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Über keinen geringeren Zeitraum als 30 Jahre
terrorisierte ein Serienmörder die Freiheit und das Leben der Bürger der
Stadt Wichita, im Bundesstaat Kansas. Es begann im Jahre 1974 und endete
2004. Allerdings gab es nach den ersten 17 Jahren eine lange Pause und man
dachte, der Mörder wäre vielleicht weggezogen oder verstorben.
Der Killer nahm nach seinen Taten schriftlichen Kontakt mit der hiesigen
Gesellschaft auf und bezeichnete sich selbst als den BTK. Eine Abkürzung
die für Bind, Torture, Kill (fesseln, foltern, töten) steht.
Im März des Jahres 2004 ging dann ein Brief an die Presse, in der sich BTK
zurückmeldete. Nun musste die Polizei zusehen, dass sie einen der
bekanntesten Serienmörder in der Geschichte der Vereinigten Staaten
dingfest macht. Doch dies stellt sich als besonders schwierig heraus. Der
Täter will zwar offensichtlich gefasst werden, ist aber in einem Milieu
zuhause, wo man einen solch brutalen Mörder nicht vermuten kann... |
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Die Geschichte des BTK ist nicht nur
erschrecken, sondern auch wahr. Eine wahre Geschichte, die denen der
Dahmers, Gacys, Bundys oder anderen populären Serienmördern gleicht und
entsprechend für Aussehen sorgte. Allerdings verlief das Morden des Dennis
Rader, so der richtige Name des BTK, etwas anderes. Er gönnte sich nämlich
zwei größere Pausen, was in solchen Fällen nicht als normal gilt.
Normalerweise ist der Abstand zwischen den ersten Morden des
Serienverbrechers groß und wird gegen Ende kleiner. Warum seine letzte
Pause so lang war und er sich danach überhaupt noch mal gemeldet hat, ist
nicht ganz aufgeklärt worden. Wahrscheinlich wollte Rader gefasst werden,
um selbst nicht in der Nichtigkeit zu verschwinden.
Diese durchaus ungewöhnliche Geschichte griff Regisseur Stephen Kay auf und
verfilmte 2005 nach der Buchvorlage „Nightmare In Witchita: The Hunt For
The BTK Strangler“ den TV-Film „Jagd auf den BTK Killer“. Das er für
das Fernsehen gedreht wurde, sieht man dem Film an. Nichtsdestotrotz hat man
Schauspielgröße Robert Foster („Jackie Brown“) engagieren können, um
den Detective Jason Magida zu spielen. Allerdings bleibt Foster in seiner
Rolle erstaunlich schwach. Besser agiert da schon Gregg Henry als Dennis
Rader, auch wenn er ebenfalls keine Weltklasseleistung abgibt.
Aber allzu wichtig sind die Darsteller auch nicht, der geneigte Betrachter
möchte sehen was in Raders Leben abgelaufen ist und wie es passieren
konnte, wie der friedlebende Familienvater zu einem solchen Monster werden
konnte. Und das wird relativ gut dargestellt. Atmosphärisch dicht, mit
wenig Spannung aber einigen interessanten Informationen, die Licht ins
Dunkel bringen. Es ist aber nicht alles interessant, was gezeigt wird und so
entstehen unweigerlich kleine Längen, die das Guckvergnügen mindern.
Raders Charakterzeichnung erweist sich offensichtlich als etwas schwierig.
Ihm kann während des Film nicht glaubhaft abgenommen werden, dass er diese
Bestie ist, die er ist. Aber das muss ja nicht unbedingt bedeuten, dass er
in der Realität ein anderes Verhalten an den Tag legte. Die
Emotionslosigkeit Raders, in einigen Szenen, ist aber wirklich
angsteinflößend.
Auf Gewaltdarstellung verzichtet „Jagd auf den BTK Killer“ fast völlig.
Diese ist aber auch nicht unbedingt nötig, um die gezeigten Gräueltaten
des Serienmörders zu unterstreichen. Die Gewalt spielt sich eher im Kopf
des Betrachters ab, auch wenn dieser sich fragen muss, warum einige
Kameraeinstellungen absichtlich verwackelt sind. Als Stilmittel ist dies
doch etwas qualitätsmindernd.
Regisseur Stephen Kay hat mit „Jagd auf den BTK Killer“ eine solide
Leistung abgelegt. Sicherlich ist der Film kein Meisterwerk und nur für
Leute interessant, die etwas über den BTK erfahren wollen. Die einzige
wirkliche Enttäuschung in diesem Film ist Robert Forster, der nicht mal
ansatzweise sein schauspielerisches Können abruft. Der Rest passt aber, was
„Jagd auf den BTK Killer“. Zu einem durchaus gelungenen Film für seine
Zielgruppe macht. |