Street Trash

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Informationen

OT:Street Trash

ca.101 Minuten

USA 1986

Regie

  • Jim Murno
Darsteller

  • Bill Chepil
  • Mike Lacy
  • Vic Notto
  • u.a.

Street Trash

Story

In Brooklyn ist die Hölle los!

In dem New Yorker Vorort, hat ein geldgieriger Schnapshändler eine Kiste mit Schnaps gefunden. Als er in seinem Keller war, fand er die über 60 Jahre alten Flaschen, die laut Aufschrift Viper heißen. Der Mann denkt sich, dass seine Kundschaft, die ausschließlich aus verkommenen Pennern besteht, sicherlich an dem Gesöff interessiert ist und so verkauft er es ihnen für den Ramschpreis von einem Dollar. Hätte der Mann wenigstens mal eine Flasche geöffnet, hätte er gemerkt, dass mit dem Zeug etwas nicht stimmt. Aber seine Geldgeilheit ist größer als die Bedenken um die Gesundheit seiner Kunden und so verbreitet sich der Schnaps in dem Vorort.

Bald gibt es dann die ersten Opfer. Als erstes erwischt es einen Penner, der sich genüsslich, auf der Toilette sitzend, einen Schluck des Gesöffs gönnt. Nur wenige Sekunden nach der Einnahme beginnt der arme zu schmelzen. Er wird zu einer schleimigen Masse und verschwindet schließlich in der Toilette. Nur sein Arm hängt noch am Abziehseil…

Die Todesfälle häufen sich und somit bekommt die Polizei Wind von der Sache. Deren Ermittlungen konzentrieren sich auf einen Schrottplatz, auf dem eine Gang haust. Unter ihrem Anführer, der immer wieder von Panikattacken aufgrund seines Vietnameinsatzes heimgesucht wird, haben sie es schon länger auf die Penner abgesehen. Es entwickelt sich nun ein teuflisches Dreieck und zudem wird das Viper weitergetrunken…

Kritik

Endlich ist es soweit, denn Dank des mir völlig unbekannten ISV Label, kann man „Street Trash“ jetzt erstmalig in deutsch betrachten. Es gab zwar schon einige Leute, die sich die Mühe gemacht haben und den Film in Originalsprache mit Untertiteln rauszubringen, aber irgendwie ist das nicht das gleiche. Zugegebenermaßen ist es nicht zu überhören, dass die Synchronisation von Laien gemacht wurde, aber immerhin ist sie besser als einige „professionelle“, die ich mir schon anhören musste und ihr kommt natürlich noch zu gute, dass nicht sonderlich viel geredet wird. Wenn dann mal gesprochen wird, sind die Dialoge meist so sinnlos oder dumm, dass man sich weniger Gedanken über die Sprecher sondern ehr über das Drehbuch macht.

Aber in „Street Trash“ geht es weder um gute Dialoge, noch darum eine interessante Geschichte zu erzählen. Das einzige, was hier zählt sind die Spezialeffekte und die können sich wirklich sehen lassen! Durch meine langjährige Erfahrung mit dem Horrorgenre sind mir ja schon einige Sachen vor die Augen gekommen aber „Street Trash“ schlägt alle, wenn es darum geht, Menschen zu ekeln. Bereits nach wenigen Minuten bekommt man mit, wie ein Mann auf dem Scheißhaus schmilzt, was ohne Zweifel das erste Mal für Unruhe in der Magengegend sorgt. Später kommt dann aber noch eine Szene, die so richtig unappetitlich ist. – Das Essen sollte jetzt beiseite gelegt werden – Ein Penner hat sich einen Schluck aus der Viper-Pulle gegönnt und schmilzt jetzt lustig vor sich hin. Dumm ist nur das er auf einem Dach schmilzt und noch dümmer ist das seine schleimigen Überreste gen Strasse fallen. Am allerdümmsten ist dann aber das ein junger Mann gerade dann nach oben guckt, als einer dieser Schleimklumpen hinunterfällt… Ich kann nur sagen das diese Szene absolut ekelig ist, was nicht zuletzt an der grandiosen Kameraführung liegt, die mitten im Geschehen ist. Bei einigen anderen Szenen ist ebenfalls zu erkennen, dass hier sehr gut mit der Kamera gearbeitet wurde und dies kann man sicherlich dem Regisseur Murno zuschreiben, der sich als Kameramann bereits bei Filmen wie „Terminator II“ oder „JFK“ einen guten Namen gemacht hat.

Der Rest des Films ist aber leider vernachlässigbar. Das einzige, was man eventuell noch positiv bewerten könnte, sind die Kulissen, die einem wirklich einen Eindruck über die schmutzige Strasse vermitteln. Es liegt wirklich überall Müll rum… Aber sonst gibt es wirklich nichts gutes zu vermelden. Die Schauspieler sind ebenso mies wie die Dialoge und sie schaffen es zu keinem Zeitpunkt, die Story zwischen den Spezialeffekten etwas interessanter zu machen. Die erzählte Geschichte ist echt langweilig und die kleinen Nebenhandlungsstränge wirken irgendwie reingequetscht. Somit gibt es viele Passagen, die wirklich uninteressant sind und einen nur hoffen lassen, dass irgendjemand bald wieder einen Schluck aus der Pulle nimmt.

Trotz der vielen negativen Kriterien bleibt „Street Trash“ natürlich ein Kultfilm, dem man es nicht übel nimmt, wenn er einem in den knapp 100 Minuten etwas die Zeit stiehlt. Der Film ist auf jeden Fall für eine lustige Partyrunde geeignet, denn von der Story kann man gar nichts verpassen und zudem weiß man ja, dass man hingucken muss, wenn die Jungs die Pulle ansetzten…

Prost!

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Nightmare On Elm Street 6 – Freddy’s Finale

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Informationen

OT:Freddy’s Dead: The Final Nightmare

ca.86 Minuten

USA 1991

Regie

  • Rachel Talalay
Darsteller

  • Robert Englund
  • Lisa Zane
  • Shon Greenblatt
  • Lezlie Deane
  • u.a.

Nightmare On Elm Street 6 - Freddy

Story

John (Shon Greenblatt) ist eines der letzten noch lebenden Elmstreet Kinder und wird somit unablässig von Freddy (Robert Englund) terrorisiert. Nach einer spektakulären Albtraum-Flucht landet John in einer Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche, wo er unter die besondere Obhut der Betreuerin Maggie (Lisa Zane) fällt. Diese interessiert sich sehr für die Erzählungen John’s, der blöderweise sein Erinnerungsvermögen verloren hat. Lediglich ein Ausschnitt aus einer Zeitung aus Springwood, den John bei sich trägt, gibt Auskunft darüber, dass John vermutlich aus dieser Stadt stammen könnte und so macht sich Maggie zusammen mit John auf den Weg dorthin.

Während der Fahrt macht Maggie eine unangenehme Entdeckung: Spencer (Breckin Meyer), Carlos (Ricky Dean Logan) und Tracy (Lezlie Deane), drei Jugendliche aus der Anstalt, haben sich hinten im Wagen versteckt und bestehen nun darauf, an dem kleinen Ausflug teilhaben zu dürfen. In Springwood angekommen muss das bunte Gespann feststellen, dass weit und breit kein einziges Kind zu sehen ist und sämtliche Erwachsene dem Wahnsinn verfallen sind. Während John und Maggie Nachforschungen betreiben, sehen sich Spencer, Carlos und Tracy mal etwas genauer in Springwood um und stoßen dabei unwissentlich auf Freddy’s altes Haus, wo sie es sich kurzerhand gemütlich machen. Es dauert natürlich nicht lange, bis sich ein alter Bekannter die Ehre gibt und die Kids in ihren Träumen verfolgt. Doch auch John und Maggie haben nicht mehr Glück, denn während er schon kurz darauf getötet wird, erinnert sie sich wieder an ihre Kindheit und findet somit heraus, dass sie die Tochter Freddy’s ist. Dieser schrecklichen Tatsache bewusst geworden, beschließt Maggie, Freddy ein für allemal zu vernichten…

Kritik

Die "Nightmare" Reihe und das komplette Freddy-Franchise gehört mit zum Erfolgreichsten und Bekanntesten, was das Horrorgenre hervorgebracht hat, doch irgendwann ist einfach Schluß. So wurde hier den Verantwortlichen eines Tages bewusst, dass schlicht und einfach keine neuen Ideen mehr vorhanden sind und so kam man zu der einzigen Möglichkeit, noch einmal scharenweise das Publikum ins Kino zu locken. Freddy musste sterben – und zwar endgültig. Um dieses Vorhaben gebührend umzusetzen, nahm zum ersten Mal eine Frau auf dem Regiestuhl Platz – Rachel Talalay, die schon bei einigen vorangegangenen Teilen als Produzentin oder Produktionsmanagerin in Erscheinung trat. Wer nun aber glaubt, dass eine Frau in der Lage wäre, der Serie frischen Wind einzuhauchen, der täuscht sich, denn "Freddy’s Finale" ist ganz klar der Schlechteste aller "Nightmare" Streifen.

Dies jedoch ist nicht etwa auf die Regisseurin zurückzuführen, sondern vielmehr auf das Drehbuch. Die Story, die hier aufgefahren wird, ist derart hirnlos und blödsinnig, dass man sich selbst im betrunkenen Zustand nur darüber lustig machen kann. Was für den Trashfreund sicherlich ein Grund zur Freude sein dürfte, ist für jeden noch so hartgesottenen Fan der Vorgängerfilme nicht mehr weiter als bloße Enttäuschung. Dass die "Nightmare" Filme von Teil zu Teil an Ernsthaftigkeit verloren ist hinlänglich bekannt, doch "Freddy’s Finale" setzt dem Ganzen dann die endgültige Krone auf. Zwar sind die Effekte hervorragend wie eh und je, doch selbst die können nichts mehr retten, wenn die Story keine 5 Cent wert ist. Alles wirkt hier derart unlogisch und an den Haaren herbeigezogen, dass es fast schon weh tut. Nicht nur, dass John in der Lage ist, sich durch seine Träume an andere Orte zu bewegen, nein, wir erfahren nun auch, dass Freddy eine Tochter namens Maggie hat. Diese ist, wie es der Zufall so will, Psychologin und betreut natürlich keinen anderen als den, der seit geraumer Zeit von Freddy verfolgt wird. Als ob das nicht genug wäre, fährt Maggie auch noch mit John nach Springwood, und das, obwohl es dazu keinerlei Anlass gibt. Des weiteren billigt sie es beinahe blind, dass sich noch drei weitere Kids im Auto versteckt haben, die dann mal eben mit nach Springwood dürfen.

Was aber dann gezeigt wird, sprengt jegliche Grenzen der Toleranzschwelle. Die Kids landen bei ihrer Tour durch Springwood ausgerechnet im Haus von Freddy. Von da an wird es sogar noch verrückter und abwegiger. Wer sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht an diese Aufmachung gewohnt hat, wird wohl spätestens jetzt seinen DVD Player enttäuscht in die nächstbeste Ecke werfen, so viel steht fest. "Freddy’s Finale" ist an allen Ecken und Enden, in absolut jeder Hinsicht nur noch blankpolierter Edeltrash. Wenn man sich damit anfreunden kann, kann sich der Streifen zwar als sehr unterhaltsam erweisen, doch mit den Vorgängern hat dies nicht mehr viel zu tun.

Anstatt auf den Horror aus alten Tagen setzte man hier auf die Effekte, was an und für sich schon zu gefallen weiß. Freddy mordet einfallsreicher denn je, so lässt er in einer Szene eines seiner Opfer mit einem Hörgerät verschmelzen und quält es anschließend mit penetranten und markerschütternden Geräuschen. Da der nicht gerade beneidenswerte Kerl zudem alles in einer hundertfachen Lautstärke hört, muss Freddy nur eine Stecknadel fallen lassen, um ihm die Ohren bluten zu lassen. Sehr schick in Szene gesetzt, das Ganze. Dies gilt auch für alle anderen Effekte, wie etwa der Darstellung eines fliegenden Hauses und vielem mehr.

Das Einzige, das mir neben den Effekten noch zugesagt hat, war der kleine Rückblick in Freddy’s Vergangenheit, als er noch ein normaler Mensch war und als solcher Kinder ermordete. Maggie war zu diesem Zeitpunkt seine Tochter und erlebt vieles in Flashback, etwa wie Freddy als Schüler immer von seinen Klassenkameraden gehänselt, oder später von seinem Vater geschlagen wurde. So erfahren wir, wie er zu dem werden konnte, der er heute ist. Diese Rückblicke sind toll in Szene gesetzt und mal was Neues, da Freddy hier vom ungeschminkten Robert Englund gespielt wird.

Eine umwerfende Idee sollte es wohl damals sein, das Ende des Films im 3D Format zu filmen. Im Kino kam das 3D-Ende auch zum Einsatz, doch für den Videomarkt wurde das Ganze zurück in eine handelsübliche Optik gebracht. Zum Glück hat Warner mitgedacht und das dreidimensionale Ende mit zu den DVD-Extras gepackt, allerdings ist zum richtigen Betrachten eine spezielle Brille notwendig, die man separat erstehen muss.

Die Schauspieler konnten mich leider bis auf Robert Englund und einigen Gastauftritten nicht überzeugen. Lisa Zane scheint Maggie immer mit ein und denselben Gesichtsausdruck darzustellen und wirkt des Öfteren sehr gelangweilt, während alle anderen Schauspieler nicht länger als 30 Minuten in Erinnerung bleiben. Dafür sehen wir aber Stars wie Johnny Depp, Alice Cooper, Robert Shaye, Rosanne und Tom Arnold in kleinen aber feinen Cameos.

"Nightmare 6 – Freddy’s Finale" habe ich mir zwar mit einem permanenten "Oh mein Gott, was soll das denn" im Hinterkopf, dafür aber auch andererseits mit höchster Unterhaltung angesehen. Es ist schon interessant, zu was Freddy mittlerweile wurde. Der ursprüngliche Freddy ist schon lange tot, mittlerweile ist er ein witzesreißender Kasper, der seine Opfer möglichst kreativ um die Ecke bringt. Das ist dann auch vordergründig das größte Plus am Film: Die Effekte können sich sehen lassen und sind toll in Szene gesetzt, doch das war’s dann auch schon. Die Handlung und deren Umsetzung ist hier an einem absoluten Tiefpunkt angelangt, so dass wir es hier ganz klar mit dem schlechtesten "Nightmare" aller Zeiten zu tun haben, Trash-Unterhaltung hin oder her.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • Nightmare 1-7

A Nightmare On Elm Street 5 – Das Trauma

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Informationen

OT:A Nightmare on Elm Street 5: The Dream Child

ca.86 Minuten

USA 1989

Regie

  • Stephen Hopkins
Darsteller

  • Robert Englund
  • Lisa Wilcox
  • Erika Anderson
  • Valorie Armstrong
  • u.a.

A Nightmare On Elm Street 5 - Das Trauma

Story

Alice (Lisa Wilcox) kann das Leben nach ihrem Sieg über Freddy Krueger (Robert Englund) endlich wieder genießen, was sie gemeinsam mit ihrem Freund Dan (Danny Hassel) auch glücklich und zufrieden tut. Dass das wahre Böse aber nie totzukriegen ist, muss Alice schon bald feststellen, als sie wieder von unheimlichen Albträumen geplagt wird. In ihren Träumen sieht sie die Nonne Amanda Krueger (Beatrice Boepple) die einst versehentlich zusammen mit 100 Irren in einen Turm gesperrt und von den Geisteskranken tagelang vergewaltigt wurde. Das Resultat davon war Freddy. Dieser hat in der Zwischenzeit wieder deutlich an Macht gewonnen, da er Alice immer öfter in seine Traumwelt zieht und auch ihre Freunde nicht verschont.

Dan ist der Erste, der zum Opfer von Freddy’s abscheulichem Mordtrieb wird, was Alice so sehr trifft, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Dort wird ihr von den Ärzten mitgeteilt, dass sie schwanger ist. Alice kommt ein entsetzlicher Verdacht: Scheinbar versucht sich Freddy über die Träume ihres ungeborenen Kindes einen Weg zurück in diese Welt zu bahnen, was ihm allem Anschein nach auch gelingt. Die einzige Hoffnung der Teenager ist nun Freddy’s Mutter Amanda Krueger, deren ruheloser Geist sich nach Frieden sehnt und die, sollte sie erlöst werden, dem Treiben ihres Sohnes Einhalt gebieten könnte…

Kritik

Da "Nightmare on Elm Street 4" seinerzeit der kommerziell erfolgreichste Teil überhaupt war, war eine weitere Fortsetzung derart sicher wie das Amen in der Kirche. Wieder einmal sollte es nur ein Jahr dauern, bis diese in den Kinos anlief. Regie führte dieses Mal Stephen Hopkins, der zuvor nicht gerade mit seinem Bekanntheitsgrad prahlen konnte, der aber nur ein Jahr nach "Nightmare 5" den Actionstreifen "Predator 2" inszenierte und sich im weiteren Verlauf seiner Karriere noch durch Filme wie "Der Geist und die Dunkelheit" oder "Lost in Space" auszeichnete. Hopkins bescherte der "Nightmare" Reihe, zumindest sehe ich das so, andere Meinungen bewegen sich auch in ganz andere Richtungen, wieder einen geraden Schub nach oben, den Freddy nach dem vergleichsweise schlechten vierten Teil auch bitter nötig hatte.

Während man dort nämlich nicht selten das Gefühl hatte, dass Renny Harlin mehr einen Action, als einen Horrorfilm inszenieren wollte, bewegt sich der fünfte Teil der Serie wieder viel näher am Grundprinzip. Schon die Introsequenz ist visuell eben so schön wie unheimlich und mit einer Musik untermalen, die einem eine Gänsehaut bescheren kann. Überhaupt hatte ich auch im Verlauf des Films oft das Gefühl, dass Stephen Hopkins viel Wert auf eine brauchbare Optik legte, denn zumindest in dieser Hinsicht ist "Nightmare 5" fast all seinen Vorgängern einen Schritt voraus. Wenn Alice zum Beispiel durch eine Traumlandschaft schreitet und dort ein riesiges, inmitten einer düsteren Landschaft stehendes Schloss erblickt, dann sieht ist dies nicht nur stimmungerzeugend, sondern auch gleichermaßen imposant. Zwar wird der Streifen nicht komplett von derartigen Szenen durchzogen, doch es ist klar zu erkennen, dass Stephen Hopkins angenehm viel Gefühl fürs Optische hat.

Was mich hingegen etwas gestört hat, war die Story. Diese ist wieder einmal im höchsten Maße abgefahren, doch das kennt man so ja schon aus dem vierten und bedingt auch dem dritten Teil. Die Macher strebten damals nach Abwechslung und ließen Freddy nicht einfach nur simpel Teenager in deren Träume töten, sondern entwickelten noch eine dicke Außengeschichte um das Ganze herum. So ist es zu aller erst oberste Priorität, die vorangegangen Teile gesehen zu haben, ansonsten wird man mit Part 5 kaum glücklich werden. Alles baut auf einem Grundwissen auf, dass man eben nur dann haben kann, wenn man mindestens "Nightmare 3" und 4 gesehen hat. Des weiteren sollte man dem überaus Fantastischen nicht gänzlich abgeneigt sein, da die Story, die hier aufgefahren wird, schon ein starkes Stück an Kuriositäten und verrückten Ideen bietet.

Trotzdem schlägt "Nightmare 5" den vorangegangenen Teil eindeutig, was aus vielen Faktoren hervorgeht. Mir hat die Charakterpräsentation hier wesentlich besser gefallen, denn während Alice und ihre Freunde damals noch eher wie leblose Zielscheiben für Freddy wirkten, bekamen sie hier wieder etwas mehr Tiefe. Dies gilt insbesondere für Lisa Wilcox in der Hauptrolle, die plötzlich wesentlich besser als im Vorgänger spielt. Die Gründe hierfür kann ich nicht genau benennen, ich vermute aber, dass Wilcox in "Nightmare 4" einfach mit Drehbuchlöchern zu kämpfen hatte, die das beste Schauspiel nicht mehr hätten stopfen können. Wo wir schon bei den Darstellern sind, möchte ich anführen, dass es hier mal ausnahmsweise nichts zu meckern gibt. Lange in Erinnerung bleibt einem fast kein Akteur, doch wenigstens Lisa Wilcox, Robert Englund und Nicholas Mele als Alice’s Vater machen ihre Sache hier absolut überzeugend.

Der gesamte Film ist auf den Erlebnissen seiner Hauptdarstellerin aufgebaut und so treten auch die Morde etwas in den Hintergrund. Dafür geht es aber um so mehr ans Eingemachte, wenn man dann mal was zu sehen bekommt. Trotz des R-Ratings sind die Ausführungen hier immer noch brutal, wenn sie auch manchmal nicht einer dicken Prise Humor entbehren. So reißt sich Freddy zum Beispiel während einer rasanten Autofahrt selbst den Arm aus, um sich damit anzuschnallen. Ebenfalls sehr schön anzusehen ist es, wenn Freddy sein Opfer in eine Comicwelt zieht, um ihn dort als bösartiger Superheld "Super Freddy" zu bekämpfen. Nun wissen wir auch, woher die Inspirationen zu "Sin City" stammen :-).

Stichwort Freddy: Mittlerweile ist der Übergang vom unheimlichen Traummörder zum kultigen Antihelden natürlich längst unumkehrbar vollzogen, aber dennoch ist die Unernstigkeit Freddy’s hier nicht ganz so ausufernd wie in Teil 4. Er darf sich durchaus Mal von seiner Bösen Seite zeigen und wird nicht ausschließlich als spaßiger Entertainer präsentiert. Was mir zudem sehr gefallen hat, war die Schilderung, wie es zur Zeugung Freddy’s kam. In Rückblenden sehen wir wie die Nonne und Krankenschwester Amanda Krueger versehentlich in einem Turm eingesperrt wird, in dem hunderte von Geisteskranken und Mördern eingesperrt sind. Die junge Frau wird in den nachfolgenden Tagen unablässig vergewaltigt und als Resultat kommt eben Freddy zur Welt. Dies bekamen wir zwar schon in Teil Drei erklärt, doch hier zeigt uns Stephen Hopkins die dazugehörigen Bilder und das ist ihm super gelungen, da sehr düster und unheimlich in Szene gesetzt. "Nightmare 5" spart allgemein ohnehin nicht an Atmosphäre, was ihn wieder wesentlich schauriger als seinen Vorgänger wirken lässt.

Vom grundlegenden Aufbau her ist "Nightmare 5" seinem Vorgänger schon recht ähnlich, dennoch ist klar festzustellen, dass wir es hier mit dem besseren der beiden Teile zu tun haben. Nicht nur eine ernstere Stimmung, sondern auch eine bessere Charakteristik tragen ausschlaggebend dazu bei. Stephen Hopkins beweist ein gutes Gespür für Optik und Stimmung, auch wenn sich die Handlung nicht selten im totalen Nonsens verliert. Das Ganze ist nicht selten ziemlich abgefahren, doch das kennt man als Fan der Reihe ja bereits. Mordstechnisch betrachtet bietet "Nightmare 5" wieder überdurchschnittliches, und das, obwohl mir die R-Rated Fassung vorlag. Alles in allem wieder ein steiler Daumen nach oben für diesen Film.

Bewertung

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Story 4_5.gif
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Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

  • Nightmare 1-7

A Nightmare On Elm Street 4

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Informationen

OT:A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master

ca.89 Minuten

USA 1988

Regie

  • Renny Harlin
Darsteller

  • Robert Englund
  • Tuesday Knight
  • Ken Sagoes
  • Rodney Eastman
  • u.a.

A Nightmare On Elm Street 4

Story

Obwohl der einstige Kindermörder Freddy Krueger (Robert Englund) scheinbar tot und begaben ist, bezweifelt Kristen (Tuesday Knight), eine der Überlebenden der vorangegangenen Erlebnisse, dass sie und ihre Freunde nun endlich Ruhe vor dem bösartigen Killer haben. Joey (Rodney Eastman) und Kincaid (Ken Sagoes) sind nicht gerade begeistert von Kristens Befürchtungen, da sie ihre schlimmen Erfahrungen endlich vergessen wollen. Der Leichtsinn der Beiden soll sich schon sehr bald tödlich rächen, denn wie sich herausstellt, ist Freddy wieder putzmunter und schlägt unerwartet zu.

Kristen sieht ihre Befürchtungen durch den Tod ihrer Freunde bestätigt, kann aber nicht verhindern, dass auch sie in ihren Träumen von Freddy heimgesucht wird. Als dies geschieht, schafft Kristen es mit Hilfe ihrer übernatürlichen Gabe noch, ihre Freundin Alice (Lisa Wilcox) in ihren Traum zu holen und ihr diese übernatürliche Fähigkeit zu übergeben, bevor sie von Freddy getötet wird. Alice kann dem entstellten Krallenschwinger zwar noch entkommen, weiß aber, dass sie nun in großer Gefahr ist. Schon kurz darauf dezimiert sich Alices Freundeskreis erheblich, was sie zu dem Entschluss bringt, sich Freddy zu stellen…

Kritik

"A Nightmare on Elm Street 4" erschien nur ein Jahr nach seinem Vorgänger, doch dieses Tempo kennt man ja bereits von New Line Cinema. Der Grund für die schleunige Inszenierung des vierten Teils war, das lässt sich nicht verleugnen, schlichtweg das Geld. Freddy Krueger war damals eine gewinnbringende Einnahmequelle und der dritte Teil sehr erfolgreich, so dass nach einigem hin und her der Finne Renny Harlin für eine weitere Fortsetzung verpflichtet wurde, der bereits ein Jahr zuvor mit seinem Horrorschocker "Prison" Genreluft schnupperte. Zwar war der langjährige Produzent aller Nightmare-Teile, Robert Shaye, zuerst sehr unglücklich mit der Wahl des Regisseurs, doch dies sollte sich letzten Endes, zumindest aus kommerzieller Sicht, als unbegründet herausstellen, denn der vierte "Nightmare" wurde zum insgesamt erfolgreichsten Teil der Serie. Alleine schon in den USA spielte der Streifen 50 Millionen $ ein, was eine weitere Fortsetzung natürlich schnell zur beschlossenen Sache werden ließ.

Renny Harlin ist es zu verdanken, dass die nachfolgenden Teile, bis auf "Freddy’s New Nightmare", eine völlig neue Richtung einschlugen. Während die Tendenzen dazu schon in "Nightmare 3" sehr stark zu erkennen waren, war es fortan beschlossene Sache: Nicht mehr länger war Freddy Krueger ein bösartiger Dämon, ein Albtraum mit menschlichen Konturen, sondern vielmehr ein Entertainer, der von den Machern dazu eingesetzt wurde, Jugendliche Opfer auf eine möglichst kreative Art und Weise um die Ecke zu bringen. War es insbesondere in den ersten beiden Teile noch eine düstere Atmosphäre, durch die sich die Filme auszeichneten, wurde dies nun für eine temporeiche und massenverträglichere Inszenierung über Bord geworfen. Von nun an waren es Freddy’s coole Sprüche und sein Auftreten, das die Zuschauer ins Kino lockte. Von einem fleischgewordenen Albtraum wurde Freddy Krueger über die Jahre hinweg also zu einem sadistischen Antihelden, den das Publikum vielmehr bejubelte, als dass es sich vor ihm fürchtete. Der Grundstein hierzu wurde bereits im dritten Teil gelegt, nun, ein Jahr später, ist die Transformation also endgültig erfolgt.

Dessen sollte man sich unbedingt im Klaren sein, wenn man sich diesen Streifen ansieht. Wer, wie ich, einen Horrorfilm à la Teil 3 erwartet, wird enttäuscht werden, da "Nightmare on Elm Street 4" vielmehr einer temporeich inszenierten Mord- und Effektparade gleicht. Dies zeigt sich schon dadurch, dass die Figuren, die in Teil 3 sorgsam herausgearbeitet und präsentiert wurden nur noch Kanonenfutter sind und schneller als man es erwartet umgebracht werden. "Nightmare on Elm Street 4" führt die vorangegangene Geschichte zwar weiter, tut dies aber auf eine lustlose Art, die klar macht, dass es mittlerweile nicht mehr um das Erzählen einer Story geht.

So wundert es auch nicht, dass das Ganze mittlerweile immer fantastischere Züge annimmt. Jedes Mittel ist recht, um dem Zuschauer Action und Unterhaltung zu bescheren. Beim Betrachten des Films fällt einem immer wieder auf, dass Renny Harlin ein Regisseur ist, der sich im Actiongenre um einiges wohler als im Horrorgenre fühlt. Nicht umsonst drehte Harlin einige Jahre später noch derartige Kracher wie "Cliffhanger", "Stirb Langsam 2" oder "Deep Blue Sea". "Nightmare on Elm Street 4" ist somit also bis dato der rasanteste Streifen der Serie, der aber gerade deshalb nicht allen Fans der Vorgänger zusagen dürfte. Man muss sich damit anfreunden können, dass der Horror der ursprünglichen Thematik nun einer Zurschaustellung einer Kultfigur gewichen ist, die mit reichlich Tempo und Action inszeniert wurde.

Obwohl ich persönlich meine Probleme damit hatte und mir lieber noch einmal einen Teil im Stil vom dritten "Nightmare" gewünscht hätte, so muss ich doch zugeben, dass der eigentliche Mittelpunkt des Films, das Zeigen einfallsreicher Morde, wie eh und je eindrucksvoll vonstatten geht. Freddy scheint sich hier auf einem kreativen Höhepunkt zu befinden, so scheint es fast. So wird einer der Protagonisten mal eben von Freddy zum Pizzabelag verwandelt und genüsslich verspeist, eine andere transformiert zur Kakerlake und wird überaus "saftig" zerquetscht.

Bis auf die wie immer souveräne Darstellung Robert Englund’s blieben mir keine nennenswerten, schauspielerischen Höhepunkte in Erinnerung. Patricia Arquette wurde leider durch Tuesday Knight ersetzt, die jedoch nicht die Sympathie ihrer Vorgängerin mitbringen kann. Auch sonst gibt es nicht viel zu sehen. Während die Jugendlichen in den vorangegangen Teilen meist Identifikationsfiguren waren, sind sie hier nur noch da, um möglichst schnell um die Ecke gebracht zu werden.

Für die Einen geht es mit der "Nightmare" Reihe ab diesem Teil bergab, andere sehen darin die eigentliche Geburt der Kultfigur Freddy Krueger. Es fehlt hier an der typisch unheimlichen Atmosphäre der Vorgängerfilme, dafür finden sich jetzt um so mehr Effekte und actionreiche Sequenzen, die das Publikum bei Laune halten sollen. "Nightmare on Elm Street 4" ist zwar, was die Morde angeht, überaus einfallsreich und brutal, was aber dadurch wieder gemildert wird, dass Freddy diese Sequenzen durch seine coolen Sprüche eher amüsant erscheinen lässt. Zudem konnte ich im gesamten Streifen keine Sympathieträger und nicht einmal den Ansatz einer vernünftigen Story finden, was ich mir, nach dem wirklich tollen, dritten Teil, wirklich anders erhofft hätte. Dennoch, besser als der übliche 08/15 – Horrormist ist das hier gezeigte allemal.

Bewertung

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Story 3_5.gif
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Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

  • Nightmare 1-7

A Nightmare On Elm Street 3

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Informationen

OT:A Nightmare On Elm Street 3 – The Dream Warriors

ca.91 Minuten

USA 1987

Regie

  • Chuck Russel
Darsteller

  • Robert Englund
  • Heather Langenkamp
  • u.a.

A Nightmare On Elm Street 3

Story

Christen hat Alpträume, sie wandelt durch ein düsteres Haus in der Elmstreet. Als sie in eine Anstalt für gestörte Teenager kommt, eine Klinik, an der Nancy Thompson (aus Teil 1) als Psychologin gerade ihren Job beginnt. Sie betreut die Gruppe der schlaflosen Jugendlichen, die alle von einem Mann namens Freddy Krüger träumen. Bei einer nicht genehmigten Massenhypnose mit einem nicht genehmigten Medikament werden sie von Freddy angegriffen und als sie aufwachen, fällt einer der Patienten ins Koma. Später trifft Neil eine Nonne, die ihm erzählt, dass eine andere Nonne in einem Flügel der Anstalt von hundert geisteskranken Kriminellen vergewaltigt wurde, der Name der Schwester war Amanda Krüger, das Baby hieß Freddy, das Ergebnis vieler Schwerverbrecher. Außerdem verrät sie ihm, dass Freddy nur erledigt werden kann, wenn man ihn tötet und in heiliger Erde begräbt. Also machen sich die Patienten und Nancy auf in die Reise der Träume, um Freddy zu erledigen, während Neil sich mit Nancy´s Vater auf die Suche nach Freddy´s Gebeinen macht.

Kritik

folgt in Kürze

Bewertung

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Spannung 4.gif
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Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

A Nightmare On Elm Street 4

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Informationen

OT:Nightmare On Elm Street IV : The Dream Master

ca.89 Minuten

USA 1988

Regie

  • Renny Harlin
Darsteller

  • Robert Englund
  • Rodney Eastman
  • Danny Rassel
  • u.a.

A Nightmare On Elm Street 4

Story

Freddy (Robert Englund ) der Untote Kindermörder aus der Elmstreet sinnt auf Rache . Wieder schickt er harmlosen Teenagern Alpträume, aus denen sie nicht mehr erwachen. Und Freddy´s Rache geht zu Herzen: bei Kincaid bohrt er seine Hand durch nämlich mittendurch. Joey ertrinkt in seinem Wasserbett und Sheila hat einen Tödlichen Asthmaanfall – so scheint es. In Wirklichkeit saugt Freddy ihr sogar den letzten Atem von den Lippen. Nur Alice, die nicht mehr in ihrer Traumwelt als in der Wirklichkeit lebt, hat eine Change, den Killer unschädlich zu machen. Gegen ihre positiven, übersinnlichen Kräfte scheint Freddy machtlos. Zunächst jedenfalls…..

Kritik

folgt in Kürze

Bewertung

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Spannung 3_5.gif
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Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 3_5.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

A Nightmare On Elm Street 2

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Informationen

OT:A Nightmare on Elm Street Part 2 – Freddy’s Revenge

ca.81 Minuten

USA 1985

Regie

  • Jack Sholder
Darsteller

  • Robert Englund
  • Mark Patton
  • Kim Myers
  • u.a.

A Nightmare On Elm Street 2

Story

Der junge Jesse zieht mit seiner Familie in ein großes weißes Haus in der Elm-Street, ohne zu ahnen, was sich vor einigen Jahren hier abgespielt hat. Nachts wird er von Alptraumattacken heimgesucht, in denen er immer wieder ein hässliches Ding mit einer Krallenhand sieht. Als er mit seiner neuen Freundin Lisa sein Zimmer aufräumt, entdecken die beiden ein altes Tagebuch, in dem von einem Kindermörder namens Freddy Krueger die Rede ist.

Jesse kommt bald darauf, dass Krueger ihn in seinem Träumen besuchen kommt. Er ahnt, was dieser von ihm möchte: Krueger will seinen Körper benutzen, um seine perversen Triebe weiter ausleben zu können. Und bald ist es auch soweit.

Jesse muss beim Sport-Training ein paar Sonderschichten einlegen, da sein Trainer ihn nicht besonders leiden kann, was allerdings auf Gegenseitigkeit beruht. Nach der Sondereinheit steht Jesse unter der Dusche und sieht, wie sein Trainer plötzlich wie von Geisterhand unter die Dusche gezerrt und durch eine metallische Krallenhand getötet wird. Als das Drama vorüber ist, blickt Jesse an seinem Arm hinunter und bemerkt, dass er das Mordwerkzeug an seiner Hand trägt. Daraufhin rennt er nackt über die Strasse, bis er von der Polizei aufgegriffen und zu seinen Eltern gebracht wird. Diese denken natürlich, dass ihr Sohn langsam anfängt durchzudrehen, aber sie haben keine Ahnung, was noch passieren soll…

Kritik

Nach dem riesigen Erfolg von "A Nightmare On Elm Street" brauchten die Fans nicht lange auf eine Fortsetzung zu warten. Der zweite Teil kann aber leider nicht mit seinem Vorgänger mithalten. Die Geschichte um den Kindermörder mit der Krallenhand wurde irgendwie zu schnell hingeklatscht, was zur Folge hat, dass es so ziemlich an allem fehlt. Während der Auftakt zum ersten Teil extrem spannend, packend und erschreckend war, beginnt Teil 2 eher albern. Man sieht den Protagonisten zusammen mit zwei weiblichen Teenagern im Bus, auf einer seltsamen Irrfahrt, die weder glaubhaft noch erschreckend ist, und der es auch ein wenig an Blut fehlt. Zumindest werden dies wohl Fans der Serie denken…

Im Anschluss an diese Eingangssequenz wird erst einmal Protagonist Jesse vorgestellt. Der Zuschauer wird mit Jesse’ s Alpträumen konfrontiert, die in ihrer Darstellung aber nicht mal ansatzweise an das heranreichen, was man vom ersten Teil der Serie gewohnt war. Die Story kann als absolut oberflächlich betrachtet werden. Es mangelt ihr an Spannung sowie Glaubwürdigkeit. Zu wenig wird vom „bösen Freddy“ berichtet. Der Plot zieht sich wie ein Kaugummi über die gesamte Spielzeit und versteht es nicht, einen vernünftigen Spannungsbogen aufzubauen. Vielmehr hangelt man sich von Szene zu Szene, bis man schließlich den ersehnten Schlussabschnitt präsentiert bekommt, der aber leider noch weniger überzeugen kann, als das vorher Gesehene. Sicherlich gibt es eine Menge Filme, die noch weniger überzeugen können, doch von einem Sequel des Kultfilms "A Nightmare On Elm Street" kann und darf der Zuschauer mehr erwarten.

Die jungen Darsteller hatten anscheinend noch nicht viel Filmerfahrung, bieten aber eine ganz passable Leistung. Leider hält sich Robert Englund ist diesem Teil der Serie sehr zurück. Seine Gesten und Sprüche sind in der Regel ja der eigentliche Reiz der ganzen Story um den ledergesichtigen Kindermörder. Hier sind seine Auftritte jedoch sehr spärlich gesät. Auch seine Witzchen und sarkastischen Bemerkungen zünden irgendwie nicht. Dieser Mangel hätte durchaus mit ein paar blutigen Spezialeffekten ausgeglichen werden können. Allerdings fehlen diese Momente ebenfalls.

Gesehen haben sollte man "A Nightmare On Elm Street 2 – Die Rache" sicherlich, wenn man Fan der Krueger-Serie ist. Man muss sich aber der Tatsache bewusst sein, dass dies ein wirklich schwacher Streifen ist. Aber zum Glück gibt es da ja noch andere Teile der Serie, die mit Abstand besser gelungen sind.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 2_5.gif
Story 2.gif
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Ähnlicher Film:

A Nightmare On Elm Street

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Informationen

OT:A Nightmare On Elm Street

ca.91 Minuten

USA 1984

Regie

  • Wes Craven
Darsteller

  • John Saxon
  • Heather Langenkamp
  • Johnny Depp
  • Robert Englund
  • u.a.

A Nightmare On Elm Street

Story

Alles beginnt mit einem dieser Alpträume, die Tina schon seit längerem quälen. Sie flieht in einem Fabrikkeller vor dem mysteriösen Mann, der ihr offensichtlich nach dem Leben trachtet. Markant für ihn sind sein Schlabberhut, sein rot-grün gestreifter Pullover und natürlich auch seine Krallenhand, dessen Finger mit scharfen Klingen verlängert wurden. Doch glücklicherweise sind es nur Träume, in denen sie mit dem Killer kämpft, sie beunruhigen aber doch, da sie so real sind und es manchmal den Anschein hat, als nehme sie etwas aus dem Traum mit…

Als Tinas Eltern verreisen, bittet sie drei Freunde, ihr die Angst vorm Alleinsein zu nehmen, in dem sie bei ihr übernachten. Mit von der Partie sind Tinas Freund Rod, und das Liebespärchen Nancy und Glen. Allerdings soll es Tina nichts bringen, dass sie sich Freunde ins Haus geholt hat, denn als sie einschläft macht der fremde „Traummann“ ernst. Tina träumt zwar nur das sie von ihm aufgeschlitzt und durch die Luft gewirbelt wird, aber in der Realität ist es genauso wie im Traum. Das Zimmer in dem sich Rod und sie befanden ist von oben bis unten blutverschmiert.

Die eingerückte Polizei ist schnell der Überzeugung das Rod für diese Gräueltat verantwortlich ist. Nancy sieht das allerdings anders, da sie auch von diesen Träumen heimgesucht wird, die von Tag zu Tag intensiver und merkwürdiger werden. Als Rod, der erst flüchtete, eingefangen ist, besucht ihn Nancy mit einer schlimmen Vorahnung. Und in der Tat hat sich Rod kurz vor ihrer Ankunft erhängt; so sieht es zumindest aus. Doch Nancy weiß, dass es dieser Killer aus ihren Träumen ist. Sie muss unbedingt herausfinden wer er ist und wie man ihn stoppen kann, bevor sie selber an der Reihe ist…

Kritik

Wes Craven schuf 1984 etwas, dass sich noch über Jahre halten sollte und selbst jetzt, in 2003, kein Ende findet. „Nightmare on Elm Street“ ist ohne Zweifel eine Kultserie aller „Freitag der 13.“ oder "Halloween“ und das nicht zuletzt aufgrund des mitreißenden ersten Teils. Hier wird der Betrachter mit einer seltsamen Situation konfrontiert, in der es keinen klaren Übergang von Traum und Wirklichkeit gibt. Das Schlimme an der Geschichte ist, das der Traumkiller Freddy Krueger, in jedem Traum vorkommt und die Teenager sich ihm somit nicht lange entziehen können, da man ja in regelmäßigen Abständen die Augen zumachen muss.

Diese missliche Situation der Teenager wird gepaart mit einer unheimlichen Spannung und natürlich auch mit einer glänzenden Atmosphäre, die besonders in den Traumsequenzen zum tragen kommt. Es ist ebenso beängstigend wie faszinierend zu beobachten, wenn der Mann mit dem Narbengesicht seine Opfer durch ihre Träume scheucht und die dann versuchen aus dieser misslichen Lage zu entkommen.

Viel Splatter gibt es leider nicht zu bestaunen, dass tut dem Film aber keinen Abbruch. Zwar gehört der Starteil der Reihe nicht zu den blutigsten Filmen überhaupt und auch nicht zu den blutigsten der Serie, aber die Anfangsszene im Schlafzimmer steht doch im Zeichen des roten Saftes. Der Umstand, dass dieser Teil nicht sonderlich brutal ist, ist der Hauptgrund warum der Film in Deutschland ungeschnitten erschienen ist, was allerdings nicht für Fernsehausstrahlungen gilt, in denen mächtig herumgeschnippelt wurde, was sie nicht unbedingt empfehlenswert macht.

Ungeschnitten sollte man ihn allerdings betrachten, da er Pflichtprogramm im Horrorgenre ist. Er bietet das, was selten Filme bieten und zwar eine gute Story, gepaart mit spannenden und stimmungsgeladenen Momenten. Die Schauspieler sind auch nicht unbedingt zu verachten, da sie nicht nur namhaft sind, sondern auch überzeugend spielen, zumindest so wie es ihre Rollen zulassen. Neben der Filmgröße John Saxon, der aus zahlreichen Filmen und Serien bekannt ist gibt es natürlich auch Robert Englund in seiner Paraderolle zu betrachten und, in einer kleinen (seiner ersten) Rolle Johnny Depp, der aber nicht sonderlich auffällt.

Freddys Geschichte ist natürlich auch interessant zu verfolgen, da man anfangs ja gar nicht weiß, wer dieser hässliche Mann eigentlich ist, warum er tötet und warum er es ausgerechnet in Träumen bevorzugt. Ebenso interessant ist Nancys Kampf gegen Krüger, der sich bis zum furiosen Finale hinzieht. Das Finale ist dann allerdings etwas unspektakulär und mit Sicherheit der einzige Negativpunkt im Film, aber keiner über den man mal eben so hinwegsehen kann.

Insgesamt bleibt „Nightmare on Elm Street“ aber ein wirklich guter Film, der Spaß auf mehr macht und glücklicherweise ja noch bessere Sequels bietet. Allerdings gibt es auch weniger gelungene, wobei dabei die letzteren Teile zu nennen wären. „Jason vs Freddy“ lief in unseren Landen ja noch nicht und bleibt somit unkommentiert. Eine Empfehlung gibt es aber auf jeden Fall, gerade für Leute, die damit beginnen sich fürs Horrorgenre zu interessieren.

Bewertung

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Atmosphäre 5_5.gif
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Ähnlicher Film:

  • Andere Nightmare Teile

Mullberry Street – Die Nachbarschaft verändert sich

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Informationen

OT:Mulberry Street

ca.81 Minuten

USA 2006

Regie

  • Jim Mickle
Darsteller

  • Nick Damici
  • Kim Blair
  • Tim House
  • Ron Brice
  • u.a.

Mullberry Street - Die Nachbarschaft verändert sich

Story

Nicht weniger als die Rückkehr seiner geliebten Tochter aus dem Golf-Krieg steht für Clutch auf dem heutigen Terminplan. Der ehemalige Boxer ist in in Downtown Manhattan zuhause und weiß, wie man sich durchs Leben schlagen muss. Dies hat er natürlich auch seiner Tochter weitergegeben und nie hat sie die Erfahrungen ihres Vater so nötig gebraucht als heute:

Gentechnisch manipulierte Ratten haben sich unter die Millionen Nagetiere der Großstadt gemischt und bedrohen die Menschheit nicht nur mit den üblichen Übertragungskrankheiten. Durch einen Biss infizieren sie Menschen mit einer Art Tollwut. Die Gebissenen verfallen nach kurzer Zeit in einen zombieartigen Zustand. Schon bald ist die ganze Umgebung in Gefahr. Und das ist erst der Anfang…

Kritik

New York hat bekanntermaßen ein riesiges Rattenproblem, dass auch schon in einigen Filmen horrortechnisch verwurstet wurde. Doch nun kommt mit "Mullberry Street" ein neuer Streifen mit altbekannter Thematik auf die Matschscheibe und lehrt uns mehr als zuvor das Fürchten.

Jim Mickle hat in seinem Langfilmdebüt ein überaus interessantes Thema aufgenommen, dass in dieser Form generationenübergreifend Anklang finden wird. Nicht nur Freunde des "28 Day Later"-Horror mit schnellem Schnitt und schnellen Tod kommen auf ihre Kosten, auch Fans der guten, alten "Riffs" werden bestens unterhalten. Klaustrophobisch, atmosphärisch und spannend kommt dieser Low-Budget-Film daher und weiß über die gesamte Spielzeit bestens zu unterhalten. Mit kurzen Szenen und solide agierenden Darstellern wissen die einzelnen Teilabschnitte zu überzeugen, ohne das längere Szenen ohne viel Unterhaltungsfaktor vorkommen. Das Haus in der Mulberry Street wird zum Dreh- und Angelpunkt des Films. Zu einem Fluchtpunkt ohne viel Aussicht auf Überlebenschancen.

Die verschiedenen Rollen werden dazu gezwungen einen Überlebenskampf zu führen, bei dem jeder auf sich alleine gestellt ist. Durch eine gute Charakterzeichnung wird besonders der Kampf der Alten und Schwachen gut dargestellt. Man leidet als Betrachter förmlich mit ihnen, hat aber auch die Gelegenheit einen filmtypischen Helden auf der Matschscheibe zu beobachten. Die Dialoge sind recht logisch gehalten und unterhaltsam geraten, was in Filmen dieser Kategorie leider nicht zum Standard gehört.

Trotz der Anlehnung hat "Mulberry Street" nicht wirklich viel mit den bekannten Zombie-Filmen zu tun. Klar, die gewollten Parallelen werden erkannt, die typische Atmosphäre wird aber nicht gestreut. "Mulberry Street" erlangt seine Stimmung eher aus der leichten Klaustrophobie und dem unsagbaren Leid der Leute. Und durch einige Splattereffekte, die technisch einwandfrei und mit einem guten Timing gestreut werden.

Regisseur Jim Mickle hat diesen Film zwar bierernst inszeniert, dennoch streut er die ein oder andere ironische Szene ein. Auf den sehenswerten Schluss soll an dieser Stelle natürlich nicht eingegangen werden, der eine ebensolche Szene beinhaltet. In anderen Szenen mit ironischen Andeutungen ist es aber nett zu beobachten, wie einige Leute von der Schnelligkeit der mutierten Menschen überrascht werden. Offensichtlich haben sie alle die alten Romero-Filme gesehen und geglaubt, dass "ihre" Zombies sich ähnlich verhalten müssten.

"Mulberry Street" ist durchaus ein besonderes Filmchen. Eins das ohne viel Story gut zu unterhalten weiß und technisch gut in den Kasten gebracht wurde. Wer kein Problem mit guter Unterhaltung, B-Movies und rennenden Zombies hat, der darf sich diese B-Perle auf keinen Fall entgehen lassen.

Bewertung

Splatter 3_5.gif
Spannung 5.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 3_5.gif
Atmosphäre 4.gif
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Ähnlicher Film:

Last House On Dead End Street

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Informationen

OT: Last House On Dead End Street

ca. 78 Minuten

USA 1977

Regie

  • Roger Michael Watkins
Darsteller

  • Steven Morrison
  • Janet Sorley
  • Dennis Crawford
  • u.a.

Last House On Dead End Street

Story

Der kleinkriminelle Terry Hawkins wurde wegen Drogenbesitzes für ein Jahr weggesperrt. Nach seiner Entlassung ist er bemüht Geld zu machen und gerät dabei an einen zwielichtigen Pornoregisseur und seinen unzufriedenen Produzenten. Die Verkaufszahlen der Schmuddelwerke stagnieren in letzter Zeit, was den Produzenten nicht gerade freundlich stimmt. Er will Material, welches die Verkaufszahlen wieder ansteigen lässt und Terry soll ihm dieses besorgen.

Terry kommt es schnell in den Sinn, etwas Ungewöhnliches zu drehen. Etwas, das die Welt zuvor noch nicht gesehen hat. Er bringt Menschen unfreiwillig vor die Kamera, wo er sie dann in einer Zeremonie tötet. Terry hat damit wirklich etwas gefunden, was den gierenden Markt befriedigen könnte, doch das Projekt gerät völlig außer Kontrolle…

Kritik

Lange galt er als verschollen und regte Diskussionen rund um das Thema "Snuff" an. Jetzt ist “Last House On Dead End Street” auch in Deutschland erhältlich, auf DVD gepresst. Es ist ein Streifen, der sicherlich nur zwei Meinungen zulässt. Entweder "grausam beeindruckend" oder "grausam schlecht". Beeindruckend kann man ihn deswegen werten, weil er, für damalige Verhältnisse, weit über die Grenzen des "guten Geschmacks" geht. Er wirkt düster, deprimierend, schwer verdaulich. Die technische Seite rundet diese gewonnen Eindrücke ab. Allerdings kann dies auch dazu führen, dass man “Last House On Dead End Street” als "grausam schlecht" einstuft. Das Bild ist wirklich sehr schlecht. Auf Super-8 gedreht und mit vielen Verschmutzungen übersäht. Es könnte natürlich sein, dass ein besseres Master-Tape eine bessere Qualität aufweist, aber die Anzahl Kopien sollen nicht gerade üppig sein. Der Ton ist ebenfalls nicht das, was ein Filmliebhaber im 21. Jahrhundert als Klanggenuss bezeichnen würde. Doch hat man sich erst mal von der mitreißenden und verstörenden Stimmung stimulieren lassen, kann die schlechte Qualität durchaus die Authentizität des Streifens erhöhen, die ja bekanntermaßen nicht vorhanden ist.

Minutenlange Sequenzen, in denen die Opfer malträtiert werden, schockieren, ohne dass sie aufgrund ihres nicht gerade reichhaltigen Inhalts langweilen. Der Gore-Faktor ist dabei relativ hoch. Es wird zwar nicht explizit Gewalt dargestellt, der Blutverbrauch ist aber dennoch sehr hoch. Das Ganze erinnert ein wenig an die Gore-Szenen des guten, alten H.G. Lewis, die sicherlich als Vorlage gedient haben.

Erzählt wird im Verlauf des Films zwar nicht viel, dafür aber reichlich dargestellt. Man kann sich gut in die kranke Psyche des Protagonisten und seinen Helfern hineindenken. Die Darsteller spielen dabei nicht gerade wie professionelle Akteure, die sie ja auch nicht sind. Dennoch wirkt das Gezeigte, gerade weil sich die Laiendarsteller recht locker geben. Man hat eben die ganze Zeit den Eindruck, als würde man einem Amateur-Team zugucken, die einen Film machen wollen…

Regisseur Roger Michael Watkins hatte nach “Last House On Dead End Street” keinen Erfolg mehr im Filmgeschäft. Vielleicht hatte er damals nur das Glück, etwas zu machen das es vorher nicht so gab – eben so, wie seine Filmfigur.

"Last House On Dead End Street" ist sicherlich alles andere als Dutzendware und bei Freunden des Mainstream wird er nicht landen können. Andererseits ist er für Leute interessant, die ihn schon immer mal wegen der Gerüchte um seinen Inhalt sehen wollten. Man sollte aber nicht mit zuvielen Erwartungen an ihn herangehen, sondern sich einfach von dem Gezeigten tragen lassen. Dann ist ein netter, verstörender und außergewöhnlicher Filmgenuss für Freunde des etwas anderen Film vorprogrammiert.

Bewertung

Splatter 3_5.gif
Spannung 3.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 4_5.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 4_5.gif

Ähnlicher Film:

Blood Feast