Gun’s Eye

Informationen

OT:Gun’s Eye

ca.96 Minuten

Kanada, USA 1990

Regie

  • Jerry Koch
Darsteller

  • Jerry Koch
  • Teresa Wingerter
  • Scott Heminger
  • u.a.

Gun's Eye

Story

Der frisch geschiedene Vick stößt in einem Pfandhaus zufällig auf eine alte deutsche Luger- Pistole. Auf merkwürdige Art und Weise ist er direkt fasziniert von diesem Nazi- Andenken. Der äußerst dubiose Besitzer des Leihhauses weist ihn auf die besondere Vergangenheit dieses Tötungswerkzeugs hin, ebenso darauf, dass die Waffe nun völlig harmlos sei, da ihr Lauf mit Blei ausgegossen wurde und sie dadurch unbrauchbar ist. Er zwängt Vick die Waffe nahezu auf, um ihn anschließend dann äußerst barsch aus dem Laden zu schmeißen. Vick nimmt das neuerworbene Stück direkt mit auf den geplanten Wochenendausflug mit seinen Freunden in eine entlegene Hütte am See. Doch je mehr er sich mit der Waffe beschäftigt, umso mehr wird er plötzlich von Visionen heimgesucht, Rückblenden aus dem „Leben“ der Waffe: Hinrichtungen und Gräueltaten der Nazischergen. Das alles erlebt er so intensiv, als ob er selbst den Abzug betätigen würde. Nachdem sich die Pistole auf eigenartige Weise auch noch selbst entsichert, ergreift die Waffe nach und nach Besitz von Vick, lässt ihn kaltblütige Morde begehen und verwächst schließlich sogar mit seiner Hand…

Kritik

Vergangenheitsbewältigung American Style… Gun’s Eye ist einer dieser Filme, die man getrost auch als „Zeitvergeudung“ bezeichnen kann. Billig runtergekurbelt, eine Handlung, für die das Wort Spannungsbogen ein Fremdwort ist und „Schauspieler“… na ja.. lassen wir das… Die Schauspieler wirken selbst in solch für eine derartige minderwertige C-Produktion, auf maximal schlechtem Fernsehniveau, ohne besondere Ansprüche heillos überfordert, allen voran Jerry Koch, der sich gleichzeitig auch für Regie und Produktion verantwortlich zeichnet. Die deutsche Synchronisation trägt ihr übriges zu dieser schlechten Vorstellung bei. Es stimmt ein bisschen nachdenklich, wie unbedarft die Amis in Unterhaltungsfilmen wie diesem mit einem solchen sensiblen Thema wie Holocaust und Naziverbrechen umspringen, während sie in Deutschland eher als Tabu gelten… Eben diese Thematik dürfte dann wohl auch eher Ausschlaggebend für die Indizierung des Filmes in Deutschland gewesen sein, übermäßig gewalttätig ist der Film nämlich nicht gerade. Die wenigen Mordsequenzen werden zudem meistens ohnehin etwas distanziert durch den Lauf der Pistole dargestellt. Darüber hinaus sind die Special-Effekte auch nicht gerade sehr professionell. Die verwachsene „Pistolenhand“ wurde wohl offensichtlich einfach nur einfach ein paar Minuten in einen Pott Latexmilch gehalten… Die Idee, die Rückblenden und Morde perspektivisch mittels eines Blicks durch den Lauf der Pistole darzustellen (ähnlich einem James Bond Vorspann…), ist, gerade auch in Bezug auf den Titel des Films, so schlecht nicht. Allerdings hätte eine solche Einstellung in ein oder zwei Szenen völlig ausgereicht. Regisseur Jerry Koch reizt diese Momente jedoch bis ins Unerträgliche aus, so dass der Zuschauer fast die halbe Dauer des Films praktisch „in die Röhre“ guckt. Das Ganze wird auf Dauer wirklich nur noch nervend, sofern man nicht ohnehin schon eingeschlafen ist…

Bewertung

Splatter Gun's Eye
Spannung Gun's Eye
Story Gun's Eye
Ekelfaktor Gun's Eye
Atmosphäre Gun's Eye
Gesamt Gun's Eye

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