Premutos – Der gefallene Engel

Informationen

OT:Premutos – Der gefallene Engel

ca.100 Minuten

Deutschland 1997

Regie

  • Olaf Ittenbach
Darsteller

  • Olaf Ittenbach
  • Andre Stryi
  • Ella Wellmann
  • u.a.

Premutos - Der gefallene Engel

Story

Premutos, ein böser Dämon, ist vor vielen, vielen Jahren ein Engel im Dienst von Gott gewesen. Bis zu dem Tage als er von Gott verdammt wurde und somit beschloss, sich die Erde Untertan zu machen. Seit dieser Zeit nimmt er immer und immer wieder Besitz von Menschen und versucht durch Gräueltaten sein Werk zu vollenden.

Überall in der Vergangenheit wird von Premutos erzählt. Er taucht unter anderem in den schottischen Bergen, dem Mittelalter, im zweiten Weltkrieg und an sonstigen geschichtlich bekannten Städten auf. Doch seine Legende wird nie erst genommen, bis er versucht in der heutigen Zeit von dem jungen Matthias Besitz zu ergreifen, um nun endlich an das Ziel seiner Qualen zu kommen.

Matthias ist ein junger Mann, aus dem südlichen deutschen Raum, zu dessen Person man sagen kann das er nicht unbedingt vom Glück verfolgt wird. Er hat eine höchst seltsame Familie und die Tatsachen, dass er von Visionen heimgesucht wird, verbessert seine Lage nicht unbedingt. Die Visionen handeln von den früheren Auftritten des Premutos, die grausamer sind als er das verkraften kann.

Eines Tages findet sein Vater bei der Gartenarbeit eine Kiste mit sehr altem Inhalt. Es ist ein Buch mit dem Titel „Premutos“ und des weiteren ein paar Fläschchen mit einer geheimnisvollen Salbe. Es ist die Salbe, mit der Jesus Christus früher zurück ins Leben gerufen wurde, nachdem er am Kreuz starb. Aber nichts ahnend stellt der Vater die Kiste in das Zimmer von Matthias und kümmert sich nicht weiter um sie.

Matthias seinerseits bestreitet gerade ein Fußballspiel, das für ihn, den Torwart, mit einem schmerzreichen Zwischenfall endet. Nach einem Freistoss bekommt er einen Ball dorthin, wo es am meisten weh tut. Schmerz verzerrt am Boden liegend kommt es noch schlimmer! Der gegnerische Stürmer hatte schon zum Sprung nach dem Ball ausgeholt und rutscht Matthias mit gestrecktem Bein auf die Stelle, die sowieso schon schmerzte. Mit seinen letzten Kräften besucht er einen Urologen, der ihn mit einer Operation wieder herrichtet.

Zu Hause angekommen kann er sich vor lauter Schmerzen nicht beruhigen. Als er nach einer Salbe schreit und seine Mutter ihm diese nicht schnell genug besorgen kann, greift er zu der Salbe, die auf seinem Tisch steht. Die Salbe mit welcher der gefallene Engel „Premutos“ Besitz von seinem Körper nehmen wird und erneut versucht die Erde zu unterjochen …

Kritik

Den Namen „Premutos“ hatte ich zwar schon mal gelesen, ich hatte aber bis vor einer Woche nicht im geringsten eine Ahnung, was ich hier verpasst habe. Ich hatte ernsthafte Probleme nachdem der Film zuende war, den Mund wieder zuzubekommen da ich nach Braindead keine derartige Blutorgie zu Gesicht bekommen habe.

Zuvor hatte ich schon die Filme „Black Past“ und „Burning Moon“ des Regisseur gesehen und erwartete bei diesem Streifen eigentlich ähnliches. Doch was ich zu sehen bekam war schon sehr gut anzugucken. Mit diesem Film verlässt Ittenbach das Amateurgenre wohl und darf sich meiner Meinung nach ernsthafte Hoffnungen machen ins Profilager aufzusteigen. Zwar sind die Schauspieler höchstens zweite Wahl doch das gibt dem Film auch die nötige Atmosphäre wie eine Komödie zu wirken, was er wohl auch soll. Es sind einige spaßige Szenen eingebaut, die nicht nur ausschließlich durch die Spielenden Laien verursacht wurden sondern wohl wirklich im Drehbuch standen.

Die Story ist zwar durch die zahlreichen Zeitsprünge etwas verwirrend aber die Spezialeffekte machen dies locker wett. Eine Frage ist noch wie es Ittenbach geschafft hat mit dem damaligen Budget von 200000 DM so viele Splatterszenen hinzubekommen. Ich würde mal behaupten das sich „Premutos – Der gefallene Engel“ durchaus mit Braindead (ein Metzelfilm, der alle Tabus gebrochen hat und vom, mittlerweile bekannten, Peter Jackson gedreht wurde) mithalten kann.

Positiv aus splatteranischer Sicht ist noch der Bodycount am Ende des Streifens. Er zählt von eins hoch bis sage und schreibe 139!!! Und unter diesen 139 Opfern ist kaum eines dabei an dem mit den hervorragenden Splatterszenen gespart wurde. All diese Vorteile minus die Schauspieler und einige kleine Regiefehler, die aber bei einem Amateurfilm normal sind, veranlassen mich die Höchstbewertung zu geben und dem Film eine Empfehlung auszusprechen.

„Bad Taste“, „Braindead“ und auch „Premutos – Der gefallene Engel“ gehören zum absoluten Splatterpflichtprogramm und sollten von keinem Fan des Genres verpasst werden!!

Bewertung

Splatter Premutos - Der gefallene Engel
Spannung Premutos - Der gefallene Engel
Story Premutos - Der gefallene Engel
Ekelfaktor Premutos - Der gefallene Engel
Atmosphäre Premutos - Der gefallene Engel
Gesamt Premutos - Der gefallene Engel

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