Brennende Rache

Informationen

OT:The Burning

ca. 88 Minuten

Hongkong, Kanada 1981

Regie

  • Tony Maylam
Darsteller

  • Brain Matthews
  • Leah Ayres
  • Brain Backer
  • u.a.

Brennende Rache

Story

Vor fünf Jahren gab es in einem Ferien Camp, genannt „Camp Blackford“ einen schweren Unfall der zufolge hatte, dass das ganze Camp nieder brannte und der Campleiter in den Flammen starb. Schuld daran sind ein paar Jugendliche die dem Campleiter Crosby einen Streich spielen wollten, der aber dummerweise missglückte. Crosby war ein sadistischer Kerl, der den ganzen Tag trank und die Jugendlichen ohne Grund verprügelte und nieder machte. Um ihm seine Boshaftigkeit ein für alle mal auszutreiben spielten die Jugendlichen ihm einen bösen Streich und zwar schlichen sie sich nachts in sein Schlafzimmer, legen einen verwesten Totenkopf voller Würmer auf den Nachtisch und zündeten Kerzen an. Als Crosby aufwachte erschrak er und in Panik stieß er den Kopf auf seine Decke und dann über einen Benzinkanister und alles brannte lichthalo-. Aber noch während er brannte schwor er Rache. Crosby überlebte aber gerade noch so und fünf Jahre später, also jetzt (im Film), kommt er völlig entstellt aus dem Krankenhaus raus. Szenenwechsel. Wir befinden uns jetzt in einem Camp, das nicht sehr weit vom ehemaligen Camp Blackford entfernt ist. Im Camp sind viele Kinder und Jugendliche, die ihren Sommer dort verbringen und sehr viel Spaß haben. Na ja zumindest haben alle Spaß bis auf den etwas schüchternen Alfred der immer wieder von Muskelpaket Glazer geärgert wird. Die Teenager sind so drauf wie wir es von allen 80ger Jahre Horrorfilmen gewohnt sind, das heißt die Jungs sind fast alle, entschuldigt mich *g*, notgeile Böcke die nur das eine im Kopf haben und die Mädchen meist sehr arrogant. Es gibt natürlich auch ausnahmen. Eines Tages beschließen die älteren unter den Jugendlichen einen Kanuausflug zu machen der 3 Tage mit Übernachtung gehen soll. Alle haben Spaß und amüsieren sich, was aber keiner weiß ist das der verbrannte Crosby ihnen mit einer Heckenschere auflauert und sich an den Jugendlichen blutigst rächen will, weil er damals in Brand gesteckt wurde. Als es Abend wird beschließt einer der Jugendlichen mit seiner Freundin noch eine Runde schwimmen zu gehen und macht sich natürlich gleich an sie heran. Die Freundin ist nicht gerade erfreut darüber und verschwindet in Richtung Wald zu den anderen. Auf einmal sind all ihre Kleider weg und als nachsehen will wo ihre Sachen sind, taucht plötzlich Crosby auf und schneidet ihr mit seiner Heckenschere die Kehle durch. Am nächsten Tag fragen sich alle wo das Mädchen geblieben ist und als sie zurück fahren wollen sind auf einmal alle Kanus verschwunden. Jetzt stecken die Jugendlichen in einer dummen Situation, denn drum herum ist überall dichter Wald und Crosby führt seinen Rachefeldzug blutig fort.

Kritik

Das hört sich doch alles irgendwie nach „Freitag der 13.“ An, nicht wahr?! Und genauso ist es auch, denn die Geschichte ist praktisch ein und die selber nur die Morde und der Killer ist ein anderer. Am Anfang gibt es die Anfangsszene wie alles passierte, danach kommt der Genreübliche Anfangsmord, diesmal an einer Prostituierten und dann geht der Film los. Alles beginnt sehr langsam und man lernt erst einmal die einzelnen Figuren kennen wer mit wem zusammen ist und so, ihr wisst schon. Natürlich bleibt am Anfang der Killer eher etwas im Hintergrund und beobachtet die Teenies nur. Ab und zu kommt dann auch eine Szene bei der man denkt jetzt passiert gleich ein Mord, aber in Wahrheit passiert dann nichts. Ab dem Punkt als die Jugendlichen dann ihren Kanuausflug machen geht der Film dann aber los, ich würde sagen nach ungefähr 40 Minuten. Der erste Mord ist der den ich oben bei der Inhaltsangabe erwähnt habe. Ab jetzt geht es dann aber relativ schnell zur Sache, denn der nächste Mord lässt nicht lange auf sich warten. Es werden alle nach und nach getötet bis am Ende nur noch einer und der Campleiter übrig ist die den Killer dann zur Strecke bringen. Im Grunde das gleiche wie immer und man kann „The Burning“ als typischen Slasherfilm einordnen. Was mir sehr gut gefallen hat ist die Atmosphäre die durch den ganzen Wald und durch das ständige da sein des Killers dauerhaft vorhanden ist. Selbst am Anfang wenn noch eher wenig passiert ist eine gewisse Atomsphäre vorhanden, die den Film eigentlich nie richtig langweilig werden lässt. Zudem gibt es noch richtige spannende und unerwartete Szenen. Zu den spannenden Szenen zähle ich hauptsächlich die Szenen, in denen man weiß gleich passiert der Mord und man sich auf den Schockeffekt vorbereitet. Und vom solchen Szenen gibt es hier einige. Bestes Beispiel ist der Mord an Glazer und Sally. Glazer holt will ein Feuer machen und geht weg. Inzwischen wird seine Freundin Sally von Crosby umgebracht und als Glazer zurück kommt liegt sie zugedeckt als ob sie schläft. Bei dieser Szene taucht der Killer dann ganz überraschen auf. Auch sehr überraschen fand ich die Szene als die Jugendlichen, die mit dem selbstgebauten Floß zurückfahren, unterwegs ein Kanu finden. Mit dem was hier passiert hätte ich nie und nimmer gerechnet, denn man erwartet etwas ganz anderes (an dieser Stelle wird aber nichts verraten. Besonders gut gefallen haben mir die wirklich sehr blutigen Mordszenen die Crosby verübt. Hier bekommt der Splatterfan ein paar wirklich nette Szenen geboten, was bei Kehle durchschneiden anfängt und bei Gartenschere durch den Arm oder Axt in den Kopf aufhört. Es kann auch mal vorkommen das einer die Gartenschere in den Hals gestoßen bekommt und diese herumgedreht wird, eine Schere in den Bauch gerammt wird oder gar alle Finger in einem Zug abgeschnitten werden (oder waren es nur 3 , kann ich gerade nicht mehr genau sagen). Die Tatsache das die ganzen Bluteffekte auch noch vom Effekte König Tom Shavini stammt, lässt einem schon im Vorfeld wissen auf was er sich einlassen kann. Und Tom Shaini hat bei „The Burning“ eine echt sehr gute Arbeit abgeliefert, denn kein Effekt sieht schlecht oder billig aus und man bekommt eine ganze Menge geboten. Der Film wurde damals von unseren Babysittern beschlagnahmt, obwohl die alte Fassung in 3 Szenen gekürzt wurde. Das liegt sicher zum einen an den blutigen Mordszenen und zum anderen an der Härte des Films. Die Morde werden nämlich im Vergleich zu vielen „Freitag der 13.“ Filmen nicht lustig sondern hart und grausam dargestellt. In einer Szene werden sogar um die 5 Jugendlichen auf einmal blitzartig nacheinander getötet und einer blutiger als der andere. Grundsätzlich bin ich gegen ein Verbot eines Filmes, und daran wird sich auch nicht ändern!, aber das FSK 18 trägt „The Burning“ zurecht. Jeder Slasherfan wird wie ich bei diesem Film begeistert sein, alle anderen denen schon „Scream“ und Co. zu hart ist sollten den Film besser meiden. Auf jedenfall hat „The Burning“ viele gute Mordszenen, für die es sich alleine schon lohnt den Film zu sehne! Die Darsteller sind alle unbekannt und es sticht keiner hervor, außer vielleicht der schüchterne Alfred der doch recht glaubwürdig spielt. Alle anderen geben gute Opfer ab und mehr nicht. Der Regisseur Tony Maylam sagt mir ebenfalls nicht und auch ansonsten ist der einzige mir bekannte Name des Filmes Tom Shavini. Alles in allem ist „The Burning – Brennende Rache“ ein recht guter Film der leider heute bei fast allen unbekannt ist und das zu unrecht. Aber er kommt meiner Meinung nach trotzdem nicht an die „Freitag der 13.“ Filme heran, denn Jason ist einfach noch viel cooler ;-). Aber eins muss man dem Film lassen, die Idee mit der Heckenschäre fand ich sehr gut. DVD und Versionen Meine Meinung basiert auf der ungeschnittenen DVD Fassung von dem Label Dragon und ist unter dem Originaltitel „The Burning“ erschienen. Die DVD selber würde ich als einzige würdige deutsch Fassung beschreiben, da sie auch als einzige uncut ist. Selbst die Blood Edition ist geschnitten. Das Bild ist zwar nicht so das Wahre, besonders dann wenn es dunkel ist, wenn man aber mal das Alter des Films bedenkt immer noch mittelmäßig und im vergleich zu anderen Fassungen genial! Der Ton ist dafür in Dolby Digital und auch ansonsten recht gut, also ohne starkes Rauschen und anderen Fehlern. Bei den Sprachen kann man zwischen deutsch und englisch wählen. Als Extras gibt es den Trailer zum Film selber, eine Bildergalerie und ein paar Filmographien zu den einzelnen Schauspielern. Die DVD ist vom aussehen her gut, völlig ungeschnitten und nicht FSK freigegeben (keine Vermietung oder Verkauf an Kinder und Jugendliche). Leider wurde sie inzwischen indiziert, aber das ist für uns Fans eh kein Hindernis. Aber Vorsicht! Wenn ihr euch eine DVD holt, dann nur die von Dragon. Die Astro/Laser Paradise DVD von der Bloodedition ist in der 1. und auch 2. Auflagen an den gleichen Stellen gekürzt wie das alte verbotene Tape und außerdem soll das Bild dort angeblich grottenschlecht sein und enthält null Extras. Dann gibt es da noch eine DVD von Laser Screen/DVR die aber noch stärker cut ist als die von der Blood Edition, mir anderen Worten nicht empfehlenswert. Bei den VHS’s gibt es das gekürzte verbotene Tape von Thorn Emi Video und noch zwei Bootlegs von ACME Video und Pyrotec. Vorsicht, die englische Fassung von Vipco ist ebenfalls geschnitten. Ihr seht die einzig wahre Fassung ist die DVD von Dragon, die ich habe. Fazit „The Burning“ ist ein ziemlich guter Slasherfilm, der heute etwas unbekannt ist, aber im Prinzip fast genauso gut ist wie „Freitag der 13.“ oder „Halloween“. Ich vergebe ihm 4 Sterne und empfehle die Dragon DVD an alle Horrorfans unter uns.

Bewertung

Splatter Brennende Rache
Spannung Brennende Rache
Story Brennende Rache
Ekelfaktor Brennende Rache
Atmosphäre Brennende Rache
Gesamt Brennende Rache

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