Black Past

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Informationen

OT:Black Past

ca. 86 Minuten

Deutschland 1989

Regie

  • Olaf Ittenbach
Darsteller

  • Olaf Ittenbach
  • Andrea Arbter
  • Andre Styi
  • Sonja Berg
  • u.a.

Black Past

Story

Ein kleines Mädchen füttert im Garten den Hund, ihr Vater im innern des Hauses greift wie in Trance nach einem Beil und macht sich auf den Weg zu ihr…

Jahre später sind Tommy, seine beiden Schwestern und sein Vater in eben dieses Haus eingezogen. Tommy ist ein Außenseiter wie er im Buche steht. Eines Tages findet er auf dem Dachboden des Hauses eine alte, verschlossene Kiste. Der Inhalt ist ein Spiegel und ein Tagebuch, das scheinbar von einem Verrückten geschrieben wurde, da es darin um Dämonen geht. Tommy legt das Tagebuch zur Seite und hängt den Spiegel in seinem Zimmer auf.

Kurze Zeit später kommt Tommy mit Petra zusammen und als Petra ihn besuchen kommt und in den Spiegel blickt, wird ihr Blick leer und sie läuft auf die Straße und direkt vor ein Auto. Wenig später erliegt sie im Krankenwagen den Folgen des Unfalls. Tommy kommt nur sehr schwer mit ihrem Tod zurecht. Schreckliche Alpträume, in denen ihm seine tote Freundin erscheint und er versucht sie zu töten, quälen ihn von Nacht zu Nacht und werden immer brutaler und erschreckend realer. Seine tote Freundin versucht sogar ihn zu warnen, er solle den Spiegel zerstören…

Kritik

Endlich habe ich nun auch das Erstlingswerk von Regisseur Olaf Ittenbach zu Gesicht bekommen. Eines gleich vorweg, dies ist kein Film für Leute mit nervösem Magen oder die eher auf anspruchsvollere Kost stehen. Es handelt sich hierbei um einen Low Budget Streifen, in dem reichlich viel gesplattert wird. Die Kosten für den Film beliefen sich auf nur 10.000 DM.

Die Story ist eher als nebensächlich anzusehen, aber immerhin besitzt der Film sogar noch etwas Story, im Gegensatz zu manch anderem Erstlingswerk diverser Regisseure dieses Genre (z.B. „Violent Shit“). Ein klein wenig erinnert die Story an manchen Stellen auch an „Tanz der Teufel“.

Die Darsteller sind allesamt Laien und das merkt man auch deutlich, Regisseur Olaf Ittenbach spielt selbst die Rolle des Hauptdarstellers Tommy. Namentliche Filmgrößen sind somit natürlich nicht vorhanden. Oftmals fehlt es an passender Mimik bzw. die Rollen kommen teils recht gelangweilt und banal rüber, aber darüber lässt sich hinweg sehen. Sehr lustig fand ich auch, wie oft sich Tommy immer wieder einen neuen Pulli anzieht, er wechselt z.B. den Pulli, weil er stinkt, das T-Shirt darunter bleibt jedoch immer an. Sehr logisch auch, einmal zieht er sich einen frischen Pulli an, geht ins Bad und zieht ihn dort sogleich wieder aus. Die sprachliche Umsetzung ist übrigens stark von bayrischem Dialekt begleitet was dem Film hin und wieder eine wohl eher unfreiwillige Komik beifließen lässt.

Die Splattereinlagen dagegen sind hervorragend gelungen, es fließt reichlich Blut, es wird zerstückelt und selbst ein paar Szenen sind dabei, bei denen wohl so mancher Zuschauer lieber den Saal verlässt oder laut aufschreit, wobei ich bei letzterem ganz besonders an die männlichen Wesen denke (ich sage nur des Mannes bestes Stück, ein Hammer und ein Nagel, den Rest überlasse ich eurer Phantasie!). Bei der Verwandlung in einen Dämon musste ich irgendwie an Dario Argento´s „Dämonen“ denken. Hier scheint mir etwas abgeschaut worden zu sein, denn auch bei Ittenbach wachsen die dämonischen Fingernägel aus den Händen und die Dämonenzähne treten genauso hervor, jedoch wirkt dies hierbei weniger professionell als bei Argento. Außerdem kam hier zum ersten mal eine der viel geliebten Höllenszenen von Ittenbach zum Zuge, die er auch in seinen späteren Werken „The Burning Moon“ und „Beyond the limits“ gerne wieder in ähnlichem Ausmaße aufnahm.

Dass Ittenbach mit diesem Film seinen Durchbruch im Splattergenre schaffte war ebenfalls nicht geplant, da der Film eigentlich gar nicht so groß rauskommen sollte, jedoch verirrte sich ein Exemplar davon zu „Splatting Image“, die dann für den Rest sorgten. ^v^ FAZIT: ^v^

Ein, meiner Meinung nach, sehr gelungener Fun-Film, der jedoch nur den Geschmack von hartgesottenen Horror- und Splatterfreaks befriedigen dürfte. Leute, die nichts mit solchen Filmen anfangen können, sollten einen großen Bogen darum machen!

Bewertung

Splatter 6.gif
Spannung 5.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 6.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 4_5.gif

Ähnlicher Film:

Black Serenade

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OT:Tuno Negro

ca. 103 Minuten

Spanien 2001

Regie

  • Pedro L. Barbero
  • Vicente J. Martin
Darsteller

  • Silke
  • Jorge Sanz
  • Fele Martinez
  • Patxi Freytez
  • u.a.

Black Serenade

Story

Schauplatz des Geschehens ist die Universität in Salamanca, einem kleinen verschlafenen Nest in Spanien. Hier sind in der letzten Zeit zwei Morde geschehen, die auf ein Ritual deuten lassen. Die Opfer sind Studenten, die nicht unbedingt zu den erfolgreichsten hörten und viel Zeit im Internet-Chat verbrachten, was Anfangs aber nicht für sonderlich große Aufregung sorgt.

Alexandra ist neu an der Uni und bekommt natürlich mit, was hier passierte. Sie ist äußerst begabt, sehr clever und entwickelt bald Interesse an diesem ungewöhnlichen Fall. Im Internet lernt sie jemanden kennen, der offensichtlich Gefallen an einer mittelalterlichen Maske gefunden hat, denn er präsentiert sich stolz in einer solchen, ohne seine Identität preiszugeben. Irgendetwas scheint mit dem Typen nicht zu stimmen und dies soll sich nach kurzer Zeit auch bewahrheiten. Der unbekannte speist Live-Videos in den Chat-Raum ein, die aus Alexandras Umgebung stammen.

Als wenig später weitere Studenten ums Leben kommen, steht für die junge Frau fest, dass der seltsame Mann aus dem Internet ist der Mörder sein muss, der sich selbst „Tuno Negro“ nennt. Sie bekommt es mit der Angst zu tun und intensiviert daher ihre Recherchen. Die Spuren, die der „Tuno Negro“ hinterlässt, führen sie bis ins Mittelalter, wo in einer Kathedrale etwas grausames geschehen sein musste. Dank der Kenntnisse aus ihrem Geschichtsstudium, ist ihr diese Materie nicht fremd, sodass sie ihren Nachforschungen auf den Grund gehen kann.

Denn wenn sie das Geheimnis um den „Tuno Negro“ nicht bald lösen kann, geht es ihr sicherlich an den Kragen. Die mit dem Fall beauftrage Polizei ist nämlich machtlos…

Kritik

„Scream in seiner europäischen Variante – Edeler, spannender, blutiger“ So ziert es das Cover, doch meine Meinung weicht da etwas ab. Ich finde es zu einfach diesen Streifen mit den zu unrecht so erfolgreich gewordenen Teenie-Slashern aus dem Amiland zu vergleichen. Als Eyecatcher ist solch ein einfacher Spruch sicherlich nicht das schlechteste, aber wer sich den Film anschaut wird schnell feststellen das man sich sehr viel Mühe in Spanien gemacht hat um einen guten Film zu präsentieren.

Sicherlich ist das Strickmuster ähnlich wie bei anderen Filmen dieses Horrorsubgenres. Hübsch anzusehende Teenager ( sie dürfen auch ruhig ein wenig älter sein ) werden von einem, mit einer Maske bekleideten Phantom gejagt und meist mit einem Messer niedergemetzelt. Natürlich gibt es auch hier einen Protagonisten, der sich versucht seiner Haut zu wehren und das natürlich mit Glück und Geschick. Aber das ist noch lange nicht alles, was „Black Serenade“ zu bieten hat. Neben dem üblichen Krams gibt es einen historischen Hintergrund, der nicht einfach erzählt wird, sondern im Film erforscht werden will und es wird das neue Medium, das Internets mit einbezogen. Sicherlich ist das Internet nicht mehr neu aber bei vielen Filmen dieser Sparte ist es noch nicht in Erscheinung getreten.

Doch die Einbindung ist nicht sonderlich geglückt, so positiv ich sie auch finde. Das sie nicht viel Bezug zu dem standarisierten, aus Amerika stammenden Standart hat, ist weniger störend als die Tatsache, dass alles zu perfekt ist. Jeder weiß das eine Live-übertragung nicht derartig gut sein kann, wie sie im Film dargestellt wird und das finde ich schon etwas unrealistisch.

Seine Stärken hat „Black Serenade“ allerdings ganz eindeutig in der Unterhaltung, der Atmosphäre und den Kulissen. Diese drei Punkte stehen im direkten Zusammenhang, da uns die ansehnlichen Schauplätze einen Blick in Spaniens Vergangenheit werfen lassen. Ob die im Hintergrund spielende Nebenhandlung auf wahren Begebenheiten beruht oder eine Schöpfung der Macher ist vermag ich nicht zu beurteilen, meiner Meinung nach ist das aber auch nicht wichtig, denn man wird unweigerlich in ihren Bann gezogen und das ist es ja, was gutes Unterhaltungskino ausmacht.

Die agierenden, mir gänzlich unbekannten Darsteller passen sehr gut in den Film und das nicht nur weil einige bereit sind die Hüllen fallen zu lassen, wie es ja so oft in Filmen mit ähnlicher Thematik verlangt wird. Die Musik passt auch bestens, da sie metallisch und unabhängig aus den Boxen dröhnt, wenn nicht gerade die einheimischen Sänger ihr spanisches Liedgut präsentieren.

Alles in allem ist „Black Serenade“ ein überdurchschnittlich guter Slasherfilm, der zwar nicht viel Gewalt aufweist (ein FSK 16 hätte da wohl genügt) und Schwächen in der Darstellung des Internets hat, aber ansonsten voll überzeugt. Alles passt irgendwie und erinnert nicht wirklich an die mittlerweile vermurkste Scream Trilogie.

Bewertung

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Spannung 3_5.gif
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Atmosphäre 5.gif
Gesamt 4.gif

Ähnlicher Film:

Scream

The Black Morning Glory

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OT:Die ying jing qing

ca. 87 Minuten

Hongkong 1993

Regie

  • Casey Chan
Darsteller

  • Waise Lee
  • Michelle Reis
  • Lester Chan Chit Man
  • Cho Wing
  • u.a.

The Black Morning Glory

Story

Die beiden jungen Mädchen Fan und Michelle sind unzertrennliche Freundinnen und verbringen soviel Zeit zusammen, wie es ihnen nur möglich ist. Als Fan eines Tages nach hause kommt, muss sie miterleben wie ihre Mutter vergewaltigt und ermordet wird. Die Mörder verschleppen sie im Anschluss an ihre Tat nach Japan und bilden sie, in einem langwierigen Prozess, zu einer kaltblütigen Auftragskillerin aus.

Eines Tages bekommt sie den Auftrag eine junge Frau zu töten, was sie auch, ohne mit der Wimper zu zucken, erledigt. Als sie die Frau allerdings getötet hat, fällt ihr auf, dass es sich bei ihr um ihre alte Freundin Michelle handelt. Sie ist erschüttert und denkt sich in kürze einen Plan aus, wie sie sich an den Auftraggebern rächen kann. Da sie Michelle fast zum verwechseln ähnlich sieht, schlüpft sie in die Rolle der toten Frau und erhofft sich so, näheres herauszufinden.

Sie versucht nun Michelles Leben aufzuarbeiten und gerät dabei in das Karussell des Verbrechen, welches sich in erster Linie um Falschgeldgeschäft dreht. Aber ihre Motivation ist groß und ihre Rache wird grausam sein…

Kritik

„The Black Morning Glory“ ist ein filmischer Beitrag aus Fernost, der sicherlich nur etwas für Freunde des asiatischen Film ist. Denn er hat leider die Eigenschaft, dass er zu keinem Zeitpunkt richtig interessant, spannend oder mitreißend ist. Die erzählte Geschichte ist zwar nett anzusehen, was auch für Michelle Reis gilt, die hier eine solide Leistung in einer Doppelrolle abgibt und auch das Drumherum, sprich die schönen Landschaften und die asiatische Musik passt. Das war es allerdings auch schon an positiven Aspekten, die man in „The Black Morning Glory“ bestaunen darf.

Der Rest ist eine langatmige Erzählweise des Geschehens, dass sich mit den beiden Freundinnen beschäftigt, die durch ein selbst verursachtes Unglück für immer getrennt werden. Nach dieser recht traurigen Szene geht es dann filmtechnisch gesehen in einen Underground-Thriller, der alles bietet, was aus typischen Filmen dieses Subgenre bekannt ist. Nicht mehr – allerdings auch nicht weniger. Action gibt es recht wenig, dafür dann aber mehr Dialoge, was besonders für deutsche Betrachter ein klarer Nachteil ist. Denn wie so oft, bei asiatischen Filmen, wurde auch hier eine völlig verhunzte Synchronisation abgeliefert, die nicht nur mit absolut unpassenden Stimmen daherkommt, die Nebengeräusche sind ebenfalls unter aller Sau. Dies hat natürlich den Nachteil, dass dem Film einiges an Authentizität flöten geht und er automatisch nicht mehr so viel Spass macht. Marketing hat zwar neben der deutschen auch die kantonesische und die mandarinische (schreibt man das so?) Tonspur auf die Scheibe gepresst, aber was nützen einem die, wenn keine einheimischen oder englischen Untertitel vorhanden sind?

Leider passt das aber zum Gesamteindruck des Films, der eher negativ als mittelmäßig ist. Es gibt einfach zu wenig Spannung, so gut wie keine Atmosphäre und auch die erhofften Spezialeffekte halten sich in Grenzen und lassen das FSK 18 anzweifeln. Lediglich die letzten 15 Minuten wissen zu unterhalten, was aber für einen 90minüter eindeutig zu wenig ist…

Die „Black Morning Glory“ ist im übrigen eine Pflanze, die rein gar nichts mit dem Filmgeschehen zu tun hat, außer das sie in einem Blumenhaus auftaucht, dass am Ende im Mittelpunkt steht.

Bewertung

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Spannung 2.gif
Story 2_5.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 2_5.gif

Ähnlicher Film:

Black Lavas Trash Container

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OT:Black Lavas Trash Container

ca.96 Minuten

Österreich 2002-2009

Regie

  • Thomas Binder
  • Claudia Rindler
Darsteller

  • Krig Dod
  • Iris La Liner
  • Mark Benecke
  • Jesus 666 Marin
  • u.a.

Black Lavas Trash Container

Story

Bei „Black Lavas Trash Container“ handelt es sich, wie man aus dem Titel schließen kann, um eine Ansammlung von Trash-Filmen. „Hirn“, „Mr. Self – Destruct“,„Dirty Soul“,„Morbid Visions“,„Menschenfleisch“,„Slaughtering Tribe” und „Suicide Desire“ lauten die Titel der Beiträge, die folgend besprochen werden.

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Kritik

Film 1: „Hirn“ (4:23 Minuten)

In „Hirn“ geht es um einen jungen Mann, der offensichtlich – so erzählt es uns zumindest eine Stimme aus dem Off – über viel zu wenig Hirn verfügt. Im lustigen Stil, der leicht an eine Dokumentation aus „Sendung mit der Maus erinnert, wird dann der Lebensweg des Mannes geschildert, bis sich der Kreis, rund ums Hirn, schließt. Kurzweilig ist dies allemal. Und lustig auch. Da wundert es wenig, dass der Streifen sogar eine Auszeichnung bekommen hat: Silberne Hand für "Bester Amateurfilm 2007" Fright Nights (Horror-Film Festival in Österreich).

Horror-Page Rating: Hirnrissige 4 von 6 Sternen

Film 2: „Mr. Self – Destruct“ (7:58 Minuten)

Irgend ein Typ hat wohl Probleme. Ganz sicher kann man sich bei dieser Einschätzung nicht so ganz sein, da während der gesamten Spielzeit kein Wort gesprochen wird. Dieser Typ macht während des Films irgendwelche Sachen, die hochgründig nicht ersichtlich sind. Wahrscheinlich weil etwas Tiefgründiges mitschwingt. Immerhin hat dieser Kurzfilm die Silberne Hand (Publikumspreis 2009", Fright Nights) gewonnen…

Horror-Page Rating: Schweigsame1,5 von 6 Sternen

Film 3: „Dirty Soul“ (5:59 Minuten)

Ein Typ nimmt erst mal einen kräftigen Schluck aus der Schnapps-Pulle, hängt ein Kruzifix auf und wundert sich dann noch, dass er auf einmal einen „Geist” im Fernseher sieht. Leider kann man die Stimme des Fernseh-Mannes nicht richtig verstehen, da sie viel zu leise ist. Daher kann man nur erahnen, was die Stimme unserem österreichischen Protagonisten von den Kopf schmeißt. Aber es ist wohl nichts Nettes, da der Fernsehgucker sehr böse Sachen zugibt und noch bösere Sachen macht… Trotz der, auch hier vorhandenen, Kurzweiligkeit, kommt nicht viel rüber.

Horror-Page Rating: Unverständliche 1,5 von 6 Sternen

Film 4: „Morbid Visions“ (8:27 Minuten)

Erst mal ne Bong reinpfeifen. Dies sind offensichtlich die Gedanken eines jungen Paares, welches gerade ein (Ferien?)-Haus betritt. Nach dem Kiff-Vergnügen zieht man dann erst mal eine „Nase“ (natürlich auf dem DVD-Cover des Thomas Binder Films „Suicide Desire“). Nachdem es zur Krönung dann noch nen Zuckerwürfel mit LSD gibt, kann der Drogentrip losgehen… Dieser sinn- und gesprächsfreie Film ist so etwas wie ein Experimental-Film mit blutigen einlagen. Das Experimentelle bezieht sich allerdings in erster Linie auf die Video-Effekte, welche die Kamera ausspucken kann.

Horror-Page Rating: Vollgedröhnte 2,5 von 6 Sternen

Film 5: „Menschenfleisch“ (8:57 Minuten)

„Der nachfolgende Film enthält weder Handlung noch tieferen Sinn… Dafür aber jeden Menge Blut… Er wurde aus Langeweile gedreht und sollte ein unveröffentlichtes Werk bleiben“. So steht es geschrieben, als der Film anfängt. Allerdings ist durchaus eine Handlung vorhanden. Nicht viel, aber immerhin. Zu Bildern, die durchaus an einen an einen Armin Meiwes oder Jeff Dahmer erinnern, gibt es zünftige Hardcore-Mukke von den Gruppen Irorath und Morbid Breed, die sich hören lassen kann und den positiven Eindruck vom Film verstärkt.

Horror-Page Rating: Leckere 3 von 6 Sternen

Film 6: „Slaughtering Tribe” (7:15 Minuten)

Häusliche Streitigkeiten sind die Grundlage dieses Films, der wortlos das Ende einer Beziehung dokumentiert. Natürlich ist es kein Ende, wie es in 99,9% der Fälle, wo eine Liebe zerbricht. Hier geht es schon etwas ruppiger und vor allem blutiger zur Sache. Da aber nicht wirklich viel passiert, ist der Unterhaltungswert eher bescheiden.

Horror-Page Rating: Beziehungsfreie 2 von 6 Sternen

Film 7: „Suicide Desire“

Die Story von Alex wurde bereits ausführlich unter folgendem Link besprochen:

https://www.horror-page.de/Filme_normal/S/suicide_desire.htm

„Raubritter – Behind the Scenes“ (29:28 Minuten)

Dieser Beitrag ist wohl eine Art Extra. Er zeigt allerlei Material, was beim Dreh vieler Filme entstanden ist. Für Freunde des Amateur-Films lohnt der Blick auf jeden Fall.

Insgesamt kann das betrachtete Material durchaus unterhalten. Es ist trashig und bietet Freunden des Amateur-Films einen guten Einblick in das Schaffen der Beteiligten. Ein paar mehr Spezialeffekte hätten dem Container nicht geschadet. Immerhin leben viele Filme von blutigen Einlagen der härteren Art.

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Bewertung

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Spannung 2_5.gif
Story 2_5.gif
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Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

Suicide Desire

The Black Cat

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OT:Masters of Horror: The Black Cat

ca. 58 Minuten

Kanada, USA 2007

Regie

  • Stuart Gordon
Darsteller

  • Jeffrey Combs
  • Elyse Levesque
  • Aron Tager
  • Eric Keenleyside
  • u.a.

The Black Cat

Story

Der Schriftsteller Edgar Allan Poe (Jeffrey Combs) sieht sich aktuell keinen rosigen Zeiten gegenüber. Seine geliebte Frau Virginia (Elyse Levesque) ist an Tuberkulose erkrankt, zudem drängen ihn die immer knapper werdenden finanziellen Mittel zu einer neuen Geschichte, die jedoch durch eine derzeitige Schreibblockade einfach nicht zu Papier gebracht werden will. In seiner Not greift Poe immer häufiger zur Flasche und steigert nicht selten in kranke Fantasien hinein, in denen er von der schwarzen Katze seiner Frau zum Wahnsinn getrieben wird…

Kritik

Dass Horror-Kultregisseur Stuart Gordon ein gewisses Faible für Verfilmungen berühmter, literarischer Werke hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Während er sich in der Vergangenheit jedoch vorzugsweise den Schriften H.P. Lovecraft’s widmete, entschloss er sich für die zweite Staffel der erfolgreichen "Masters of Horror" Reihe überraschend dazu, eine Vorlage Edgar Allan Poe’s in den Kasten zu bringen. Seine Wahl fiel dabei auf eine von Poe’s berühmtesten Geschichten, "The Black Cat", welche bereits im Jahr 1990 von dem italienischen Filmemacher Dario Argento aufgegriffen und für das zweite Segment des Episoden-Horrorfilms "Two Evil Eyes" verwendet wurde. Dennoch dürften die meisten Genre-Fans ihre Erwartungen nach Gordon’s Ankündigung recht hoch angesetzt haben, vergab er die Hauptrolle doch wie so oft an seinen Stamm-Schauspieler Jeffrey Combs, der sich mittlerweile auch als eine Art Ikone des Horror-Genres bezeichnen darf. In der Vergangenheit konnte im Grunde nie viel schief gehen, wenn Gordon eine berühmte Horror-Vorlage verfilmte. "Re-Animator" hat mittlerweile Klassikerstatus und auch Filme wie "From Beyond" oder "Dagon" stehen in der Regel durchaus in der Gunst der Fans. "The Black Cat" gelingt es zwar leider nicht so recht, in die Fußstapfen dieser namenhaften Produktionen zu treten, im Kontext der durchschnittlichen "Masters of Horror" Qualität lieferte der Regisseur dann aber doch noch einen immerhin brauchbaren Beitrag ab, der zwar nicht bei jedem Horrorfilm-Anhänger auf Anklang stoßen wird, im Kern aber viele interessante Ansätze mit sich bringt. Die Geschichte des gut einstündigen Films vermischt durchaus gekonnt Fakt und Fiktion und bringt dem Publikum auf kurzweilige Art die Entstehungsgeschichte der titelgebenden Poe-Kurzgeschichte näher. In der Hauptrolle sehen wir einen gewohnt schrägen Combs, der seinem Vorbild durch falsche Nase und identischem Haar überraschend ähnlich sieht und daher eine überzeugende Darbietung des Schriftstellers gibt. Die Handlung folgt einer Zeit im Leben des Schriftstellers, in der ihn jedes Glück zu verlassen scheint. Poe eilt der Ruf eines Trinkers voraus, er lebt am Rande der Armut, seine Frau ist schwer krank. Über große Teile des Films bekommt der Zuschauer keinen typischen Horrorfilm geboten, sondern erhält vielmehr einen Einblick in Poe’s Leben, der nur stellenweise durch gelegentliche Wahnvorstellungen surrealistische Züge erhält. Vor allen Dingen in der Darstellung der damaligen Zeit fährt Gordon ein gewisses Maß an Realismus auf. Die Kleidung und das Verhalten der Personen wirkt authentisch, das Bild selbst blass und altmodisch. Dadurch fühlt man sich schnell ein Jahrhundert zurückversetzt. Dennoch kann nicht verleugnet werden, dass Gordon hier im Grunde keinen Film für den geselligen Horrorfilmabend inszenierte, sondern der Vorlage nahe blieb und vielmehr ein interessantes Portrait von Poe ablieferte, das zwar gut unterhält, dabei aber nur selten auf Genre-Konventionen angewiesen ist. Wirkliche Schreck- oder Horrorszenen lassen sich locker an einer Hand abzählen und wirken beinahe schon gezwungen eingefügt, um der Fangemeinde zumindest noch ansatzweise das bieten zu können, was diese sehen will. Die Freigabe ab 16 Jahren ist deshalb auch nicht weiter verwunderlich, da die Gewalt meist an Tieren ausgeübt wird und der einzige Mord an einem Menschen, bei dem eine Axt ihr neues Zuhause im Gesicht einer jungen Frau findet, zudem nicht sonderlich realistisch wirkt. "The Black Cat" ist eine zweischneidige Angelegenheit. Der typische Horrorfilm-Fan oder "Masters of Horror" Verfolger dürfte von Stuart Gordons Edgar Allan Poe Verfilmung leicht enttäuscht werden. Wer sich hingegen für den großen Schriftsteller interessiert und sich auch an den ein oder anderen unappetitlichen Szenen nicht stört, dürfte hier wesentlich besser aufgehoben sein. Eine einmalige Sichtung lohnt sich im Falle dieses Films durchaus, einen Kauf ist er dann allerdings vielleicht doch nicht wert.

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 3.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 3_5.gif
Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

Black Christmas

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OT:Black Christmas

ca. 100 Minuten

Kanada, USA 2006

Regie

  • Glen Morgan
Darsteller

  • Katie Cassidy
  • Michelle Trachtenberg
  • Mary Elizabeth Winstead
  • Lacey Chabert
  • u.a.

Black Christmas

Story

Eine besonders fröhliche Kindheit hat der kleine Billy (Cainan Wiebe) wahrlich nicht. Von seiner Mutter wurde er aufgrund einer angeborenen Krankheit, die eine gelbliche Verfärbung seiner Haut verursachte, von Geburt an gehasst. Im zarten Kindesalter musste er dann miterleben, wie sein Vater von seiner Mutter und deren Liebhaber grausam umgebracht wurde, er selbst wurde seitdem jahrelang wie ein Tier auf dem Dachboden gefangen gehalten. Als seine Mutter dann auch noch die inzestuös entstandene Agnes zur Welt bringt, der all die Liebe zuteil wird, die ihm seit jeher verwehrt blieb, bringt dies das Fass zum Überlaufen. An einem Weihnachtsabend bringt er seine gesamte Familie auf brutalste Art und Weise um und fristet sein Leben von diesem Tag an in einer psychiatrischen Anstalt.

Viele Jahre später wurde das Haus, in dem die Bluttat einst begangen wurde, zu einem Studentenwohnheim umfunktioniert, in dem sich die jungen Girls Kelli (Katie Cassidy), Dana (Lacey Chabert), Lauren (Crystal Lowe), Megan (Jessica Harmon), Heather (Mary Elizabeth. Winstead) und Melissa (Michelle Trachtenberg) schon eifrig auf das Weihnachtsfest vorbereiten. Als dann aber eines der Mädchen spurlos verschwindet und ein anonymer Anrufer sie mit furchteinflößenden Anrufen belästigt, keimt in den Mädels der Verdacht, dass kein geringerer als der geisteskranke Killer Billy aus der psychiatrischen Anstalt entflohen ist um sein blutiges Werk fortzusetzen…

Kritik

Das Geschäft der Neuverfilmung boomt, noch nie waren Remakes angesagter als heutzutage. Ein Ende der derzeitigen Remake-Welle ist nicht absehbar, kein Wunder also, dass auch mehr und mehr Klassiker des Horrorfilms neu interpretiert oder in manchen Fällen einfach neu gedreht werden. Nach namentaften Titeln wie "Texas Chainsaw Massacre" und "The Hills Have Eyes" werden im Zuge des aktuellen Trends auch immer mehr vergleichsweise unbekannte Genrevertreter einem breiten und modernen Publikum zugänglich gemacht. Passend zur Weihnachtszeit schickte sich letztes Jahr ein gewisser Glen Morgan, seines Zeichens Regisseur von "Willard", sowie Produzent und Drehbuchautor von "Final Destination" 1 & 3 an, die kitschüberfluteten Weihnachtstage mit einer Neuverfilmung des Klassikers "Black Christmas" blutrot zu färben. Jener 1974 erschienene, kanadische Horrorfilm ist in Deutschland unter dem Titel "Jessy – Die Treppe in den Tod" bekannt und gilt in Fachkreisen als Vorbild für John Carpenter’s "Halloween", welcher dann, 4 Jahre später, dem Slashergenre erstmalig Berühmtheit verschaffte.

Gerade im Vergleich mit dem Original ist "Black Christmas", ein Film der verpatzten Möglichkeiten, weiß "Jessy – Treppe in den Tod" doch gerade durch eine tolle Atmosphäre zu gefallen. Das Remake hingegen springt vielmehr auf den aktuellen Trend der härteren Gangart auf. Was den Goregehalt angeht, muss sich "Black Christmas" keinesfalls vor "The Hills Have Eyes" oder ähnlichen Kalibern verstecken, auch wenn es der Weihnachtsslasher keinesfalls schafft, eine ähnliche, erbarmungslose Intensität entstehen zu lassen. Nicht umsonst prägte die "Hardcore" Fraktion des derzeitigen Horrorfilms immer mehr den Begriff "Terrorkino", und in dieses kann sich "Black Christmas" dann eben doch nicht einreihen. Was wir hier haben ist nicht mehr und nicht weniger als ein beliebiger Slasher, dem es aber dank einiger kleiner Ärgernisse nicht gelingt, sich im guten Mittelfeld zu halten.

Was sich bereits nach wenigen Minuten unverkennbar und enttäuschend bemerkbar macht, ist die Erkenntnis, dass einem die Hauptprotagonistinnen im weiteren Filmverlauf leider absolut egal sein werden. Die sechs Mädchen sind so oberflächlich und schablonenhaft angelegt, dass jeder Versuch einer Identifikation von vorneherein zum Scheitern verurteilt ist. Das wirkt sich an manchen Stellen deutlich auf die Spannung aus und sorgt auch dafür, dass es einem nicht selten vollkommen egal ist, wenn wieder jemand ins Gras beißen muss. Dieses Stichwort ist jedoch ausschlaggebend für die am deutlichsten hervorstechendste Stärke des Films: Der Blutlevel ist überraschend hoch und der Goregehalt nicht von schlechten Eltern. Man wird Zeuge allerlei kreativer Tötungsarten, da zeigt sich, was man noch alles mit Zuckerstangen und Plätzchenformen anstellen kann. Für viele dürfte es sicherlich schon über die Grenze des Erträglichen hinausgehen, wenn Opfer erst mit Plastiktüten stranguliert werden, nur um anschließend die Augen herausgerissen zu bekommen, die dann auch noch genüsslich zerkaut werden. "Black Christmas" mag ein Teenieslasher wie viele andere sein, aber zumindest der Gewaltgrad hebt sich über vieles hinweg, was man sonst so aus dem Genre kennt. In regelmäßigen Abständen wird gemeuchelt, werden Augen entfernt und wird herausgerissene Haut zum anschließenden Verzehr im Backofen gebraten, nichts für schwache Nerven also.

Dem wiederum gegenüber steht dann aber eine im Schlaf vorhersehbare Story, die nur in wenigen Ansätzen punkten kann. Die Rückblicke auf Billy’s Kindheit sind immer sehr erschreckend in Szene gesetzt, ansonsten präsentiert Glen Morgan seinem Publikum aber eine absolute 08/15 Handlung, die typischer und banaler für das Genre nicht sein könnte. Selbst ein eingebauter Storytwist hat nicht die Wirkung, die er wohl erfüllen sollte. Man sieht also im Grunde genommen einigen Mädels beim kreativen Ableben zu, was zwar optisch recht souverän in Szene gesetzt wurde, ansonsten aber keinerlei Neues für Fans des Genres bieten kann. Wer sich als absoluter Fan der Filmgattung bezeichnet, wird "Black Christmas" mögen, ebenso können Splatterfans hier mal zugreifen, ansonsten sticht der Streifen durch nichts von der Durchschnittskost hervor. Die Schauspieler tun indes zwar ihr Bestes, kommen gegen die viel zu einfach gestrickten Charaktere aber einfach nicht an.

Alle Jahre wieder.. erwartet uns durchschnittliche Slasherkost aus den Staaten, hier in ein weihnachtliches Gewand gezwängt und mit überaus derben Effekten behaftet, aber alles in allem dennoch nichts, was aus der Masse heraussticht. Meine Erwartungen wurden jedenfalls nicht erfüllt, im Voraus hätte man mit deutlich mehr rechnen können. Einiges an Blut und Gore macht den Film für den einen oder anderen schon interessant, allerdings werden wohl nur die hartgesottensten Slasherfans ihre Freude mit diesem Vorhersehbaren Film haben. Spannung sucht man leider selten, ebenso wie sympathische Charaktere. Für den kleinen Blutdurst zwischendurch aber empfehlenswert.

Bewertung

Splatter 4_5.gif
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Ähnlicher Film:

  • Stille Nacht
  • Horror Nacht

Black Cat

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Informationen

OT:Hak mau , Hei mao

ca. 91 Minuten

USA 1991

Regie

  • Stephen Shin
Darsteller

  • Jade Leung
  • Simon Yam
  • Thomas Lam
  • u.a.

Black Cat

Story

Die Kellnerin Catherine tötet, nachdem sie sich den unsittlichen Berührungen eines Gastes angemessen erwehrt hat, im Konflikt mit der Polizei einen Beamten. Zwar kann sie auf dem Weg zum Gerichtssaal fliehen, jedoch hat schon längst der Geheimdienst seine Augen auf die wieselflinke Raubkatze asiatischer Abstammung geworfen. Auf der Flucht wird sie von Agenten niedergestreckt und findet sich alsbald in einem geheimen Trainingscamp wieder. Durch einen in ihr Gehirn implantierten Mikrochip gefügig gemacht, wird ihr, der offiziell als tot erklärten Cop-Killerin die Möglichkeit gegeben, sich ihrer gesetzlichen Strafe zu entziehen, indem sie als Auftragskillerin mit dem Codenamen "Black Cat" für den Geheimdienst arbeitet. Als Reporterin getarnt soll sie in asiatischen Ländern unliebsame Personen liquidieren. Als sie sich in den Photografen Alan verliebt, nimmt das Schicksal seinen Lauf: Gejagt von ihren Feinden, vom Geheimdienst bedrängt, muss sie nicht nur um ihr Leben, sondern auch um ihre Liebe kämpfen…

Kritik

Aha… kommt einem diese Story nicht irgendwie bekannt vor?? – Genau!! Bei Black Cat handelt es sich im eigentlichen Sinne um nichts weiter als ein asiatisches Remake des Luc Besson – Streifens NIKITA (Frankreich, Italien, 1990). Nachdem der zugegebenermaßen wirklich etwas dümmlich und aufgesetzt wirkenden Anfang schon schlimmste Befürchtungen weckte, entpuppt sich der Film als trotz (oder vielleicht auch gerade wegen) des wohlbekannten Handlungstreifens als durchaus unterhaltsame, passable Actionware. Jade Leung liefert in ihrem Erstlingswerk eine überzeugende darstellerischeLeistung als Powerfrau ab, der ein wirklich hoher Coolness-Faktor bescheinigt werden muss!! Ebenfalls solide wie immer: Simon Yam, bekannt durch seine Auftritte in den CAT III – Nasties DR. LAMB (Danny Lee, Hin Sing "Billy" Tang, Hongkong, 1992) , RUN AND KILL (Hin Sing "Billy" Tang, Hongkong, 1993), vor allem aber durch seinen Part in John Woo’s Meisterwerk BULLET IN THE HEAD (Hongkong,1990), in der Rolle des aalglatten Geheimdienst-Agenten. Im Gegensatz zum Original und dessen amerikanischem Remake CODENAME: NINA (John Badham, USA, 1992) setzt BLACK CAT allerdings weniger auf psychologische Tiefe und Romantik und spult die Szenen, die Luc Bessons Klassiker seine unnachahmliche Art verliehen, gewissermaßen im Schnelldurchlauf ab, um sich mehr den action-lastigen Bereichen der Story zu widmen. So wird beispielsweise die ganze Hass-Liebe zwischen der Titelheldin und ihrem Ausbilder während des Trainings und der Resozialisierung beim Geheimdienst, ebenso wie ihr Gewissenskonflikt bei der Ausübung ihrer Auftragsmorde nur am Rande angeschnitten. Freunde des Originals werden diese Gesichtspunkte der Story sicherlich vermissen, Actionfans werden sich freuen, da der Film dadurch zu einem kurzweiligen Erlebnis wird. Ob ein Remake eines Klassikers des modernen Kinos nun wirklich nötig ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass jede unterhaltsame Variante eines x-mal kopierten Themas, wie in diesem Fall immer noch glänzend zu unterhalten weiß, nach dem Motto "never change a running team!". Zugegeben: Manche Drehbucheinfälle wirken doch ein wenig an den Haaren herbeigezogen und einige Actionsequenzen setzen hin und wieder Logik oder Physik ausser Kraft. Aber das macht doch schließlich das moderne Actionkino Hongkongs aus!! BLACK CAT folgten bisher noch zwei Sequels, ebenfalls mit der toughen Jade Leung: BLACK CAT II (Stephen Shin, Hongkong, 1992) und BLACK CAT IN JAIL (Andy Ng, Hongkong, 1999). Die vorliegende DVD-Fassung von Splendid Film scheint leider in einigen Action-Sequenzen cut zu sein. Ein weiteres Manko ist die für DVD-Verhältnisse etwas "verwackelte", unsaubere Bildqualität, die vermuten läßt, dass als Vorlage entweder ein Tape oder eine billige VCD diente. Unverständlich für eine sogenannte "Collector’s Edition", dass der Film nur in deutschem Tonformat zu begutachten ist. Originalton mit Untertiteln wäre doch nicht zuviel verlangt, oder?? Glücklicherweise ist in diesem Fall die deutsche Synchronisation ganz akzeptabel, was ja nicht bei allen Hongkong Movies der Fall ist. Fazit: BLACK CAT schreibt die Geschichte des Action-Genres sicherlich nicht neu, liefert jedoch solide Unterhaltung, die Lust auf mehr Hongkong-Action macht!!

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • Nikita
  • Codename: Nina

Black Mirror II

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Systemvoraussetzungen

  • Grafikkartentypen:ATI Radeon 9800, NVIDIA GeForce 6800
  • DirectX Version: 9.0c
  • Prozessor: P4 1.4 GHz, oder vergleichbar
  • Grafikkarte: DirectX kompatibel, 128MB, mit Vertex-Shader Support 2.0, mit Pixel-Shader Support 2.0
  • Arbeitsspeicher: 512 MB
  • Festplattenspeicher: 6.0 GB
  • Soundkarte: DirectX 8.1 kompatibel
Black Mirror II

Story

1993, zwölf Jahre nach den Geschehnissen des ersten Teils: Das Küstendorf Biddeford im US-Bundesstaat Maine leuchtet in den den Farben des Indian Summer. Hier arbeitet Darren, der Hauptcharakter aus Black Mirror 2, als Aushilfe in einem Fotoloaden. Der Physikstudent ist Anfang zwanzig, wirkt sehr verschlossen und wortkarg. Wäre das Fotografieren nicht seine große Leidenschaft, hätte er den schlecht bezahlten Job bei seinem schmierigen Chef Fuller längst gekündigt.

Eines Tages kommt Angelina, eine junge Engländerin, in den Laden und möchte Bilder von sich anfertigen lassen. Darren ist hin und weg von der fremden Schönheit. Nie hatte er so starke Gefühle empfunden. Doch plötzlich platzt Fuller in den Verkaufsraum und besteht darauf, die hübsche Kundin selbst zu bedienen. Den verdutzten Studenten schickt er unter einem Vorwand in die Stadt. Als Darren zurückkommt, schafft er es gerade noch, sich mit Angelina zu einem Fotoshooting zu verabreden.

Als Angelina den Fotoladen verlässt, beobachtet Darren einen Mann, der ihr heimlich folgt. Kurz darauf passiert etwas Schreckliches. Fuller hat damit zu tun, und er soll bezahlen, schwört sich Darren. In der nächsten Zeit plagen Albträume den jungen Mann. Er macht sich zu einer Reise auf, die nach Willow Creek in England führt: Dort steht Black Mirror Castle, der Schauplatz der Tragödie des ersten Teils.

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Meinung

„Black Mirror 2“ – Endlich ist es da. Nachdem „Black Mirror – Der Spiegel der Seele“ bereits alle Point-&-Click-Adventure Fans in Faszination versetzte, kommt es im Jahre 2009 zur langersehnten Fortsetzung.

Diesmal schlüpfen wir in die Rolle von Darren, einem Physikstudenten aus Boston, der seine Semesterferien im Orte Biddeford, Maine, USA verbringt, da dort seine Mutter wohnt. Er arbeitet in einem Fotoladen für einen sehr seltsamen und aggressiven Mann, um sein leeres Portemonnaie ein wenig aufzufüllen. Doch schon bald passieren Dinge, die Darren am liebsten nie hätte erleben sollen.

Soviel zur sehr guten Story, von der an dieser Stelle nicht zu viel verraten werden soll. Denn die Geschichte ist die Seele dieses Spiels, und die sollte jeder für sich erforschen, sonst ist der Spielspaß eingeschränkt.

Liebevoll programmierte Point & Click Adventures wie jene von Lucas Arts wussten stets zu unterhalten: Spannung, Rätsel und eine gewisse Art von Humor gibt es auch hier. Die Rätsel sind logisch und auf Dauer gesehen nicht allzu schwer, da sie sich immer wieder ähneln, aber dennoch nicht leicht zu lösen. Wer die Story aufmerksam verfolgt, wird hierbei keine Probleme bekommen, da gewisse Zusammenhänge leicht zu erkennen sind – wenn man denn immer schön aufpasst. Für jene, denen die Rätsel nicht so viel bedeuten, gibt es auch einen etwas leichteren Modus, in dem die Rätsel leichter und offensichtlicher zu lösen sind.

Soweit wäre die Seele beschrieben, kommen wir zum Herzen: der Musik. Durch selbige wird hier nach und nach eine Atmosphäre aufgebaut, die zu begeistern weiß. Im Stile einer Klimax steigt die Spannung des Spiels von Kapitel zu Kapitel Hand in Hand mit der musikalischen Untermalung, die zu Beginn eher sanft und gegen Ende sehr düster klingt. Bei diesem Einklang von Herz und Seele fesselt es dich mit Ketten an deinen PC, bis nur noch die Müdigkeit dich vom Spielen abhalten kann.

Die Spannung steigt also wie eine Klimax, und genauso steigt auf dieser Leiter auch der Horror im Spiel von Kapitel zu Kapitel jeweils ein Sprösschen höher. Während man sich zu Beginn fragt, ob das wirklich ein Horrorspiel ist oder eher eine Art Krimi-Thriller-Detektiv-Spiel, weiß man spätestens wenn Darren nach England reist, dass „Black Mirror 2“ durchaus mit übernatürlichen Elementen bestückt ist. Richtige Horrorstimmung kommt allerdings nur selten an bestimmten Stellen auf, an denen Darren die Geister seiner Vorfahren im Spiegel sieht. Zu sehr erinnert dieses Spiel dann doch eher an einen Krimi voller Verschwörung, mit einem leichten übernatürlichen Touch, dem Fluch von Black Mirror Castle, oder eben dem Familienfluch der Gordons. Nicht wenig in „Black Mirror 2“ erinnert an die frühen Werke des Dario Argento. In den Reihen der Programmierer hat mindestens einer gesessen, der sich in seiner Jugend den Film „Profondo Rosso“ und die guten italienischen Giallo-Filmen zu Gemüte geführt hat.

An der Grafik gibt es nichts auszusetzen, eher sollte man sie loben. Sie erschafft zu Beginn ein Feeling des Wohlseins. Man würde am liebsten selbst mal nach Maine reisen (wenn da nicht so viele komische Personen rumliefen), und am Ende verstärkt sie die Spannung durch die düsteren Hintergründe.

Ein Kauf von Black Mirror 2 ist ein Muss für all jene, die Point & Click Adventures oder einfach nur geile Storys mögen. Wer Klassiker wie Monkey Island mag, oder auf Giallos steht, der wird sich mit diesem Spiel hier auch sehr schnell identifizieren können. Wenn er auch nicht so tollpatschig ist, erinnert der Protagonist an den allseits be- und geliebten Guybrush Threepwood und auch ein wenig an Indiana Jones, da er ein rätsellösender, humorvoller, sarkastischer Charakter ist, den eigentlich jeder mag. Die Person, an die er aber am meisten erinnert, ist MacGyver. Darren kann zwar nicht aus einem Kulli ´ne Atombombe machen, aber die Ideen, die ihn durch seine Probleme schweben lassen, erinnern doch sehr an den Allround-Techniker aus den 90ern.

Horror-Page.de wünscht viel Spaß!

Gameplay game_9 09 von 10
Grafik game_9 09 von 10
Sound game_10 10 von 10
Horror-Faktor game_8 08 von 10
Steuerung game_10 10 von 10
Gesamt game_9 09 von 10

Black Lavas Trash Container

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Informationen

Drehland Österreich
Drehjahr 2002-2009
Laufzeit ca. 96 Minuten
Regie Thomas Binder Claudia Rindler u.a.
Darsteller Krig Dod Iris La Liner Mark Benecke Jesus 666 Marin u.a.
Bild 16:9
Ton DD2.0
Sprachen Deutsch
Untertitel
LC 2
FSK Ungeprüft
Black Lavas Trash Container

Story

Bei „Black Lavas Trash Container“ handelt es sich, wie man aus dem Titel schließen kann, um eine Ansammlung von Trash-Filmen. „Hirn“, „Mr. Self – Destruct“,„Dirty Soul“,„Morbid Visions“,„Menschenfleisch“,„Slaughtering Tribe” und „Suicide Desire“ lauten die Titel der Beiträge, die folgend besprochen werden.

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Kritik

Film 1: „Hirn“ (4:23 Minuten)

In „Hirn“ geht es um einen jungen Mann, der offensichtlich – so erzählt es uns zumindest eine Stimme aus dem Off – über viel zu wenig Hirn verfügt. Im lustigen Stil, der leicht an eine Dokumentation aus „Sendung mit der Maus erinnert, wird dann der Lebensweg des Mannes geschildert, bis sich der Kreis, rund ums Hirn, schließt. Kurzweilig ist dies allemal. Und lustig auch. Da wundert es wenig, dass der Streifen sogar eine Auszeichnung bekommen hat: Silberne Hand für "Bester Amateurfilm 2007" Fright Nights (Horror-Film Festival in Österreich).

Horror-Page Rating: Hirnrissige 4 von 6 Sternen

Film 2: „Mr. Self – Destruct“ (7:58 Minuten)

Irgend ein Typ hat wohl Probleme. Ganz sicher kann man sich bei dieser Einschätzung nicht so ganz sein, da während der gesamten Spielzeit kein Wort gesprochen wird. Dieser Typ macht während des Films irgendwelche Sachen, die hochgründig nicht ersichtlich sind. Wahrscheinlich weil etwas Tiefgründiges mitschwingt. Immerhin hat dieser Kurzfilm die Silberne Hand (Publikumspreis 2009", Fright Nights) gewonnen…

Horror-Page Rating: Schweigsame1,5 von 6 Sternen

Film 3: „Dirty Soul“ (5:59 Minuten)

Ein Typ nimmt erst mal einen kräftigen Schluck aus der Schnapps-Pulle, hängt ein Kruzifix auf und wundert sich dann noch, dass er auf einmal einen „Geist” im Fernseher sieht. Leider kann man die Stimme des Fernseh-Mannes nicht richtig verstehen, da sie viel zu leise ist. Daher kann man nur erahnen, was die Stimme unserem österreichischen Protagonisten von den Kopf schmeißt. Aber es ist wohl nichts Nettes, da der Fernsehgucker sehr böse Sachen zugibt und noch bösere Sachen macht… Trotz der, auch hier vorhandenen, Kurzweiligkeit, kommt nicht viel rüber.

Horror-Page Rating: Unverständliche 1,5 von 6 Sternen

Film 4: „Morbid Visions“ (8:27 Minuten)

Erst mal ne Bong reinpfeifen. Dies sind offensichtlich die Gedanken eines jungen Paares, welches gerade ein (Ferien?)-Haus betritt. Nach dem Kiff-Vergnügen zieht man dann erst mal eine „Nase“ (natürlich auf dem DVD-Cover des Thomas Binder Films „Suicide Desire“). Nachdem es zur Krönung dann noch nen Zuckerwürfel mit LSD gibt, kann der Drogentrip losgehen… Dieser sinn- und gesprächsfreie Film ist so etwas wie ein Experimental-Film mit blutigen einlagen. Das Experimentelle bezieht sich allerdings in erster Linie auf die Video-Effekte, welche die Kamera ausspucken kann.

Horror-Page Rating: Vollgedröhnte 2,5 von 6 Sternen

Film 5: „Menschenfleisch“ (8:57 Minuten)

„Der nachfolgende Film enthält weder Handlung noch tieferen Sinn… Dafür aber jeden Menge Blut… Er wurde aus Langeweile gedreht und sollte ein unveröffentlichtes Werk bleiben“. So steht es geschrieben, als der Film anfängt. Allerdings ist durchaus eine Handlung vorhanden. Nicht viel, aber immerhin. Zu Bildern, die durchaus an einen an einen Armin Meiwes oder Jeff Dahmer erinnern, gibt es zünftige Hardcore-Mukke von den Gruppen Irorath und Morbid Breed, die sich hören lassen kann und den positiven Eindruck vom Film verstärkt.

Horror-Page Rating: Leckere 3 von 6 Sternen

Film 6: „Slaughtering Tribe” (7:15 Minuten)

Häusliche Streitigkeiten sind die Grundlage dieses Films, der wortlos das Ende einer Beziehung dokumentiert. Natürlich ist es kein Ende, wie es in 99,9% der Fälle, wo eine Liebe zerbricht. Hier geht es schon etwas ruppiger und vor allem blutiger zur Sache. Da aber nicht wirklich viel passiert, ist der Unterhaltungswert eher bescheiden.

Horror-Page Rating: Beziehungsfreie 2 von 6 Sternen

Film 7: „Suicide Desire“

Die Story von Alex wurde bereits ausführlich unter folgendem Link besprochen:

https://www.horror-page.de/Filme_normal/S/suicide_desire.htm

„Raubritter – Behind the Scenes“ (29:28 Minuten)

Dieser Beitrag ist wohl eine Art Extra. Er zeigt allerlei Material, was beim Dreh vieler Filme entstanden ist. Für Freunde des Amateur-Films lohnt der Blick auf jeden Fall.

Insgesamt kann das betrachtete Material durchaus unterhalten. Es ist trashig und bietet Freunden des Amateur-Films einen guten Einblick in das Schaffen der Beteiligten. Ein paar mehr Spezialeffekte hätten dem Container nicht geschadet. Immerhin leben viele Filme von blutigen Einlagen der härteren Art.

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DVD

Die DVD kommt in einer Limited Edition daher, die auf 1000 Exemplare beschränkt ist. Bild und Ton sind natürlich nicht wie bei einer Hollywood Produktion, aber schon ganz ordentlich. Einzig „Dirty Soul“ bildet bei dem Geist eine Ausnahme, da das Gesprochene da nicht zu verstehen ist. Dies ist aber nicht wirklich schlimm. Immerhin handelt es sich hier um reine No-Budget-Produktionen, was jeder Interessierte vor dem Kauf wissen sollte und auch sicherlich weiß.

Neben dem Extra „Raubritter – Behind the Scenes“ gibt es noch eine knapp fünfminütige Filmografie einiger Beteiligten. Die DVD kann unter folgendem Link für 10€ bezogen werden. Inklusive Porto (Keine Ahnung, ob dies auch für den Versandt in die BRD gilt). Schlecht investiert ist das Geld auf jeden Fall nicht. http://www.blacklava.tk/

Bewertung

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Zusatzmaterial 2010_4.gif
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Black Swarm

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Informationen

Drehland Kanada
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 85 Minuten
Regie David Winning
Darsteller Sebastien Roberts Sarah Allen Jayne Heitmeyer Robert Englund u.a.
Bild
  • 2
  • 35:1 (16:9)
Ton
  • DD5.1
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 16
Black Swarm

Story

Die kleine Kelsey kehrt mit ihrer Mutter in deren Heimat zurück. Von der Großstadt kehren sie in die beschauliche Kleinstadt Black Stone ein, was Kelsey nicht so recht erfreuen will. Dort angekommen macht das kleine Mädchen Bekanntschaft mit komischen Stadtbewohnern. Einige laufen wie Zombies durch die Straßen.

Grund hierfür sind geklonte Insekten. Parasitäre Wespen haben sich in Black Stone breit gemacht und attackieren die Bevölkerung. Diese Bio-Waffe schein nicht aufzuhalten. Aber ein paar mutige Menschen stellen sich den Killer-Wespen in den Weg…

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Kritik

Killer-Wespen greifen an. Und wie sollte es im neuen Jahrtausend auch anders sein: Sie greifen als kleine computergenerierte Insekten an. Was diese Animationen in vielen preiswerten Produktionen auslösen, sollte fast jeder schon mal mitbekommen haben. Und falls nicht, weiß er es, wenn er die DVD eingelegt hat und die ersten 10 Sekunden von „Black Swarm“ verstrichen sind. In der Anfangsszene bekommt man nämlich direkt das erste Krabbelvieh präsentiert, wie es sich auf einem Apfel kämpft. Mit Natürlichkeit hat das nichts zu tun. Aber erwartet das jemand, der sich einen Tier-Horror-Film reinziehen will? Wohl kaum.

Eingeführt wird man in das Treiben mittels einer kleinen Geschichte, um die Rückkehr in die Heimat. Neben der Bio-Attacke gibt es nämlich noch ein Drumherum. Eine Mischung aus Wiederfinden der alten Liebe, Erinnerungen, Flucht und so weiter. Auch nicht unbedingt etwas, was man noch nie in einem Streifen solcher Machart gesehen hat. Aber der Beginn ist wenigstens unterhaltsam. Zwischendrin kommt es dann immer wieder zu Wespen-Übergriffen. Und das in den seltsamsten Varianten. Wespen lassen beispielsweise Glühbirne und Frontscheibe zerplatzen. Wohlgemerkt durch ein einziges Insekt. Da weiß der Trash-Fan: Hier geht’s ab.

Wenn man die gute Einleitung hinter sich gelassen und sich an die Insekten gewöhnt hat, nimmt die Begeisterung allerdings ein wenig ab. Man merkt, dass auch „Black Swarm“ nicht mehr als Standardware ist. Mit Dialogen daherkommt, die keinen so recht interessieren wollen, Charaktere bietet, die nur sehr schwach durchleuchtet sind und Schauspieler hat, die diesen Namen nicht unbedingt verdienen. Vor allem das kleine Mädchen und die mitwirkende Biologin sind völlig überfordert. Bei der Kleinen kann man das ja eventuell nachvollziehen und ein Auge zudrücken. Gerade weil man sich in B-Movie Gefilden aufhält. Wer darstellerisch nicht versagt ist good old Robert Englund. Der erfahrene Schauspieler spielt seine Rolle locker runter. Er hat zwar damit zu kämpfen, dass sie nicht sonderlich viel hergibt, Robert macht aber einen astreinen Job und es macht Spaß ihm zuzugucken.

Regisseur David Winning, der zwar erfahren ist, sich aber meistens mit TV-Serien beschäftigt, macht bei dieser TV-Produktion eine solide Arbeit, kann aber kaum Spannung und noch weniger Atmosphäre erzeugen. Er verlässt sich völlig auf das hanebüchene Drehbuch und die Computereffekte. Zugegebenermaßen muss man Winning attestierten, dass er sich wenigsten Mühe bei einigen, wenigen Kamerafahrten gemacht hat, die ab und an das Geschehen auffrischen. Was ebenfalls erfrischend ist, sind einige Dialoge. Neben uninteressanten Gelaber gibt es auch Ausbrüche wie jenen hier: „Lassen sie mich das machen. Sie haben nicht annähernd die Immunität, die ich habe.“ Solche Sätze muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

In Sachen Härte bietet „Black Swarm“ nicht viel. Es gibt einige Schießereien, ekelige Masken und ein wenig Rumgewürge. Die Übergriffe der Insekten sind nicht wirklich brutal. Splatter-Fans kommen also nicht auf ihre Kosten. Wer gerne schmunzelt kann sich an einigen der CGIs erfreuen.

Nach der Betrachtung muss man zum Schluss kommen, dass „Black Swarm“ zwar kein schlechter, aber auch kein guter Film ist. Er bietet unkomplizierte, fast solide Tier-Horror-Kost ohne viele spannende Momente. Die Thematik wurde in ähnlicher Form schon oft gesehen und es gab auch schon schlimmer Bedrohungen der animalischen Art. Für zwischendurch taugt er aber durchaus. Und für Tier-Horror-Fans allemal.

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DVD

Bild und Ton gehen für eine solche Produktion schwer in Ordnung. Das Bild ist schön scharf und der Ton klar sowie gut abgemischt. Lediglich die Extra-Abteilung lässt etwas zu wünschen übrig. Es gibt nur den Trailer zum Film und eine Übersicht über weitere DVDs, wo man sich dann auch ein paar Trailer angucken kann.

Bewertung

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Tonqualität 2009_5.gif
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Ähnlicher Film:

  • Killer Bienen