Angel Of The Night

0

Informationen

OT:Nattens Engel

ca. 90 Minuten

Dänemark 1998

Regie

  • Shaky Gonzalez
Darsteller

  • Marie Karlsen
  • Matte L. Holland
  • Thomas V. Jensson
  • u.a.

Angel Of The Night

Story

Rebecca hat das altes Schloss ihrer Tante geerbt und möchte nun zusammen mit ihren Freunden Charlotte und Matz das Wochenende dort verbringen. Sie finden schließlich ein Buch, in das Rebeccas Tante alles wissenswerte ihrer Familie aufgeschrieben hatte und die 3 machen sich eifrig ans lesen, denn Rebeccas Familiengeschichte ist äußerst interessant.

Rebeccas Geschichte beginnt bereits sehr früh ( 17./18.Jahrhundert), als der junge Rikard ausgewählt wird, um einem bluttrinkenden Monster den Gar aus zu machen. Dies gelingt jedoch nur teilweise, zwar zerstört er den Dämon, jedoch wird er selbst von dem Biest gebissen und bekommt auch eine größere Ladung Blut ab. Folglich wird somit aus dem braven unbescholtenen Ricard der blutrünstige Vampir Rico. Jetzt fragt ihr euch sicher, was hatte Rico nun mit Rebecca zu tun, nun Ricard hatte eine Frau und ein Kind, Rebecca stammt somit direkt von Ricard/Ricos Familie ab.

Als sie weiter lesen, erfahren sie auch noch einige Geschichten, über Leute die versuchten Rico das Handwerk zu legen und die später dann selbst zu Ricos Untertanen/Sklaven wurden. Unter ihnen auch Vampirjäger Tim, dessen Geschichte in direktem Zusammenhang mit einigen unaufgeklärten Morden in Kopenhagen steht. Da die 3 anfangs eher skeptisch sind, ändert sich allmählich jedoch ihr Gedankengang und sie beginnen vieles in Frage zu stellen. Sollte es denn tatsächlich Vampire zur heutigen Zeit in Kopenhagen geben? An die unaufgeklärten Morde erinnern sie sich noch gut, da dies erst vor wenigen Jahren der Fall war. Auch an Tim erinnern sie sich flüchtig.

Sie finden schließlich eine Nachricht von Rebeccas verstorbener Tante, in der folgendes steht:“ Das Familiengeheimnis befindet sich im Keller.“ Neugierig wie sie sind, durchstöbern sie auch alsbald den Keller und werden fündig. Sie finden einen alten Pfahl, mit dem Rico damals getötet worden sein soll ( dies geht durch eine weitere Geschichte hervor, in der ein Pfarrer eine Hauptrolle spielt, wird ebenfalls erzählt). Außerdem entdecken sie einen alten Sarg, in dessen Innern sich das Skelett einer Fledermaus befindet.

Kurze Zeit später setzen sich Matz und Charlotte in die höheren Etagen ab, sie wollen eigentlich noch in die Stadt fahren um sich zu amüsieren, landen jedoch im „Bett“/ auf der Couch ( eigentlich ist Matz Rebeccas Freund, aber egal!). Rebecca ist derweilen viel zu sehr an ihrem Familiengeheimnis interessiert, als sie sich am Sarg verletzt und ein Tropfen Blut auf die Fledermaus tropft, vernimmt sie plötzlich eine Stimme in ihrem Kopf und sie findet einen Zettel, auf dem steht wie man Rico zu neuem Leben erweckt. Sie beginnt das Ritual, bei dem sie u.a. 7 Namen aussprechen muß. ( Hier wird sich jeder Vampir- Rollenspieler freuen, die Namen sind: Brujah, Tremere, Toreador, Gangrel, Nosferatu, Ventrue und Lasombra ).

Rico erwacht schließlich und Charlotte wird sein erstes Opfer. Rebecca sieht mit Schrecken was sie angerichtet hat und Matz und sie beginnen einen Kampf auf Leben und Tod mit Rico.

Kritik

Der Film ist klasse! Die Story ist einfach spitzenmäßig, man wird geradezu mit Informationen und Action zu bombardiert, es fließt eine Menge Kunstblut und es kommen auch etliche Beißerchen zum Einsatz. Die Gemetzel lassen sogar durchaus ein wenig an "From Dusk Till Dawn" erinnern. Leider ist der Film nur viel zu kurz, Nach ca. 90 Minuten ist der Film schon vorbei und man fragt sich doch, ob man daraus nicht viel besser ein 3 Stundenepos oder gleich eine ganze Serie gedreht hätte? Story gäbe es zu genüge dafür. Alles was man hier in einem Rutsch erhält, hätte durchaus noch viel tiefgreifender erzählt werden können. Jede der einzelnen Geschichten, die die 3 Freunde zusammen lesen, ist schon genug Stoff für einen ganzen Film. Die Action kommt definitiv nicht zu kurz!!!

Zum Punkto Musik sei folgendes gesagt, der Film beginnt mit einer sehr langsamen passenden Musik, die leicht an den Paten erinnern lässt. Während der Kampfszenen jedoch wird die Musik durchaus heftiger und man kann die Vamps und Jäger mit deftigen Songs unterlegt bewundern. Genauso passen wie die Rhythmen von Tito und Tarantula in "From Dusk Till Dawn", einfach göttlich!

Ein Latinotyp kommt natürlich auch drin vor, in Gestalt eines Pfarrers, Namen hab ich leider vergessen- sorry!. Auch er bekämpft unseren Rico aufs heftigste, so muss er doch eine junge Mutter beschützen, die Ricos Kind in sich trägt und unser Vampirgraf muss schließlich alle Hundert Jahre das Blut seines eigenen Fleisch und Blutes trinken, um nicht zu sterben. Gut, diese Regelung ist mir auch neu, aber egal!

Kommen wir nun zu einem wirklichen Manko dieses Filmes, die Synchronisation! Bei dem Film handelt es sich um einen Dänischen Film, weswegen sich wohl die Macher keine große Mühe bei der Synchronisation gegeben haben. Die Stimmen passen definitiv nicht zu den Charakteren und passen auch nicht immer ganz auf die Filmsituation, es wirkt regelrecht Laienhaft und nimmt dem Film einen Teil der Spannung somit weg. Ich habe leider auch nur die Videofassung zu Gesicht bekommen. Allerdings werde ich mir diesen Film früher oder später auf DVD anschaffen, mit der Hoffnung, dass die englische Fassung vielleicht besser synchronisiert ist.

Ich bin überzeugt davon, dass dieser Film in eine Reihe mit Filmen wie „Blade“, „Vampire“ und „From dusk till dawn“ gehört! Story, Effekte, Musik und Atmosphäre sind absolut genial!!! Auch Vampir Rico ( Erik Helmey) gibt einen guten Vampir ab – Respekt!

Leicht kitschig erschien mir zwar auch der Schluss, aber jedem halt das seine!

FAZIT: Erstklassiger Vampirfilm!!! Unbedingt mal anschauen!!!

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 4.gif
Story 6.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 6.gif
Gesamt 4_5.gif

Ähnlicher Film:

All Night Long 2

0

Informationen

OT:Ôru naito rongu 2: Sanji

ca. 76 Minuten

Japan 1995

Regie

  • Katsuya Matsumura
Darsteller

  • Masashi Endô
  • Ryôka Yuzuki
  • u.a.

All Night Long 2

Story

Shinichi, ein Schüler, hat gerade Sommerferien und läuft durch die Stadt. Auf einmal wird er von ein paar Typen angestresst, die ihn auch gleich mit in ein verlassenes Gebäude schleppen und ihn dort zusammenschlagen. Der Bandenchef ist ein Schwuler und will es nun mit Shinichi machen, aber Shinichi schafft es gerade noch ihn davon abzubringen. Die Gang raubt ihn schließlich aus und verlangt nun von ihm, dass er ihnen in ein paar Tagen eine große Summe Schutzgeld zahlt. Weigert er sich wird er kräftig in die Mangel genommen. Als Shinichi wieder zuhause ist sucht er erst einmal Rat bei einem Freund übers Internet. Auf einmal klingelt es bei ihm und der Schwule Chef der Gang steht vor der Tür, aber alleine. Dieser fordert Shinichi auf ihn zu sich nach hause zu begleiten und verspricht diesem auch, dass ihm nicht geschehen wird. Er steht nämlich auf Shinichi. Zuhause bei dem Chef muss Shinichi mit ansehen wie dieser ein Mädchen gefangen hält, welche von ihm wie ein Hund behandelt wird und er pausenlos quält und demütigt. Der Chef zwingt Shinichi nun auch das Mädchen zu quälen und lässt ihn dann später wieder laufen, da er ja versprochen hat ihm nichts zu tun. Am nächsten Tag ist Shinichi total verzweifelt. Er trifft sich mit seinen Freunden um mit ihnen darüber zu reden und diese raten ihm, das Geld besser zu bezahlen. Auf einmal steht wieder die Gang vor der Tür und verlangt das Geld, allerdings viel mehr als sie erst von Shinichi wollten, welcher natürlich nicht bezahlen kann. Daraufhin werden Shinichi und seine Freunde von der Gang überwältigt und in die Wohnung vom Bandenchef verschleppt wo es schließlich zum finalen Blutbad kommt.

Kritik

Jeder Horror/Splatterfan kommt irgendwann an einen Punkt, an dem man glaubt schon alles oberkrasse gesehen zu haben und einen nichts mehr vom Hocker hauen kann. Bei mir ist dieser Punkt schon seit einer ganzen Weile angelangt, aber „All Night Long 2“ hat mir gezeigt, dass es doch noch ein paar Oberkrasse Filme gibt, die ich noch nicht kenne. Der erste Teil hat mir eigentlich schon recht gut gefallen, er ist knallhart, hat eine interessante aber eigentlich banale Story und es macht Spaß ihn anzusehen. Der zweite Teil geht eigentlich nach einem ähnlichen Prinzip, nur wird dort in Sachen Härte noch mal gewaltig nach oben geschraubt. Nicht das in diesem Film das Blut literweise spritzt, nein der Film ist wirklich einer der Menschenverachtesten Film die ich je gesehen habe und wirklich Psychoterror pur. Aber erst einmal zur Handlung. Ich werde hier bewusst das Ende verraten, aber ob man es kennt oder nicht ist wirklich völlig egal und man kann es sowieso schon von Anfang an erahnen. Wie schon Teil 1 ist auch Teil 2 ein simpler Rachefilm. Bis auf ein paar Kleinigkeiten beginnt „All Night Long 2“ eigentlich ganz harmlos. Wir lernen die Hauptperson Shinichi kennen, welcher ziemlich zurückgezogen lebt und ein seltsames Hobby hat, aber ansonsten ein ganz friedlicher Kerl ist. Nachdem dieser Bekanntschaft mit der Gang gemacht hat, ist er logischerweise total verängstigt und das der schwule Chef ihn am Gleichen Tag auch noch mit nach hause nimmt bessert die Sache nicht gerade. Und hier bekommen wird schon das erste mal ziemlich harte Kost zu sehen. Die Rede ist von der Szene mit dem Mädchen, welche von dem Chef wirklich wie ein Gegenstand behandelt wird und auch Shinichi gezwungen wird ihr ebenfalls weh zu tun. Nach dem Abend merkt man ihm richtig an, dass er nun beinahe reif für die Klapse ist. Nun kommen wieder ein paar ruhigere Szenen zum ausschnaufen bevor es zum 30 minütigen Finale kommt. Und hier werden erst einmal Shinichis drei Freunde vorgestellt, zwei Jungs und ein Mädchen, welche gleich sehr sympatisch sind. Das hat der Regisseur aber sich mit Absicht so gemacht, dass das Ende gleich noch härter rüberkommt. Nun kommt es zum Finale und dieses ist wirklich eine Gewaltorgie epischen Ausmaßes! Während der schwule Chef Shinichi nun mit Hilfe seines Schweißbrenners zum Sex zwingen will werden seine drei Freunde gefoltert und gedemütigt. In den letzten 10 Minuten aber schaffen sie es durch Zufall frei zu kommen und die Gang zu überwältigen. Und nun kommt grausamste Rache von Seiten Shinichis. So könnte man im Groben die Handlung von „All Night Long 2“ beschreiben. Einige vermuten nun sicher eine Splatterparade a la „Braindead“. Die werden aber enttäuscht sein. Es gibt zwar schon es Splatter, aber dieser wird nur ausschließlich zum schocken dargestellt und ist sozusagen noch die Krone oben drauf. Die Gewalt bezieht sich hierbei eher auf Folter und Erniedrigung. Am heftigsten ist da wohl die Szene mit dem Mädchen in der Badewanne, welche erst einmal von allen vergewaltigt, geschlagen, stranguliert und angepisst wird und es sich letztendlich vor allen selber machen muss bevor sie mit einem Messer bearbeitet wird. Wirklich oberheftig! Aber auch den anderen geht es dreckig. Auf weitere Beschreibungen werde ich verzichten, aber es wird unter anderem mit einem Messer in die Kronjuwelchen gestochen mit einem Schweißbrenner gefoltert, ein Gesicht übel zerschnitten und mit einem Samuraischwert gemetzelt. Sehr heftig auch die Szene in der einem (wer verrate ich nicht) mit dem Schweißbrenner das Gesicht solange verbrannt wird, bis es schwarz ist und um ihn dann zu killen die Flamme in den Mund gehalten wird bis er dann an den Folgen stirbt. Der Film ist wirklich verdammt krass und ist somit nur für die ganz wenigen unter uns geeignet. Von der Härte her würde ich „All Night Long 2“ sogar fast auf eine Stufe mit „Guinea Pig“ stellen. Selten wird die Menschenwürde so mit Füßen getreten wie in diesem Film und die Tatsache, dass es sich um Jugendliche handelt, die die ganzen Gewalttaten ausüben, macht es gleich noch krasser. Nach seiner Rache tickt Shinichi dann total aus und erhebt das Samuraischwert auch noch gegen seine Freunde und als die dann auch niedergemetzelt sind verlässt er die Wohnung und lässt die Zuschauer verstört zurückt. Der Unterschied zu „Guinea Pig“ ist aber, dass es bei „All Night Long“ eine richtige Handlung gibt und man als Zuschauer wirklich mit Shinichi mitfühlt. Es hört sich vielleicht krank an, aber am Ende habe ich mich wirklich gefreut als Shinichi der Gang auf brutalste Weise den Gar aus macht. Der Film ist nicht nur krass auch die Atmosphäre ist richtig schon düster und beklemmend und nach den ganzen Erniedrigungen die Shinichi und seine Freunde über sich ergehen lassen müssen kann man es wirklich kaum erwarten das diese endlich zurück schlagen. Schauspielerisch gesehen gibt es eigentlich auch nichts zu meckern. Selten habe ich jemanden gesehen der gefühlsloser rüberkam als der schwule Chef der Gang. Auch Shinichi, der am Anfang ein braver Junge ist und nach dem Gemetzel wohl schwerste psychische Schäden aufweist spielt sehr glaubwürdig. Aber auch die Nebendarsteller machen ihre Sache sehr gut. Wer jetzt glaub, dass es doch ganz egal ist wie die darstellerische Leistung in so einem Film ist, dem sei gesagt das dem überhaupt nicht so ist. Währen die Darsteller nämlich untalentierte Laien, würde wohl alles eher ins Lächerliche abdriften, was aber Gott sei dank nicht der Fall ist. Lächerliche oder Peinliche Szenen gibt es keine einzige! Wirklich jede Szene erzielt ihre vorgesehene Wirkung. Regisseur des Films ist Katsuya Matsumura, welcher auch bei allen anderen Teilen Regie geführt hat. Ich kann ihm nur ein dickes Lob aussprechen! Es ist wirklich lange her, dass ich so einen gnadenlos krassen Streifen gesehen habe ohne Pannen, der mir wirklich gefallen hat und man auch mitfühlt. Meine Meinung basiert auf der niederländischen DVD von Japan Shock, die komplett ungeschnitten daher kommt. Die Bildqualität ist eigentlich ziemlich gut, was auch für den Sound gilt. Als Sprache gibt es wie bei dem Label üblich, japanisch mit wahlweise englischen oder niederländischen Untertiteln. Extras gibt es leider bis auf ein kleines Büchlein und einer Slideshow keine, was aber zu verschmerzen ist. Die DVD ist mit 10 bis 15 Euro eigentlich ganz günstig und dürfte auch nicht all zu schwer zu finden sein. Das dieser Film in Deutschland niemals erschienen ist, geschweige denn erscheinen wird, ist klar, da es wohl kein Verleiher wagen würde. Gegen diesen Streifen wirken nämlich Filme wie „Cannibal Holocaust“ oder „Mondo Brutale“ wirklich lasch. Wie in Holland üblich ist die DVD dort ab 16 freigegeben *applaus*!!! Ansonsten ist mir nur noch die US DVD bekannt, welche ebenfalls ungeschnitten sein soll und wohl ein NC-Rated trägt. „All Night Long 2“ ist wirklich ein Schlag in die Magengrube und sicher deshalb nur für die ganz wenigen unter uns geeignet. Wer glaub schon alles Schlimme gesehen zu haben oder mal etwas richtig Hartes sucht ist hiermit bestens bedient. Es ist wirklich ein richtig radikaler Rachestreifen, wie man es wahrscheinlich nicht mehr so schnell zu Gesicht bekommt und man kann ihn sicher auch zu den krassesten Filmen zählen, die die Welt je hervor gebracht hat. Ein Asian Sicko Delux! Ich bin jedenfalls sehr begeistert und vergebe volle 5 Sterne. Meiner Meinung nach der beste und härteste Teil von allen. Aber auch die Teile 1 und 3 sind sehr gut und heftig.

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 3.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 5_5.gif
Atmosphäre 4_5.gif
Gesamt 5_5.gif

Ähnlicher Film:

  • All Night Long

30 Days Of Night

0

Informationen

OT:30 Days Of Night

ca. 113 Minuten

Neuseeland, USA 2007

Regie

  • David Slade
Darsteller

  • Josh Hartnett
  • Melissa George
  • Danny Huston
  • Ben Foster
  • u.a.

30 Days Of Night

Story

Das kleine, verschneite Dörfchen Barrow in Alaska wird einmal im Jahr Zeuge eines faszinierenden Naturschauspiels – einer 30-tägigen Dunkelheit, hervorgerufen durch die Polarnacht. Da während dieser Zeit der Ort fast gänzlich von der Außenwelt abgeschlossen ist, zieht es auch viele der Bewohner während dieser Zeit aus dem Dorf heraus in die nächst gelegene, größere Stadt. Nur ein hart gesottener Kern von Bewohnern bleibt selbst in dieser Zeit in dem kleinen Dorf zurück. Alle Bewohner sind mit den Vorbereitungen für die 30-tägige Nacht beschäftigt und nutzen noch das letzte Tageslicht. Doch dieses Mal scheint etwas nicht zu stimmen, da es zu einigen seltsamen Vorkommnissen kommt. Sheriff Eben findet auf seinem Rundgang eine Feuerstelle mit lauter verbrannten Handys und dann werden auch noch alle Schlittenhunde brutal abgeschlachtet aufgefunden, kurze Zeit später funktionieren auch die Telefonleitungen nicht mehr und schließlich fällt auch noch der Strom aus. Dazu kommt ein seltsamer Fremder, der plötzlich im Dorf erscheint und etwas von Fremden die kommen würden, von sich gibt. Mit der Dunkelheit wird es immer beängstigender in Barrow und spätestens als die ersten Leichen (bzw. Leichenteile) auftauchen wird schnell klar, dass die Dorfbewohner nicht alleine in dem Ort sind und etwas Unmenschliches hier sein Unwesen zu treiben scheint…

Kritik

Regisseur David Slade gelang mit seinem Debüt „Hard Candy“ ein Film, der dem Zuschauer noch lange im Gedächtnis blieb, da er auf gewisse Art und Weise zu schockieren wusste, ähnliches versuchte er nun auch bei seinem Zweitfilm „30 Days of Night“, der meiner Meinung nach jedoch einige Schwächen in sich beinhaltet. Bereits 2002 erschufen die beiden Comic-Autoren Steve Niles und Ben Templesmith einen 3- bändigen Comic Roman namens „30 Days of Night“, der sich bereits nach kurzer Zeit einer recht großen Fangemeinde erfreuen durfte. Diesen nahm sich Regisseur David Slade zum Vorbild und versuchte die spannende Vampirgeschichte auf die Leinwand zu bringen, allerdings war vieles nicht so zu verfilmen wie gewünscht und auch die Geschichte selbst geriet teils etwas ins stocken, da einfach zu viele Fragen unbeantwortet bleiben und die Story somit teils aus dem Zusammenhang gerissen wirkt. Hier hätte man sicherlich noch etwas mehr ins Detail stecken können, vielleicht auch ein wenig mehr zur eigentlichen Geschichte der Vampire bringen können…aber man kann halt nicht alles haben. Äußerst Positiv fällt die Wahl des Schauplatzes ins Auge, da hierbei auf die reale Stadt Barrow in Alaska zurückgegriffen wurde, wo in der Tat zwischen dem 18.11. und 24.01. kein Sonnenlicht herrscht. Die so erzielte Atmosphäre ist grandios und wirkt durchaus bedrohlich. Ein Gefühl von Einsamkeit und Angst zieht sich durch den ganzen Film. Die Darsteller wirken teils recht lustlos und können somit nicht alle überzeugen. Besonders die Vampire wirken etwas „gelangweilt“ und wurden relativ lieblos gestaltet, lediglich mit Blutverschmierten Mündern und ein paar hin und wieder zu sehenden Reiszähnen versuchen sie zu schockieren. Ebenfalls sehr negativ finde ich die eigene Vampirsprache, die man natürlich nicht versteht und somit auf Untertitel zurückgreifen muss. Zu gute halten muss ich dafür jedoch die Brutalität mit der die Vampire vorgehen und wo so einiges für Liebhaber blutiger Filme gezeigt wird und weswegen er auch keine Jugendfreigabe erhielt! Es darf gesplattert werden! Glücklicherweise sieht man nicht wie die Hunde zu Beginn des Filmes getötet werden, sonst würde der Film bei mir einen weiteren Minuspunkt erhalten. Es gibt Dinge, die will z.B. ich nicht wirklich sehen in einem Film, Menschen dürfen in Filmen gerne abgeschlachtet werden, das macht mir nichts aus, aber bei Tieren schalte ich lieber weg! Ansonsten verfolgt „30 Days of Night“ ein genretypisches Muster, eine anfangs recht große Gruppe wird stetig dezimiert bis nur noch ein Bruchteil der Gruppe gegen Ende des Filmes dem bösen Feind, hier in Form der Vampire, gegenüber steht und es zum Endkampf kommt. Bis es jedoch soweit ist, erfährt man noch so einiges über die Charaktere der Menschen und darf sich auch über kleinere Anekdoten im Mensch – Vampir – Kampf erfreuen (zumindest die, die auch schwarzen Humor besitzen). Sehr gefallen hat mir z. B. eine Szene wo ein kleines Kind bzw. ein nun kleiner Vampir mit einer Axt gemeuchelt wird. Sehr blutig, denn dass Kinder gemeuchelt werden, kommt nicht sonderlich oft in Filmen vor, da es für viele Regisseure ein Tabuthema ist. Doch David Slade bewies bereits in „Hard Candy“, dass er gerne das Publikum schockiert. FAZIT: Ein recht nettes Vampirfilmchen für Zwischendurch, zu viel sollte man jedoch nicht erwarten, da der Film durchaus seine Schwächen besitzt. Eine Empfehlung jedoch eindeutig für Horrorfilmfreaks und Leute die auch nichts gegen schockierende, blutige Filme haben!

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 5.gif
Story 2_5.gif
Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 6.gif
Gesamt 4.gif

30 Days Of Night

0

Informationen

Drehland
  • Neuseeland
  • USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 108 Minuten
Regie David Slade
Darsteller Josh Hartnett Ben Foster Melissa George Danny Huston u.a.
Bild
  • 2
  • 35:1 (anamorph / 16:9)
Ton
  • DD5.1
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
30 Days Of Night

Story

30 Tage ohne Sonnenlicht.

In Form der Polarnacht bricht jährlich die Dunkelheit über das kleine Dörfchen Barrow in Alaska ein. Daher verschwindet die meisten der Einwohner am letzten Sonnentag, um der großen Depression zu entfliehen. Einige bleiben allerdings, da sie kein Interesse haben, ihre Heimat zu verlassen.

Als der letzte Flieger das kleine, von der Außenwelt abgeschnittene, Örtchen verlassen hat, geschehen seltsame Dinge. Der Sheriff findet verbrannte Handys, zerstückelte Hunde und wenig später den ersten Toten. Nachdem auch die technischen Anlagen den Geist aufgeben, ist Sheriff Eben Oleson und den Verbliebenen klar, dass sie in großer Gefahr sind.

Ein seltsamer Kauz, der das Dorf besucht, gibt dann den entscheidenden Hinweis darauf, dass fremde Gestallten über Barrow herfallen. Der verstörte Mann behauptet, dass nicht der Winter, sondern der Tod für das kalte Klima zuständig ist. Und er soll recht behalten. Eine Schar Blutsauger macht sich über Barrow und seine Bewohner her. Mit der Absicht, alles zu töten…

04_2008_30_Days_Of_Night_1.jpg04_2008_30_Days_Of_Night_2.jpg

Kritik

Vampir-Filme gibt es viele. Da fällt es den geneigten Machern schwer, etwas Neues zu kreieren. Das Alte hat sich bewährt und einige Ausflüge in das Genre mit modernen Ideen, sind gescheitert. Bei „30 Days Of Night“ ist das aber anders. Hier wurde quasi eine neue Spezies geschaffen, die zwar eindeutig vampirisch ist, aber ein anderes Verhalten an den Tag legt. Sie erinnert in ihrer Art zwar stark an die Zombies aus „28 Days Later“ und dessen Sequel „28 Weeks Later“, dass sollte den Betrachter aber nicht im geringsten stören, sondern vielmehr (positiv) verstören. Denn die neumodischen Blutsauger bringen richtig Schwung und Irritation in die Geschichte respektive auf die Leinwand.

Die Geschichte dreht sich um ein eingeschneites Dorf, welches für einen Monat keine Sonne sehen soll. Leute die Angst haben, dass alles im tiefsten Dunkel abläuft und so die Guckqualität nicht so hoch ist, können beruhigt werden. Aufgrund des Restlichts und des hellen Schnees hat man oft den Eindruck, dass helllichter Tag wäre. Spannung gibt es von Beginn an. Diese baut sich langsam auf und hält sich bis zum Ende. Fast ohne Unterbrechung. Nur beim einzigen Schwachpunkt des Films, dem zähen Showdown, kommt ein wenig Langeweile auf.

Zwischendrin gibt es aber nichts, was nur annähernd mit Langeweile in Verbindung gebracht werden kann. Die düsteren Figuren und die klasse Atmosphäre lassen den Betrachter kaum zur Ruhe kommen. Zudem will er wissen, warum die Fremden da sind, was sie vorhaben und warum sie so sind, wie sie sind. An dieser Stelle soll jetzt nicht zuviel verraten werden. Aber als Interessierter kommt man durchaus auf seine Kosten, da die Lösung nicht einfach auf dem Silbertablett serviert wird. Die Masken der Vampire müssen fast schon als sensationell eingestuft werden. So böse hat man Vampire nur selten gesehen. Mit ihren komischen Köpfen, den pechschwarzen Augen und ihren üblen Zähnen tragen sie maßgeblich zur Erzeugung der Atmosphäre bei. Und sie sind auch dafür verantwortlich, dass es relativ hart zu Sache geht. Mit Kunstblut wurde auf jeden Fall nicht gespart und wie schick sich das auf weißem Schnee macht, müsste sich jeder vorstellen können.

Die Geschichte beruht auf einer Comic-Serie namens „30 Days Of Night“, die von Steve Niles und Ben Templesmith im Jahre 2002 geschaffen wurde. Jung-Regisseur David Slade bekam die Chance das ganze umzusetzen und so einen guten Start bei seinem ersten Auftritt im Horror-Genre hinzulegen. Unterstützt wurde er von keinem Geringerem als Sam („Tanz der Teufel“) Raimi, der die Produktion des Streifens übernahm. Raimi und Slade haben bei der Auswahl des Drehortes ein gutes Händchen gehabt. Gedreht wurde in Neuseeland. Die mit der Kamera eingefangenen Bilder erinnern bei einigen sensationellen Aufnahmen tatsächlich an die Schönheit des 49.Bundesstaat der USA. Was den Machern des Films ebenfalls hoch angerechnet werden muss, ist die Tatsache das sie es schaffen in einigen Szenen eine klaustrophobische Stimmung zu erzeugen. Gerade wenn die Überlebenden unter dem Dach ihres Schutzhauses lungern, meint man sich atmosphärisch in Filme wie „Night Of The Living Dead“ versetzt.

Schauspielerisch bewegt man sich bei „30 Days Of Night“ nicht auf allerhöchstem Niveau. Besonders auffällig ist Josh Hartnett („Halloween H20“ uva.). Allerdings nicht im positiven Sinne. Er wirkt hölzern in seiner Art und hat zudem das Pech, dass er als Hero, gerade in der Anfangsphase, schon wie ein Überheld wirkt. Neben der schauspielerischen Masse hebt sich sonst nur noch Ben Foster (Viele TV-Produktionen und einige nicht Horror-Produktionen) ab. Dies hat er aber mit Sicherheit seiner schmutzig, fiesen Rolle als Hilfshansel der Vampire zu verdanken.

Unterm Strich ist „30 Days Of Night“ ein Film, der positiver ausfällt als man es annehmen durfte. Die negativen Seiten an ihm sind gering, was für beste Unterhaltung sorgt. Er ist zwar nicht perfekt, könnte sich aber als wichtiger Bestandteil einer neuen Vampir-Ära herausstellen. Zu hoffen wäre es.

04_2008_30_Days_Of_Night_3.jpg04_2008_30_Days_Of_Night_4.jpg

DVD

Die DVD, die über eine nicht zu kritisierende Bild- und Tonqualität verfügt, kommt als Doppelstück daher. Auf der ersten DVD findet man den Hauptfilm, auf der zweiten die Extras. Neben einem CD-ROM Part gibt es den Kinotrailer zum Film, ein fünfminütiges B-Roll, Cast & Crew Informationen auf Texttafeln, ein umfangreiches Making Of, welches in mehrere Kapitel unterteilt ist und eine Foto-Galerie. Wer mehr über „30 Days Of Night“ erfahren möchte, wird hier, ohne Frage, fündig.

Bewertung

Splatter 2008_4.gif
Spannung 2008_4_5.gif
Story 2008_5_5.gif
Ekelfaktor 2008_4_5.gif
Atmosphäre 2008_5.gif
Tonqualität 2008_6.gif
Bildqualität 2008_6.gif
Zusatzmaterial 2008_5.gif
Gesamteindruck 2008_5.gif

Zombie Night – Keiner wird entkommen

0

Informationen

OT:Zombie Night

ca. 88 Minuten

Kanada 2003

Regie

  • David J. Francis
Darsteller

  • Danny Ticknovich
  • Sandra Segovic
  • Dwayne Moniz
  • Steve Curtis
  • u.a.

Zombie Night - Keiner wird entkommen

Story

Ein nuklearer Krieg hat ungeahnt schreckliche Folgen für die Menschheit: Die Toten erheben sich aus ihren Gräbern und gieren nach dem Fleisch der Lebenden. Die Epidemie verbreitet sich weltweit und es scheint keine Möglichkeit zu geben, das drohende Ende der Menschheit abzuwenden. Das gerade erst zusammengekommene Paar Mark (Johnny Cole) und Shelley (Sandra Segovic) hat von diesen Vorgängen noch keine Ahnung. Nach einem gemeinsamen Urlaub mit Mark’s Tochter Emily (Deanna Wales) in einer Waldhütte fernab der Zivilisation, fahren sie nun wieder Richtung Heimat, als ihr Wagen plötzlich von einer Horde Untoter attackiert wird. Panisch flüchten sich die drei in das nächstbeste Gebäude, wo sich bereits einige andere Menschen verbarrikadieren. Notgedrungen tut man sich zusammen, um der drohenden Gefahr stand zu halten, doch dieses Vorhaben wird nicht nur von einer allgemeinen Panik, sondern auch von dem verrückten Derek (Dwayne Moniz) erheblich erschwert…

Kritik

Vor mittlerweile 40 Jahren schuf George A. Romero mit "Night of the Living Dead" einen wegweisenden Klassiker des Zombiefilms, der im Laufe der Zeit vielfach neu interpretiert wurde und zahlreiche andere Filmemacher inspirierte. Nachdem mittlerweile schon zwei offizielle Remakes zu dem nur 114,000 Dollar teuren Schwarzweiß-Film entstanden, erblickte im Jahr 2003 ein Amateurfilm mit dem Titel "Zombie Night" das Licht der Welt, der sich zwar nicht direkt auf "Night of the Living Dead" beruft, hinsichtlich der Story aber eindeutig von diesem abgekupfert wurde. Der kanadischen Produktion, mit der David J. Francis sein Filmdebüt ablieferte, gelingt es jedoch nicht einmal ansatzweise, auch nur in die selbe Liga eines Romero zu blicken, vielmehr handelt es sich hier um kostengünstigsten Mumpitz, der ganz danach aussieht, als hätte sich der Verantwortliche übers Wochenende eine Kamera geliehen, ein paar Freunde geschnappt, diese in einen Keller gesperrt und sie schließlich dazu gezwungen, über die nächsten zwei Tage einen Zombiefilm zu drehen. Die Story von "Zombie Night" ist sehr schwach, scheitert aber insbesondere an der stümperhaften Umsetzung. Schon "Night of the Living Dead" hatte nicht die komplexeste Handlung zu bieten, doch während Romero diese damals wenigstens noch effektiv umzusetzen wusste, will im Fall dieses kanadischen Amateurfilms einfach keine brauchbare Stimmung aufkommen. Dies beginnt schon damit, dass scheinbar die komplette Welt von Zombies überrannt wird und im Chaos untergeht, der Zuschauer davon aber nie etwas zu sehen bekommt. Stattdessen spielt "Zombie Night" die meiste Zeit über in ein und denselben Haus, speziell in dessen Keller. Das Werk versucht sich also im Grunde als klassische Verhaltensstudie über Menschen in Extremsituationen und legt demzufolge auch einen gewissen Wert auf die Charaktere, was ihm aber nicht einmal im Ansatz gelingt. Die Hauptprotagonisten dieses Films sind derart blass und belanglos gezeichnet, dass man schnell das Interesse an ihnen verliert und sich der nicht vorhandenen Spannung nur noch schneller bewusst wird. Diese sucht man über die Lauflänge von 88 Minuten beinahe immer vergebens, nur in ganz wenigen Augenblicken macht sie sich in Ansätzen bemerkbar, um dann gleich wieder das Weite zu suchen. Die Story tritt derweil immer auf der Stelle. Mal gibt es einen Zombie-Angriff, dann wiederum entsteht ein Streit mit Derek, der daraufhin aus dem Haus geworfen wird, bevor man ihn wieder aufnimmt. Ehe es sich der Zuschauer versieht, vergeht auf diese Weise gut eine Stunde, ohne dass bislang etwas Interessantes geschehen wäre. Auf den einen oder anderen blutigen Effekt wurde zwar nicht verzichtet, doch auch diese fallen nicht besonders spektakulär aus und wirken wie der restliche Filme öde und belanglos. "Zombie Night" ist seine Amateur-Herkunft in jedem Frame anzusehen. Die Aufgaben am Set wurden scheinbar willkürlich vergeben, es durfte jeder da einspringen, wo gerade eine Stelle frei war. Das Resultat hat absolut nichts mit professionellem Filmemachen gemeinsam, der Streifen wirkt in jeder Hinsicht einfach nur unbeholfen. Das Bild macht durchgehend einen unsauberen und grauen Eindruck, einfach trist, woran auch die schäbigen und notdürftigen Kulissen nichts ändern können. Seine Schauspieler holte sich David J. Francis letztendlich großteils aus dem eigenen Bekanntenkreis, was im Grunde schon genug über deren Talent aussagen dürfte. Die Akteure agieren so lustlos und unglaubwürdig, dass zwischen den Zombies und den menschlichen Überlebenden kaum ein Unterschied festzumachen ist. "Zombie Night" weist alle negativen Aspekte des Amateurfilmens auf. Das Gezeigte ist eine hilflos vor sich herdümpelnde Hommage an "Night of the Living Dead", die dem Klassiker aber in keiner Weise zur Ehre gereicht und die keinerlei nennenswerte Qualitäten vorzuweisen hat. Spannung und Atmosphäre sucht man dank der langweiligen Wiederholung der immer gleichen Ereignisse vergebens, auch die vereinzelten, blutigen Effekte können dem Gesamtwerk leider nichts positives mehr hinzufügen. Da sich diese Auflistung noch lange fortführen ließe, wirkt die Tatsache, dass "Zombie Night" ein offenes Ende hat, welches den Zuschauer mit vielen Fragen zurücklässt, beinahe schon unbedeutend. Letztendlich bleibt somit nur, von diesem Werk dringend abzuraten.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 1.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 1.gif
Gesamt 1_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Zombie Night II

Night Of The Living Dead

0

Informationen

OT:Night Of The Living Dead

ca.96 Minuten

USA 1968

Regie

  • George A. Romero
Darsteller

  • Duane Jones
  • Judith O’Dea
  • Karl Hardman
  • u.a.

Night Of The Living Dead

Story

Das Geschwisterpaar Babara und Johnny machen bei einem Besuch auf dem Friedhof, wo ihr Vater begraben liegt, eine seltsame Bekanntschaft. Ein Mann, der sich ungewöhnlich bewegt und komisch aussieht, greift sie an. Johnny stürzt sich schützend vor seine Schwester, wird aber daraufhin bei der Auseinandersetzung getötet. Barbara kann unter Schock fliehen und findet in einem verlassenen Landhaus Unterschlupf.

Nach kurzer Zeit, in der neuen Umgebung, entdeckt sie eine schrecklich entstellte Leiche, was ihren Zustand nicht gerade verbessert. Auch die Tatsache das vor dem Haus mehrere dieser Geschöpfe auftauchen lindert ihren Zustand nicht. Doch dann kommt plötzlich und unverhofft der schwarze Ben in das Anwesen. Ohne viel Zeit zu verschwenden macht er sich an die Arbeit und verrammelt die Fenster und Türen des Erdgeschosses. Im Anschluss erzählt er ihr, was er denkt, was wohl seltsames vorgeht.

Wenig später machen sich plötzlich fünf weitere Personen bemerkbar, die sich im Keller verbarrikadiert hatten. Es sind das junge Liebespaar Judy und Tom und die etwas ältere Familie Hellen und Harry, sowie deren junge Tochter. Als erstes bricht ein Streit aus, da Ben den Kellerkindern vorwirft sie hätten Babara nicht geholfen und nur an sich gedacht. Harry wird daraufhin sehr zornig und zwischen den beiden, so verschiedenen Personen, bricht ein Machtkampf aus. Harry würde sich leider wieder in den Keller verziehen, in dem seine schwerkranke Tochter liegt die von einem dieser seltsamen Geschöpfen gebissen wurde. Ben hält das aber nicht für so clever, da er den Unterbau des Hauses für eine Falle hält und weil es dort kein Radio beziehungsweise Fernsehen gibt.

Aus dem Radio und später auch Fernsehen erfahren die Eingeschlossen, wie es wohl zu dieser Misere gekommen ist. Die Forscher geben einem Satelliten die Schuld, der angeblich eine fremde Strahlung mit auf die Erde brachte. Diese Strahlung soll das Gehirn von toten Menschen wieder reanimiert haben, woraufhin diese zu wandelnden Toten wurden und nun jeden infizieren, den sie beißen. Die Untoten beißen, da sie sich von Menschenfleisch ernähren. In weiteren Berichten erfahren sie das bereits Schutztruppen in Marsch gesetzt wurden um die Untoten durch einen Kopfschuss zu eliminieren.

Die Hausinsassen entschließen sich aber nicht zu warten, sondern zu flüchten. Ben hat einen LKW vor dem Haus stehen lassen, mit dem die Flucht gelingen könnte – Allerdings ist der Sprit fast leer. Glücklicherweise befindet sich neben dem Haus eine Tankstelle, die aber nicht einfach zu erreichen sein soll. Die Männer machen sich einen Schlachtplan, dessen Ausführung vom Überleben abhängt. Doch schon bald wird klar das nicht alles so läuft, wie es laufen soll …

Kritik

„Night of the living dead“ oder auch die deutsche Version „Die Nacht der lebenden Toten“ ist einer der unumstrittenen Klassiker im Horrorgenre und zudem war er Vorbild für viele Filme, die mit einer ähnlichen Thematik, später gedreht werden sollten. George A. Romero hat mit diesem schwarz-weiß Streifen gezeigt das es durchaus möglich ist mit geringen Mitteln einen absolut genialen Film zu machen.

Der Film beginnt gleich mit einem Schockerlebnis, dass sich wirklich gewaschen hat. Babara und ihr, noch kurze Zeit lebender Bruder, werden innerhalb von Sekunden aus ihrem realen Leben gerissen und für die Überlebende beginnt nun ein wahrhafter Höllentrip. Nicht genug das sie einen lieben Menschen verloren hat, nein, sie ist plötzlich in einer misslichen Lage, in einem Überlebenskampf, der aussichtslos scheint.

Im Haus findet sie zwar Unterstützung in Form von anderen Menschen, die schaffen es aber nicht sich zu arrangieren. Zu wichtig ist jedem einzelnen, speziell Ben und Harry, seine Position. Die rivalisierenden Männer sind wunderbar NICHT zueinanderpassende Charaktere. Zum einen ist da der junge, athletische, schwarze, alleinstehende Ben und zum anderen der weiße, dicke, kleine, Familienvater Harry. Das Zusammenspiel der beiden steht mitunter im Mittelpunkt der Handlung ist für das Ende ausschlaggebend. Die beiden verhalten sich nur friedlich als die Neuigkeiten über die Katastrophe im Fernsehen verkündet werden. Diese Aufklärungsszenen sind wirklich sehr interessant, schockierend und fesselnd.

Die ganze Zeit über herrscht eine erstklassige Atmosphäre, die von sensationell passenden Soundeffekten der etwas anderen Art, genialen Kameraeinstellungen und intelligenten Lichtspielen unterstrichen wird. Dies hat natürlich zur Folge das man in den Bann des Streifens gezogen wird und jede Minute mit den Protagonisten mitleidet. Mit dem einen natürlich mehr und dem anderen weniger… Die Schauspieler unterstreichen die Klasse des Films in dem sie absolut authentisch spielen. Erstaunlicherweise gilt das für alle Hausbewohner, die Zombies grenze ich jetzt mal aus. Aber die Untoten beziehungsweise deren Masken sind für diese Zeit sehr passend. Wie oft habe ich schon einen moderneren Film dieses Subgenres gesehen, wo man sich einfach nur totlachen musste, da die Menschenfresser dort wirklich lächerliche Masken trugen.

Die Spezialeffekte würde man heute wohl als billig und wenig heftig beurteilen, allerdings muss man bedenken das Romero 1968 etwas schuf, dass bis dato noch niemand gesehen hatte. Die damaligen Beobachter regten sich über das Gezeigte auf und kritisierten den Regisseur. Für damalige Verhältnisse war es zu hart, Dinge zu zeigen über die man heute schmunzelt. Soweit ich weiß befindet sich eine ungeschnittene DVD im Umlauf die ab 16 ist und Astro hat einen ungeprüften Director´s Cut rausgebracht. In den zusätzlichen Szenen sind allerdings keine Gewaltszenen enthalten, es gibt lediglich mehr Dialoge und die Berichte im Fernsehen sind ausführlicher.

Romero drehte nach dem Erfolg von „Night of the living dead“ 1978 den indirekten Nachfolger „Zombie – Dawn of the dead“ und er setzte dem ganzen im Jahre 1985 noch einen drauf um mit „Zombie 2 – Day of the dead“ seine Trilogie zu vervollständigen.

„Night of the living dead“ ist wirklich ein erstklassiger Film und nicht nur für Fans des Subgenres empfehlenswert. Wer solche Filme mag, darf sich diesen Streifen auf gar keinen Fall entgehen lassen, da er der Beginn der großen Zombiewelle war.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 5.gif
Story 6.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 6.gif
Gesamt 6.gif

Ähnlicher Film:

Night Of The Living Dead 3D

0

Informationen

OT:Night Of The Living Dead 3D

ca. 77 Minuten

USA 2006

Regie

  • Jeff Broadstreet
Darsteller

  • Brianna Brown
  • Joshua DesRoches
  • Sid Haig
  • Greg Travis
  • u.a.

Night Of The Living Dead 3D

Story

Auf den Wunsch ihrer Mutter hin nehmen die Geschwister Barbara (Brianna Brown) und Johnny (Ken Ward) eine Reise von 200 km auf sich, um der Beerdigung ihrer Tante beizuwohnen. Als sie jedoch die Provinz erreichen, stellen sie fest, dass der Friedhof, auf dem die Beisetzung abgehalten wird, menschenleer ist. Urplötzlich wird Johnny aus heiterem Himmel von zwei Untoten angegriffen und kann sich zwar selbst noch in Sicherheit bringen, lässt Barbara dabei allerdings im Stich. Diese hofft zuerst, im nahegelegenen Bestattungsunternehmen zuflucht zu finden, trifft allerdings auch dort auf etliche Zombies, sowie den schrägen Bestatter Gerald Tovar (Sid Haig), der die Situation komischerweise recht gelassen zu nehmen scheint. Barbara’s weitere Flucht bringt sie in ein Waldgebiet, wo sie alsbald wieder von zwei Untoten angegriffen wird, denen sie auch nur dank der plötzlichen Hilfe eines Fremden (Joshua DesRoches) entkommen kann, der mit seinem Motorrad gerade in der Nähe war und die junge Frau aus ihrer bedrohlichen Lage befreit. Barbara’s Retter stellt sich ihr kurz darauf als Ben vor und unterbreitet ihr den Vorschlag, sie zu der nahegelegenen Farm einiger Freunde zu bringen. Dort angekommen, glaubt ihr natürlich niemand die Geschichte der Untoten und auch von Polizei hält man auf der Farm nicht viel, da dort Marihuana angebaut wird. Als das Haus kurz darauf von lebenden Toten umstellt wird, beginnt für die kleine Gruppe ein unerbittlicher Kampf ums Überleben…

Kritik

Seit sich in den letzten Jahren ein eindeutiger Trend abzeichnet, dass Remakes bekannter Klassiker groß im Kommen sind, bleibt kaum noch ein bekannter Name der (Horror)Filmgeschichte verschont. So war es auch nur eine Frage der Zeit, bis ein findiger Produzent auf die Idee kommen würde, erneut einen Stoff von Zombie-Altmeister George Romero neu zu verfilmen und die letztendliche Wahl fiel dabei auf "Night of the Living Dead", nachdem "Dawn of the Dead" bereits eine annehmbare und "Day of the Dead" eine leider eher durchwachsene Neuverfilmung erfahren hatten. Genre-Kennern ist dabei sicherlich nicht unbekannt, dass "Night of the Living Dead" bereits im Jahr 1990 neu verfilmt wurde und zwar damals von keinem Geringeren als FX-Guru Tom Savini, der in den Augen vieler Fans damals ein durchaus brauchbares Remake auf die Beine stellte. Dieses lag zu dem Zeitpunkt, als "Night of the Living Dead 3D" langsam Gestalt annahm, allerdings schon wieder 16 Jahre zurück und so sah man dies seitens der Verantwortlichen wohl nicht als Hindernis an, dem Stoff erneut ein Remake zu widmen. Der Clou: Wie der Titel schon verrät, wurde der Streifen im 3D-Verfahren gefilmt, wovon der Filmfan aber auch nur dann profitieren kann, wenn er sich das entsprechende Equipment, beziehungsweise die richtige Version des Films besorgt. Es macht natürlich ohne Frage den meisten Sinn, sich das Werk in der 3D Version anzusehen, doch auch in einer regulären Version kann der Streifen noch immer unterhalten, der 3D Effekt entscheidet in diesem Fall also nicht über Sieg oder Niederlage beim Publikum. "Night of the Living Dead 3D" erhielt bislang fast ausnahmslos schlechte bis vernichtende Kritiken und so fällt es natürlich schwer, einem derartigen Werk ohne Vorbehalte entgegenzutreten. Wem dies allerdings gelingt, mehr noch, wer seine Erwartungen deutlich zurückschraubt, der wird schnell erkennen, dass viele dieser vernichtenden Reviews vermutlich aus einer Art fanatischem Glauben entstanden, dass jedwede Art eines Remakes zu einem Filmklassiker automatisch in Grund und Boden gestampft werden müsse. Legt man aber alle Bezeichnungen wie Neuverfilmung, Remake und dergleichen beiseite und betrachtet nur den Film an sich, dann hat man mit "Night of the Living Dead 3D" ein kleines und feines B-Movie, das nicht nur solide unterhält, sondern darüber hinaus auch weit über seinem Ruf steht. Sehr viele finanzielle Mittel standen Regisseur Jeff Broadstreet offenbar nicht zur Verfügung, doch gemessen an der Tatsache, dass schon Romero’s Original dem Low-Budget Bereich zuzuschreiben war, sollte sich an dieser Tatsache niemand ernsthaft stören. Rein optisch macht der Film durchaus etwas her und kann den Vergleich mit gehobenen Direct-to-Video Produktionen durchaus standhalten. Die restliche Inszenierung ist des weiteren auch alles andere als stümperhaft geraten, auch wenn man über die Masken der Zombies mit Sicherheit streiten darf. Alles in allem doch recht farbenfroh und plastisch kommen die Untoten daher, fügen sich aber doch recht gut ins Gesamtbild des Films ein. Splattertechnisch hält sich "Night of the Living Dead 3D", überraschenderweise, wie man anfügen muss, sehr zurück und bietet bis auf kleine, dezente Gore-Einlagen kaum Deftigeres für die Splatterfraktion. Gerade, wenn man sich noch einmal die Härte der "Dawn" und "Day" Remakes in Erinnerung ruft, dann unterliegt "Night of the Living Dead 3D" in einem direkten Blutvergleich deutlich, was aber nicht direkt gegen den Film spricht. Es ist sogar fraglich, ob ein hoher Bodycount hier nicht eher kontraproduktiven Einfluss genommen hätte. Dank einer überraschend kurzen Laufzeit von weniger als 75 Minuten, kommt das Werk mit reichlich Kurzweiligkeit und natürlich ohne störende Längen daher. Ein paar Filmminuten mehr hätten es eigentlich schon sein dürfen, doch gerade auf den Drive des Films wirkt sich eine solch ungewohnt kurze Spielzeit überaus belebend aus. Die Story folgt dabei natürlich in ihren Grundzügen dem Original, was vor allem anfangs auf der Friedhofsszene auszumachen ist, bis Jeff Broadstreet und Drehbuchautor Robert Valding kurz darauf eigene Ideen einstreuen. Die Sozialkritik eines Romero blieb hierbei aus, allgemein setzt "Night of the Living Dead 3D" seinen Fokus mehr auf die permanente Bedrohung durch die Zombies. Anders als im Schwarzweiß-Film von 1968 wirken die Untoten hier allgegenwärtig, was aber nicht heißt, dass Action und Gekröse hier an der Tagesordnung stünde. "Night of the Living Dead 3D" lebt stellenweise von seinen Dialogen, die seine Figuren greifbar machen und ihnen sogar eine gewisse Sympathie verleihen. Barbara wirkt wesentlich stärker als im Original, die restlichen Charaktere sind allesamt liebenswerte Kiffer, die auf ihrer Marihuanafarm in ihrer eigenen, kleinen Welt leben. Zwar baut man keine Beziehung zu den Protagonisten auf, dennoch verfolgt man ihr Treiben stets interessiert, auch die Diskussionen oder Gespräche untereinander wirken niemals langweilig. Von schauspielerischer Seite aus betrachtet kann man ebenso wenig meckern. Alle Akteure durften zuvor schon irgendwo Schauspiel-Erfahrung sammeln, es handelt sich also um keine absoluten No-Names und das ist der Produktion angenehm anzumerken. Den größte Bekanntheitsgrad bringt natürlich Sid Haig mit, der sich derzeit gerade durch seine Darstellung des geisteskranken Killerclowns in Rob Zombies "Haus der 1000 Leichen" und "The Devil’s Rejects" einer gewissen Beliebtheit innerhalb der Horrorszene erfreut. Für viele dürfte Haig alleine Grund sein, "Night of the Living Dead 3D" zu sehen und das, obwohl er letztendlich nur eine Nebenrolle spielt. Doch gerade mit Haig’s Charakter ist auch der einzige, größere Kritikpunkt verbunden, der an dem Werk anzubringen ist. Im letzten Drittel kommt es zu einem unerwarteten Storytwist, der leider etwas aufgesetzt und allzu konstruiert wirkt. Daran dürfte sich der eine oder andere dann definitiv stören und zwar nicht deshalb, weil diese Wendung so nicht im Original enthalten war, sondern weil sie nicht so wirklich glaubhaft rüberkommen will. Der guten Unterhaltung des sonstigen Werkes tut dies allerdings keinen Abbruch. Anhänger des Originals mögen gerne vor Zorn rot anlaufen, wenn "Night of the Living Dead 3D" beispielsweise durch eine im Grunde sinnlose Softsex-Szene endgültig zum B-Movie verkommt oder wenn sich die Charaktere den Originalfilm im Horror-Kanal ansehen, doch wer es mit den ganzen Remakes ohnehin nicht zu eng sieht, sondern einfach nur auf gute Unterhaltung hofft, der wird sie mit "Night of the Living Dead 3D" auch finden. Was einem hier geboten wird, ist ein kleines, solides B-Movie, das durchweg Laune macht und auch ohne reichlich Gekröse gerade durch seine flotte Kurzweil besticht. Leider hätte man sich im letzten Drittel einen besseren Twist ausdenken können, da das Ende nicht so recht zur eigentlichen Story passen will. Und somit bleibt dem Rezensenten nur, diesem Werk eine überdurchschnittliche Wertung und eine Empfehlung auszusprechen und sich somit gegen 90% der sonstigen Reviews zu "Night of the Living Dead 3D" zu stellen.

Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 3.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 1_5.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

Night Angel

0

Informationen

OT:Night Angel

ca.84 Minuten

USA 1989

Regie

  • Dominique Othenin-Girard
Darsteller

  • Isa Andersen
  • Linden Ashby
  • Debra Feuer
  • u.a.

Night Angel

Story

Lilith ist eine hocherotische, junge Frau, die allerdings nicht das ist wonach es aussieht. Sie hat eine dunkele Vergangenheit und diese geht bis zum Beginn der biblischen Menschheit zurück. Sie war die erste Frau Adams, die dann von Eva abgelöst wurde und seitdem dem Teufel ihren treuen Dienst leistet. In der nahen Zukunft ist Lilith aus einem Grab gestiegen, um junge Männer in die Hölle zu schicken, die sie mit ihrem himmlischen Körper anlockt …

Lilith hat von ihrem Meister den Auftrag bekommen, dass Covergirl eines berühmten Modemagazins zu werden. Mit ihrem Aussehen ist das sicherlich auch kein Problem und so macht sich die Schönheit auf den Weg, den männlichen Angestellten den Kopf zu verdrehen. Irgendwie scheint Lilith bei den Männern ein „Egal-Gefühl“ auszulösen und so findet sie sich wenig später mit einem hohen Mitarbeiter des Blattes in dessen Ehebett wieder. Die Ehefrau liegt schlafend neben den beiden, als die sich gerade lustig vergnügen. Der Mann scheint nicht mal zu merken, dass seine Frau nur wenige Zentimeter entfernt ist, doch als die erwacht, wird sie von Lilith getötet. Damit dieser Fall nicht nach außen durchdringt, muss natürlich auch noch der Mann dran glauben und das Kind, der vor kurzem glücklichen Familie.

Nach und nach schaltet Lilith die Männer des Blattes aus, nur Craig, der von Anfang an skeptisch war, wird verschont. Zusammen mit seiner Freundin ahnt er das die hübsche Frau etwas mit den schrecklichen Vorgängen zu tun hat und deswegen versuchen sie die Frau zu meiden. Doch es soll sich bald rausstellen das Lilith es aus irgendeinem Grund auf Craigs Freundin abgesehen hat, was die beiden natürlich in unmittelbare Gefahr bringt…

Kritik

Nun ja … Auf den ersten Blick ist „Night Angel“ wohl einer dieser uninteressanten, amerikanischen Billigfilme, die immer so eine komische und nicht besonders stilvolle Atmosphäre besitzen. Aber wenn man dann mal etwas abwartet, bekommt meinen einen sehr schrägen und gar nicht mal so ununterhaltsamen Film geboten, der allerdings einige, nicht übersehbare Schwächen mit sich bringt.

Die größte Schwäche ist sicherlich die Handlung, die wirklich keinen vom Hocker haut! Im Mittelpunkt dieser steht die Modebranche ( Die ich ohnehin nicht für sonderlich interessant halte ) mit all ihren Klischees und den dazugehörigen Kleinkriegen. Zu dieser Clique gesellt sich dann die wenig menschliche Protagonistin, die sich auch gleich auf macht, einen nach dem anderen zu killen. Also nicht wirklich interessant, allerdings muss ich zugeben, dass die Geschichte um die Gesandte des Teufels recht spannend ist und man sich stets auf neue Details freut, die ihre Vergangenheit aufdecken.

Zwischendurch gibt es dann immer mal Szenen, welche die Protagonisten in eine bizarre Welt der Dämonen abtauchen lassen. Sie sorgen für eine gute Gruselatmosphäre, die man leider im restlichen, dem weitaus längeren Teil des Films vermisst. Spannungstechnisch gibt es leider auch nicht sonderlich viel, was von der öden Handlung ablenken könnte und so bleiben eigentlich nur noch zwei positive Aspekte, die diesen Film aufwerten. Als erstes wäre da die Hauptdarstellerin, die nicht nur ihre Rolle ganz gut spielt – was die restlichen Darsteller nicht von sich behaupten können – und dem Film einen nicht zu unterschätzenden erotischen Touch gibt. Sie ist die mysteriöse Fremde, der nicht nur wegen ihrer Optik alle Männer zu Füßen liegen. Des weiteren gibt es recht nette Spezialeffekte, mit einem, für deutsche Verhältnisse, hohen Gorefaktor. Die deutsche VHS Fassung ist laut Angabe des Herstellers ungeschnitten, allerdings kann man in Frank Trebbin´s drittem Werk (Die Angst sitzt neben dir III) nachlesen das er wohl leicht geschnitten ist. Mir ist allerdings nicht aufgefallen das irgendetwas fehlt und das will ja schon was heißen.

Insgesamt ist „Night Angel“ also ein Film, der über den Durchschnitt nicht hinaus kommt, stellenweise aber überzeugen kann. Es gibt ab und an eine gute Atmosphäre, viel Blut und eine hocherotische Protagonistin. Horrorfans wird der Film sicherlich ganz gut gefallen, Leuten denen das Genre aber nicht liegt, wird er ganz sicher nicht gefallen …

Bewertung

Splatter 3_5.gif
Spannung 2.gif
Story 2_5.gif
Ekelfaktor 3_5.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Dark Society

Fright Night

0

Informationen

OT:Fright Night

ca.102 Minuten

USA 1985

Regie

  • Tom Holland
Darsteller

  • William Ragsadle
  • Roddy McDowell
  • Chris Saradon
  • u.a.

Fright Night

Story

Der ungefähr 18 jährige Charley ist mit seiner Freundin Amy abends daheim und knutscht mit ihr herum. Im Hintergrund läuft die Fernsehshow Fright Night, in der ein Vampirkiller von seinen Abenteuern erzählt und wozu immer kleine Filme gezeigt werden. Amy kann diese Sendung aber irgendwie nicht so leiden. Als Charley nach draußen schaut entdeckt er wie jemand in das Nachbarhaus einzieht. Ist ja nicht weiter schlimm. Aber Charley macht eine komische Entdeckung. Und zwar sieht er wie zwei Männer einen Sarg in den Keller tragen. Natürlich glaubt ihm keiner. Am nächsten Tag spannt Charley bei seinem neuen Nachbarn in die Wohnung. Der Nachbar Jerry macht gerade mit einer Frau herum. Charley muss mit ansehen, wie Jerry der Frau in den Hals beißt und sie aussaugt. Das blöde ist nur, dass Der Nachbar Charley gesehen hat. Charley rennt sofort runter zu seiner Mutter und behauptet ihr neuer Nachbar Jerry sein ein Vampir. Sie glaubt ihm natürlich nicht und denkt das kommt von den ganzen Horrorfilmen, die er immer anschaut. Natürlich glauben auch Charleys Freundin, Amy und sein bester Freund ihm nicht. Charley sucht Hilfe bei dem Vampirkiller Vincent, der die Show Fright Night macht. Aber selbst der hält ihn für verrückt. Als Charley nach Hause kommt sitzt auf einmal der Nachbar im Sessel und unterhält sich mit Charleys Mutter. Der Nachbar Jerry macht auch immer wieder Andeutungen auf Charley, dass er bald kommen wird um ihn umzubringen. Für Charley beginnt nun ein Alptraum. Denn er kennt das Geheimnis seines Nachbars und der will ihm für immer zum Schweigen bringen. Es beginnt ein harter Kampf für Charley, denn sein Nachbar ist ein Vampir.

Kritik

Man muss zugeben, dass die Story vom Film echt gut ist! Sie ist einigermaßen gut durchdacht und recht einfallsreich! Der Film selber ist eigentlich ziemlich spannend. An manchen Stellen mehr und an manchen Stellen halt etwas weniger. Ich würde sagen, dass die Spannung immer mehr und mehr zunimmt bis am Ende dann der Showdown kommt. Aber was mir beim Schauen auch aufgefallen ist, dass der Film manchmal auch recht witzig ist. Besonders witzig fand ich immer wenn Charley seinen Freunden und der Polizei versucht zu beweisen, dass Jerry ein Vampir ist, doch der Beweis scheitert immer wieder. Man versucht sich dann immer vorzustellen, was die Freunde von Charley danach von ihm denken und den Gedanken fand ich immer recht komisch. Den Vampirkiller Vincent fand ich auch recht witzig! Man ist während dem ganzen Films auf der Seite von Charley und man fragt sich immer, warum glaubt ihm nur niemand. Aber man muss mal genauer darüber nachdenken. Wenn ein Freund von euch behauptet, dass sein Nachbar ein Vampir ist, was würdet ihr dann denken? Der erste Gedanke ist sicher „spinnt der oder was?“. Ich denke so geht es auch Charley. Ich denke die Schauspielerische Leistung in „Fright Night“ ist eigentlich recht gut geworden. Gerade wenn man darüber nachdenkt was ich oben geschrieben hat wird man feststellen, dass alle Schauspieler recht glaubhaft spielen, so dass man meinen könnte, sie seinen im wirklichen Leben auch so. Ich denke ich kann diesen Film eigentlich so ziemlich jedem weiter empfehlen. Es ist eigentlich alles drin. Spannung, Horror, Witz und auch ein paar kleine Splattereffekte. Aber keine Angst! Die Splattereffekte sind ziemlich harmlos. Ich denke aber, dass die Effekte für die damaligen Verhältnisse recht gelungen sind! Der Film ist auch ungeschnitten ab 16 freigegeben und ich denke, dass deshalb auch niemand Schwierigkeiten haben sollte ihn anzusehen. Es gibt übrigens auch eine Fortsetzung mit dem Namen „Fright Night 2 – Mein Nachbar der Vampir“. Auch der Film ist voll cool und weiter zu empfehlen! Auf jeden Fall bin ich mit dem Kauf sehr zufrieden und ich werde mir den Film mit Sicherheit noch ein paar mal ansehen!

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 4_5.gif
Story 5_5.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 5.gif
Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

  • Fright Night 2

Demon Night

0

Informationen

OT:Night Of The Demons III

ca.82 Minuten

Kanada, USA 1997

Regie

  • Jim Kaufman
Darsteller

  • Larry Day
  • Amelia Kinkade
  • Kris Holdenried
  • Gregory Calpakis
  • u.a.

Demon Night

Story

Halloween steht an und das ist für fünf junge Leute Grund genug eine Gruselparty zu besuchen. Sie fahren mit einem großen Van und entdecken plötzlich ein liegengebliebenes Auto mit zwei Mädchen an Bord. Die Mädels wollen zwar nicht auf die gleiche Party, die fünf sind aber so nett und nehmen sie mit. Da die Fahrt etwas länger dauert beschließen die mittlerweile sieben, etwas Bier zu kaufen. Als sie in dem Laden sind, will der Verkäufer nichts rausrücken, da er denkt das die Jugendlichen noch viel zu jung sind. Es kommt zu einigen Missverständnissen und plötzlich gibt es eine wilde Schiesserei zwischen den Jugendlichen, dem Verkäufer und der Polizei.

Einer der Jugendlichen wird zwar angeschossen, doch die Gruppe kann vor der Polizei fliehen. Doch plötzlich müssen sie bemerken das ihnen der Sprit ausgeht. Der Grund ist nicht das jemand das Tanken vergessen hat, nein eine der Polizeikugeln hat den Tank getroffen und so ist eine lange Flucht aussichtslos. Es gibt nur einen Zufluchtsort, der einigermaßen sicher ist und das ist das sagenumwobene Hull House. Das Haus ist laut Anwohneraussagen verflucht und soll Dämonen beherbergen, doch den jungen Leuten bleibt keine andere Wahl.

Dumm für die Schutzsuchenden ist, das es jede Halloween-Nacht hier spukt. Sie werden auch bald von einer Dämonin in Menschengestallt begrüßt, die nichts besseres zu tun hat als eine jungfräuliche Seele zu suchen. Bald werden die ersten niedergemetzelt und verwandeln sich selber zu Dämonen. Für die bis dato Überlebenden sieht es nicht gut aus und vor allem nicht für die einzige Jungfrau unter ihnen…

Kritik

Ich bin immer wieder erstaunt, was es für Filme gibt, die nie und nimmer Gewinn einspielen können. Ob dieser Streifen noch in die Kategorie B-Movie eingeordnet werden kann ist fraglich, ich denke vielmehr das er ein C-Streifen ist. Die Story ist absolut lachhaft und hat wohl beim Schreiben auf eine DIN A4 Seite gepasst. Teens sind im Bus, es gibt einen Zwischenfall der sie in ein mysteriöses Haus verschlägt und da gibt es einen Kampf gegen Dämonen. Ich denke da hätte selbst ich eine bessere Vorlage schreiben können.

Als die Jungendlichen im Haus sind, gibt es dann ein paar Computeranimationen, die zwar grottenschlecht sind, aber immerhin für kurze Zeit von den noch schlechteren Schauspieler ablenken. Selten habe ich so etwas gesehen wie eine Szene, in der ein Mädchen weint. Das sieht so schlecht aus, dass es fast schon wieder witzig ist … Ich denke das bei den Protagonisten nicht einmal mehr die Schauspielschule helfen würde … Allerdings sei „positiv“ erwähnt das alle weiblichen Schauspieler die Hüllen fallen lassen. Dies beginnt direkt in der ersten oder zweiten Szene und als ich die sah, dachte ich : “Das kann ja was werden…“.

Splattertechnisch gibt es so gut wie nichts zu sehen und das Gezeigte ist ebenfalls sehr schlecht umgesetzt. Man sieht den Tricks ganz eindeutig an das sie Tricks sind und so sollte es ja eigentlich nicht sein. Der Film hatte sicherlich das Potential um ein richtiger Slasherfilm zu werden, allerdings haben die amateurhaft agierenden Macher diese Chance nicht genutzt. Das einzig Positive an „Demon Night“ ist, dass etwas Spannung aufkommt die mit hörbarer Musik und ein wenig Atmosphäre unterstrichen wird. Allerdings reicht das bei weitem nicht aus um den Streifen zu retten.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 1_5.gif
Story 1.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 2.gif
Gesamt 1_5.gif

Ähnlicher Film: