Zurück bleibt die Angst

Zurück bleibt die Angst

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 1981
Laufzeit ca. 105 Minuten
Regie John Irvin
Darsteller Fred Astaire Melvyn Douglas Douglas Fairbanks Jr. John Houseman u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton DD2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 16
Zurück bleibt die Angst

Story

Regelmäßig treffen sich die vier reifen Gentlemen, um ihrer gemeinsamen Leidenschaft nachzugehen. Bei Zigarren und Brandy lehren sich die Herren mit Gruselgesichten gegenseitig das Fürchten. Und noch etwas verbindet die Mitglieder der „Chowder Society“: Ein schreckliches Geheimnis, der Mord an einer jungen Frau. Durch den mysteriösen Tod eines ihrer Söhne holt sie nun die Vergangenheit ein. Nach 50 Jahren nimmt der ruhelose Geist der Toten Rache…

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Kritik

Es muss nicht immer der King sein… Zugegeben: Zumindest was die Verkaufszahlen betrifft, ist wohl Stephen King – der unumstrittene König der modernen Horror-Literatur. Auch die vielen Verfilmungen seiner Bücher wie „ES“, „Shining“, „Carrie“ sind bei Fans und Kritikern gleichermaßen beliebt. Doch auch abseits des King’schen Gruselkönigreichs ziehen andere Meister des Grauens regelmäßig erfolgreich die Leser mit ihren Schauergeschichten in den Bann. Clive Barker ist ein gutes Beispiel dafür. – Oder eben Peter Straub. Sein Roman „Ghost Story“ (hierzulande unter dem Titel „Geisterstunde“ veröffentlicht) lieferte 1981 die Vorlage für einen gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerten Gruselfilm. „Ghost Story“ ist ein ebenso solides wie unterhaltsames Stück Geisterfilm mit netter winterlicher Atmosphäre, einem passenden Score von Filmkomponist Philipp Sarde, funktionierenden Schockmomenten und vier Hollywoodveteranen in Hochform – nur noch übertroffen von der überragenden Alice Krige als Rachegeist. Für seine Leinwand-Adaption von „Ghost Story“ ist es Regisseur John Irvin nicht nur gelungen, Peter Straubs Werk würdig umzusetzen, er konnte hierfür eine mehr als illustre Schar alt gedienter Hollystars um sich versammeln: Fred Astaire, Melvyn Douglas, Douglas Fairbanks Jr., John Houseman.Wenn sich diese vier Veteranen des Kinos gemeinsam in einem Film die Ehre geben, dann geraten Cineasten sicherlich ins Schwärmen. Reine Horror-Fans dürfte die Ankündigung eines Fred Astaires in einem Gruselfilm allerdings zunächst erst einmal verwirren, wenn nicht gar abschrecken, schließlich erntete der Hollywoodstar seinen Ruhm in erster Linie in ganz anderen, seichteren Genres, wobei er vor allem den Tanzfilm wie kein Zweiter prägte. Skeptiker brauchen allerdings keine Angst zu haben: Weder singt, noch tanzt Fred Astaire. Im Gegenteil: Der Weltstar, für den „Ghost Story“ der letzte abendfüllende Kino-Film sein sollte wirkt in seiner Rolle als von Alpträumen geplagter Senior alles andere als ein Fremdkörper. Ebenso wie seine berühmten Kollegen ist er die ideale Besetzung als einer der Gentleman der „Chowder Society“. Der eigentliche Hingucker des Films indes ist weiblich und spielt die großen Recken des Kinos locker an die Wand. In ihrer Doppelrolle als verführerischer Vamp und Rachegeist bringt Alice Krige das Blut ihrer männlichen Filmkollegen zunächst zum Kochen und dann zum Gefrieren. Die gebürtige Südafrikanerin, die Horror-Fans u.a. durch ihr Mitwirken in Stephen King’s „Schlafwandler (1992) bekannt sein dürfte, macht nicht nur optisch – mal erotisch im Eva-Kostüm, dann gespenstisch mit Brautkleid und eiskaltem Blick – eine gute Figur. Ihr gehören die magischen Momente des Films, die Schlüsselszenen und unvergessene Monologe wie dieser: „An Orte will ich Dich bringen, wo Du noch niemals warst. Dinge werde ich Dir zeigen, die Du noch niemals sahst. Und Dein Leben möchte ich aus Dir heraus rinnen sehen…“ Zu Recht bezeichnet Alice Krige ihre Rolle in „Ghost Story“ als den bis dato wichtigsten Part ihrer Karriere.Auch ihr Kollege Craig Wasson, hier ebenfalls in einer Doppelrolle, liefert eine ordentliche Leistung ab. Gleiches gilt im Übrigen für das Special-Effects-Team um Henry Miller jr.. Dessen inszenierte Schockeffekte sind zwar spärlich gesät dafür aber umso wirkungsvoller platziert. Für Regisseur John Irvin (u.a. „Der City Hai“ 1986) stellt „Ghost Story“ bislang den einzigen Ausflug ins Horror-Genre dar. Das ist zwar schade. Dennoch bleibt Hoffnung auf weitere. Denn schließlich hat der gute Mann gezeigt, dass er das Zeug dazu hat, einen „Straub“ auf der Leinwand zum „King“ werden zu lassen… Fazit: Der ideale Opener für einen klassischen Heimkino-Grusel-Marathon an einem stürmischen Winterabend. Am besten bei Kerzenschein und einem Glas Rotwein genießen. Danach darf es dann auch gerne ein bisschen Stephen King sein…

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DVD

Kein Zweifel: John Irvin’s „Ghost Story“ kann ohne weiteres als ein Klassiker des Geisterfilms bezeichnet werden. Schade daher, dass die DVD selbst dann auch eher „klassisch“ daherkommt. Die hier gebotene deutsche und englische Tonspur, dazu optionale deutsche Untertitel, sind ja bekanntlich inzwischen gängiger Standard. Gleiches gilt für die Kapiteldirektanwahl. Darüber hinaus bietet der Silberling leider keinen weiteren Sonderkomfort. Einziger Lichtblick ist eine üppige Trailershow, die mit einigen Klassikern Vorfreude auf weitere Veröffentlichungen von MIG schürt.

Bewertung

Splatter Zurück bleibt die Angst
Spannung Zurück bleibt die Angst
Story Zurück bleibt die Angst
Ekelfaktor Zurück bleibt die Angst
Atmosphäre Zurück bleibt die Angst
Tonqualität Zurück bleibt die Angst
Bildqualität Zurück bleibt die Angst
Zusatzmaterial Zurück bleibt die Angst
Gesamteindruck Zurück bleibt die Angst

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