Dracula

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Informationen

og_title OT: Dracula
origin_date
  • Großbritannien
  • 2006
duration ca. 90 Minuten
Regie Bill Eagles
Darsteller Marc Warren Dan Stevens Sophia Myles Stephanie Leonidas
Bildformat
  • 1
  • 78:1 (anamorph / 16:9)
Tonformat Deutsch Dolby Digital 5.1 Englisch Dolby Digital 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
Ländercode code_2.jpg
Freigabe fsk_16.gif

Dracula

Story

London 1899: Dem jungen Arthur Holmwood scheint das Glück in die Wiege gelegt worden zu sein. Er ist der Sohn reicher Eltern, gutaussehend und bald mit seiner großen Liebe Lucy Westenra verheiratet. Doch der Adelige trägt etwas in sich, von dem er erst nach dem grausamen Tod seines Vaters erfährt. Er hat Syphilis. Da die Krankheit zu seiner Zeit unheilbar ist, versucht Arthur alles mögliche, um seinen sicheren Tod hinauszuzögern.

Er hört von einem Grafen aus Transsylvanien, dem es möglich sein soll eine Blutwäsche zu machen. So lässt er den Grafen Dracula nach London holen, um sich helfen zu lassen. Die düstere Gestallt, die sich bereits am einem verschollenen Freund von Arthur gelabt und verjüngt hat, hat allerdings nichts Gutes im Sinn. Ihm ist nicht nur egal das Arthur krank ist, er ist auch sehr an dessen Frau interessiert…

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Kritik

Eigentlich sollte man ja meinen, dass es für ein Film-Studio nicht sonderlich lukrativ ist, die x-te Fassung einer Dracula-Geschichte zu drehen. Und vor allem dann, wenn es sich um die Geschichte aus der Vorlage von Bram Stoker handelt die ja nun wirklich oft auf dem Bildschirm zu sehen war.

Nach der Betrachtung muss man aber sagen, dass es sich gelohnt hat. Die BBC hat hier ein gutes Werk produziert, welches sich glücklicherweise nicht genau an die Vorlage hält und so mit einer etwas neuen, interessanten Geschichte daherkommt. Es wird sich nicht so sehr auf die Geschichte des Grafen Dracula konzentriert, sondern auf die des jungen Adeligen. Er hat derartige Probleme, dass ihm jedes Mittel zur Lösung recht ist. Quasi lässt er sich auf einen Packt mit dem Teufel ein, was er aber viel zu spät merkt. Das Dracula nicht so sehr im Mittelpunkt steht, könnte Freunde des Fürsten der Finsternis natürlich etwas stören. Auch die restlichen Blutsauger kommen etwas kurz. Ebenso wie Vampir-Jäger Van Helsing. Aber dafür kann man eine nette Geschichte verfolgen, die interessant ist und kaum Längen aufweist.

Die Geschichte ist optisch natürlich in ein altes Gewand gehüllt. Immerhin spielt der Film im Jahre 1899. Die Drehorte sind wirklich gut anzusehen und dem Zuschauer wird durchaus glaubhaft vermittelt, dass man sich am Ende des vorvorherigen Jahrhunderts befindet. Mit opulenten Kostümen und stimmigen Kulissen wird eine gute Atmosphäre erzeugt. Die Spannung hält sich über die gesamte Spielzeit in Grenzen. Einen wirklichen Spannungsbogen vermisst man. Und doch interessiert es einen, wie die Geschichte ausgeht.

Bluttechnisch hält sich „Dracula“ in den meisten Szenen zurück. Das FSK 16 ist gerechtfertigt, auch wenn hier mal gepfählt und da mal ein Kopf abgerissen wird. Natürlich gibt es auch einige erotische Szenen, was für einen Vampir-Film ja nicht ungewöhnlich ist. Diese dauern zum Glück, bis auf eine Szene, nicht unnötig lange.

Darstellerisch bekommt man recht gute Leistungen geboten. Marc Warren („Hellraiser: Deader“) hat die Hauptrolle erhalten und spielt diese mit langer Perücke durchaus ordentlich. Das er nicht die Qualität eines Christopher Lee wiedergeben kann ist klar, man hat aber schon schlechtere Blutsauger über die Leinwand huschen sehen. Sophia Myles („From Hell“, „Underworld“) kommt als “Draculas Braut” nicht wirklich gut rüber, dafür kann ihre Kollegin Stephanie Leonidas aber auftrumpfen. Es bleibt zu hoffen, dass auf Leonidas demnächst mal öfter zurück gegriffen wird. Und das nicht nur in Kleinstproduktionen. Regisseur Bill Eagles, der bis dato fast nur Serien, aber auch den halbfiktionalen Serienmörder-Film „Riverman“ gedreht hat, muss eine grundsolide Arbeit attestiert werden. Die „Dracula“ Auflage von 2006 wird zwar sicherlich niemanden vom Hocker hauen, ist aber ein guter Film, den man sich ruhig mal zu Gemüte führen kann, da er gut unterhält und mal eine etwas andere Geschichte rund um den Grafen Dracula erzählt.

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DVD

Auf der DVD, die der Horror-Page Redaktion vorlag handelt es sich um eine Ansichts-DVD. Diese verfügt zwar über keine eingeschränkte Bild- und Tonqualität, aber keinerlei Extras. Ob das in der künftigen Veröffentlichung auch so ist, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Bild und Ton sind auf jeden Fall einwandfrei, also zu keiner Zeit zu bemängeln.

Bewertung

Splatter 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Spannung 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Story 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Ekelfaktor 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Atmosphäre 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ton 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif
Bild 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif
Extras
Gesamt 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif

Ähnlicher Film:

  • Dracula

 

Die Stunde wenn Dracula kommt

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Informationen

OT:La Maschera del demonio

ca.84 Minuten

Italien 1960

Regie

  • Mario Bava
Darsteller

  • Barbara Steele
  • John Richardson
  • Andrea Checchi
  • Ivo Garrani
  • u.a.

Die Stunde wenn Dracula kommt

Story

Im Jahr 1630 wird Prinzessin Asa (Barbara Steele) von ihrem eigenen Bruder der Hexerei bezichtigt und zusammen mit ihrem Geliebten Javuto (Arturo Dominici) zum Tode verurteilt. Bevor Asa durch eine Eisenmaske mit spitzen Nägeln das Leben genommen wird, verflucht die Hexe ihren Bruder und all seine Nachkommen.

200 Jahre später reisen Dr. Kruvajan (Andrea Checchi) und sein Kollege Dr. Andrej Gorobec (John Richardson) mit einer Kutsche durchs Land und bleiben nach einer Panne unmittelbar vor den Gewölben stehen, in denen die Hexe Asa begraben liegt. Die Beiden besichtigen die Gruft und finden dabei den Sarg der Toten, die darin von einem Kreuz gebannt wird. Als Dr. Kruvajan von einer Fledermaus angegriffen wird, zerstört er versehentlich das schützende Kreuz und verspritzt etwas Blut in den Sarg. Ohne zu ahnen, dass er durch diese Aktion die Prinzessin wieder zum Leben erweckt hat, flüchtet Dr. Kruvajan zusammen mit seinem Kollegen von diesem ort und trifft vor den Gewölben auf Katia Vajda (Barbara Steele), eine Nachfahrin Asa’s. Die Hexe beschwört derweil ihren ehemaligen Geliebten Javuto wieder herauf und gemeinsam machen sie sich daran, den damals ausgesprochenen Fluch über Asa’s Nachfahren zu bringen..

Kritik

Mario Bava ist einer der bekanntesten, italienischen Regisseure, doch diesen Status musste sich der im Jahr 1980 verstorbene Filmemacher hart erarbeiten. Seinen Einstieg in die Filmbranche fand Bava als Kameramann, wobei er dank seines Talents schnell auf sich aufmerksam machen konnte. Zu dem Posten als Regisseur kam Bava anfangs nur, weil er für andere Regisseure einspringen musste, die einen angefangenen Film nicht vollenden wollten oder konnten, doch mit "Die Stunde, wenn Dracula kommt" bewies Mario Bava endgültig, dass er auch alleine in der Lage ist, einen sehr guten Film zu inszenieren. Der Streifen erregte schnell aufsehen und wurde zu einem beachtlichen Erfolg, der den weiteren Verlauf des italienischen Horrorfilms maßgeblich beeinflussen sollte und Mario Bava mit einem Schlag zu einem der bekanntesten Namen im Horrorfilmgeschäft machte.

Es wird schnell klar, woran sich das auf einem russischen Volksmärchen basierende Erstlingswerk Bava’s anlehnt: Zur selben Zeit wurden die Horrorfilme des britischen Hammer-Studios immer populärer, und auf den ersten Blick hat es tatsächlich den Anschein, als wäre "Die Stunde, wenn Dracula kommt" ebenfalls ein Auswurf des Filmstudios. Nebelverhangene Landschaften, alte Gemäuer, aristokratische Anwesen mit Geheimgängen und prachtvollen Gemälden an den Wänden, sich im Wind bewegende Spinnennetze und vieles mehr sind die Markenzeichen des britischen Gothic-Horrors. Ganz in dieser Tradition lieferte Bava mit "Die Stunde, wenn Dracula kommt" einen atmosphärischen schwarzweiß Streifen ab, der jedoch mit, für die damalige Zeit, erschreckend harten Szenen aufwarten kann.

Bereits die Einstiegsszene im Jahr 1630 macht Lust auf mehr: Die Hinrichtung der Hexe Asa, inklusive einem kleinen Prolog über die damalige Angst der Menschen vor Vampiren und der daraus resultierenden Paranoia, ist unglaublich atmosphärisch und fesselnd. Und spätestens wenn Asa mit einem gewaltigen Hammer die Eisenmaske mit nach innen gerichteten Nägeln aufs Gesicht geschlagen wird und das erste Blut spritzt, dann traut man zum ersten Mal seinen Augen kaum. Vor 47 Jahren waren derartige Gewaltdarstellungen in Horrorfilmen beinahe noch Neuland, weshalb man Bava schon ein gewisses Mut zum Risiko zusprechen darf. Später wurde der Film in vielen Ländern sogar zensiert oder verboten, was nicht weiter überraschen sollte. Kein Wunder, wenn der Regisseur uns hier doch beibringt, das man Vampire nicht nur mit Sonnenlicht und Pfählen durchs Herz töten kann, sondern auch, wenn man ihnen die Augen aussticht. Dass der Gute dies dann auch noch zeigt, dürfte damals vielen Kinobesuchern zu viel gewesen sein.

Dennoch ist "Die Stunde, wenn Dracula kommt" natürlich noch weit von dem entfernt, was heute als Splatter bezeichnet wird. Die gezeigten Effekte sind hart, aber nicht ausufernd und nehmen zudem keinen all zu wichtigen Platz im Film ein. Vordergründig konzentriert sich Bava auf sein umwerfendes Talent als Kameramann. Die Sets sind stets perfekt eingefangen und lassen kein Zweifel daran aufkommen, dass der Verantwortliche ein Meister seines Fachs war. "Die Stunde, wenn Dracula kommt" zieht seine Spannung nur selten aus direkt actionreichen Sequenzen, sondern baut vielmehr eine schaurige Suspense auf, etwa wenn Dr. Kruvajan und Dr. Gorobec anfangs in die Gruft hinabsteigen und die Hexe Asa in ihrem Sarg auffinden. Am heutigen Verständnis von Horror kann das Werk nicht gemessen werden, doch jeder, der etwas mit alten Gruselstreifen anfangen kann, wird "Die Stunde, wenn Dracula kommt" sofort zu schätzen wissen. Bava würzt sein Werk mit allerlei interessanten Einfällen: Da grinst der Teufel aus einer Teetasse, verändern sich die Zeichnungen auf Gemälden oder schleichen finstere Gestalten durch die Dunkelheit.

Der einzige Negativpunkt, den ich anzubringen habe, ist die teilweise verwirrende, alles in allem aber dennoch zu einfach gestrickte Story. "Die Stunde, wenn Dracula kommt" baut lediglich auf einem Fluch und der Rache einer ehemals grausam hingerichteten Hexe auf, doch wenn man das Produktionsjahr des Films bedenkt, ist das noch verschmerzbar. Langweilig wird einem hier nie, doch ab und an hat man anhand der vielen verschiedenen Namen und Charaktere etwas Mühe, dem Geschehen folgen zu können. Loben muss ich die Darsteller, an vorderster Front Barbara Steele. Durch ihre Doppelrolle als Hexe und deren Nachkommin wurde Steele jahrelang nur noch mit dem Horrorgenre assoziiert und bekam auch fast ausschließlich entsprechende Rollenangebote. Sie spielt die mysteriöse Hexe sehr unheimlich, auf eine gewisse Weise erotisch und außerordentlich anziehend.

Jeder, der etwas mit den klassischen Horrorfilmen der Hammer-Studios oder auch den frühen Werken von Universal anfangen kann, wird "Die Stunde, wenn Dracula kommt" lieben. Nicht umsonst bezeichnete Tim Burton dieses Werk in einem Interview einst als seinen Lieblingsfilm und nicht umsonst gilt Bava’s erster, eigenständiger Film als eine der besten italienischen Horrorproduktionen. Die Story ist zwar nicht gerade die Einfallsreichste, doch das machen die atmosphärischen Gruselmomente, von denen es in "Die Stunde, wenn Dracula kommt" reichlich gibt, auf jeden Fall wieder wett.

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 4_5.gif
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Atmosphäre 5.gif
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Ähnlicher Film:

Dracula und seine Bräute

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Informationen

OT:The Brides Of Dracula

ca. 81 Minuten

GB 1960

Regie

  • Terence Fisher
Darsteller

  • Peter Cushing
  • Martita Hunt
  • Yvonne Monlaur
  • Freda Jackson
  • David Peel
  • u.a.

Dracula und seine Bräute

Story

Marianne Danielle, eine junge französische Lehrerin, ist auf dem Weg in ein Mädcheninternat, wo sie eine neue Anstellung bekommen hat. Nach der langen Reise von Frankreich nach Transsylvanien wird sie kurz vor dem Ziel noch einmal aufgehalten, da ihre Kutsche ohne sie weiterfährt, und kehr in das Schloss der Baronin Meinster ein, die ihr Hilfe in der seltsamen Situation angeboten hat. Die junge Französin erfährt, dass die Baronin einen Sohn hat, der wahnsinnig sein soll und deswegen in seinem Zimmer angekettet ist. Marianne Danielle will das aber nicht glauben, als sie den jungen Baron sieht und vor lauter Mitleid befreit sie ihn von seinen Ketten. Dies soll sich im Nachhinein allerdings als schwerwiegender Fehler herausstellen, da der nun entflohene Baron ein Vampir ist, der sich alsbald daran macht, seiner Mutter und anderen Personen das Blut auszusaugen. Glücklicherweise ist aber der Vampirjäger Dr. van Helsing in der Nähe. Als er von Vorfällen hört, macht er sich auf die Jagd nach dem Vampir, um der Mordserie ein Ende zu machen…

Kritik

"Dracula", zumindest der Hammer-Dracula in Person des Christopher Lee, ist 1957 von Regisseur Terence Fisher filmtechnisch vernichtet worden. Doch die Erfolgsproduzenten des englischen Hammer-Studios wollten weiter auf der Welle des Erfolges schwimmen, die der erste Teil auslöste. Christopher Lee wurde nicht mehr eingesetzt, dafür durfte der junge, unerfahrene und uncharismatisch wirkende David Peel in die viel zu großen Fußstampfen treten. Peel versteht es zwar ganz gut, seine Rolle glaubhaft auf die Leinwand zu bringen, doch einem Vergleich mit dem legendären Lee hält er nicht stand. Vielleicht auch weil seine Rolle etwas seltsam daherkommt. Er ist offenbar schon als Vampir geboren, da er seit seiner Jugendzeit Auffälligkeiten aufwies, was im Film aber nur verschleiert rüberkommt. Glücklicherweise haben die Macher aber nicht auf Peter Cushing als van Helsing verzichtet. Cushing gibt "Dracula und seine Bräute" mit seiner herausragenden schauspielerischen Klasse, wieder dieses gewisse Etwas, was "Dracula" berühmt und beliebt gemacht hat.

"Dracula und seine Bräute" beginnt sehr atmosphärisch und bereitet den Betrachter langsam auf das Vampirgeschehen vor. Vielleicht sogar zu langsam, da es doch sehr lange dauert bis der Vampir in Freiheit gelangen kann und sich an seinen ersten Opfern labt. Die Langatmigkeit ist jedoch weitestgehend vorbei, wenn der Vampir seiner Gefangenschaft entflieht. Hier und da gibt es zwar immer noch Szenen, die weniger interessant sind, die meisten Einlagen wissen aber zu überzeugen. Der Spannungsbogen fällt recht flach aus und erschreckende Momente sucht man vergebens, dafür gibt es aber eine sehr dichte Gruselatmosphäre am Schluss, ähnlich wie im Vorgängerfilm, in dem sie aber wesentlich weiter verbreitet war. Schade ist, dass es keine wirklich guten Auftritte des Obervampirs gibt. Dracula hat da schon mehr für spannende und gruselige Momente gesorgt. Auch die weiblichen Blutsauger können nicht wirklich für Aufsehen sorgen. Gut dahingegen ist der Auftritt des Doktor van Helsing, der in einer Situation besonders schwer zu kämpfen hat. Und das nicht nur mit den mäßigen Spezialeffekten, die aufgrund ihres Alters aber durchaus hinnehmbar sind. Darsteller Peter Cushing muss schon alles geben, um sich einigermaßen aus der angesprochenen Szene herauszuspielen, dies will ihm aber perfekt gelingen. Auch wenn Christopher Lee nicht mit von der Partie ist, kann man sich "Dracula und seine Bräute" durchaus angucken. Erstens weil er ein Klassiker ist, zweitens weil ein grandioser Peter Cushing mitspielt und drittens weil der Film durchaus unterhaltsam ist. Zwar mit Schwankungen im Unterhaltungsfaktor, die kann er aber mittlerweile durch seinen schönen, alten Look wettmachen.

Bewertung

Splatter 1.gif
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Story 4.gif
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Gesamt 4.gif

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Dracula 3000

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Informationen

OT:Dracula 3000

ca. 83 Minuten

Deutschland, Südafrika 2004

Regie

  • Darrell Roodt
Darsteller

  • Casper Van Dien
  • Erika Eleniak
  • Coolio
  • Alexandra Kamp-Groeneveld
  • u.a.

Dracula 3000

Story

Im Jahr 3000 macht sich die Besatzung eines Raumschiffes unter der Leitung von Captain Abraham Van Helsing (Casper Van Dien) auf den Weg in die berüchtigte Karpaten-Galaxie, wo laut einer Meldung ein herrenloses Schiff aufgefunden wurde. Die Crew, die außerdem aus dem Drogenjunkie 187 (Coolio), dem Hünen Humvee (Tommy ‚Tiny‘ Lister), dem Professoren Arthur (Grant Swanby) und der weiblichen Gegenseite, Mina (Alexandra Kamp-Groeneveld) und Aurora (Erika Eleniak) besteht, denkt sich nichts weiter dabei, sondern hat nur das große Geld im Sinn, das auf sie alle warten könnte.

Als die Besatzung das Raumschiff etwas genauer unter die Lupe nimmt, wird allerdings schnell klar, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Neben einem Skelett finden sich zudem eine Vielzahl an Holzsärgen, die mit Sand gefüllt sind. Als sich 187 blöderweise an einem der Särge verletzt und etwas Blut verliert, erweckt er damit den Vampirfürsten Graf Orlock (Langley Kirkwood) zum Leben, der sich natürlich sehr über frisches Blut freut. Als Van Helsing erfährt, dass seine Vorfahren vor Jahrhunderten einst berühmte Vampirjäger waren, beschließt er, sich dem Blutsauger zu stellen…

Kritik

Kaum eine andere klassische Schauergestalt feierte in allen möglichen Filmen schon so oft seine erneute Auferstehung wie Dracula, der König aller Vampire. Der untote Blutsauger aus Transylvanien durfte, soweit ich weiß, zum ersten Mal im Jahre 1922 jungen Frauen die Halsschlagader ausschlürfen, als sich nämlich der Deutsche Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau des Stoffes annahm und daraus den Klassiker "Nosferatu" schuf. Seitdem gab es etliche Verfilmungen in hundertfachen Variationen, mal waren diese besser, mal schlechter. Für "Dracula 3000" hatte nun irgend ein unterbelichteter, gelangweilter Filmemacher namens Darrell Roodt die glorreiche Idee, Dracula in die Zukunft und in den Weltraum zu schicken. Natürlich, wenn sich Cenobiten, irische Killerkobolde und ein berühmter Eishockeymaskenträger im All austoben dürfen, wieso dann nicht auch Dracula? Nun, vielleicht hätte Roodt einfach mal eines der eben genannten Beispiele sehen sollen, dann hätte er wohl bemerkt, dass diese Idee einfach nicht gut gehen kann.

In "Dracula 3000" fand kurz gesagt alles Verwendung, was dazu beitragen kann, einen Horrorfilm lächerlich und uninteressant zu machen. Über den Plot will ich mich dabei vordergründig gar nicht beschweren, denn wenn mir die Vorstellung von Dracula im Weltraum zu abstoßend erschienen wäre, hätte ich mir den Streifen ja nicht ansehen müssen. Doch es muss schon ein verdammt gutes Drehbuch vorliegen, damit man aus einer derart obskuren Situation noch so etwas wie Horror schöpfen kann und das wurde hier leider gänzlich verhauen. "Dracula 3000" ist nicht mehr als unterstes B-Movie Entertainment mit schlechten Effekten und halbwegs bekannten Akteuren, die alle schon ihre besten Zeiten hinter sich gelassen haben.

Der Film lässt schon schlechtes erahnen, wenn man Zeuge von mies animierten Weltraumbildern wird, doch das ist nichts im Vergleich zu dem, was einen noch erwarten soll. Die äußerst unterschiedliche Crew schlägt sich im weiteren Verlauf vor düsteren Kulissen mit dem wohl peinlichsten Dracula aller Zeiten herum. Nicht nur, dass ein althergebrachter Vampir im Umhang vor einer Weltraumkulisse absolut lächerlich wirkt, er wird von Langley Kirkwood auch noch oberpeinlich dargestellt. Ich habe ja nun schon einige Vampirstreifen sehen können, doch dieser Graf Orlock toppt an Deplatzierung und Lächerlichkeit wirklich alles.

Was erwartet einen sonst noch so? Sobald der ehemals erfolgreiche Rapper Coolio, der sich aber mittlerweile nur noch in Billigfilmchen wie diesem herumschlägt, zum Vampir wird, dürfen wir einen weiteren Tiefpunkt erleben. Ein Schwarzer mit losem Mundwerk und roten Kontaktlinsen will einen Vampir verkörpern, und stellt dies so an, indem er seine Opfer lieber zuquatscht und verprügelt, als an ihr Blut zu wollen, was wirklich nur noch sehr entfernt an einen Vampir erinnert. So ist es kaum verwunderlich, dass "Dracula 3000" weder Horror noch Spannung bieten kann.

Was will uns ein Regisseur damit sagen, wenn er einen peinlichen Draculadarsteller auf einige unbeholfene und abgehalfterte ehemalige Berühmtheiten loslässt? Ich weiß es nicht, fest steht aber, dass hierbei keiner auf seine Kosten kommt. Die Freigabe ab 12 lässt schon einmal erahnen, dass es nicht all zu blutig wird, und bis auf einen ausgerissenen Arm und eine harmlose Pfählung ist "Dracula 3000" ein Film fürs Nachmittagsprogramm. Auch Trashfans werden sich mit dem Streifen nicht anfreunden können, auch wenn er manchmal so unfreiwillig blöd ist, dass es schon wieder unterhält. Im Jahre 3000 weiß keiner der Crewmitglieder mehr, was ein Kreuz ist, ebenso hat man keine Ahnung was das Wort Gott bedeutet, doch "Was zum Teufel" scheint dafür eine gerne genutzter Ausdruck zu sein. Das wirklich kurioseste am Film ist jedoch sein Ende, welches vielleicht sogar einen Ehrenplatz in der Liste der merkwürdigsten Filmenden aller Zeiten verdient. Nachdem Orlock seinen Arm verloren hat und aus dem Bild taumelt, stellt sich heraus, dass Aurora früher ein Sexroboter war und es jetzt noch einmal mit Humvee krachen lassen möchte. Plötzlich gibt es eine schlecht animierte Explosion zu sehen und der Film ist mitten in der Handlung einfach zu Ende und man blickt dem Abspann entgegen.

Die Darsteller machen ihre Sache zum Glück nicht allesamt so schlecht wie Coolio, auch wenn sich keiner von ihnen die Hoffnung machen muss, jemals wieder in einem Blockbuster mitspielen zu dürfen. Casper Van Dien, den man aus "Starship Troopers" kennt, fällt bei seiner Darstellung des Van Helsing gar nicht weiter ins Gewicht. Er soll wohl der Hauptdarsteller sein, schafft es allerdings nicht, dies bemerkbar zu machen. Die einzige nennenswerte Leistung geht von dem imposanten Schauspieler Tommy Lister aus. Bei Udo Kier frage ich mich übrigens jetzt noch, was ihn dazu bewegt haben mag, für die wenigsten Szenen die er hat in dem Streifen mitzuwirken.

Wer ernsthaft sehen möchte, wie ein oberpeinlicher Graf Orlock in der Karpaten-Galaxie einige großmäulige und dumme Sprüche reißende B-Movie Akteure vor billigen Kulissen herumscheucht, der soll sich "Dracula 3000" meinetwegen doch antun. Gänzlich langweilig wird der Streifen dank seiner Blödheit sogar nie, da man sich immer wieder mal fragen muss, was einen nur reiten kann, so einen Schund auf Zelluloid zu bannen. Hier kann wirklich niemand von einem guten Film sprechen, weder die Trashfans, noch die Splattergurus und sicher am allerwenigsten die Freunde der gepflegten Spannung. "Dracula 3000" ist billige Unterhaltung der dümmlichsten Art, hat dadurch zwar einen gewissen Charme, ist aber genau das, was man im allgemeinen als Müll bezeichnet.

Bewertung

Splatter 1_5.gif
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  • Space Platoon

Dark Prince- The True Story Of Dracula

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Informationen

OT:Dark Prince: The True Story Of Dracula

ca.88 Minuten

USA 2000

Regie

  • Joe Chappelle
Darsteller

  • Rudolf Martin
  • Jane March
  • Roger Daltrey
  • u.a.
Dark Prince- The True Story Of Dracula

Story

Im Jahre 1431 wurde Vlad III. in der Festungestadt Schäßburg (Transsilvanien) geboren. Bei seiner Geburt soll eine Marienstatur angefangen haben Blutstränen zu weinen. Sein Vater Vlad der II. war Mitglied des Drachenordens, wodurch er den Beinamen Dracul erhielt. Dracula bedeutet soviel wie „Sohn des Drachen“. In Schäßburg lebte Vlad II. mit seiner Familie im Exil, bis er im Jahre 1435 Alexander, den Woiwoden der Walachei stürzen konnte und somit an dessen Stelle den Thron besteigen konnte. Da die Walachei damals eine Art Spielball für Ungarn und die Türkei war, gelang es Vlad II. durch seine geschickte Politik, sich die Herrschaft über 12 Jahre lang zu bewahren.

1441 wurden seine beiden Söhne Vlad III. und Ragon von den Türken entführt und an den Hof des türkischen Sultans gebracht. Dort wurde Vlad jahrelang gefoltert, während sein jüngerer Bruder zum Spielzeug des Sultans wurde. Hier lernte Vlad auch wie man Grausamkeit als ein Mittel der Politik einsetzten kann. 1447 wurde Vlads Vater von adligen Landsleuten ermordet, indem sie ihn lebendig begruben. Kurze Zeit später wurde Vlad aus der Gefangenschaft des Sultans entlassen und er kehrte in die Ländereien seines Vaters zurück um dort seinen Thron zurückzuerobern.

Er nahm Lydia, eine römisch-katholische Adlige zur Frau, welche ihm einen Sohn schenkte. Durch diese Vermählung schlug er sich jedoch den Zorn der orthodoxen Mönche seines Landes zu. Vlad herrschte sehr streng und wurde bald für vielerlei Gräueltaten bekannt. So liebte er es z.B. seine Feinde pfählen zu lassen und dann unter den Gepfählten sein Frühstück einzunehmen. Hierdurch erhielt er auch den Beinamen „Tepez“ – der Pfähler.

Als seine Frau die Wahrheit über ihn entdeckt wird sie fast verrückt und so schickt Vlad sie zunächst in ein Kloster. Von dort kehrt sie jedoch bald wieder zurück, da er ihren Beistand erbittet. Als bei einem Kampf gegen die Türken Vlad schwer verletzt wird, scheint es zunächst so, als ob er tot sei und man lässt seiner Frau von seinem Tode berichten. Jedoch stellt sich dies als Irrtum heraus und Vlad kehrt sehr lebendig an seinen Hof zurück. Als seine Frau ihn sieht, stürzt sie sich vom Burgturm, da sie sich nun vollends für verrückt hält.

Er herrschte nur 6 Jahre lang, und dennoch war er als extrem grausamer Fürst bekannt. Im Jahre 1462 wurde Vlad auf Geheiß des ungarischen Königs Matthias Corvinus auf die Hochburg Visegrád nach Ungarn gebracht und unter „Hausarrest“ gestellt. 1476 jedoch wurde er wieder freigelassen und er erhielt all seine Ämter und Würden wieder zurück.

1 Jahr später wurde er von einem orthodoxen Mönch in einen Hinterhalt gelockt und dort von seinem eigenen Bruder erschlagener. Kurze Zeit später war seine Leiche jedoch verschwunden. Als sein Grab in diesem Jahrhundert geöffnet wurde, war es leer.

Kritik

Dieser Film ist mal wieder nicht leicht zu beschreiben für mich. Zum einen war ich schon alleine davon begeistert, dass es einen Film über Vlad Dracul, alias „Dracula“ (wörtlich übersetzt: „Sohn des Drachen“) gibt und ich musste diesen Film einfach sehen! Die Gründe dafür sind einfach, ich würde mich ein klein wenig als Vampirfreak bezeichnen und interessiere mich daher auch sehr für die Hintergründe, die den Vampirmythos begleiten.

Vlad Tepez wurde schließlich nicht zuletzt aufgrund des Romans „Dracula“ von Bram Stoker zum Inbegriff des Vampirisum, Teile seines Lebens wurden immer wieder in Vampirfilmen erwähnt oder dienten als Schauermärchen und Legenden. Nur weniges ist wirklich durch Schriften aus der damaligen Zeit belegt und vieles wurde auch einfach nur erfunden. Auch der Film befasst sich damit, wie schnell eine wahre Geschichte umgewandelt wird, um sie noch schrecklicher zu machen. So sieht man z.B. Vlad bei den Gepfählten sein Frühstück einnehmen und man sieht sehr deutlich, dass er dabei einen Krug mit Wasser oder Weißwein trinkt. Das ganze wurde dann im Volke weiter gesponnen, dass er das Blut seiner Opfer zum Frühstück getrunken habe. Dies und noch andere Geschichten tauchen sehr oft im Film auf und Vlad selber ist reichlich amüsiert über diese ganzen Geschichten über sich. Ich finde der Regisseur hat dies sehr gut in dem Film verarbeitet.

Der Film hält sich auch ziemlich an die Fakten, die auch mir bekannt sind, jedoch manche Dinge gehen mit dem mir bekannten auch auseinander. Ich bin mir daher nicht ganz sicher, ob nicht doch so einige Dinge für den Film umgeschrieben wurden oder nicht. Ich werde noch ein wenig weiterforschen und dann gegebenenfalls diesen Bericht noch einmal überarbeiten.

Einen Vampirfilm im klassischen Sinne darf man jedoch nicht erwarten und auch Horrorfilmfreaks kommen nicht so ganz auf ihre Kosten. Ein paar recht brutale Szenen sind zwar durchaus auch enthalten. Besonders die Kampfszenen finde ich sehr gelungen, jedoch ist dies hier vielmehr ein Historienfilm. Es wird niemand gebissen und Dracula trinkt auch nicht das Blut seiner Opfer. Der Film versucht einem halt das Leben der Person Dracula näher zu bringen.

Die Atmosphäre des Films ist sehr gut gelungen. Die Landschaftsaufnahmen sind grandios und auch ein paar sehr schöne Effekte sind vorhanden. Das einzigste was mich bei diesem Film sehr gestört hat, war lediglich der Synchronsprecher des Dracula. Es kann doch wirklich nicht angehen, dass man sich für einen Film so viel Mühe gibt und dann bei der Übersetzung einen solchen Laien nimmt, der absolut nicht zu der Person passt und der eine so dermaßen monotone Stimme hat, dass man beim zuschauen fast einschlafen könnte. Seit „Angel of the Night“ habe ich nichts solch schlechtes mehr gehört. Zum Glück habe ich mir den Film auf DVD angeschaut und konnte so gelegentlich auf den englischen Originalton umschalten. Dort war die Stimme sehr viel authentischer!

^v^ FAZIT: ^v^

Ich empfehle den Film wirklich nur richtigen Vampirfreaks, die sich für die Hintergründe der Draculagestalt interessieren. Allen anderen kann ich den Film leider

Weitere Informationen:

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Bewertung

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Story 5.gif
Ekelfaktor 1.gif
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ca.88 Minuten

USA 2000

Regie

  • Joe Chappelle
Darsteller

  • Rudolf Martin
  • Jane March
  • Roger Daltrey
  • u.a.
Dark Prince - The True Story Of Dracula

Story

Vlad Dracul ist ein junger, gut aussehender Prinz von Rumänien. Allerdings hat er in der Vergangenheit sehr schwere Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Sein Vater wurde verraten und lebendig begraben, seinen Bruder wurde als Sklave gehalten und von einem türkischen Sultan missbraucht und er selbst saß jahrelang in türkischer Gefangenschaft.

Nun ist er aber wieder zurück in seinem Land in herrsch über dieses mit eiserner Faust. Ohne Kompromisse lässt er Menschen töten, die ihm feindlich gesinnt sind und lässt deren grausam zugerichtete Leichen öffentlich ausstellen. Meist sind die Opfer Türken, die er pfählen lässt und ihm ist merklich anzusehen, dass er aus reinem Hass handelt.

Doch der harte Heerscher hat neben seinem Problemen mit dem Feind ein weiteres, dass er seinem Vater zu verdanken hat. Es ist im nämlich nicht vergönnt zu sterben…

Kritik

Also besonders gut gefallen hat mir der Film nicht. Als ich zuerst auf das DVD Cover schaute, ging ich eigentlich davon aus, dass es sich bei „Dark Prince – The True Story of Dracula“ um einen Vampirfilm handelt. Der Name „Dracula“ ist ja durchaus ein Begriff für dieses Subgenre des Horrorfilms. Auch das mystisch gestaltete Cover lässt einen denken das es hierbei um Blutsauger geht aber gesaugt wird in diesem Streifen nicht.

Vielmehr wird versucht die damalige Geschichte von Vlad Tepes zu erzählen, der ja als „Der Pfähler“ dem ein oder anderen ein Begriff sein könnte. Ob dies gelungen ist will ich gar nicht erst bewerten, da mir das Hintergrundwissen fehlt aber ich kann sagen, dass zumindest eine gute Atmosphäre erzeugt wurde und man sich gut in das 15. Jahrhundert reinversetzten kann.

Allerdings hat der Film neben der guten Atmosphäre und gut gelungenen Kulissen sonst nur noch wenig zu bieten. Eine Langeweile überfiel mich fast die kompletten 88 Minuten. Sie wurde nur durch einige Kampfszenen verdrängt, in denen sogar ein wenig gesplattert wurde, die Betonung liegt hierbei aber auf ein wenig.

Neben den nur mittelmäßigen Schauspielern und Dialogen ist die deutsche Synchronisation des Protagonisten zu nennen. Sie wirkt absolut unnatürlich und ist so monoton, dass man denken könnte das hier „Prinz Valium“ und nicht „Prinz Dracula“ spricht. Die Aufnahme ist wirklich so schlecht das man sich auf gar keinen Fall vor ihr fürchtet sondern wohl ehr einen Lachkrampf bekommt.

Der Regisseur dieses Streifens ist vor „Dark Prince – The True Story of Dracula” schon zwei mal durch, von ihm gedrehte, Horrorfilme zu zweifelhaftem Ruhm gekommen. Er ist für „Halloween VI“ und „Phantoms“ verantwortlich, die beide keinen guten Ruf in der Szene besitzen.

Schlussendlich bleibt mir noch, euch vor dem Film zu warnen, es sei denn ihr steht auf langweilige Historienfilme und lustige Synchronisationen.

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Bewertung

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Ähnlicher Film:

Bram Stoker’s Dracula

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Informationen

OT:Bram Stoker’s Dracula

ca. 123 Minuten

USA 1992

Regie

  • Francis Ford Coppola
Darsteller

  • Gary Oldman
  • Winona Ryder
  • Anthony Hopkins
  • Keanu Reeves
  • u.a.

Bram Stoker's Dracula

Story

Der Film beginnt mit der Vorgeschichte des Fürsten Vlad Tepez ( besser bekannt unter dem Namen Vlad der Pfähler oder Dracula), der im Jahre 1462 in den Kampf gegen die Türken zog. Da er es vermochte diese auf grausamste Art und Weise zu foltern und töten, beschlossen die Türken sich dafür an ihm zu rächen, indem sie einen Boten zu seiner geliebten Frau Elisabetha schickten, der ihr mitteilte, dass ihr Gemahl im Kampf gefallen sei. Elisabetha sah keinen weiteren Sinn mehr in ihrem Leben und flüchtete sich in den Selbstmord. Als Tepez später siegreich aus seinem Kampf zurückkehrte und von den Geschehnissen erfuhr, wurde er zornig und entsagte der Kirche, indem er Gott verfluchte. Die Rache dieses Gottes folgte sogleich und somit musste Tepez von diesem Tage an als Vampir sein Dasein fristen.

Im Jahre 1897, macht sich der junge Immobilienmakler Jonathan Harker auf den Weg nach Transsylvanien, um dem Grafen Dracula ein Grundstück in London zu verkaufen. Dass er es jedoch bei dem Grafen mit einem Vampir zu tun hat, weiß er nicht. Auf seiner Reise kommt ihm der übermäßige Aberglaube der in Transsylvanien herrscht eher perplex vor.

Auf dem Schloss des Grafen wird er zunächst gut behandelt, allerdings wundert er sich darüber, dass es in dem gesamten Schloss keine Spiegel zu geben scheint. Außerdem ist der Hausherr nur nachts zu gegen. Durch Zufall entdeckt Dracula in der Geldbörse von Jonathan ein Bild von dessen Verlobten Mina. Mina sieht seiner verstorbenen Liebe Elisabetha zum Verwechseln ähnlich und Dracula glaubt an die Reinkarnation seiner Geliebten.

Dracula begibt sich schließlich auf den Weg nach London. Das Schiff das er nimmt, kommt in London an, jedoch lebt niemand mehr von der Besatzung. Eine rätselhafte Seuche hat die gesamte Besatzung anscheinend befallen.

Jonathan wird dagegen im Schloss von Dracula gefangen gehalten. Vampirinnen bewachen ihn.

Draculas erstes Opfer wird Lucy, die beste Freundin von Mina. Lucy hegt heimlich lustvolle Gedanken und ist somit ein leichtes Spiel für Dracula. Er trifft sie mehrere male und trinkt immer nur ein bisschen ihres Blutes. Ihr Arzt Dr. Seward hat keinen Schimmer, und hält es für eine Anämie. Aus Angst um Lucys immer schlechter werdenden Gesundheitszustand, zieht er seinen Kollegen Professor Abraham Van Helsing hinzu, der bereits sehr schnell Lucys Zustand mit Vampirismus in Zusammenhang bringt. Jedoch schafft auch er es nicht Lucy vor dem Tode zu bewahren.

Der Vampir treibt weiterhin sein Unwesen. In seiner menschlichen Gestalt besucht er Mina oft und es gelingt ihm sogar, dass sie ihm verfällt. Gerade als er dabei ist Mina den Kuss ( Blutritual, das Menschen zu Vampiren werden lässt) zu geben, werden die beiden von Minas Freunden überrascht. Der Vampir kann fliehen. Genau wie Jonathan, der sich aus den Fängen von Draculas Vampirinnen befreien konnte und nun zurückgekehrt ist. Mina steht auf Grund des Rituals mit Dracula jedoch in telepathischem Kontakt.

Van Helsing will dies nutzen, um endgültig dem Leben des Vampirs ein Ende zu bereiten.

Ende (nur lesen, wer’s wissen will!):

Dracula gelingt es zurück nach Transsylvanien zu fliehen. In seinem Schloss wird er schließlich an der Stelle, an der er zum Vampir wurde, durch die Hand seiner geliebten Mina mit einem Dolch durchs Herz getötet. Minas Hand wird dabei von ihrem Verlobten Jonathan geführt. Ehe Dracula stirbt, erfährt er durch das Kreuz die Erlösung, die er sich solange ersehnt hatte.

Kritik

Der Film ist einer der besten Vampirfilme die es gibt! ( Abgesehen von „Interview mit einem Vampir“). Bram Stoker hatte damals mit diesem Roman vieles ausgelöst. Als Draculafigur bediente er sich der realen Person des Vlad Tepez, der nicht zuletzt dank Bram Stoker zum Inbegriff des Vampirs wurde. Falls ihr mehr über Vlad erfahren wollt, könnt ihr gerne auf meiner Homepage nachsehen, dort findet ihr eine recht ausführliche Dokumentation über den Fürsten (https://www.horror-page.de/specials/Vampire/index_html.htm). Es würde hier den Rahmen meines Berichtes sprengen, zu ausführlich über ihn zu berichten und schließlich soll dies hier ja auch nur eine Filmbeschreibung werden.

Der Film hält sich ziemlich an die Buchvorlage Stokers, lediglich im Schluss weicht sie etwas ab. Das Buch ist ebenfalls zu empfehlen, auch wenn es an einigen Stellen langweilig zu lesen ist. Als Horrorfilm kann man den Film wiedereinmal nicht beschreiben, eher als romantisches Abenteuer, würde ich zumindest sagen. Blut fließt halt nicht viel!

Francis Ford Coppola hat sich bei diesem Film mal wieder selbst übertroffen. Die Kulisse ist hervorragend gewählt! Ebenso die Schauspieler:

Dracula – Gary Oldman

Mina/Elisabetha – Winona Ryder

Jonathan Harker – Keanu Reeves

Der Film gewann 1992 drei Oscars für Kostüme, Maske, Toneffektmitschnitte

Bewertung

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Atmosphäre 6.gif
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Ähnlicher Film:

Bram Stoker’s Dracula

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Informationen

OT:Bram Stoker’s Dracula

ca. 123 Minuten

USA 1992

Regie

  • Francis Ford Coppola
Darsteller

  • Gary Oldman
  • Winona Ryder
  • Anthony Hopkins
  • Keanu Reeves
  • u.a.

Bram Stoker

Story

Der Film beginnt mit der Legende um den Grafen Dracul, der im Kampf gegen die Türken war. Nach einer siegreichen Schlacht kehrt er in sein Schloss zurück und sieht seine tote Frau am Boden liegen. Sie hatte sich aus Verzweiflung umgebracht, da sie eine Nachricht bekam, dass ihr Mann gestorben sei. Diese Nachricht war zwar eine Fälschung der Gegner des Grafen, ändert aber nichts an der Tatsache das Der Graf sehr erzürnt ist und sich von diesem Tage gegen die Kirche entscheidet, für die er kurz zuvor noch sein Leben gegeben hätte…

Viele Jahre später bekommt der junge, englische Immobilienmakler Jonathan einen Auftrag, einen Vertrag im weit entfernten und wenig erforschten Transsylvanien, mit einem gewissen Graf Dracula abzuschließen. Er macht sich auf die beschwerliche Reise und muss feststellen, dass dieses Land noch viel mysteriöser ist als er es angenommen hat.

Jonathan kommt nach einiger Zeit dahinter, dass der Graf ein leibhaftiger Vampir ist. Der Makler wird vom Grafen festgehalten, da der Vampir es auf die angehende Frau Jonathans abgesehen hat, die seiner vor vielen Jahren, als er noch als Dracul sein Unwesen trieb, verstorbenen Frau sehr ähnelt. Er sorgt dafür das Jonathan nicht fliehen kann und macht sich dann auf den Weg nach London, um Mira, die Verlobte des Gefangenen, „zurückzugewinnen“ …

Kritik

Die Geschichte und die blutrünstigen Taten von Graf Dracula kennt wohl jeder. Zahlreiche Filme wurden zu diesem Thema seit vielen Jahren gedreht und Schauspieler wie Christopher Lee sind mit ihnen bekannt geworden. Aber diese Verfilmung hebt sich doch ein wenig von seinen Vorgängern ab, da sehr gute Detailarbeit geleistet wurde. Die Kulissen und alles andere Drumherum ist wirklich sehr gut anzusehen und hat wohl eine Unmenge an Arbeitsaufwand von den Beteiligten gefordert.

Bei dem aufgebrachten Angebot von Starschauspielern kann man wirklich lange suchen, doch findet man absolut nichts zu meckern. Eine Menge Leute, die in Hollywood Rank und Namen besitzen haben sich hier die Ehre gegeben. Angeführt von Keanu Reeves über Winona Ryder bis hin zu Anthony Hopkins und Gary Oldman ist ein Starangebot für den Film verpflichtet worden, was für schauspielerischen Höchstgenuss sorgt.

Der Film baut eine herrliche, düstere Atmosphäre auf und ist sowohl mit Spannung als auch mit einigen Schockeffekten versehen, die sich wirklich sehen lassen können. An der Maske, hier insbesondere Dracula selbst und den Kostümen wurde wirklich nicht gespart. Man fühlt sich beim Betrachten förmlich zurückversetzt in die Zeit vor über 100 Jahren, in der die Story spielt. Synchrontechnisch ist dies auch einer der wenigen Filme die mich überzeugt haben. Damals wurde ja doch eine etwas andere Sprache gesprochen, die wirklich sehr gut anzuhören ist, was bestimmt nicht bei allen Filmen, die zu einer früheren Zeit spielen, so ist.

Lediglich die Filmdauer wurde meiner Meinung nach etwas in die Länge gezogen, da es doch die ein oder andere Passage gibt, die mir etwas langwierig vorgekommen ist. Alles in allem ist dies aber ein Film der durchaus empfehlenswert ist, da er von Anfang bis Ende sehr überzeugend rüberkommt.

Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 3_5.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 1_5.gif
Atmosphäre 4_5.gif
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Ähnlicher Film:

  • Dark Prince / andere Dracula Verfilmungen

Blut für Dracula

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Informationen

OT:Dracula – Prince of Darkenss

ca. 86 Minuten

USA 2005

Regie

  • Terence Fisher
Darsteller

  • Christopher Lee
  • Barbara Shelley
  • Andrew Keir
  • u.a.

Blut für Dracula

Story

Zehn Jahre nachdem der Graf Dracula vernichtet werden konnte, scheint die Gegend um die Karpaten ruhig geworden zu sein. Der Tourismus ist wieder belebt, was unter anderem die englischen Reisenden Charles, Allen und deren Frauen belegen. Das Brüderpaar möchte in dieser unheimlichen Gegend Urlaub machen und etwas erleben, wovon ihre weiblichen Begleiter allerdings nicht so angetan sind.

Die vier erhalten zwar Warnungen, sich einen gewissen Örtchen nicht zu nähern, die ignorieren sie aber. Sie lassen sich von einem Kutscher in die Wildnis fahren, der macht aber halt als die Nacht einbricht, schmeißt die Koffer von der Kutsche und fährt wieder nach hause. Die zwei Ehepaare sind zwar etwas ratlos, beschließen aber das beste aus ihrer Situation zu machen und entdecken glücklicherweise ein fast verfallenes Schloss, wo sie die Nacht verbringen wollen.

Komischerweise scheint das marode Schloss belebt zu sein, denn die Zimmer sind hergerichtet und auch der Tisch wurde gedeckt. Nach einigen Erkundungen in dem Gemäuer stellt sich ein Diener vor, der behauptet der Bedienstete des verstorbenen Grafen Dracula zu sein. Sein Chef hätte ihm befohlen, auch nach seinem Tod alle Gäste freundlich zu empfangen und zu verwöhnen. Doch der Diener hat nur eins im Sinn, seinen Meister wieder ins Leben zu bringen. In der Nacht lockt er Alan in den Keller des Schlosses und tötet ihn. Die Leiche wird über den Sarg des verstorbenen Vampirs gehangen, sodass das Blut des Getöteten auf die Asche des Grafen fällt und er somit wieder zum Leben erweckt wird.

Wenig später schnappt sich der Graf Allens Frau, beisst sie und macht sie so zu seiner willenlosen Gefährtin. Den anderen beiden soll es auch an die Wäsche gehen, doch die können vorerst fliehen, was allerdings nicht bedeutet das sie gerettet sind…

Kritik

„Blut für Dracula“ ist das Sequel, des damals so erfolgreichen „Dracula – Horror of Dracula“ und setzt genau da an, wo der Vorgänger aufhörte. Zu Beginn sieht man wie der Fürst der Dunkelheit zerstört wurde und dann beginnt die Story der beiden Ehepaare, die aus Abenteuerlust in ihr Verderben fahren.

Heutzutage ist eine solche Story natürlich x-fach abgedreht worden und haut keinen mehr vom Hocker, damals sah das aber ganz anders aus. Der Schrecken des transsylvanischen Grafen ging um die ganze Welt und hat wohl für hohe Verkaufszahlen von vampirvernichtenden Material gesorgt. Aber wie gesagt… die Uhren haben sich weitergedreht. Zwar besticht „Blut für Dracula“ durch seine Spannung, seine dichte Atmosphäre und die wunderbaren Kulissen, doch Leute, die sich nicht für alte Filme interessieren und stattdessen lieber ins Kino gehen, um sich die neusten Actionstreifen anzugucken, werden bitter enttäuscht sein.

Das Hauptaugenmerk des Films ist sicherlich „Mr. Dracula“, Christopher Lee, der auf seine Art und Weise den Fürst der Finsternis zum besten gibt. Zwar overacted er seine Rolle des nichtssagenden Blutsaugers, aber so lieben ihn die Leute nun mal. Die anderen Schauspieler machen ihre Arbeit wirklich gut und tragen somit zur Authentizität des Films bei, die ja damals sehr wichtig war um den Zuschauern einen Schrecken einzujagen. Wichtig hierfür war natürlich auch der erste Mord im Film, der das grüne Schild auf der DVD, mit der 12 drauf, etwas in Frage stellt. Es fließt schon eine Menge Blut und die Leiche wird im Anschluss auch etwas verachtend behandelt, um den Grafen wieder zum Leben zu erwecken.

Das war es allerdings schon, was es zum Film zu sagen gibt, da, wie bereits erwähnt, solche Filme heute nichts neues mehr sind. Jeder hat sicher schon einen Streifen in dieser Machart gesehen und „Blut für Dracula weicht diesem Trend nicht ab. Was den Film aber zu einem lohnenden Kaufobjekt macht, ist die Neuauflage auf DVD, vom E-M-S / Anolis Label. Das Bild und der Ton sind erstaunlich gut und es gibt eine Menge Extras für diejenigen, die an solchen Filmen interessiert sind.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 4.gif
Story 4_5.gif
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Gesamt 4_5.gif

Ähnlicher Film:

Dracula – Horror of Dracula

Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)

0

Informationen

Verlag: Titania Medien

ca. 215 Minuten

Deutschland 2007

RegieMarc Gruppe
Sprecher

  • Simon Jäger
  • Joachim Höppner
  • Klaus-Dieter Klebach
  • Dagmar von Kurmin
Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)

Story

Der junge Rechtsanwalt Jonathan Harker wird aus geschäftlichen Gründen nach Transsylvanien auf Schloss Dracula eingeladen. Der Graf selbst ist daran interessiert ein Grundstück in London zu erwerben, wobei Jonathan ihm behilflich sein soll. Bereits die Fahrt zu diesem Schloss birgt nichts Gutes, Aberglaube scheint weit verbreitet und als Jonathan von einem Kutscher vor einem verfluchten und verlassen scheinenden Ort gewarnt wird, siegt auch hier seine Neugier…

Als Jonathan schließlich dem Grafen gegenüber steht muss er erkennen, dass diesen etwas mystisches, schier Böses umgibt, erst viel zu spät erkennt er schließlich das wahre Wesen des Grafen, denn er ist bereits zu dessen Gefangenen geworden. Der Graf selbst begibt sich derweilen auf eine Reise nach London, nicht zuletzt auch wegen eines Bildes von Jonathans Verlobter Mina. Sein erstes Opfer wird Minas Freundin Lucy Westenra, ihr Willen ist schnell gebrochen und von Tag zu Tag bzw. von Nacht zu Nacht scheint die arme Lucy schwächer und schwächer zu werden. Ihr Arzt Dr. Seward ruft schließlich einen Freund – Abraham Van Helsing zu Hilfe, der sofort den Ernst der Lage erkennt…

Kritik

Bram Stoker´s Roman „Dracula“ zählt seit jeher zu einem Klassiker der Weltliteratur und gilt auch als Grundlager diverser weiterer Vampirromane und Verfilmungen. Kein Wunder also, dass auch Titania Medien sich diesen Roman als Vorlage für ihre Gurselkabinettserie nahmen und ihn als Hörspiel vertonten. Erschienen ist das Hörspiel in einer sehr hübsch gestalteten Pappbox, aufgeteilt auf 3 CDs + eine Bonus-CD mit der Geschichte „Draculas Gast“ Bereits 1897 erschien der Roman „Dracula“ in London, Autor war der irische Schriftsteller Abrahm Stoker, der sich selbst lieber Bram mit Vornamen nannte. Er fand bereits früh seine Vorliebe für unheimlichen Lesestoff und wurde nicht zuletzt durch seinen Landsmann LeFanu dazu inspiriert eine Vampirgeschichte zu verfassen. Stoker beschäftigte sich lange Zeit stark mit Nachforschungen, studierte Reiseführer, Landschaftsbeschreibungen, Fahrpläne und historische Werke, wobei er auf den perfekten Schauplatz für seine Geschichte stieß – Transsylvanien. Die Schilderungen in seinem Roman sind teilweise so detailliert beschrieben, dass es einem wie eine wirkliche Reise in diese Welt vorkommt, kaum zu glauben dass Stoker niemals wirklich nach Transsylvanien reiste und er es somit nie wirklich gesehen hat. Durch die Bekanntschaft mit Arminius Vambery wurde Stoker auf den walachischen Fürsten Vlad Tepez aufmerksam und dessen Geschichten, Sagen und Legenden ließ Stoker kurzerhand in seine Vampirgestalt „Dracula“ mit einfließen. Stoker wollte einen besonderen Vampir schaffen, eine Gestalt die nicht einfach ein blutlechzendes Ungetüm darstellt, sie sollte gleichsam Blutsauger, als auch verführerisch- kultivierter Natur sein. So entstand in 7 langen Jahren eine Kultfigur sondergleichen. Leider war es Stoker nicht mehr möglich den Erfolg seines Werkes richtig auszukosten, denn erst nach seinem Tode 1912 erlangte es seinen wahren Erfolg. (Stoker verstarb in London fast verarmt, die Todesursache war „Erschöpfung“). Erst in den 20er Jahren begann der Siegeszug seines Romanes durch einige Theateraufführungen des Stoffes in England und den USA. Ähnlich wie der Roman wird auch das Hörspiel zunächst wie eine Art Tagebuch dargeboten, indem der junge Jonathan Harker neben den Klängen eines Zuges den Hörern vom Beginn seiner Reise aus seinem Tagebuch vor liest. Die dazu laufende Musik ist der damaligen Zeit angepasst und kommt an vielen Stellen sogar recht pompös daher. Auch im weiteren Verlauf des Hörspiels wird immer wieder aus Tagebüchern, Briefen und Protokollen zitiert, was natürlich besonders Fans des Originalromanes sehr freuen wird, da das Hörspiel dadurch sehr authentisch wirkt. An anderen Stellen wurde sich etwas vom Original abgehoben, zumindest kann ich mich nicht an diese Stellen im Buch erinnern, um noch ein paar kleine spannende Details einzubauen, was ich ebenfalls als sehr gelungen betrachte (z.B. 50 Särge auf dem Weg nach London etc.). Mit einer Gesamtspielzeit von 215 Minuten sollte man sich jedoch etwas Zeit nehmen, um die Geschichte richtig genießen zu können, Langeweile kommt an keinster Stelle auf, im Gegenteil Spannung ist garantiert! Bei den Sprechern bleiben Marc Gruppe und Titania Medien ihrem Konzept treu und konnten wieder bekannte Synchronsprecher vieler bekannter Hollywoodgrößen für das Hörspiel verpflichten. Der Part des Grafen Dracula wurde dabei an Joachim Höppner, die deutsche Synchronstimme von Gandalf aus „Der Herr der Ringe“ vergeben. Besonders tragisch, da es eine der letzten Rolle Höppners wurde, da er im November 2006 an einem Herzinfarkt verstarb. Zwar verbindet man seine Stimme wohl eher mit dem Guten, Positiven und man muss sich hierbei etwas umorientieren, da er nun plötzlich ein Geschöpf der Nacht und des Bösen verkörpert, doch meistert er diese Rolle hervorragend! Jonathan Harker wird von Simon Jäger verkörpert, der ansonsten Heath Ledger und Josh Hartnett seine Stimme leiht. Genau wie auch Tanja Geke/Scarlett Johansson („Mina“) und Petra Barthel /Uma Thurman („Lucy“) muss er den Hörer durch ein kunterbuntes Stimmungsbarometer aus unschuldiger Fröhlichkeit bis hin zu bitterer Trauer und verzweifelnde Angst durchleben. Wie so oft erzielen die Sprecher dabei beim Zuhörer das Bild der entsprechenden Stars im Kopf und das eigentliche Hörspiel bildet sich vor dem inneren Auge zu einem grandiosen Film. Auch die bestens arrangierte Geräuschkulisse verstärkt dieses Bild um ein Vielfaches, was das Hörspiel zu einem sehr gelungenen Ereignis werden lässt. Letztendlich kann ich dieses Hörbuch absolut empfehlen und finde auch, dass es bisher das Beste der Gruselkabinettserie ist! Ich hatte diesmal nicht das Geringste auszusetzen. Die Umsetzung von Bram Stokers Dracula ist Marc Gruppe hervorragend gelungen, seien es die Sprecher, die Atmosphäre oder die Umsetzung der Geschichte, alles passt wunderbar zusammen und gibt ein schlüssiges Gesamtbild ab. Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

Übersicht

Bewertung

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