Return To Cabin By The Lake

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Informationen

OT:Cabin by the Lake 2

ca.90 Minuten

USA 2001

Regie

  • Po Chi Leong
Darsteller

  • Judd Nelson
  • Brian Krause
  • Dahlia Salem
  • u.a.

Return To Cabin By The Lake

Story

Zwei Jahre ist es her, als der psychopathische Autor Stanley Caldwell junge Frauen getötet und sie im Anschluss in seinem Unterwassergarten aufbewahrt hat. Caldwell ist mittlerweile Tod, doch eine Filmcrew will ihn nicht aus den Köpfen der Menschen verschwinden lassen. Die Filmmänner planen das Leben des Massenmörders zu verfilmen, denn mit solchen interessanten Geschichten kann man ja eine Menge Geld verdienen.

Die Bevölkerung ist zwar gegen das Projekt, doch das stört die Verantwortlichen nicht sonderlich. Regisseur Mike Helton liefert eine gute Arbeit ab und kommt erstaunlich schnell voran. Doch als C.J. auftaucht ändert sich dies. C.J. kennt eigentlich niemand, sein Onkel ist aber eine mächtige Person im Filmgeschäft und daher lässt der Regisseur dem Unterwasserkameramann viele Freiheiten. Doch irgendwas scheint mit C.J. nicht zu stimmen.

Und es ist in der Tat etwas faul! C-J. ist nicht der richtige C.J. sondern Stanley Caldell! Er hat den jungen Kameramann am Flughafen abgefangen und umgebracht. Jetzt versucht Stanley ein Wörtchen beim Filmdreh mitzusprechen, denn er möchte das „sein“ Film so authentisch wie möglich wird…

Kritik

„Return to Cabin by the Lake“ ist ein Nachfolger des in Deutschland erschienenen “Stumme Schreie im See“ und somit auch unter dem Namen „Stumme Schreie im See 2“ bekannt. Während sich der erste Teil noch damit beschäftigte wie der Autor Morde begeht, zeigt das Sequel wie ein Film über den Mörder gedreht wird. Allerdings taucht er dort auch wieder auf und sorgt dafür das die Filmcrew dezimiert wird.

Das die Story nicht unbedingt die ungewöhnlichste ist, merkt man schnell, aber sicherlich ist das nicht nachteilig. Es wird eine klare Linie verfolgt, die zeigt, wie sich der Protagonist langsam aber sicher dem Regiestuhl nähert und letztlich auf diesem Platz nimmt. Im Film selber gibt es zwar nur wenig Szenen die atmosphärisch und spannungsgeladen sind, dafür ist es aber interessant den Killer zu beobachten, der im übrigen sehr gut von Judd Nelson dargestellt wird. Den Rest der Crew kann man getrost vernachlässigen, da das gezeigte alles andere als professionell ist.

Freunde des Splatters werden bei „Return to Cabin by the Lake“ nicht auf ihre Kosten kommen, da die Morde nicht sonderlich gewaltvoll sind. Es gibt zwar eine Szene in der jemand in eine Schiffsschraube gerät, es kommt jedoch rechtzeitig ein Schnitt, der das FSK 16 rettet. Aber, wie gesagt, es macht trotzdem Spaß den Film zu verfolgen, denn Regisseur Po Chi Long hat es geschafft den Unterhaltungswert auf einem hohen Level zu halten und das ist es nun mal, was bei einem Film zählt.

Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 3.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 3_5.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

Stumme Schreie im See

Ghost Lake

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Informationen

OT:Ghost Lake

ca.107 Minuten

USA 2004

Regie

  • Jay Woelfel
Darsteller

  • Tatum Adair
  • Timothy Prindle
  • Gregory Lee Kenyon
  • Azure Sky Decker
  • u.a.

Ghost Lake

Story

Vor vielen Jahren wurde nahe New York ein neuer Stausee ins Leben gerufen. Damals wurde er geflutet, ohne das alle Anwohner benachrichtigt wurden und so kam es zu zahlreichen Todesfällen.

Jahre später ist Rebecca auf dem Weg zum Ferienhaus am Rushford-Stausee. Sie hat gerade schreckliches hinter sich und muss erst mal eine Pause vom normalen Leben nehmen. Ihre Eltern sind durch einen tragischen Gas-Unfall ums Leben gekommen. Sie hofft nun durch ihre positiven Kindheitserinnerungen an den Urlaubsort wieder klare Gedanken fassen zu können.

Doch das stellt sich nicht als einfach heraus. Da es in der direkten Umgebung des Sees zu Unfällen mit Todesfolge kommt. Je mehr sich Rebecca mit den Unglücken beschäftigt, desto mehr gerät sie in einen Strudel von mysteriösen Geschehnissen. Und die Zahl 13 scheint dabei eine zentrale Rolle zu spielen…

Kritik

Guckt man sich, vor der eventuellen Betrachtung dieses Streifens, Kritiken zu „Ghost Lake“ an, so kristallisiert sich da eine eindeutige Meinung heraus: Bloß nicht gucken. Wenn das mal nicht Grund genug ist, sich die Silberscheibe zuzulegen und sich selbst ein Bild von diesem stümperhaften Machwerk zu machen…

Und kaum hat die DVD ihren Weg in den heimischen Spieler gefunden, wird es klar: Die Rezensenten hatten Recht. Und wie. Man bekommt Grausames geboten, aber leider nicht in der Form, wie es sich der Freund von Horror-Filmen wünscht. Die Story hat weder Hirn noch Herz und scheint bei einem schnellen Toilettengang fertig geschrieben worden zu sein. Dummdialog reiht sich an Dummdialog und einige Darsteller… ne… da fällt selbst demjenigen, der schon viele Filme gesehen hat, nicht mehr viel zu ein.

“Aber ist ja nicht so schlimm“ denkt man sich, wenn das trashige lustig wird und die angepriesene „Mischung aus Splatter und Komödie“ aufkommt, wird alles gut. Darauf wartet man dann aber leider vergeblich. Zugegebenermaßen sind zwei, drei Dialoge der lustigen Art dabei, dies aber nur aufgrund von groben Blödsinn seitens der Macher. Wahrscheinlich ist das sinnlose Gebrabbel im Film sogar erst gemeint… Und splattertechnisch gibt es bei diesem FSK 16 Streifen nur eine einzige Szene, wo Blut spritzt. Und das auch noch mit einem Billigst-Effekt in die Kamera. Selbst zu C64-Zeiten gab es da bessere Animationen. Und das mit den Blutspritzern ist lange nicht der einzige Computer-Effekt. Wo es geht werden Bits und Bytes verstreut und man meint, das es jedes Mal schlimmer wird. Was auch richtig schlimm ist, ist eine Autopsie an einer Leiche. Die Einzigen, die wohl nicht merken, dass das Skelett aus der hiesigen Schule stammt, war wohl das Spezialeffekt-Team. Mehr brauch man dazu nicht zu sagen…

Aber auch sonst bringt „Ghost Lake“ noch so einigen Schwachsinn mit sich. Es gibt ein wildes Gelaber mit Theorien um die Zahl 13, die im Film einen zentralen Punkt spielt. Was man sich da anhören muss, treibt selbst die Atheisten zum Wahnsinn. Es fehlt da nur noch die Aussage, dass Jesus 13 Zehen hatte. Und den Darstellern wird auch einiges abverlangt. So zum Beispiel einem Angler, der etwas am Haken hat. Anstatt es mit seiner Angelroute an die Oberfläche zu befördern, kniet er sich auf den Steg, gleitet mit seiner Hand Richtung Wasser um das Fischlein rauszuholen und wird dann von einer gruseligen Mischung aus Zombie und Computeranimation ins Wasser gezogen. Da muss man echt aufpassen, dass man sich nicht vor der Überdosis Blödsinn erschreckt.

Wie bereits erwähnt, ist das Ganze aber leider nicht witzig geworden, sondern nervt über die gesamte Spielzeit des Films, die mit über 100 Minuten viel zu sehr in die Länge gezogen wurde. Gerade gegen Ende, wenn man vergeblich auf einen spektakulären Showdown wartet, macht sich das bemerkbar. Die Story zieht sich wie ein zäher Kaugummi in die Länge.

Aber, man soll es kaum glauben, es gibt auch einen Grund, sich „Ghost Lake“ anzugucken. Dieser ist die freizügige, hübsche Blondine Tatum Adair, der man sogar so etwas wie schauspielerisches Talent nachsagen kann. Sie hat zwar ein dämliche Rolle im Film, versucht aber einige Probleme mit Sex zu lösen und das wird sicherlich keinen der männlichen Betrachter des Films abschrecken.

Aber unterm Strich bleiben dann doch eher die negativen Eindrücke in der Hirnrinde zurück, die ja schließlich auch weit über 99% des Films ausmachen. Schlimme CGI, Splitt-Screens die dort platziert sind, wo man keine hinsetzt, schaurig agierende Nebendarsteller und das dümmliche Drehbuch. Wenn die ganze Sache dann nicht mal über die angepriesene Witzigkeit und Spezialeffekte verfügt, dann bleibt einem nur zu sagen: „Ker… hätte ich die Warnungen doch mal ernst genommen…“

Bewertung

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Spannung 1.gif
Story 1.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 1_5.gif
Gesamt 1.gif

Ähnlicher Film:

Eden Lake

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Informationen

OT:Eden Lake

ca.88 Minuten

GB 2008

Regie

  • James Watkins
Darsteller

  • Kelly Reilly
  • Michael Fassbender
  • Tara Ellis
  • Jack O’Connell
  • u.a.

Eden Lake

Story

Jenny und Steve wollen ein romantisches Wochenende in der Natur verbringen. Das Ziel lautet Eden Lake, ein großes Waldgebiet mit einem traumhaften See. Dort angekommen, genießen sie die Wildnis. Zumindest so lange, bis so von einer Gruppe Jugendlicher und deren Hund gestört werden. Während Jenny keinen Streit haben will, geht Steve aggressiver zur Sache. Er will sich von den Halbstarken nicht den Schneid abkaufen lassen. Die Lage beruhigt sich wieder, bis Steve und Jenny ihren Standort verlassen wollen. Jemand hat ihnen eine Schnapsflasche unter den Reifen ihres Autos gelegt, die beim zurücksetzen das Rad aufschlitzt. Steve wird zunehmend wütender, was sich als folgenschwere Emotionsschwäche herausstellen soll…

eden_lake_1.jpgeden_lake_2.jpg

Kritik

Hart, härter, am härtesten. In den letzten Jahren hat der Horror-Film eine brutale Entwicklung gemacht. Nach Jahren der willkürlichen Beschlagnahme und der Schnippellei wurde mir Filmen wie „Saw“, „Hostel“ und Konsorten eine härte Gangart eingelegt. Viele sprechen sogar von der Erschaffung eines neuen Subgenre, dem (postmodernen) „Terrorfilm“ (Den es ja eigentlich immer schon gab). Und dann, wenn man denkt das neue Untergenre so richtig ausgelutscht zu haben, kommt ein neuer Beitrag daher, der böser scheint als alle seine Vorgänger zusammen.

Und das nicht mit irgendeiner daher geholten Geschichte, die der Realität fern ist, sondern mit einem aktuellen Thema, welches momentan immer mehr in den Fokus rückt: Der Jungendkriminalität. In Zeiten von Skandal-Rappern, Leichen in den Nachrichten, Pornos auf dem Handy und Bandenbildungen in Schulen, scheinen die Jugendlichen der heutigen Zeit zu verrohen. Zumindest medial und verbal. Und genau in diese Kerbe schlägt „Eden Lake“.

Die Geschichte beginnt eigentlich ganz gemütlich, ganz entspannt. Man darf ein Liebespärchen beim relaxen beobachten. Sie haben sich für das Wochenende etwas Entspannung vorgenommen und wollen diese in Zweisamkeit ausleben. Bis es dann zum Treffen mit den Kids kommt. Eine Kehrtwende im Film. Die Geschichte ist sicherlich nicht überaus ungewöhnlich für das geschulte Horror-Auge, sie funktioniert aber mitsamt ihren Komponenten erstaunlich gut.

Was man „Eden Lake“ zu gute halten muss, ist sein Realismus. Man hat nie den Eindruck, als könne sich das Gezeigte nicht wirklich so abspielen. Kleine Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Die Kulissen sind gut gewählt. Und das schöne dabei ist, dass es nicht irgendwo in West Virginia, in Texas oder sonstigen Orten mit vermehrtem Redneck-Vorkommen abspielt, sondern quasi vor der Haustür. In einer ländlichen Gegend in England.

Regie-Neuling James Watkins zeigt uns, dass Terror auch ohne den sonstigen Horror-Nährboden auskommt. Man braucht keinen maskierten Killer, keine degenerierten Rednecks und keinen Monster-Mann. Der böse Junge im Film ist noch in seiner Entwicklung zum Bösewicht. Was ihn zum Gewalttäter macht bleibt dem Betrachter verschlossen. Durch einen Blick in sein Milieu kann man es nur erahnen. Die unglaubliche Brutalität und sein Nihilismus bleibt nicht ohne Wirkung auf den Zuschauer. Man wünscht sich sicherlich nicht viele Situationen aus Horror-Filmen, in die man geraten möchte, doch ganz sicher nicht in diese hier.

Mit zunehmender Zeit steigert sich der Terror. Lässt die erwachsenen Protagonisten von einer aussichtlosen Situation in die nächste geraten. Mit stetig steigender Panik-Kurve. Als Zuschauer ist man da froh über jede kleine Atempause. Alles ist so real, ist so deprimierend und so erschreckend, dass man gar nicht weiß, ob man dem Treiben bis zum Ende beiwohnen möchte. Aber man muss natürlich.

Das man bei der Stange bleibt, ist sicherlich auch den Darstellern zu verdanken, die durch die Reihe einen guten Eindruck hinterlassen. Am schwächsten fällt noch die Beurteilung von dem deutschen Schauspieler Michael Fassbender („300“) aus, dessen Rolle als Liebespartner, Moralapostel und Folteropfer ihm aber auch nicht allzu viel abverlangt. Kelly Reilly kann als weiblicher Racheengel und Vielgejagte mehr von ihrem Können preisgeben. Sie schafft es vor allem ihre Emotionen, deren Bandbreite groß ist, authentisch zu transportieren. Auch die Kinder-Bande mit ihrem 17jährigen Anführer wirkt größtenteils sehr authentisch, sodass man es unweigerlich mit der Angst zu tun bekommt.

Die Charaktere sind nicht sonderlich ausgelutscht worden. Sie werden eher oberflächlich behandelt. Nur auf die Hauptfigur Jenny wird etwas intensiver eingegangen. Beispielsweise als der Pädagogin förmlich die Hände gebunden sind, als sie auf dem Weg in den Urlaub unbeteiligt mit ansehen muss, wie ein Kind geschlagen wird. Allerdings reicht dies aus, um zum einen ein ausreichendes Bild zu zeichnen und zum anderen eine Sozialkritik im Streifen unterzubringen. Die Halbstarken im Film erinnern sicherlich nicht unbeabsichtigt den brutalen Jugendbanden in London, in denen schwarz, weiß, männlich, weiblich und natürlich auch Messer und Handys vertreten sind.

Da das Waffenarsenal begrenzt ist und keine überflüssigen Kinkerlitzchen wie Fallen oder sonst etwas eingebaut wurden, hält sich der Splatter-Pegel in Grenzen. Allerdings ist das Gezeigte nicht zu unterschätzen. Es wird zwar nicht explizit mit der Kamera draufgehalten, aber bei Zuschauern mit flauem Magen, könnte die ein oder andere Szene Brechreiz auslösen.

Eigentlich müsste man an dieser Stelle auch noch auf das Ende eingehen. Aber Leuten, die den Film noch nicht gesehen haben, soll hier nicht zuviel verraten werden. Wenn man das Unerwartete erwartet, dürfte man aber für diesen Film gerüstet sein. „Eden Lake“ ist ein durch und durch böser Film, der kurzweilig, sozialkritisch und sehr brutal daher kommt. Spannung und die Atmosphäre sind ebenso pässlich vertreten wie eine gute Location und ordentlich zusammengestellte Musik. Der Mix passt also und sorgt mit dem Geschehen dazu, dass „Eden Lake“ nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Ohne Frage.

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Bewertung

Splatter 5.gif
Spannung 4_5.gif
Story 5.gif
Ekelfaktor 4_5.gif
Atmosphäre 5.gif
Gesamt 5_5.gif

Ähnlicher Film:

Wer Gewalt sät

Eden Lake

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Informationen

Drehland GB
Drehjahr 2008
Laufzeit ca. 88 Minuten
Regie James Watkins
Darsteller Kelly Reilly Michael Fassbender Tara Ellis Jack O’Connell u.a.
Bild
  • 2
  • 35:1 (anamorph/16:9)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
Eden Lake

Story

Jenny und Steve wollen ein romantisches Wochenende in der Natur verbringen. Das Ziel lautet Eden Lake, ein großes Waldgebiet mit einem traumhaften See. Dort angekommen, genießen sie die Wildnis. Zumindest so lange, bis so von einer Gruppe Jugendlicher und deren Hund gestört werden. Während Jenny keinen Streit haben will, geht Steve aggressiver zur Sache. Er will sich von den Halbstarken nicht den Schneid abkaufen lassen. Die Lage beruhigt sich wieder, bis Steve und Jenny ihren Standort verlassen wollen. Jemand hat ihnen eine Schnapsflasche unter den Reifen ihres Autos gelegt, die beim zurücksetzen das Rad aufschlitzt. Steve wird zunehmend wütender, was sich als folgenschwere Emotionsschwäche herausstellen soll…

04_2009_eden_lake_1.jpg04_2009_eden_lake_2.jpg

Kritik

Hart, härter, am härtesten. In den letzten Jahren hat der Horror-Film eine brutale Entwicklung gemacht. Nach Jahren der willkürlichen Beschlagnahme und der Schnippellei wurde mir Filmen wie „Saw“, „Hostel“ und Konsorten eine härte Gangart eingelegt. Viele sprechen sogar von der Erschaffung eines neuen Subgenre, dem (postmodernen) „Terrorfilm“ (Den es ja eigentlich immer schon gab). Und dann, wenn man denkt das neue Untergenre so richtig ausgelutscht zu haben, kommt ein neuer Beitrag daher, der böser scheint als alle seine Vorgänger zusammen.

Und das nicht mit irgendeiner daher geholten Geschichte, die der Realität fern ist, sondern mit einem aktuellen Thema, welches momentan immer mehr in den Fokus rückt: Der Jungendkriminalität. In Zeiten von Skandal-Rappern, Leichen in den Nachrichten, Pornos auf dem Handy und Bandenbildungen in Schulen, scheinen die Jugendlichen der heutigen Zeit zu verrohen. Zumindest medial und verbal. Und genau in diese Kerbe schlägt „Eden Lake“.

Die Geschichte beginnt eigentlich ganz gemütlich, ganz entspannt. Man darf ein Liebespärchen beim relaxen beobachten. Sie haben sich für das Wochenende etwas Entspannung vorgenommen und wollen diese in Zweisamkeit ausleben. Bis es dann zum Treffen mit den Kids kommt. Eine Kehrtwende im Film. Die Geschichte ist sicherlich nicht überaus ungewöhnlich für das geschulte Horror-Auge, sie funktioniert aber mitsamt ihren Komponenten erstaunlich gut.

Was man „Eden Lake“ zu gute halten muss, ist sein Realismus. Man hat nie den Eindruck, als könne sich das Gezeigte nicht wirklich so abspielen. Kleine Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Die Kulissen sind gut gewählt. Und das schöne dabei ist, dass es nicht irgendwo in West Virginia, in Texas oder sonstigen Orten mit vermehrtem Redneck-Vorkommen abspielt, sondern quasi vor der Haustür. In einer ländlichen Gegend in England.

Regie-Neuling James Watkins zeigt uns, dass Terror auch ohne den sonstigen Horror-Nährboden auskommt. Man braucht keinen maskierten Killer, keine degenerierten Rednecks und keinen Monster-Mann. Der böse Junge im Film ist noch in seiner Entwicklung zum Bösewicht. Was ihn zum Gewalttäter macht bleibt dem Betrachter verschlossen. Durch einen Blick in sein Milieu kann man es nur erahnen. Die unglaubliche Brutalität und sein Nihilismus bleibt nicht ohne Wirkung auf den Zuschauer. Man wünscht sich sicherlich nicht viele Situationen aus Horror-Filmen, in die man geraten möchte, doch ganz sicher nicht in diese hier.

Mit zunehmender Zeit steigert sich der Terror. Lässt die erwachsenen Protagonisten von einer aussichtlosen Situation in die nächste geraten. Mit stetig steigender Panik-Kurve. Als Zuschauer ist man da froh über jede kleine Atempause. Alles ist so real, ist so deprimierend und so erschreckend, dass man gar nicht weiß, ob man dem Treiben bis zum Ende beiwohnen möchte. Aber man muss natürlich.

Das man bei der Stange bleibt, ist sicherlich auch den Darstellern zu verdanken, die durch die Reihe einen guten Eindruck hinterlassen. Am schwächsten fällt noch die Beurteilung von dem deutschen Schauspieler Michael Fassbender („300“) aus, dessen Rolle als Liebespartner, Moralapostel und Folteropfer ihm aber auch nicht allzu viel abverlangt. Kelly Reilly kann als weiblicher Racheengel und Vielgejagte mehr von ihrem Können preisgeben. Sie schafft es vor allem ihre Emotionen, deren Bandbreite groß ist, authentisch zu transportieren. Auch die Kinder-Bande mit ihrem 17jährigen Anführer wirkt größtenteils sehr authentisch, sodass man es unweigerlich mit der Angst zu tun bekommt.

Die Charaktere sind nicht sonderlich ausgelutscht worden. Sie werden eher oberflächlich behandelt. Nur auf die Hauptfigur Jenny wird etwas intensiver eingegangen. Beispielsweise als der Pädagogin förmlich die Hände gebunden sind, als sie auf dem Weg in den Urlaub unbeteiligt mit ansehen muss, wie ein Kind geschlagen wird. Allerdings reicht dies aus, um zum einen ein ausreichendes Bild zu zeichnen und zum anderen eine Sozialkritik im Streifen unterzubringen. Die Halbstarken im Film erinnern sicherlich nicht unbeabsichtigt den brutalen Jugendbanden in London, in denen schwarz, weiß, männlich, weiblich und natürlich auch Messer und Handys vertreten sind.

Da das Waffenarsenal begrenzt ist und keine überflüssigen Kinkerlitzchen wie Fallen oder sonst etwas eingebaut wurden, hält sich der Splatter-Pegel in Grenzen. Allerdings ist das Gezeigte nicht zu unterschätzen. Es wird zwar nicht explizit mit der Kamera draufgehalten, aber bei Zuschauern mit flauem Magen, könnte die ein oder andere Szene Brechreiz auslösen.

Eigentlich müsste man an dieser Stelle auch noch auf das Ende eingehen. Aber Leuten, die den Film noch nicht gesehen haben, soll hier nicht zuviel verraten werden. Wenn man das Unerwartete erwartet, dürfte man aber für diesen Film gerüstet sein. „Eden Lake“ ist ein durch und durch böser Film, der kurzweilig, sozialkritisch und sehr brutal daher kommt. Spannung und die Atmosphäre sind ebenso pässlich vertreten wie eine gute Location und ordentlich zusammengestellte Musik. Der Mix passt also und sorgt mit dem Geschehen dazu, dass „Eden Lake“ nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Ohne Frage.

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DVD

Nach dem Einlegen der DVD in das Abspielgerät werden einem ein paar Trailer geboten („Diary Of The Dead“, „Sukiyaki Western Django“ und „Deception – Tödliche Versuchung“). Im nett animierten DVD-Menü, dass bereits einige Eindrücke zum Film preisgibt, kann man sich unter dem Punkt „Bonusmaterial“ ca. 44 Minuten an Extras angucken, die wie folgt aufgeteilt sind: Interviews Cast & Crew (ca. 31 Minuten), B-Roll (ca. 6 Minuten), Featurette (ca. 4 Minuten) und einen Trailer. Zudem gibt es im Hauptmenü noch eine Trailershow (sieben Titel).

Die Extras sind so informationshaltig, wie sie sein sollten. Und da es auch an Bild sowie Ton nichts zu kritisieren gibt, kann die DVD, die am 17.04.09 von der Universum Film GmbH auf den Markt gebracht wird, ohne Bedingung empfohlen werden.

Bewertung

Splatter 2009_5.gif
Spannung 2009_4_5.gif
Story 2009_5.gif
Ekelfaktor 2009_4_5.gif
Atmosphäre 2009_5.gif
Tonqualität 2009_6.gif
Bildqualität 2009_6.gif
Zusatzmaterial 2009_5.gif
Gesamteindruck 2009_5_5.gif

Return To Cabin By The Lake

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Informationen

Darsteller
  • Judd Nelson
  • Brian Krause
  • Dahlia Salem
Regie Po Chi Leong
Tonformat DD 5.1 und 2.0
Bildformat 4:3 Vollbild
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Keine
FSK 16
Ländercode 2
Drehland USA
Jahr 2001
Filmlänge ca. 90 Minuten
Verleih E-M-S
Originaltitel Cabin by the Lake 2
Return To Cabin By The Lake

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Der Film kann hier bestellt werden

Story

Zwei Jahre ist es her, als der psychopathische Autor Stanley Caldwell junge Frauen getötet und sie im Anschluss in seinem Unterwassergarten aufbewahrt hat. Caldwell ist mittlerweile Tod, doch eine Filmcrew will ihn nicht aus den Köpfen der Menschen verschwinden lassen. Die Filmmänner planen das Leben des Massenmörders zu verfilmen, denn mit solchen interessanten Geschichten kann man ja eine Menge Geld verdienen.

Die Bevölkerung ist zwar gegen das Projekt, doch das stört die Verantwortlichen nicht sonderlich. Regisseur Mike Helton liefert eine gute Arbeit ab und kommt erstaunlich schnell voran. Doch als C.J. auftaucht ändert sich dies. C.J. kennt eigentlich niemand, sein Onkel ist aber eine mächtige Person im Filmgeschäft und daher lässt der Regisseur dem Unterwasserkameramann viele Freiheiten. Doch irgendwas scheint mit C.J. nicht zu stimmen.

Und es ist in der Tat etwas faul! C-J. ist nicht der richtige C.J. sondern Stanley Caldell! Er hat den jungen Kameramann am Flughafen abgefangen und umgebracht. Jetzt versucht Stanley ein Wörtchen beim Filmdreh mitzusprechen, denn er möchte das „sein“ Film so authentisch wie möglich wird…

Kritik

„Return to Cabin by the Lake“ ist ein Nachfolger des in Deutschland erschienenen “Stumme Schreie im See“ und somit auch unter dem Namen „Stumme Schreie im See 2“ bekannt. Während sich der erste Teil noch damit beschäftigte wie der Autor Morde begeht, zeigt das Sequel wie ein Film über den Mörder gedreht wird. Allerdings taucht er dort auch wieder auf und sorgt dafür das die Filmcrew dezimiert wird.

Das die Story nicht unbedingt die ungewöhnlichste ist, merkt man schnell, aber sicherlich ist das nicht nachteilig. Es wird eine klare Linie verfolgt, die zeigt, wie sich der Protagonist langsam aber sicher dem Regiestuhl nähert und letztlich auf diesem Platz nimmt. Im Film selber gibt es zwar nur wenig Szenen die atmosphärisch und spannungsgeladen sind, dafür ist es aber interessant den Killer zu beobachten, der im übrigen sehr gut von Judd Nelson dargestellt wird. Den Rest der Crew kann man getrost vernachlässigen, da das gezeigte alles andere als professionell ist.

Freunde des Splatters werden bei „Return to Cabin by the Lake“ nicht auf ihre Kosten kommen, da die Morde nicht sonderlich gewaltvoll sind. Es gibt zwar eine Szene in der jemand in eine Schiffsschraube gerät, es kommt jedoch rechtzeitig ein Schnitt, der das FSK 16 rettet. Aber, wie gesagt, es macht trotzdem Spass den Film zu verfolgen, denn Regisseur Po Chi Long hat es geschafft den Unterhaltungswert auf einem hohen Level zu halten und das ist es nun mal, was bei einem Film zählt.

DVD

Im nett animierten DVD-Menü gibt es leider nicht sonderlich viel zu sehen. Es gibt lediglich eine Bio- und Filmografie über Judd Nelson, die auf Texttafeln nachgelesen werden können. Zudem gibt es im Hauptmenü noch einige Vorstellungen von E-M-S Filmen.

Bewertung

Splatter 1.gif
Spannung 3.gif
Atmosphäre 3.gif
Ton 5.gif
Bild 5.gif
Features 2.gif
Gesamt 4.gif