3 Below – Rache aus der Tiefe

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Informationen

OT:3 Below

ca. 87 Minuten

USA 2005

Regie

  • Bobb Hopkins
Darsteller

  • Ernest Borgnine
  • Bobb Hopkins
  • Chet Hopkins
  • Erika Hopkins
  • u.a.

3 Below - Rache aus der Tiefe

Story

Vor ungefähr 10 Jahren mussten die Bewohner eines kleinen Tals einem großen Staudamm-Projekt weichen, gegen das zahlreiche Proteste wirkungslos blieben. Einer der heimischen Bauern weigerte sich, sein Haus aufzugeben und ertrank in den Fluten. Nun treffen sich die Verantwortlichen von damals, Senator Wells (Bobb Hopkins) mitsamt Sekretärin, ein Bankier, sowie die Projektleiterin wieder. Aufgrund eines Schneesturms sind sie gezwungen, die kommende Nacht in einer nahegelegenen Pension zu verbringen, was schnell die einheimischen Rednecks auf den Plan ruft. Als plötzlich eine Leiche gefunden wird, ist dies nur der Auftakt für einen Kampf auf Leben und Tod, denn scheinbar fordern die Hinterbliebenen des vor 10 Jahren Ertrunkenen blutige Rache…

Kritik

Was kommt dabei raus, wenn ein gelegentlich in TV-Serien und B-Movies auftretender Schauspieler, den niemand kennt, auf die Idee kommt, unbedingt ein Projekt auf die Beine stellen zu müssen, bei dem er die Funktionen des Regisseurs, des Produzenten, des Drehbuchautoren und des Hauptdarstellers übernimmt? Nun, in diesem Fall nennt sich das Resultat "3 Below" und ist eine absurd-unentschlossene Mischung aus klassischem Thriller und Horrorszenario, die aber zu keinem einzigen Zeitpunkt beim Zuschauer zünden will. Stattdessen sorgt der Streifen für 87 Minuten hilfloses Kopfschütteln, dem man letztendlich nur mit totaler Resignation ein Ende setzen kann. "3 Below" dürfte wohl, aus welchen Gründen auch immer, dem einen oder anderen B-Movie-Fanatiker doch noch in die Hände gelangen, wird aber selbst bei den abgehärtetsten Fans dieser Filmgattung lediglich für ein großes Fragezeichen auf der Stirn sorgen. Das Desaster beginnt schon bei der Story, die in Kurzform zwar noch nach Horrorfilm klingt, in der Umsetzung aber nur wenig damit zu tun hat. Die Geschichte um eine kleine Gruppe von Menschen, die den Zorn einiger Rednecks auf sich geladen haben, da sie diese ihrer Heimat beraubten, scheint in der Theorie annehmbar. Was Bobb Hopkins allerdings aus dem Plot hervorbrachte, kann nur als schlechter Witz betrachtet werden. Die meiste Zeit über findet "3 Below" einfach nicht die richtige Linie, taumelt irgendwo auf der Suche nach dem roten Faden vor sich hin, bis sich auch schon der Abspann offenbart. Der Streifen ist ein Ärgernis von vorne bis hinten, der selbst nicht weiß, was er sein will und den Zuschauer schamlos 87 Minuten seiner Lebenszeit beraubt. Das Unheil wäre halb so schlimm, wenn sich Hopkins zumindest einmal auf die Art von Film festgelegt hätte, die er eigentlich in den Kasten bringen will. Das Ergebnis ist eine vollkommen lachhafte Mischung aus Pseudo-Horror und Beinahe-Thriller, dem es aber derart allumfassend an Spannung und Dramaturgie fehlt, dass die Motivation, sich diese Gurke bis zum Ende anzusehen, ganz schnell rapide in den Keller sinkt. Leider sind auch die Einführungen der Charaktere absolut misslungen. Der überhebliche und lediglich auf seinen Ruf bedachte Senator Wells ist der Einzige, der auch nur annähernd in Erinnerung bleibt, die anderen Figuren sind allesamt derart blass, dass man auch nach einer Stunde noch keinerlei Ahnung von deren Motivationsgründen und Charakteren hat. Die Rednecks wurden zwar verblödet, aber viel zu harmlos dargestellt, so dass von ihnen keinerlei Bedrohung ausgeht, während die feinen Investoren einfach nur unglaubwürdig agieren. Horror gibt es im Verlauf des Films zu keinem Zeitpunkt zu sehen. Wer auf die angekündigte Rache aus der Tiefe hofft, darf bis ans Ende aller Tage auf den Bildschirm starren und wird noch immer nichts davon finden. Mit Übernatürlichem hat "3 Below" nichts am Hut, auch wenn der Titel anderes suggeriert. Ein Großteil der Handlung beschäftigt sich mit der Entsorgung einer Leiche, die dem Senator gefährlich werden könnte. Das war es dann auch schon. Später kommt es dann noch zu weiteren Morden, die aber auch nichts mehr herumreissen können. Eine völlig unentschlossene, spannungslose und dämliche Story sorgt in diesem Fall schnell dafür, dass der Zuschauer die Lust an dem Film verliert, auf diese Weise kommt der rote Faden noch schneller abhanden. Schauspielerisch bekommt man auch nicht viel geboten. Es spricht für sich, dass Hopkins einige Nebenrollen mit seinen Verwandten besetzte. Er selbst spielt noch annehmbar, doch der restliche Cast erledigt seinen Job unterdurchschnittlich und nur wenig glaubhaft. Mit Ernest Borgnine findet sich überraschenderweise noch ein halbwegs bekannter Name im Cast, doch der Akteur absolviert hier lediglich einen Kurzauftritt. Prinzipiell gibt es zu diesem Machwerk nicht viel zu sagen. Eine Gruppe reicher Leute kommt in ein ländliches Gebiet, stirbt dort der Reihe nach und das in der bedeutungslosesten, unentschlossensten Inszenierung, die man sich nur vorstellen kann. "3 Below" ist weder Horror, noch Thriller, sondern eine aufgeblasene Farce eines Filmes, ein angehäufte Ansammlung von Elend und absolutem Unvermögen in jeder Hinsicht. Die besten Momente sind zwei kurze Nacktszenen, was natürlich nicht gerade für diesen Totalreinfall von einem Film spricht. Meiden!

Bewertung

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Die tödliche Rache

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OT:Shen bu you ji

ca.90 Minuten

Hongkong 1980

Regie

  • Sammo Hung
Darsteller

  • Sammo Hung
  • Yi Chang
  • Ka-Yan Leung
  • u.a.

Die tödliche Rache

Story

Der Schurke Su Chun lässt die Mutter von Fu entführen, um diesen dadurch zur Ausführung seines finsteren Planes zu zwingen. Sein Ziel: Fu soll Min Chan, seinen Adoptivbruder töten. Schon seit seiner Jugend ist dieser ihm ein Dorn im Auge, da er seiner Meinung nach von seinem Vater bevorzugt behandelt wurde. Die Zwietracht zwischen den Brüdern gipfelte seiner Zeit in dem Versuch Su Chuns, Yoko, die Braut Min Chans, noch in deren Hochzeitsnacht zu vergewaltigen. Mit Müh und Not konnten Min Chan und Yoko entkommen und leben seitdem in ständiger Angst vor Su Chun und seinem Gefolge.

Getarnt als Kung-Fu-Schüler, der einen Meister sucht, macht sich Fu auf die Suche nach Min Chan. Dieser ist wenig begeistert, dass ihm Fu penetrant auf Schritt und Tritt verfolgt, doch Fu lässt nicht locker. Als Yoko nach dem Tod des Vaters von Su Chun in den Selbstmord getrieben wird, machen sich Min Chan und sein „Schüler“ Fu gemeinsam auf, die Untat zu rächen und Fu’s Mutter zu befreien…

Kritik

„Die tödliche Rache“. Hmm. Klingt irgendwie nach Italo-Krimi oder Rape-and-Revenge – Movie, oder? Doch weit gefehlt: Hierbei handelt es sich um einen frühachtziger Jahre Eastern von und mit Sammo Hung („In 80 Tagen um die Welt“, „Powerman“), und der unter Fans durchaus schon Kultstatus besitzt.

Der allseits beliebte „Dicke mit dem Superschlag“ Sammo Hung, Busenfreund von Eastern-Ikone Jackie Chan und Darsteller sowie Produzent zahlreicher erfolgreicher Eastern mit Comedy-Einschlag, mimt den etwas liebevoll tollpatschigen Fu, der als Killer wider Willen zunächst das Vertrauen von seinem vermeintlichen Mordopfer gewinnen muss und diesem dabei gehörig auf die Nerven geht. Samo Hung zieht dabei gekonnt alle Register seines komödiantischen Talents. Besonders witzig besonders witzig ist dabei u.a. eine Szene, in der er als Vampir (im Dracula-Look!) verkleidet eine Gruppe von Totengräbern auf einem nächtlichen Friedhof vergrault.

Der erste Teil des Films kann eindeutig als actionreiche Eastern-Komödie im Stile früher Jackie Chan – Filme à la „Meister aller Klassen“ angesehen werde, die ihren Humor in erster Linie aus der Suche Fu’s nach seinem „Meister“ und seinen vergeblichen Anbiederungsversuchen bei ihm zieht.

Doch nach gut einer Stunde kippt das ganze dann urplötzlich, nehmen die dramatischen Elemente stark zu. Der bis hierher auch locker als „Spencer / Hill – Eastern“ hätte bezeichnet werden könnende Film entwickelt sich zu einer ernsthaften Rächerstory mit schier rastlosen Abfolgen von Kung-Fu-Kämpfen, mal mit, mal ohne Waffen. Hinzu kommen wirklich ungewöhnliche Wendungen in der Handlung, die man in Erinnerung an den komödiantischen Beginn so sicher nicht erwartet hätte, über das Ende wird an dieser Stelle nicht viel mehr verraten ;-).

Die Kampfszenen bestechen durch ihre hervorragende Choreographie, die insbesondere im Duell Mann gegen Mann in ihren schnellen Abläufen und Gewandtheit schon fast tänzerisch-ästhetische Formen annimmt, so perfekt ist die Koordination der Akteure bei ihrer Darstellung. Mit der Vielzahl der Kämpfe nimmt gegen Ende auch die Härte des Filmes ein wenig zu, auf übermäßiges Blutvergießen und explizite Gewalt wird jedoch verzichtet, wodurch die FSK-Freigabe ab 18 doch etwas übertrieben erscheint.

Bei der vorliegenden Fassung handelt es sich um die erstmalig in deutscher Sprache veröffentlichte UNGESCHNITTENE Version.

Fazit: Eastern-Klassiker mit Kult-Star Sammo Hung. Unterhaltsame Mischung aus Comedy und Rächerstory. Jackie Chan hätte es kaum besser machen können.

Bewertung

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Rache für meine Tochter

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OT:Salige er de som tørster

ca.113 Minuten

Norwegen 1997

Regie

  • Carl Jørgen Kiønig
Darsteller

  • Kjersti Elvik
  • Gjertrud L. Jynge
  • Lasse Kolsrud
  • Nils Ole Oftebro
  • Anne Ryg
  • Bjørn Sundquist,
  • u.a.
Rache für meine Tochter

Story

Auf einen Schlag ist Kristines Leben zerstört: Brutal vergewaltigt ein unbekannter Täter die junge Studentin in ihrer eigenen Wohnung. Ihr Vater findet die verstörte, geschundene Frau und benachrichtigt die Polizei.

Kommissarin Hanne Wilhelmsen wird auf den Fall angesetzt. Für die toughe Polizistin ein Routinefall, der im Moment nur zusätzlichen lästigen Stress bedeutet. Schließlich hat sie gerade andere Sorgen: Ein offenbar Geisteskranker treibt in Oslo sein Unwesen. Immer samstags besudelt er unterschiedliche Orte in der Stadt. Mit Blut! Schweineblut. In das Blut hineingeschmiert: merkwürdige Zahlen.

Dann finden die Fahnder Spuren von Menschenblut, schließlich taucht die erste Leiche auf. Die Tote ist eine illegale Einwanderin. Bei ihren Ermittlungen stößt Hanne Wilhelmsen auf eine heiße Spur: Der geheimnisvolle Mörder und Christines Vergewaltiger müssen ein und dieselbe Person sein! Und alles deutet darauf hin, dass der Täter aus den Reihen der Polizei kommt.

Unterdessen muss Kristines Vater mit ansehen, wie sich seine Tochter immer mehr zurückzieht, Zuflucht im Alkohol sucht, von Panikattacken geplagt wird. Und er leidet mit ihr. Schließlich treibt ihn nur noch ein Gedanke: Rache für seine Tochter! Alleine macht er sich auf die Suche nach Kristines Peiniger…

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Kritik

„Rache für meine Tochter“ ist die Verfilmung des Romans „Selig sind die Dürstenden“ der norwegischen Bestseller-Autorin Anne Holt. Wie schon in dem Vorgänger „Justitia – Blinde Göttin“ steht auch in diesem Krimi die Kommissarin Hanne Wilhelmsen im Mittelpunkt. Anne Holt, ehemalige Polizistin und Justizministerin Norwegens, zeigt, dass sie „vom Fach“ ist. Mit großer Detailverliebtheit schildert sie ihre Geschichte um die junge lesbische Polizistin, so dass das Ganze sehr authentisch wirkt. Als Frau bringt sie zudem die Themen Vergewaltigung, gleichgeschlechtliche Liebe unter Frauen, Affären am Arbeitsplatz und die Probleme illegaler Einwanderinnen sensibel rüber.

Dabei ist die Anfangssequenz des Films wirklich sehr eingängig, intensiv und schockierend. Zudem auch handwerklich sehr gut inszeniert. In Parallelschnitten wird in rascher Bildabfolge hin und hergezappt: Zärtliches Liebesspiel der Kommissarin und ihrer Geliebten, romantisches Bettgeflüster des Staatsanwalts und seiner Kollegin.

Zwischen diesen Szenen: Eine wimmernde, leidende junge Frau, die Hände und Füße mit Draht ans Bett gefesselt, brutal vergewaltigt. Wirklich hart anzusehen, dieser Kontrast zwischen Idylle und Folter, zwischen Liebe und Leid. Hauptdarstellerin Kjersti Elvik macht wirklich eine sehr gute Figur. Auf gewisse Art und Weise erinnert sie ein wenig an die Tatort-Kommissarin Andrea Sawatzki, was vor allem an ihren strahlend grün-blauen Augen liegen mag. Aber auch an dem Durchsetzungsvermögen, welches Kommissarin Wilhelmsen ihren Kollegen gegenüber an den Tag legt. Motorradfahrerin, Lesbe, knallharte Ermittlerin. Eine Frau, die weiß, was sie will. Geschickt flirtet sie mit ihren männlichen Kollegen und lässt sie nach ihrer Pfeife tanzen. Sie hat alles im Griff. Oder doch nicht? So lässt sich die Powerfrau von ihrem Chef ständig neue Arbeit aufschwatzen, vernachlässigt ihr Privatleben und geniert sich zunächst, ihre sexuelle Neigung den Kollegen gegenüber preiszugeben.

Auch die übrigen Schauspieler gefallen in ihren Rollen. Allen voran Gjertrud L. Jynge in der Rolle der jungen Kristine. Sie spielt das Vergewaltigungsopfer wirklich überzeugend. Da können auch einige logische Fehler im Drehbuch nicht dran rütteln. Die gewollte Authentizität, der sensible Anstrich des Films stellt leider auch ein kleines Manko dar, weil die Handlung durch viele nebensächliche Dialoge stellenweise ein wenig durchhängt. Anne Holtz legt bei der Erzählung ihrer Geschichte offensichtlich viel Wert auf die psychologischen und zwischenmenschlichen Aspekte. Langeweile kommt dadurch dennoch nicht wirklich auf. Über Szenen, die vielleicht etwas langatmig sind, tröstet den Zuschauer die gelungene melancholische Stimmung, inklusive Celloklängen und Geigenspiel hinweg.

„Rache für meine Tochter“ könnte auch ohne weiteres als sonntäglicher „Tatort“ durchgehen. Der Film ist unterhaltsam, trotz des heiklen Themas nicht übermäßig hart und bietet das, was vielen modernen Hollywood-Thrillern in den letzten Jahren abhanden gekommen ist: Eine abgeschlossene Handlung und frische, unverbrauchte Darsteller.

Fazit: Netter Thriller im Fernseh-Style. Eine gelungene Alternative zum Sonntags-„Tatort“.

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Bewertung

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Spannung 3_5.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 1_5.gif
Atmosphäre 4.gif
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Weiteres:

Rache für meine Tochter in der Filmundo-Filmdatenbank.

Die Rache der schwarzen Spinne

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OT:Earth vs. The Spider

ca.72 Minuten

USA 1958

Regie

  • Bert I. Gordon
Darsteller

  • Ed Kemmer
  • June Kenney
  • Eugene Persson
  • Gene Roth
  • u.a.

Die Rache der schwarzen Spinne

Story

Carol Flynn (June Kenney) ist in höchstem Maße beunruhigt. Eigentlich wollte ihr Dad nur mal eben in die Nachbarstadt fahren, um dort ein Geschenk für ihren bald anstehenden Geburtstag zu besorgen, doch nun ist der gute Mann schon besorgniserregend lange nicht mehr aufgetaucht. Carol schnappt sich ihren Freund Mike Simpson (Eugene Persson) und macht sich mit ihm zusammen auf die Suche nach ihrem Vater. Schon bald werden sie fündig. Irgendwo auf einer abgelegenen Straße außerhalb der Stadt finden die Beiden den Wagen von Carol’s Vater, von ihm selbst fehlt aber jede Spur. Da entdecken die beiden Teenager eine unheimlich anmutende Höhle, die sich tief unter einen Berg erstreckt. Da Carol ihren Dad in diesen Höhlen vermutet, wagen sich die Beiden hinab, ohne zu ahnen, wer da schon auf sie wartet.

In der dunklen Höhle hat es sich eine gigantische Spinne gemütlich gemacht, die gar nicht so gut auf diesen neuen Besuch zu sprechen ist. Nur mit sehr viel Glück entkommen Carol und Mike der Bestie und verständigen daraufhin Sheriff Cagle (Gene Roth), der der Sache natürlich eher skeptisch gegenübersteht. Nichtsdestotrotz begibt er sich mit einigen anderen Interessierten zur besagten Höhle. Als er beinahe von der riesigen Spinne gefressen wird, ändert er schlagartig seine Ansichten und hält es für das Beste, das Viech zu betäuben und die Höhle zu sprengen. Besagtes wird in einer riskanten Aktion auch durchgeführt, doch anstatt die anscheinend tote Spinne mitsamt der Höhle in die Luft zu jagen, möchte der Physiker Mr. Kingman (Ed Kemmer) sie lieber zwecks Untersuchungen nach River Falls bringen lassen. Dies wird trotz anfänglichen Widerworten des Sheriffs auch getan und kurz darauf befindet sich die tote Spinne in der Sporthalle der örtlichen Schule. Es dürfte wohl unschwer zu erraten sein, dass das achtbeinige Monster nicht so tot war, wie es den Anschein hatte und schon kurze Zeit später mit einem Mordshunger durch River Falls trampelt…

Kritik

Bert I. Gordon, bekannt geworden durch zahlreiche Trashklopper aus den frühen 50ern, bis hinein in die späten 80er, (unter anderem "Der Koloss", "Beginning of the End", "Attack of the Puppet People" oder "Village of the Giants") wählte sich für seinen Spinnenreißer "Earth vs. the Spider" vermutlich einen etwas ungünstigen Zeitpunkt aus, denn erst drei Jahre zuvor machte der auch heute noch sehr bekannte "Tarantula" von Jack Arnold und W. Donn Hayes die Kinosäle unsicher, und so sollte es nicht wundern, dass Gordon’s Streifen schnell als Kopie abgestempelt wurde und nicht einmal ansatzweise den Ruhm erfahren durfte, der "Tarantula" zuteil wurde. Schade eigentlich, denn Gordon lieferte hiermit einen seiner besten frühen Monsterfilme ab, den man als Fan dieses Genres auf jeden Fall gesehen haben sollte.

"Earth vs. the Spider" entstand damals im Auftrag der American International Pictures Filmstudios, deren Leiter Samuel Z. Arkoff sich hier auch als Produzent verpflichtete. Somit war ein Großteil der Crew schon mit derartigen Produktionen vertraut, was man dem Film nur all zu gut anmerkt. Was wir hier haben ist ein bis ins kleinste Detail typischer, klassischer Monsterfilm, der den damaligen Fans all das bot, was diese zu sehen hofften. So ist "Die Rache der schwarzen Spinne" objektiv betrachtet eigentlich nichts besonderes, da man alles aus dem Film schon kennt.

Auf eine erstaunliche Art und Weise funktioniert der Trashklopper aber dennoch mehr als gut. Vielleicht liegt das daran, dass in der relativ kurzen Spielzeit von 72 Minuten keinerlei Pausen eingelegt werden und die Geschichte zügig voranschreitet. So entstehen glücklicherweise keine Längen, was dem Film sehr gut tut, denn mit einer längeren Laufzeit wäre er vermutlich weitaus weniger unterhaltsam.

Die Story ist natürlich ein einziges Logikloch voller Klischees und offener Fragen, doch daran dürfte sich vermutlich niemand ernsthaft stören. Was da schon vielmehr Anlass zum Schmunzeln gibt, ist die Tatsache, dass die Schauspieler, die im Film als Teenager bezeichnet werden, damals allesamt mit Sicherheit schon die 30 überschritten haben und sich auch so ganz und gar nicht wie die typischen Jugendlichen verhalten. Zudem warte ich zum jetzigen Zeitpunkt noch auf eine Erklärung, wieso denn die Spinne nun so groß geworden ist und wieso sie gerade durch den Einfluss von Rockmusik wieder zum Leben erwacht ist? Wie dem auch sei, dass sind wohl Fragen, auf die nur Bert I. Gordon persönlich eine Antwort weiß.

So lachhaft die Story, so überzeugend sind dann wieder die Effekte. Insbesondere die Spinne wurde, mit Hinsicht auf das Alter des Films, super ausgearbeitet und wirkt beinahe schon glaubwürdig, wenn sie in ihrer gewaltigen Größe durch das Städtchen River Falls stampft. Hierfür hat sich Gordon sichtlich Mühe gegeben, auch wenn es mich sehr erstaunt hat, dass die Spinne anscheinend unter spontanen Wachstumsschüben litt. Während sie zuerst noch locker in die Turnhalle einer Schule passt, ist sie in der nächsten Szene schon so groß wie zwei Häuser.

Die Schauspieler dürfen zwar allesamt altbekannte Stereotypen spielen, erledigen dies aber mit einer überraschenden Professionalität. Wie ich bereits erwähnt habe, sehen June Kenney und Eugene Persson zwar wesentlich älter als die Teenager aus, die ich aus meinem persönlichen Umfeld kenne, aber wer weiß, vielleicht war das vor 50 Jahren noch anders. Sieht man darüber mal hinweg, gibt es am Cast nichts auszusetzen, von Gene Roth als in die Jahre gekommenem Sheriff bis hin zu Ed Kemmer als Physiker Mr. Kingman, der auf alles eine Antwort zu haben scheint, machen alle ihre Sache durchaus überzeugend.

Der "normale" Zuschauer findet hier natürlich reichlich Anlass, um "Die Rache der schwarzen Spinne" berechtigterweise auch als Komödie bezeichnen zu können, doch für den Monsterfilmfan bietet dieses B-Movie all das, was einen guten Film aus dieser Sparte ausmacht. Ein schick aussehendes Monster, das ganz nebenbei wie ein armer Kerl bei einer unfreiwilligen Kastration herumschreit, sehr viel trashige Ansätze im Drehbuch und durchaus passable Schauspieler. Da stört es mich auch nicht, dass "Die Rache der schwarzen Spinne" oftmals als billiges "Tarantula"-Plagiat bezeichnet wird – ich hatte meinen Spaß mit dem Streifen und nur darauf kommt es bei einem Monsterfilm an.

Bewertung

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Gesamt 3.gif

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  • Tarantula

Die Rache der lebenden Toten

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OT:La Revanche des mortes vivantes

ca. 79 Minuten

Frankreich 1987

Regie

  • Pierre B. Reinhard
Darsteller

  • Véronique Catanzaro
  • Kathryn Charly
  • Sylvie Novak
  • Anthea Wyler
  • u.a.

Die Rache der lebenden Toten

Story

In einer Chemiefabrik, irgendwo in der französischen Provinz, geht Seltsames vor sich: Unbekannte Täter entwenden eine giftige Chemikalie und mischen diese kurz darauf in eine Milchlieferung, was zum tragischen Tod dreier junger Frauen führt. Nach einer nicht ganz fachgerechten Entsorgung eines andere Giftmülls auf dem örtlichen Friedhof, stehen die Damen allerdings wieder von den Toten auf und marschieren nun als Zombies durch die Ortschaft, um für reichlich Blutvergießen zu sorgen…

Kritik

Während die Franzosen das Horror-Genre mit Perlen wie "High Tension", "Inside" und "Frontiers" in letzter Zeit gehörig aufmischten und die Fans in regelrechte Begeisterungsstürme versetzten, sah es in den letzten Jahrzehnten in dieser Hinsicht längst nicht so rosig aus. Im restlichen Filmgeschehen durchaus geschätzt und anerkannt, spielten die Franzosen im Horror-Genre stets nur die zweite Geige und brachten über einen langen Zeitraum kaum nennenswerte Produktionen an den Mann. Weiterhin zählen die bekanntesten, französischen Genre-Vertreter kurioserweise auch zu den schlechtesten einer ganzen Ära, so zum Beispiel die beiden Zombie-Macherke "Zombie Lake" von 1980 und "Die Rückkehr der lebenden Toten" von 1987. Eine besonders interessante Gemeinsamkeit ist dabei festzumachen, so waren die Regisseure beider Werke damals für einen längeren Zeitraum im Porno-Geschäft tätig. Doch während Jean Rollin, Regisseur von "Zombie Lake", zumindest ab und an kostengünstige Horrorware drehte und sich so auch in diesem Bereich einen Namen machen konnte, versuchte sich Pierre B. Reinhard für "Die Rückkehr der lebenden Toten" das erste (und letzte) Mal an einem Horrorfilm und legte damit eine Bruchlandung sondergleichen hin. Dass der Mann seine Wurzeln im Hardcore-Geschäft hatte, merkt das arme Publikum dieses Filmes schon an der Tatsache, dass zu keinem Zeitpunkt eine vernünftige Story erzählt werden möchte. Vollkommen unverständlich und ohne jeden Anhaltspunkt wird man in eine wilde Verkettung aus Erpressung, illegalen Machenschaften, untotem Treiben und sinnentleertem Gevögel geworfen, bei dem der vernünftige Konsument nach kürzester Zeit kapitulieren dürfte. Gerade das miese Drehbuch von John King wurde "Die Rückkehr der lebenden Toten" in zahlreichen Kritiken immer wieder angekreidet und nachdem man den Film gesehen hat, weiß man auch wieso. Eine derart holprig und hilflos vor sich hinstolpernde Story ist selbst für einen Zombiefilm eine mittelschwere Katastrophe und raubt selbst dem tolerantesten Allesseher schnell den letzten Nerv. Einen Sinn will das Geschehen zu keinem Zeitpunkt machen. So sollte man sich zur Schonung der eigenen Nerven besser nicht die Frage stellen, in welchem Zusammenhang der Milchtransport nun eigentlich mit dem Chemiekonzern steht? Der Film lässt einen in dieser Hinsicht jedenfalls im Regen stehen und enthält sich bei derartigen Fragen jedweder Erklärung. Noch debiler wird es, wenn das Werk mitErotikum sich schmeißt – sofern davon bei furchteinflößenden Büschen und unappetitlichen Darstellern überhaupt noch zu sprechen ist. Die Macher des Films erhofften sich durch die Verkuppelung von Zombies und Erotik wohl ein rentables Einspiel, auch wenn ihnen dabei entgangen sein muss, dass der Zombiefilm im Jahr 1987 längst einen Großteil seiner Popularität verloren hatte. Regisseur Pierre B. Reinhard ließ wirklich keine Gelegenheit aus, sein Werk mit Sex und Nudity anzureichern, auch wenn dies stellenweise im absoluten Gegensatz zur Story steht und reichlich lächerliche Szenen die Folge sind. Als Beispiel sei eine Sequenz genannt, in der eine Sekretärin an ihrem Schreibtisch sitzt, sich plötzlich obenrum freimacht und seufzend mit ihren Brustwarzen spielt. Für die folgende Szene hat dies keinerlei Bedeutung und wirkt dadurch regelrecht lachhaft, doch daran wird sich der Zuschauer bei diesem Machwerk über kurz oder lang gewöhnen müssen. Es vergehen kaum fünf Minuten, in denen nicht gefummelt oder gevögelt wird oder sich jemand aus völlig belanglosen Beweggründen entblättert. Nicht viel besser sieht es aus, wenn man sich das Ganzeunterden Gesichtspunkten eines Horrorfilms zu Gemüte führt. So sind gelegentliche Gore-Kleckereien das einzige, das einen daran erinnert, sich einen Film dieses Genres anzusehen. Zugegeben, die Szene, in der ein hochhackiger Damenschuh für ein ausgestochenes Auge sorgen darf, mag noch ganz nett anzusehen sein, doch davon abgesehen hat der Streifen auch in dieser Hinsicht nur wenig zu bieten. In Bezug auf diesen Film vonHorror oder Atmosphäre zu sprechen, käme mit Sicherheit Blasphemie gleich, da "Die Rückkehr der Zombies" meilenweit von diesen Attributen entfernt ist. Selbst als Zombiefilm versagt das Werk auf der ganzen Ebene, da die Untoten im Gesamtkontext eher eine untergeordnete Rolle spielen und innerhalb einer trägen und verschlafenen Handlung keinerlei Schrecken erzeugen wollen. Ja, manchmal sorgen sie sogar vielmehr für unfreiwillige Lacher. Wer aber schon immer mal drei Zombiedamen sehen wollte, die mit ihrem Opfer erst eine Nummer schieben, bevor sie es töten, oder die auch einem mitternächtlichen Bad im Swimming-Pool nicht abgeneigt sind, der ist hier im richtigen Film. Alle anderen dürften sich aber auch daran nicht mehr stören, denn zum Zeitpunkt dieser Szenen hat man seinen guten Glauben längst aufgegeben und dem gesunden Menschenverstand sowieso eine Schlafpause gegönnt. Da ist es beinahe unnötig zu erwähnen, dass "Die Rückkehr der lebenden Toten" auch in technischer Sicht auf der Strecke bleibt und mit einem Cast aufwartet, der von jeder Amateurtruppe nach Belieben hätte ersetzt werden können. Mit der Bezeichnung Trash würde man "Die Rückkehr der Zombies" wohl noch einen Gefallen tun, deshalb geht dieses Werk im Endeffekt nicht einmal als solcher durch. Was wir hier haben, gehört definitiv zum Bodensatz des Zombiefilms, der eine grauenhaft schlechte und undurchsichtige Handlung mit billigen Untoten-Motiven und selbstzweckhafter Nudity in Verbindung brachte und damit letztendlich einen Bastard schuf, der trotz einer Laufzeit von nur 79 Minuten schrecklich langweilt. Auch der eine oder andere Gore-Effekt kann den einzigen Bestimmungsort dieses Machwerks nicht verleugnen: Die Mülltonne.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • Sumpf der lebenden Toten

Brennende Rache

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Informationen

OT:The Burning

ca. 88 Minuten

Hongkong, Kanada 1981

Regie

  • Tony Maylam
Darsteller

  • Brain Matthews
  • Leah Ayres
  • Brain Backer
  • u.a.

Brennende Rache

Story

Vor fünf Jahren gab es in einem Ferien Camp, genannt „Camp Blackford“ einen schweren Unfall der zufolge hatte, dass das ganze Camp nieder brannte und der Campleiter in den Flammen starb. Schuld daran sind ein paar Jugendliche die dem Campleiter Crosby einen Streich spielen wollten, der aber dummerweise missglückte. Crosby war ein sadistischer Kerl, der den ganzen Tag trank und die Jugendlichen ohne Grund verprügelte und nieder machte. Um ihm seine Boshaftigkeit ein für alle mal auszutreiben spielten die Jugendlichen ihm einen bösen Streich und zwar schlichen sie sich nachts in sein Schlafzimmer, legen einen verwesten Totenkopf voller Würmer auf den Nachtisch und zündeten Kerzen an. Als Crosby aufwachte erschrak er und in Panik stieß er den Kopf auf seine Decke und dann über einen Benzinkanister und alles brannte lichthalo-. Aber noch während er brannte schwor er Rache. Crosby überlebte aber gerade noch so und fünf Jahre später, also jetzt (im Film), kommt er völlig entstellt aus dem Krankenhaus raus. Szenenwechsel. Wir befinden uns jetzt in einem Camp, das nicht sehr weit vom ehemaligen Camp Blackford entfernt ist. Im Camp sind viele Kinder und Jugendliche, die ihren Sommer dort verbringen und sehr viel Spaß haben. Na ja zumindest haben alle Spaß bis auf den etwas schüchternen Alfred der immer wieder von Muskelpaket Glazer geärgert wird. Die Teenager sind so drauf wie wir es von allen 80ger Jahre Horrorfilmen gewohnt sind, das heißt die Jungs sind fast alle, entschuldigt mich *g*, notgeile Böcke die nur das eine im Kopf haben und die Mädchen meist sehr arrogant. Es gibt natürlich auch ausnahmen. Eines Tages beschließen die älteren unter den Jugendlichen einen Kanuausflug zu machen der 3 Tage mit Übernachtung gehen soll. Alle haben Spaß und amüsieren sich, was aber keiner weiß ist das der verbrannte Crosby ihnen mit einer Heckenschere auflauert und sich an den Jugendlichen blutigst rächen will, weil er damals in Brand gesteckt wurde. Als es Abend wird beschließt einer der Jugendlichen mit seiner Freundin noch eine Runde schwimmen zu gehen und macht sich natürlich gleich an sie heran. Die Freundin ist nicht gerade erfreut darüber und verschwindet in Richtung Wald zu den anderen. Auf einmal sind all ihre Kleider weg und als nachsehen will wo ihre Sachen sind, taucht plötzlich Crosby auf und schneidet ihr mit seiner Heckenschere die Kehle durch. Am nächsten Tag fragen sich alle wo das Mädchen geblieben ist und als sie zurück fahren wollen sind auf einmal alle Kanus verschwunden. Jetzt stecken die Jugendlichen in einer dummen Situation, denn drum herum ist überall dichter Wald und Crosby führt seinen Rachefeldzug blutig fort.

Kritik

Das hört sich doch alles irgendwie nach „Freitag der 13.“ An, nicht wahr?! Und genauso ist es auch, denn die Geschichte ist praktisch ein und die selber nur die Morde und der Killer ist ein anderer. Am Anfang gibt es die Anfangsszene wie alles passierte, danach kommt der Genreübliche Anfangsmord, diesmal an einer Prostituierten und dann geht der Film los. Alles beginnt sehr langsam und man lernt erst einmal die einzelnen Figuren kennen wer mit wem zusammen ist und so, ihr wisst schon. Natürlich bleibt am Anfang der Killer eher etwas im Hintergrund und beobachtet die Teenies nur. Ab und zu kommt dann auch eine Szene bei der man denkt jetzt passiert gleich ein Mord, aber in Wahrheit passiert dann nichts. Ab dem Punkt als die Jugendlichen dann ihren Kanuausflug machen geht der Film dann aber los, ich würde sagen nach ungefähr 40 Minuten. Der erste Mord ist der den ich oben bei der Inhaltsangabe erwähnt habe. Ab jetzt geht es dann aber relativ schnell zur Sache, denn der nächste Mord lässt nicht lange auf sich warten. Es werden alle nach und nach getötet bis am Ende nur noch einer und der Campleiter übrig ist die den Killer dann zur Strecke bringen. Im Grunde das gleiche wie immer und man kann „The Burning“ als typischen Slasherfilm einordnen. Was mir sehr gut gefallen hat ist die Atmosphäre die durch den ganzen Wald und durch das ständige da sein des Killers dauerhaft vorhanden ist. Selbst am Anfang wenn noch eher wenig passiert ist eine gewisse Atomsphäre vorhanden, die den Film eigentlich nie richtig langweilig werden lässt. Zudem gibt es noch richtige spannende und unerwartete Szenen. Zu den spannenden Szenen zähle ich hauptsächlich die Szenen, in denen man weiß gleich passiert der Mord und man sich auf den Schockeffekt vorbereitet. Und vom solchen Szenen gibt es hier einige. Bestes Beispiel ist der Mord an Glazer und Sally. Glazer holt will ein Feuer machen und geht weg. Inzwischen wird seine Freundin Sally von Crosby umgebracht und als Glazer zurück kommt liegt sie zugedeckt als ob sie schläft. Bei dieser Szene taucht der Killer dann ganz überraschen auf. Auch sehr überraschen fand ich die Szene als die Jugendlichen, die mit dem selbstgebauten Floß zurückfahren, unterwegs ein Kanu finden. Mit dem was hier passiert hätte ich nie und nimmer gerechnet, denn man erwartet etwas ganz anderes (an dieser Stelle wird aber nichts verraten. Besonders gut gefallen haben mir die wirklich sehr blutigen Mordszenen die Crosby verübt. Hier bekommt der Splatterfan ein paar wirklich nette Szenen geboten, was bei Kehle durchschneiden anfängt und bei Gartenschere durch den Arm oder Axt in den Kopf aufhört. Es kann auch mal vorkommen das einer die Gartenschere in den Hals gestoßen bekommt und diese herumgedreht wird, eine Schere in den Bauch gerammt wird oder gar alle Finger in einem Zug abgeschnitten werden (oder waren es nur 3 , kann ich gerade nicht mehr genau sagen). Die Tatsache das die ganzen Bluteffekte auch noch vom Effekte König Tom Shavini stammt, lässt einem schon im Vorfeld wissen auf was er sich einlassen kann. Und Tom Shaini hat bei „The Burning“ eine echt sehr gute Arbeit abgeliefert, denn kein Effekt sieht schlecht oder billig aus und man bekommt eine ganze Menge geboten. Der Film wurde damals von unseren Babysittern beschlagnahmt, obwohl die alte Fassung in 3 Szenen gekürzt wurde. Das liegt sicher zum einen an den blutigen Mordszenen und zum anderen an der Härte des Films. Die Morde werden nämlich im Vergleich zu vielen „Freitag der 13.“ Filmen nicht lustig sondern hart und grausam dargestellt. In einer Szene werden sogar um die 5 Jugendlichen auf einmal blitzartig nacheinander getötet und einer blutiger als der andere. Grundsätzlich bin ich gegen ein Verbot eines Filmes, und daran wird sich auch nicht ändern!, aber das FSK 18 trägt „The Burning“ zurecht. Jeder Slasherfan wird wie ich bei diesem Film begeistert sein, alle anderen denen schon „Scream“ und Co. zu hart ist sollten den Film besser meiden. Auf jedenfall hat „The Burning“ viele gute Mordszenen, für die es sich alleine schon lohnt den Film zu sehne! Die Darsteller sind alle unbekannt und es sticht keiner hervor, außer vielleicht der schüchterne Alfred der doch recht glaubwürdig spielt. Alle anderen geben gute Opfer ab und mehr nicht. Der Regisseur Tony Maylam sagt mir ebenfalls nicht und auch ansonsten ist der einzige mir bekannte Name des Filmes Tom Shavini. Alles in allem ist „The Burning – Brennende Rache“ ein recht guter Film der leider heute bei fast allen unbekannt ist und das zu unrecht. Aber er kommt meiner Meinung nach trotzdem nicht an die „Freitag der 13.“ Filme heran, denn Jason ist einfach noch viel cooler ;-). Aber eins muss man dem Film lassen, die Idee mit der Heckenschäre fand ich sehr gut. DVD und Versionen Meine Meinung basiert auf der ungeschnittenen DVD Fassung von dem Label Dragon und ist unter dem Originaltitel „The Burning“ erschienen. Die DVD selber würde ich als einzige würdige deutsch Fassung beschreiben, da sie auch als einzige uncut ist. Selbst die Blood Edition ist geschnitten. Das Bild ist zwar nicht so das Wahre, besonders dann wenn es dunkel ist, wenn man aber mal das Alter des Films bedenkt immer noch mittelmäßig und im vergleich zu anderen Fassungen genial! Der Ton ist dafür in Dolby Digital und auch ansonsten recht gut, also ohne starkes Rauschen und anderen Fehlern. Bei den Sprachen kann man zwischen deutsch und englisch wählen. Als Extras gibt es den Trailer zum Film selber, eine Bildergalerie und ein paar Filmographien zu den einzelnen Schauspielern. Die DVD ist vom aussehen her gut, völlig ungeschnitten und nicht FSK freigegeben (keine Vermietung oder Verkauf an Kinder und Jugendliche). Leider wurde sie inzwischen indiziert, aber das ist für uns Fans eh kein Hindernis. Aber Vorsicht! Wenn ihr euch eine DVD holt, dann nur die von Dragon. Die Astro/Laser Paradise DVD von der Bloodedition ist in der 1. und auch 2. Auflagen an den gleichen Stellen gekürzt wie das alte verbotene Tape und außerdem soll das Bild dort angeblich grottenschlecht sein und enthält null Extras. Dann gibt es da noch eine DVD von Laser Screen/DVR die aber noch stärker cut ist als die von der Blood Edition, mir anderen Worten nicht empfehlenswert. Bei den VHS’s gibt es das gekürzte verbotene Tape von Thorn Emi Video und noch zwei Bootlegs von ACME Video und Pyrotec. Vorsicht, die englische Fassung von Vipco ist ebenfalls geschnitten. Ihr seht die einzig wahre Fassung ist die DVD von Dragon, die ich habe. Fazit „The Burning“ ist ein ziemlich guter Slasherfilm, der heute etwas unbekannt ist, aber im Prinzip fast genauso gut ist wie „Freitag der 13.“ oder „Halloween“. Ich vergebe ihm 4 Sterne und empfehle die Dragon DVD an alle Horrorfans unter uns.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Lovelorn – Und die Rache des Pharao

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Informationen

Drehland Deutschland
Drehjahr 2002
Laufzeit ca. 92 Minuten
Regie Thomas Frick
Darsteller Misel Maticevic Eva Haßmann Reiner Schöne Horst Buchholz u.a.
Bild 16:9
Ton DD5.1
Sprachen Deutsch
Untertitel
LC 2
FSK 16
Lovelorn - Und die Rache des Pharao

Story

Privatdetektiv Nils Lovelorn ist ein eisenharter Ermittler. Ein kanllharter Typ, dem kein Fall zu schwierig erscheint. Nur in der Liebe läuft es bei ihm nicht so glatt, da seine Angebetete schon mal auf einen Mistkerl scharf ist. Je schlimmer desto besser.

Der neuste Fall fordert Lovelorns volle Konzentration. Sein Onkel, Professor Svedenborg, der seines Zeichens Nobelpreisträger ist, schickt ihn mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit. Dort soll er verhindern, dass ein verrückter Pharao die Zukunft zerstört…

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Kritik

Teil drei der deutschen B-Movie-Reihe „Planet B“ namens „Lovelorn – Und die Rache des Pharaos“ bildet den Abschluss eines Projektes, der Jahre 2001 und 2002, welches erst im Jahre 2010 kommerziell auf DVD ausgewertet wurde. Nachdem die ersten beiden Teile „Antrage – Der Ameisenmann“ und „Mortal Beauty – Fluch der Schönheit“ durchaus sehenswert sind, aber nicht mehr als Durchschnittsfilme darstellen, kommt mit dem Abschluss der Trilogie der beste der Teile daher.

Und dies, da er mit Sicherheit die schrägste Story der Reihe bietet, die mit seltsamsten Sachen gespickt ist und einige Lacher bereitstellt. Richtig trashig geht es zuweilen zur Sache, so, wie man es sich von Beginn der Trilogie an erhofft hat. Die Geschichte um Detective Nils Lovelorn ist durchaus ungewöhnlich. Irgendwie kommt es einem so vor, als befinde man sich in einem Comic. Ähnlich wie bei Sam Raimis Film „Darkman“. Es macht großen Spaß dem Geschehen zu folgen. Und dabei stehen die Sterne am Anfang gar nicht gut. Denn deren Konstellation, die circa alle 3500 Jahre so ist, sorgt dafür, dass ein alter Pharao die Chance erhält, die Welt zu zerstören. Analog zum alten Ägypter gibt es natürlich einen Held, der alles dafür gibt, dass die Erde am leben bleibt: Detective Nils Lovelorn. Die sich daraus ergebenden Abläufe sind ziemlich schräg und nett zu verfolgen.Die Rolle von Detective Nils Lovelorn wird von Misel Maticevic solide runtergespielt. Mit allem, was dazu gehört. Nobelpreisträger Professor Svedenborg, eine auch nicht gerade unwichtige Rolle im Streifen, wird von Horst Buchholz („Mörderbienen greifen an“) wiedergegeben. Er und seine beiden Wissenschafts-Kollegen sind der Blickfang des Films. Wenn die Herren im gesetzten Alter mit einem Elektrorasierer, an den eine Gabel montiert ist, durch die Zeit telefonieren, ist das mehr als nur nett anzusehen. Man merkt, dass die Herren Spaß am Spiel haben.

Die Zeitreise des Protagonisten ist dann genau so schräg und originell, wie man sich das vorstellt. Mittels Autoscooter geht es viele hundert Jahre in die Vergangenheit. Bis es soweit ist, muss man allerdings auch einige nicht so dramatische Momente an sich vorbeiziehen lassen. Man darf auch nicht denken, dass man es mit einer Handlung wie beispielsweise „Zurück in die Zukunft“ zu tun bekommt. Gewiss nicht. Hier wurde weniger Wert auf die Story, sondern eher auf das Drumherum gelegt.

Zum Drumherum gehören natürlich auch die Kulissen, die allesamt im Studio zu Babelsberg entstanden sind. Man sieht es ihnen nicht immer an, denn ein manches Mal glaubt man, dass sich die Protagonisten wirklich im fernen Ägypten aufhalten könnten. Für eine Low-Budget-Produktion ist das schon ordentlich. Ordentlich gesplattert wird nicht. Das braucht der Film auch nicht. Dafür gibt es aber ein paar visuelle Effekte, die stellenweise extrem trashig daherkommen. Nach Betrachtung aller drei Teile der „Planet B Edition“ hat man zwar die Sicherheit etwas anderes gesehen, einen vierten Teil der Reihe braucht man dann aber nicht unbedingt. Das Projekt ist interessant zu verfolgen, als Freund des B-Films greift man dann aber doch lieber zu den amerikanischen Produktionen. Immerhin haben Leute wie Charles Band, Lloyd Kaufman, Roger Corman oder Terence Fisher jahrelange Erfahrung mit der Erschaffung filmischen Schrotts. Nichts desto trotz ist „Lovelorn – Und die Rache des Pharaos“ ein guter Film aus deutschen Landen. Er ist sogar ein guter Trash-Film, der an Klassiker des Genres heranreicht. Zwar mit kleinen Schwächen beim Tempo und stellenweise auch dem Unterhaltungswert, für eine deutsche Produktion kann er aber überzeugen. Regisseur Thomas Frick hat bei seinem ersten Langfilm-Job gute Arbeit geleistet. Auch wenn Freunde des Mainstreams natürlich eine völlig andere Meinung haben werden.

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DVD

Die DVD kommt in einer soliden Bild- und Tonqualität daher. Von einem perfekten Bild ist man zwar etwas weit entfernt, die tut der Sache aber keinen Abbruch. Der Sound ist ebenfalls okay. Auf große Klang-Effekte muss man verzichten. Als Extras gibt es einen Audiokommentar, Trailer, Interviews, Setfotos, Outtakes und ein Making Of. Das Angebot ist nicht nur reichhaltig, sondern auch interessant zu betrachten.

Bewertung

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Spannung 2010_3_5.gif
Story 2010_4_5.gif
Ekelfaktor 2010_2.gif
Atmosphäre 2010_3_5.gif
Tonqualität 2010_4_5.gif
Bildqualität 2010_4_5.gif
Zusatzmaterial 2010_4.gif
Gesamteindruck 2010_4.gif

Ähnlicher Film:

Seine tödliche Rache

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Informationen

Drehland Hongkong
Drehjahr 1978
Laufzeit ca. 85 Minuten
Regie Do Liu Boh
Darsteller Bruce Le San Kuai Fong Yau Bolo Yeun u.a.
Bild
  • 2
  • 20:1
Ton DD2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK KJ
Seine tödliche Rache

Story

Der junge Chinerse Chang muss immer wieder mit ansehen, wie sein Dorf von japanischen Kriminellen heimgesucht wird. Daraufhin beschließt er, einen Kung-Fu-Lehrer aufzusuchen, um von ihm die Kampfkunst zu erlernen. Chang und seine Mitschüler werden von dem Meister gut erzogen. Sie lernen, ihre Fähigkeiten nicht in Auseinandersetzungen einzusetzen. Auch wenn ihnen das schwer fällt, da es immer wieder zu Konfrontationen mit Japanern kommt.

Eines Tages wird der Meister von den Japanern gefoltert und ermordet. Für Chang und seine Freunde ist dies Grund genug, ihre guten Manieren fallen zu lassen und grausam Rache zu üben…

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Kritik

Bruce Lee war eine Ikone des Kampffilms. Nachdem er 1973 verstarb, machten sich viele auf, um seinen Namen in Ehre, oder aus Profitgier, weiter durch das Filmgeschäft zu tragen. Einer dieser Ableger, von denen es knapp 100 gibt, ist „Seine tödliche Rache“. Mit einem Bruce in der Hauptrolle, dem ein E abhanden gekommen ist. Bruce Le 1974 bis 1992 in einigen Kung-Fu-Filmen zu sehen, drehte selbst welche und hat sich trotz des platten Plagiates einen Namen im Geschäft gemacht.

Wovon der Film lebt sollte klar sein: Kampfszenen. Es gibt hiervon einige, wo minutenlang kein Wort gewechselt, sondern nur draufgehauen wird. Wenn mal nicht draufgekloppt wird, wird trainiert. Man kann den Protagonisten sogar dabei beobachten, wie er von Tieren Eigenarten übernimmt, um so seinen Kampf-Style zu verfeinern. Die dünngestrickte Story, die problemlos in einem Satz wiedergegeben werden kann, wird dabei natürlich vernachlässigt.

Freunde des Genres wird dies aber sicherlich nicht stören. Die Kampfszenen sehen stylisch aus, die Geräusche sind übertrieben schön nachvertont und es kommt sogar zum Einsatz einiger gefährlicher Waffen. Dies hat zur Folge, dass der Film durchaus hart in einigen Szenen ist. Der Film wurde zwar seinerzeit in Deutschland nicht indiziert, aber in den Videoversionen geschnitten. Diese Szenen wurde auf der CMV-DVD wieder hinzugefügt. Ob diese Schnitte berechtigt waren, falls es so etwas überhaupt gibt, darf bezweifelt werden. Es gibt zwar Tötungsszenen, diese fallen aber doch sehr unblutig aus.

Bruce Le macht seinen Job gut. Da kann nicht gemeckert werden. Allerdings stellen die schauspielerischen Ansprüche auch kein Problem für ihn dar. Meist beschränkt sich der Anspruch auf böses Gucken. Oder mal durchs Bild gehen. Ansonsten muss er das machen, was er kann. Seine Kollegen hinterlassen auch keinen schlechten Eindruck. Was keine große Kunst ist. Die Regie von Do Liu Boh, der nach diesem Film noch acht weitere Genre-Filme drehte, ist allerdings alles andere als gut. Die Kamera ist nicht immer gut positioniert und es werden keine besonderen Bilder eingefangen. Alles sieht ein wenig aus, als hätte der Film schnell in den Kasten kommen müssen. Für die Ohren gibt es neben den erwähnten Geräuschen nur Durchschnittskost. Die Musik fällt wenig auf und die Dialoge interessieren wenig.

„Seine tödliche Rache“ ist sicherlich nur etwas für Freunde des Subgenre. Die Story ist kümmerlich, die Kampfszenen sind gut. Er ist vielleicht zu wenig trashig und auch zu wenig ernst. Wer den Film und Bruce Le ungeschnitten betrachten möchte, sollte sich die CMV-DVD zulegen.

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DVD

Man sollte meinen, dass es bei Filmen dieser Art schon genug Extra ist, wenn der Film uncut und zudem in der englischen Sprachfassung angucken kann. Denn bei solchen Filmen ist es sicherlich extrem schwer an alte Bonus-Materialien zu kommen. Und so zeigen sich die Extras dann auch. Neben zahlreichen Trailern gibt es lediglich den Titelvorspann der deutschen Version. Aber es wird wohl niemanden auf dieser Welt gaben, der sich diesen Le Film wegen den Extras kauft.

Bild und Ton liegen in solider Qualität vor. Das Bild ist etwas dunkel und nicht so scharf, wie man es normalerweise von CMV-DVDs gewohnt ist. Dies liegt offensichtlich am nicht ganz so guten Ausgangsmaterial. Der Ton kommt in DD2.0 daher und hat ebenfalls ein paar Qualitätsverluste zu verzeichnen. Man kann das Ganze aber gut gucken und auch gut verstehen.

Bewertung

Splatter 2008_1_5.gif
Spannung 2008_3_5.gif
Story 2008_2_5.gif
Ekelfaktor 2008_2.gif
Atmosphäre 2008_3_5.gif
Tonqualität 2008_4.gif
Bildqualität 2008_4_5.gif
Zusatzmaterial 2008_2.gif
Gesamteindruck 2008_3_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Bruce Lee…

Rache für meine Tochter – Selig sind die Dürstenden

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Informationen

Darsteller
  • Kjersti Elvik
  • Gjertrud L. Jynge
  • Lasse Kolsrud
  • Nils Ole Oftebro
  • Anne Ryg
  • Bjørn Sundquist
  • u.a.
Regie Carl Jørgen Kiønig
Tonformat
  • DD 2.0 surround
  • DD 2.0 surround
Bildformat 16:9 (anamorph)
Sprachen
  • Deutsch
  • Norwegisch
Untertitel Deutsch
FSK 16
Ländercode 2
Drehland Norwegen
Jahr 1997
Filmlänge ca. 113 Minuten
Verleih Epix
Originaltitel Salige er de som tørster
 Rache für meine Tochter - Selig sind die Dürstenden

0306_Rache_fuer_meine_Tochter_cover_klein.jpgDer Film kann hier bestellt werden

Story

Auf einen Schlag ist Kristines Leben zerstört: Brutal vergewaltigt ein unbekannter Täter die junge Studentin in ihrer eigenen Wohnung. Ihr Vater findet die verstörte, geschundene Frau und benachrichtigt die Polizei.

Kommissarin Hanne Wilhelmsen wird auf den Fall angesetzt. Für die toughe Polizistin ein Routinefall, der im Moment nurzusätzlichen lästigen Stress bedeutet. Schließlich hat sie gerade andere Sorgen: Ein offenbar Geisteskranker treibt in Oslo sein Unwesen. Immer samstags besudelt er unterschiedliche Orte in der Stadt. Mit Blut! Schweineblut. In das Blut hineingeschmiert: merkwürdige Zahlen.

Dann finden die Fahnder Spuren von Menschenblut, schließlich taucht die erste Leiche auf. Die Tote ist eine illegale Einwanderin.

Bei ihren Ermittlungen stößt Hanne Wilhelmsen auf eine heiße Spur: Der geheimnisvolle Mörder und Christines Vergewaltiger müssen ein und dieselbe Person sein! Und alles deutet darauf hin, dass der Täter aus den Reihen der Polizei kommt.

Unterdessen muss Kristines Vater mit ansehen, wie sich seine Tochter immer mehr zurückzieht, Zuflucht im Alkohol sucht, von Panikattacken geplagt wird. Und er leidet mit ihr. Schließlich treibt ihn nur noch ein Gedanke: Rache für seine Tochter! Alleine macht er sich auf die Suche nach Kristines Peiniger…

Kritik

„Rache für meine Tochter“ ist die Verfilmung des Romans „Selig sind die Dürstenden“ der norwegischen Bestseller-Autorin Anne Holt. Wie schon in dem Vorgänger „Justitia – Blinde Göttin“ steht auch in diesem Krimi die Kommissarin Hanne Wilhelmsen im Mittelpunkt.

Anne Holt, ehemalige Polizistin und Justizministerin Norwegens, zeigt, dass sie „vomFach“ ist. Mit großer Detailverliebtheit schildert sie ihre Geschichte um die junge lesbische Polizistin, so dass das Ganze sehr authentisch wirkt. Als Frau bringt sie zudem die Themen Vergewaltigung, gleichgeschlechtliche Liebe unter Frauen, Affären am Arbeitsplatz und die Probleme illegaler Einwanderinnen sensibel rüber.

Dabei ist die Anfangssequenz des Films wirklich sehr eingängig, intensiv und schockierend. Zudem auch handwerklich sehr gut inszeniert. In Parallelschnitten wird in rascher Bildabfolge hin und hergezappt: Zärtliches Liebesspiel der Kommissarin und ihrer Geliebten, romantisches Bettgeflüster des Staatsanwalts und seiner Kollegin.

Zwischen diesen Szenen: Eine wimmernde, leidende junge Frau, die Hände und Füße mit Draht ans Bett gefesselt, brutal vergewaltigt. Wirklich hart anzusehen, dieser Kontrast zwischen Idylle und Folter, zwischen Liebe und Leid.

Hauptdarstellerin Kjersti Elvik macht wirklich eine sehr gute Figur. Auf gewisse Art und Weise erinnert sie ein wenig an die Tatort-Kommissarin Andrea Sawatzki, was vor allem an ihren strahlend grün-blauen Augen liegen mag. Aber auch an dem Durchsetzungsvermögen, welches Kommissarin Wilhelmsen ihren Kollegen gegenüber an den Tag legt. Motorradfahrerin, Lesbe, knallharte Ermittlerin. Eine Frau, die weiß, was sie will. Geschickt flirtet sie mit ihren männlichen Kollegen und lässt sie nach ihrer Pfeife tanzen. Sie hat alles im Griff. Oder doch nicht? So lässt sich die Powerfrau von ihrem Chef ständig neue Arbeit aufschwatzen, vernachlässigt ihr Privatleben und geniert sich zunächst, ihre sexuelle Neigung den Kollegen gegenüber preiszugeben.

Auch die übrigen Schauspieler gefallen in ihren Rollen. Allen voran Gjertrud L. Jynge in der Rolle der jungen Kristine. Sie spielt das Vergewaltigungsopfer wirklich überzeugend. Da können auch einige logische Fehler im Drehbuch nicht dran rütteln.

Die gewollte Authentizität, der sensible Anstrich des Films stellt leider auch ein kleines Manko dar, weil die Handlung durch viele nebensächliche Dialoge stellenweise ein wenig durchhängt. Anne Holtz legt bei der Erzählung ihrer Geschichte offensichtlich viel Wert auf die psychologischen und zwischenmenschlichen Aspekte. Langeweile kommt dadurch dennoch nicht wirklich auf. Über Szenen, die vielleicht etwas langatmig sind, tröstet den Zuschauer die gelungene melancholische Stimmung, inklusive Celloklängen und Geigenspiel hinweg.

„Rache für meine Tochter“ könnte auch ohne weiteres als sonntäglicher „Tatort“ durchgehen. Der Film ist unterhaltsam, trotz des heiklen Themas nicht übermäßig hart und bietet das, was vielen modernen Hollywood-Thrillern in den letzten Jahren abhanden gekommen ist: Eine abgeschlossene Handlung und frische, unverbrauchte Darsteller.

Fazit: Netter Thriller im Fernseh-Style. Eine gelungene Alternative zum Sonntags-„Tatort“.

DVD

Die DVD von Epix kommt zweisprachig (deutsch/norwegisch). Deutsche Untertitel lassen sich einblenden. In der norwegischen Originalfassung sind die deutschen Untertitel fest integriert und lassen sich nicht ausblenden.

Als Bonus gibt es eine interessante Leseprobe aus der Romanvorlage. Des weiteren informieren Texttafeln über die Hauptdarsteller und den Regisseur.

Eine Trailershow kündigt weitere Titel von Epix an.

Weitere Informationen:

Rache für meine Tochter in der Filmundo-Filmdatenbank.

Bewertung

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