30 Days Of Night

Informationen

OT:30 Days Of Night

ca. 113 Minuten

Neuseeland, USA 2007

Regie

  • David Slade
Darsteller

  • Josh Hartnett
  • Melissa George
  • Danny Huston
  • Ben Foster
  • u.a.

30 Days Of Night

Story

Das kleine, verschneite Dörfchen Barrow in Alaska wird einmal im Jahr Zeuge eines faszinierenden Naturschauspiels – einer 30-tägigen Dunkelheit, hervorgerufen durch die Polarnacht. Da während dieser Zeit der Ort fast gänzlich von der Außenwelt abgeschlossen ist, zieht es auch viele der Bewohner während dieser Zeit aus dem Dorf heraus in die nächst gelegene, größere Stadt. Nur ein hart gesottener Kern von Bewohnern bleibt selbst in dieser Zeit in dem kleinen Dorf zurück. Alle Bewohner sind mit den Vorbereitungen für die 30-tägige Nacht beschäftigt und nutzen noch das letzte Tageslicht. Doch dieses Mal scheint etwas nicht zu stimmen, da es zu einigen seltsamen Vorkommnissen kommt. Sheriff Eben findet auf seinem Rundgang eine Feuerstelle mit lauter verbrannten Handys und dann werden auch noch alle Schlittenhunde brutal abgeschlachtet aufgefunden, kurze Zeit später funktionieren auch die Telefonleitungen nicht mehr und schließlich fällt auch noch der Strom aus. Dazu kommt ein seltsamer Fremder, der plötzlich im Dorf erscheint und etwas von Fremden die kommen würden, von sich gibt. Mit der Dunkelheit wird es immer beängstigender in Barrow und spätestens als die ersten Leichen (bzw. Leichenteile) auftauchen wird schnell klar, dass die Dorfbewohner nicht alleine in dem Ort sind und etwas Unmenschliches hier sein Unwesen zu treiben scheint…

Kritik

Regisseur David Slade gelang mit seinem Debüt „Hard Candy“ ein Film, der dem Zuschauer noch lange im Gedächtnis blieb, da er auf gewisse Art und Weise zu schockieren wusste, ähnliches versuchte er nun auch bei seinem Zweitfilm „30 Days of Night“, der meiner Meinung nach jedoch einige Schwächen in sich beinhaltet. Bereits 2002 erschufen die beiden Comic-Autoren Steve Niles und Ben Templesmith einen 3- bändigen Comic Roman namens „30 Days of Night“, der sich bereits nach kurzer Zeit einer recht großen Fangemeinde erfreuen durfte. Diesen nahm sich Regisseur David Slade zum Vorbild und versuchte die spannende Vampirgeschichte auf die Leinwand zu bringen, allerdings war vieles nicht so zu verfilmen wie gewünscht und auch die Geschichte selbst geriet teils etwas ins stocken, da einfach zu viele Fragen unbeantwortet bleiben und die Story somit teils aus dem Zusammenhang gerissen wirkt. Hier hätte man sicherlich noch etwas mehr ins Detail stecken können, vielleicht auch ein wenig mehr zur eigentlichen Geschichte der Vampire bringen können…aber man kann halt nicht alles haben. Äußerst Positiv fällt die Wahl des Schauplatzes ins Auge, da hierbei auf die reale Stadt Barrow in Alaska zurückgegriffen wurde, wo in der Tat zwischen dem 18.11. und 24.01. kein Sonnenlicht herrscht. Die so erzielte Atmosphäre ist grandios und wirkt durchaus bedrohlich. Ein Gefühl von Einsamkeit und Angst zieht sich durch den ganzen Film. Die Darsteller wirken teils recht lustlos und können somit nicht alle überzeugen. Besonders die Vampire wirken etwas „gelangweilt“ und wurden relativ lieblos gestaltet, lediglich mit Blutverschmierten Mündern und ein paar hin und wieder zu sehenden Reiszähnen versuchen sie zu schockieren. Ebenfalls sehr negativ finde ich die eigene Vampirsprache, die man natürlich nicht versteht und somit auf Untertitel zurückgreifen muss. Zu gute halten muss ich dafür jedoch die Brutalität mit der die Vampire vorgehen und wo so einiges für Liebhaber blutiger Filme gezeigt wird und weswegen er auch keine Jugendfreigabe erhielt! Es darf gesplattert werden! Glücklicherweise sieht man nicht wie die Hunde zu Beginn des Filmes getötet werden, sonst würde der Film bei mir einen weiteren Minuspunkt erhalten. Es gibt Dinge, die will z.B. ich nicht wirklich sehen in einem Film, Menschen dürfen in Filmen gerne abgeschlachtet werden, das macht mir nichts aus, aber bei Tieren schalte ich lieber weg! Ansonsten verfolgt „30 Days of Night“ ein genretypisches Muster, eine anfangs recht große Gruppe wird stetig dezimiert bis nur noch ein Bruchteil der Gruppe gegen Ende des Filmes dem bösen Feind, hier in Form der Vampire, gegenüber steht und es zum Endkampf kommt. Bis es jedoch soweit ist, erfährt man noch so einiges über die Charaktere der Menschen und darf sich auch über kleinere Anekdoten im Mensch – Vampir – Kampf erfreuen (zumindest die, die auch schwarzen Humor besitzen). Sehr gefallen hat mir z. B. eine Szene wo ein kleines Kind bzw. ein nun kleiner Vampir mit einer Axt gemeuchelt wird. Sehr blutig, denn dass Kinder gemeuchelt werden, kommt nicht sonderlich oft in Filmen vor, da es für viele Regisseure ein Tabuthema ist. Doch David Slade bewies bereits in „Hard Candy“, dass er gerne das Publikum schockiert. FAZIT: Ein recht nettes Vampirfilmchen für Zwischendurch, zu viel sollte man jedoch nicht erwarten, da der Film durchaus seine Schwächen besitzt. Eine Empfehlung jedoch eindeutig für Horrorfilmfreaks und Leute die auch nichts gegen schockierende, blutige Filme haben!

Bewertung

Splatter 30 Days Of Night
Spannung 30 Days Of Night
Story 30 Days Of Night
Ekelfaktor 30 Days Of Night
Atmosphäre 30 Days Of Night
Gesamt 30 Days Of Night

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