „Quarantäne“.
Die Rolle wird von Jennifer
Carpenter gespielt. Sie macht ihre Sache wirklich ausgezeichnet und
bleibt mit ihrem markanten Gesicht in Erinnerung. Carpenter spielte
zuvor schon die Filmschwester von Serienheld „Dexter“ und die Emily
in „Der Exorzismus von Emily Rose“. Ihre Kollegen machen einen
unauffälligen Job, stehen logischerweise aber auch nicht so im
Fokus der Handkamera, wie die Reporterin.
Die
Sache mit der Handkamera funktioniert gut. Die Bilder werden gut und
glaubhaft eingefangen. An einigen Stellen ist das Ganze vielleicht
etwas zu glatt und wirkt viel professioneller als bei „[REC]“.
Trotzdem kann eine gute Atmosphäre aufgebaut werden und auch die
Spannung kommt dabei nicht zu kurz. Gegen Ende sieht man dann auch
einen großen Vorteil von „Quarantäne“, denn der Schluss ist
brutal spannend. Da macht es nichts, ob man „[REC]“ gesehen hat,
dass Ende kennt oder sonst was. Da ist Grusel-Terror pur angesagt
und die sollte man als Horror-Fan gesehen haben.
Es gibt aber auch noch weitere Höhepunkte. Einige Schocks und
einige Ekelszenen. Bei letzteren hat man sich besonders Mühe
gegeben. Sei es eine geplättete Ratte, ein gebrochenes Bein, oder
ein Bohrer, mit dem eine Hirnprobe genommen wird, es geht ganz schön
ekelig zur Sache. Die Effekte sind okay. Sehr schön ist eine Szene,
in der es eine Infizierte mit dem Aufnahmegerät zu tun bekommt.
Aua!
„Quarantäne“ ist ein sehr guter Film, der zwar den Nachteil mit
sich bringt, dass er zu sehr an das Original erinnert, der aber auch
an einigen Stellen gut nachbearbeitet wurde und mit mehr Schocks,
mehr Ekel und mehr Spannung Spaß bringt. Die Authentizität, die
„[REC]“ so spannende machte fehlt hier etwas, es gibt aber genug
zum Kompensieren. „Quarantäne“ ist einer dieser Horror-Filme,
die man gesehen haben sollte. Vielleicht macht es auch Sinn, vorher
„[REC]“ zu schauen. Dann kann man wenigstens bei allen Szenen
mitreden und Analogien suchen. |
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Die
DVD aus dem Hause Sony liefert eine technisch einwandfreie Qualität
ab. Logischerweise ist das Bild nicht das Schärfste und der Ton der
Klarste. Diese Umstände bringt das Stilmittel mit sich. Das DVD-Menü
ist mit Ausschnitten aus dem Film ausgestattete und lässt erahnen,
was auf den Betrachter zukommt.
Als Extras gibt es einen Audiokommentar, ein Making Of, Robert Halls
Make-Up Design, Anatomie eines Stunts und vier Trailer. Das Making
Of kommt mit deutschen Untertiteln daher, dauert knapp 10 Minuten
und gibt dem Interessierten einen guten Einblick in die Hintergründe
zum Dreh. Robert Halls Make-Up Design gibt es ebenfalls mit
deutschen Untertiteln. Hier bekommt man einen Überblick über die
Entstehung der Spezialeffekte. Hier ist die Spielzeit ca. 7 Minuten.
Den Abschuss des Bonus-Materials bildet die kleine Dokumentation
„Anatomie eines Stunts“, die drei Minuten dauert, auch über
deutsche Untertitel verfügt und zeigt, wie man einen
Treppenhaus-Stunt macht.
Das Bonus-Material ist zwar nicht sehr üppig, reicht aber um einen
gelungenen Filmabend mit ein paar Zusatzinformationen abzuschließen.
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